Windlands

HTC Vive Oculus Rift Spiele
6

VR-World Rating

Laufen, springen, schwingen

Könnt ihr euch vorstellen, in der virtuellen Realität an einem Seil durch schwebende Ruinen zu schwingen, um abgelegene Orte zu erkunden? Dann seid ihr in den Windlands goldrichtig.

Die Titanen sind mal wieder schuld: In einem kurzen, mit 2D-Bildern untermalten Einführungskurs werden wir darüber informiert, dass die schwebenden Welten der Windlands derzeit nicht mehr durch die riesigen Wesen beschützt werden und überwiegend in Trümmern liegen. Unsere Aufgabe ist es nun, die zerbrochenen, mysteriösen Kristalle zu suchen und wieder an ihren Platz zu stellen, um die Ordnung wiederherzustellen.

Freie Bewegung

Dazu müssen wir die Ruinen und teils riesigen, mysteriösen Strukturen der Windlands erforschen. Dabei besitzen wir volle Bewegungsfreiheit über das linke Touchpad der Vive-Controller (getestet haben wir Windlands auf der HTC Vive), genauso wie in einem First-Person-Shooter. Wer mit der völlig freien Bewegung Probleme hat und an Motion Sickness leidet, der kann diverse Einstellungen vornehmen: So soll schrittweise Kameradrehung, eine Bodenmarkierung oder ein virtueller Käfig um uns herum für eine Minderung eventueller Beschwerden sorgen.

Gerade im Überblick zu Beginn sehen die teils riesigen Levels beeindruckend aus. © Psytec Games

Gerade im Überblick zu Beginn sehen die teils riesigen Levels beeindruckend aus. © Psytec Games

Wir selbst hatten keine Probleme mit Motion Sickness, auch nicht bei den schnellen und weiten Sprüngen, die wir in klassischer Jump ’n‘ Run-Manier bewältigen müssen. Ist der Abgrund zu groß, dann müssen die Greifhaken her, an denen wir uns elegant durch die Ruinen schwingen. Das braucht allerdings etwas Übung bis es ohne Weiteres von der Hand geht, macht danach aber umso mehr Spaß. Auf diese Weise untersuchen wir alle fliegenden Inseln und Gebäude auf der Suche nach den Kristallen. Das motiviert auch für längere Zeit ungemein.

Nicht Fisch, nicht Fleisch

Mehr ist allerdings nicht aus dem Spiel zu holen. Die Sprung-Mechanik in Windlands ist nicht ganz ausgegoren: Wenn wir landen, dann schlittern wir noch ein Stück weiter, was auf engen Plattformen oft für Abstürze sorgt. Letztere sind weitaus häufiger zu beobachten, als die gewollte, an Mirror’s Edge erinnernde Dynamik mit seiner nahtlosen Bewältigung von Parcours-Hindernissen. Eine ähnlich präzise Sprungsteuerung wie in Lucky’s Tale wäre hier wünschenswert. Also mehr Jump ’n‘ Run und weniger Parcours.

Den Greifhaken können wir im normalen oder schweren Schwierigkeitsgrad ausschließlich an Bäumen verwenden. Einerseits sorgt das für eine Art Bewegungspuzzle, denn so müssen wir herausfinden, wie wir am besten zum Ziel gelangen. Andererseits leidet die Dynamik und die Eleganz von Windlands darunter. Deshalb empfehlen wir, das Spiel auf jeden Fall im leichten Schwierigkeitsgrad zu starten, darin könnt ihr euch nämlich überall mit den Greifhaken festhalten.

Abwechslung gibt es eigentlich nur durch veränderte Levels, innerhalb derselben tun wir immer nur das gleiche: Nach Kristallen suchen. © Psytec Games

Simple Präsentation, gute Performance

Die Windlands beeindrucken nicht mit grafischen Meisterleistungen. Alles ist sehr simpel, minimalistisch und stark stilisiert gehalten. Offensichtlich wurde hier deutlich Wert auf eine gute Performance gelegt und dieses Vorhaben geht auf. Trotz einiger durchaus beeindruckender Aussichten wird das Spiel abseits von wechselnden Umgebungen aufgrund der allgemeinen Detailarmut optisch bald ziemlich uninteressant. Der Sound ist hingegen in Ordnung, die Steuerung funktioniert überwiegend präzise.

Windlands ist ein interessantes Spiel, das allerdings darunter leidet, dass sich die Entwickler offenbar nicht recht entscheiden konnten, was das Spiel eigentlich sein soll: Parcours? Jump ’n‘ Run? Erkundung? Für ersteres ist die Streckenführung zu wechselhaft und es fehlen klare Wegpunkte. Für zweites ist die Sprungsteuerung zu sehr auf Parcours ausgelegt und das Erkunden beschränkt sich auf wenige Sammelgegenstände, die Kristalle und unterschiedliche Aussichten.

Wer diesen Mix ansprechend findet und nicht zu sehr für Motion Sickness anfällig ist, der bekommt aber ein spaßiges Spiel für zwischendurch.

Windlands erhaltet ihr hier:

HTC Vive und Oculus Rift: im Steam Store
Oculus Rift: im Oculus Store
Playstation VR: im Playstation Store

Das ist gut

  • große, teilweise beeindruckende Level
  • cooles Greifhaken-Feeling
  • viele Komforteinstellungen

Das geht besser

  • sehr wenig Details
  • nerviges Schlittern nach einem Sprung

Fazit

Durchaus spaßige Mischung aus Jump 'n' Run und Parcours, dem ein bisschen die klare Linie fehlt und deshalb recht bald die Luft ausgeht.
6

VR-World Rating

Gameplay: 7
Grafik: 5
Sound: 6
Steuerung: 7
Immersion: 6
Umfang: 6

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