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Zone of the Enders: The 2nd Runner – MARS im Test

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Zone of the Enders: The 2nd Runner – MARS im Test: Mecha-Action mit VR-Glasur

Direkt zum Fazit

Stylische Mechas, schnelle Kämpfe und cooler Anime-Look: Mit Zone of the Enders: The 2nd Runner – MARS präsentiert Konami den einstigen Action-Hit neu aufpoliert und erstmals in VR. Wir haben für euch im virtuellen Cockpit von Jehuty Platz genommen.

Konami hat den eigenen Back-Katalog durchforstet und den ursprünglich für die PlayStation 2 erschienenen Action-Titel Zone of the Enders: The 2nd Runner für eine VR-Neuauflage auserwählt. Kann eine 15 Jahre alte Produktion heute noch begeistern und vor allem: Funktioniert sie als Virtual Reality-Spiel?

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VR hin oder her, Sci-Fi-Fans kommen bei Zone of the Enders definitiv auf ihre Kosten. Denn The 2nd Runner (ursprünglich der zweite Teil der Franchise) erzählt eine ausladende Geschichte über einen interstellaren Konflikt zwischen der Erde und ihren Kolonien.

Die Anime-Sequenzen wurden für die MARS-Version ebenfalls hochskaliert. © Konami Digital Entertainment

Die Anime-Sequenzen wurden für die MARS-Version ebenfalls hochskaliert. © Konami Digital Entertainment

Die Handlung wird größtenteils in oft minutenlangen Zwischensequenzen erzählt, die das Spielgeschehen regelmäßig unterbrechen. Dabei kommt eine Mischung aus klassischen In-Game-Cutscenes und Anime-Sequenzen zum Einsatz. Der Einfluss von Kino-Narr Hideo Kojima (Metal Gear Solid), der die Reihe als Produzent betreute, ist also deutlich zu spüren.

Wir schlüpfen im Spiel in die Mech-Pilotenstiefel von Dingo Egret, der beim Rohstoffabbau auf dem Jupitermond Callisto den Orbital Frame Jehuty entdeckt. Bei letzterem handelt es sich um einen legendären Kampfroboter, der mitsamt seines unfreiwilligen Piloten schon bald zwischen die Fronten der Erdstreitkräfte Space Force und der Mars-Opposition BAHRAM gerät.

Perspektivwechsel: Im virtuellen Mech-Cockpit

Die Neuauflage von The 2nd Runner lässt uns optional das Spiel direkt in VR starten. Der größte Unterschied zur normalen Bildschirm-Version: Wir nehmen das Geschehen ausschließlich aus der Cockpit-Perspektive bzw. aus der Sicht von Pilot Dingo wahr.

Ein sinnvolles Feature vorne weg: In den Optionen passen wir mit diversen Reglern die Position unseres Kopfes im Cockpit bzw. auf den virtuellen Hals unserer Spielfigur an. Generell ist das Augmented Reality-artige Cockpit-Design schön gestaltet.

In einer ruhigen Spielminute (davon gibt es nicht viele), fällt mir zum Beispiel auf, dass ich links und rechts die sich bewegenden Arme meines Mechs beobachten kann. Ebenso kann ich über mir Brust und Kopf von Jehuty sehen – Piloten nehmen bei ZOE nämlich recht ulkig im „Schoß“ der Mechs Platz.

Sobald ich mich in die schnellen Kämpfe stürze, leidet die Übersicht aber deutlich durch die Cockpit-Perspektive. Gerade beim Nahkampf hämmere ich praktisch blind auf die Knöpfe und vertraue der (guten) automatischen Zielerfassung.

Darüber hinaus fehlt mir bei einigen Moves wie dem Burst das visuelle Feedback der Außenperspektive. Man merkt einfach, dass hier ein Third-Person-Spiel auf die Ego-Perspektive umgetrimmt wurde.

VR-Update eines japanischen Klassikers

Trotzdem hat Konami mit MARS ein für ZOE-Fans (und die, die es werden wollen) attraktives Päckchen geschnürt. Schade nur, dass dieses nicht auch den ersten Teil der Reihe enthält. Eine Übersicht alle neuen Features des Remaster findet ihr in meinem Anspielbericht von der Gamescom.

Der Grafik sieht man zwar das Alter des Spiels an, aber die gesamte Inszenierung ist nach wie vor sehr stimmig. © Konami Digital Entertainment

Der Grafik sieht man zwar das Alter des Spiels an, aber die gesamte Inszenierung ist nach wie vor sehr stimmig. © Konami Digital Entertainment

Auf einem HD- bzw. 4K-Fernseher (oder mit entsprechender PC-Hardware) sieht Zone of the Enders übrigens immer noch richtig gut aus. Besonders die Lichteffekte können sich auch heute noch sehen lassen. Bei der VR-Version gibt es in Sachen Auflösung natürlich Abstriche, dafür punktet diese mit dem höheren Präsenzgefühl.

Neulingen der Reihe würde ich trotzdem zunächst die normale Variante des Spiels ans Herz legen, denn gerade die vielen (nicht räumlichen) Zwischensequenzen gucken sich ohne VR-Headset einfach besser. Wer sich trotzdem gleich in VR ins Geschehen stürzen will, darf immerhin den zusätzlichen V(e)R(y) Easy-Schwierigkeitsgrad wählen.

Unsere Wertung

Fazit:

Zone of the Enders: The 2nd Runner – MARS ist sicherlich die bis dato beste und schönste Variante, den Mecha-Klassiker aus der PS2-Ära zu erleben. Was der Kojima-Produktion nach heutigen Verhältnissen in Sachen Spielfreiheit fehlt, macht sie durch Story-Bombast wieder wett. Der VR-Modus ist am Ende aber nicht mehr als eine coole Dreingabe der MARS-Neuauflage, denn im Original-Modus spielt sich ZOE nach wie vor am besten.

Unsere Kollegen von GameZ.de haben euch ein paar gute Tipps & Tricks für den Einstieg ins Spiel zusammengestellt. Die helfen euch sowohl in der normalen, als auch in der VR-Version weiter.

Zone of the Enders: The 2nd Runner – MARS könnte euch gefallen, wenn ihr:

  • auf Mecha-Animes und Sci-Fi-Opern steht
  • ausladende Stories mit vielen Cutscenes mögt
  • euch gerne durch flotte, Arcade-artige Spielabschnitte metzelt

Die Mecha-Action ist eher nichts für euch, wenn ihr:

  • euch am Spieldesign anno 2003 stört
  • ein von Grund auf neu konzipiertes Spiel für VR erwartet

Zone of the Enders: The 2nd Runner – MARS ist für folgende VR-Headsets erhältlich:

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