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Wird die Xbox One X VR unterstützen?

Wird die Xbox One X VR unterstützen?

Nachdem bereits auf der zweiten Pressekonferenz der E3 2017 kein Sterbenswörtchen über Virtual Reality verloren wurde, stellt sich die berechtigte Frage, ob Microsofts neue Superkonsole Xbox One X überhaupt VR unterstützen wird. 

Die Enthüllung der Xbox One X war für VR-Interessierte bereits die zweite Enttäuschung der diesjährigen E3. Nachdem gestern schon Electronic Arts das Thema Virtual Reality komplett ausklammerte und der VR-Modus von Star Wars Battlefront 2 mit Abwesenheit glänzte, ging auch Microsoft mit keinem Wort auf den möglichen VR-Support der Xbox One X ein.

Zwar mussten wir die Erwartungen bereits im Vorfeld zurückschrauben, als es von Microsoft hieß, dass Mixed Reality-Inhalte für das einstmalige Project Scorpio erst für 2018 zu erwarten seien. Dennoch ist die völlige Funkstille bedenklich.

Völlige Abwesenheit von VR und MR auf der Pressekonferenz

Immerhin sollen noch Ende diesen Jahres neue VR-Headsets für Windows Mixed Reality erscheinen. Diese werden von Partnern wie Acer, Asus, HP und Dell hergestellt und sollen eine Mixed Reality-Erfahrung bieten. Preislich liegen sie mit etwa 300 Euro deutlich unter der Oculus Rift sowie der HTC Vive. Darüber hinaus sollen sie auch wesentlich geringere Mindestanforderungen als die High-End-Brillen der Konkurrenz aufweisen.

Mit der Hololens hat Microsoft außerdem ein eigenes Gerät auf den Markt gebracht, das mit einer Mischung aus Augmented und Mixed Reality aufwartet.

Warum lässt Microsoft die Virtual Reality dann aber völlig außen vor? Dafür kann es mehrere Gründe geben. Angesichts der breiten Zielgruppe der Xbox One X und des gleichzeitigen Nischenstatus von VR mag es verständlich erscheinen, dass das Unternehmen die knapp bemessene Zeit der E3-Pressekonferenz anders investiert. Schlimmer noch wäre es, wenn es noch gar keine VR-Inhalte für die neue Konsole gäbe, die es zu präsentieren lohne. Denkbar ist auch eine Kombination aus beidem.

Zusammenarbeit mit Oculus beendet?

Im letzten Jahr hatte Microsoft auf der E3 noch die VR-Fähigkeit der – damals noch als Scorpio bekannten – XBox One X mit Hilfe von Oculus hochgelobt. Dieses Jahr ist die Facebooktochter nicht nur selbst komplett abwesend von der E3, auch auf den bisherigen Pressekonferenzen wurde die Oculus Rift mit keinem Wort erwähnt.

Analysten beim Marktforschungs- und Analyse-Institut IHS Markit sehen darin  ein Anzeichen für die Beendigung der  Zusammenarbeit.  Microsoft wolle sich offenbar voll auf seine eigene VR / MR-Sparte konzentrieren, plane aber wohl nicht vor 2018 mit einem eigenen VR-Headset für die XBox One X.

Kann Xbox One X VR?

Die allgemeine Frage lautet also, ob die Xbox One X überhaupt zu VR fähig ist. Immerhin behauptet Microsoft seit über einem Jahr, dass ihre mächtigste Konsole der Welt auch VR-Unterstützung bieten werde.

Bereits die PlayStation 4 legte mit der PlayStation VR ein Headset vor, das eine ziemlich beeindruckende Virtual Reality ins Wohnzimmer von inzwischen mehr als 1 Million PSVR-Besitzern zauberte. Mit der aufgerüsteten Variante PS4 Pro sind viele VR-Spiele sogar noch überzeugender.

Wenn wir die bisher bekannten Spezifikationen der Xbox One X mit denen der PS4 Pro vergleichen, dürfte die Hardware zumindest kein Ausschlusskriterium darstellen. Immerhin ist die Konsole zu vollwertigem 4K bei einer Auflösung von 3840×2160 Pixeln fähig – womit sie selbst die PS4 Pro in den Schatten stellt. Diese unterstützt 4K lediglich in hochskalierter Form.

Die englischen Hardware-Spezialisten von Digital Foundry waren im April diesen Jahres bei Microsoft zu Gast, wo sie exklusiv die Möglichkeit hatten, einen ausführlichen Blick auf das Innenleben der damals noch Xbox One Scorpio betitelten Konsole zu werfen. Demnach sei diese bis zu 30 Prozent schneller als die bisherige Xbox One und ließe leistungstechnisch sogar die Pro hinter sich.

© AllGamesDelta.net

Die Hardware ist nicht das Problem

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die Xbox One X also kompatibel mit VR-Brillen, bloß hat Microsoft zum jetzigen Zeitpunkt offenbar noch keine Interesse daran, das Thema zu forcieren. Immerhin lassen sich mit erstem Gameplay zum neuen Bioware-Titel Anthem oder Szenen aus Assassin’s Creed Origins deutlich mehr Konsolen verkaufen als mit den noch sehr speziellen VR-Headsets.

Wenn wir außerdem noch in Betracht ziehen, dass es sich bei der Xbox One X um eine geschlossene Plattform handelt, die auf bestmögliche Optimierung ausgerichtet ist, sind wir mehr als zuversichtlich, dass die VR-Unterstützung im Laufe der nächsten Tage noch einmal zur Sprache kommen wird.

Ob wir im Rahmen der diesjährigen E3 noch VR-Inhalte für die Xbox One X zu sehen bekommen, darf bezweifelt werden. Fest steht allerdings, dass Microsoft bei der Auswahl der Hardware-Komponenten vorausschauend in die Zukunft geblickt hat und die Konsole damit genügend Power unter der Haube hat, um im kommenden Jahr in die virtuelle Realität einzusteigen. Wir bleiben gespannt.

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