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VRidge 2.0 Guide: PC-VR auf Google Cardboard & Samsung Gear VR

PC-VR-Spiele auf dem Smartphone? VRidge 2.0 will genau das möglich machen.

Der Einstieg in die virtuelle Realität ist noch immer ein recht kostspieliges Unterfangen – vor allem auf dem PC. VRidge 2.0 will es ermöglichen, VR auch ohne teures High End-Headset am eigenen PC auszuprobieren. Wir führen euch durch den Installationsprozess und sagen euch, was ihr von der App erwarten könnt.

Zwar werden stationäre High End-VR-Headsets wie Oculus Rift und HTC Vive immer günstiger, trotzdem bleibt die immer noch recht teure Hardware eine Einstiegshürde auf dem Weg in die virtuelle Realität. VRidge 2.0 ermöglicht es, viele PC-VR-Spiele auch auf den günstigeren VR-Brillen Google Cardboard und Samsung Gear VR zu nutzen.

In diesem Artikel erfahrt ihr:

  • Welche Hardware ihr für VRidge 2.0 braucht
  • Wie ihr VRidge 2.0 installieren könnt
  • Was die Smartphone-App kann und was nicht

Wie funktioniert VRidge 2.0?

Im Prinzip gaukelt das Programm dem angeschlossenen PC vor, dass es sich bei dem verwendeten Mobilheadset um eine HTC Vive handelt. Unsere Smartphone-betriebene VR-Brille verbinden wir dabei wahlweise per WLAN oder USB mit unserem Rechner. VRidge 2.0 ist kompatibel mit allen Spielen, die Valves OpenVR-Standard unterstützen, Oculus Rift-Titel können über Umwege per Revive gespielt werden.

Das Konzept klingt erst einmal gut, allerdings gibt es einige limitierende Faktoren. Alle unterstützten Mobil-Headsets bieten lediglich 3DoF-Bewegungsfreiheit, wohingegen Rift und Vive 6DoF bieten. Cardboard und Gear VR bieten also kein positionales Tracking. Das bedeutet, dass diese Headsets nicht nachverfolgen können, wenn wir versuchen, im virtuellen Raum herumzulaufen. Das Bild bleibt dann trotzdem stationär.

Welche Hardware brauche ich für VRidge 2.0?

Neben unserem VR-Headset benötigen wir einen passenden PC sowie ein kompatibles Smartphone. Als Faustregel beim PC gilt: Er muss stark genug sein, um aktuelle VR-Titel abspielen zu können, die Hardwarevoraussetzungen sind im Prinzip dieselben wie für Oculus Rift und HTC Vive. Tipps dafür, den eigenen Rechner VR-ready zu machen, haben wir in unserem Guide zu diesem Thema zusammengestellt.

VRidge 2.0-Tauchfahrt: Nur auf Android-Smartphones.

VRidge 2.0-Tauchfahrt: Nur auf Android-Smartphones.

In Sachen Smartphone benötigen wir ein Gerät mit eingebautem Gyroskop sowie Android 5.0 oder höher. Dabei gilt: Je besser das Smartphone-Display, desto besser die VRidge 2.0-Bildqualität. Besitzer eines iPhones schauen in die Röhre, VRidge 2.0 bietet nämlich keine iOS-Unterstützung.

Wie installiere ich VRidge 2.0 für Google Cardboard?

Haben wir die passenden Geräte, können wir uns an die Arbeit machen. Denn bevor wir VRidge 2.0 ausprobieren können, müssen wir erst einmal einige Hürden nehmen. Je nach Headset benötigen wir zwei oder drei verschiedene Programme, die wir auf unserem PC bzw. auf unserem Android-Smartphone installieren und konfigurieren müssen.

Die einfachste Variante ist es, als VR-Brille Google Cardboard zu verwenden. In diesem Fall benötigen wir:

Wie installiere ich VRidge 2.0 für Samsung Gear VR?

Nutzen wir hingegen ein Gear VR-Headset, gestaltet sich das Ganze erheblich komplizierter. Die VRidge-App können wir nämlich nicht wie gewohnt aus dem Oculus Store beziehen, sondern müssen den Umweg über das Dritthersteller-Programm SideloadVR for Gear VR gehen, das wir im Google PlayStore kostenfrei herunterladen können.

Dabei handelt es sich um eine App, in der Entwickler öffentliche Testversionen ihrer Software zum Ausprobieren bereitstellen. SideloadVR können wir nur installieren, wenn wir in den Sicherheitseinstellungen unseres Smartphones die Installation von Apps aus unbekannten Quellen aktivieren. Außerdem benötigt die App umfangreiche Zugangsberechtigungen für das jeweilige Smartphone. Wer darauf keine Lust hat, hat keine Chance, VRidge 2.0 auf Gear VR zu nutzen.

Bevor wir War Thunder mit VRidge 2.0 spielen können, müssen wir einige Installationshürden nehmen.

Bevor wir War Thunder mit VRidge 2.0 spielen können, müssen wir einige Installationshürden nehmen.

Zusätzlich ist darauf zu achten, dass SideloadVR nicht alle Gear VR-kompatiblen Smartphones offiziell unterstützt – wir konnten das Programm aber auch ohne offiziellen Samsung S8+ – Support auf ebendiesem Telefon zum Laufen bringen.

Wer sich auf eigene Gefahr dazu entscheidet, SideloadVR zu nutzen, installiert als nächstes die VRidge 2.0-App über das Programm. Damit ist es aber immer noch nicht getan. Als nächstes müssen wir uns manuell das Oculus Signature File (osig) herunterladen. Dazu müssen wir uns über die VRidge-App mit unserem Oculus-Account einloggen und den Download bestätigen. Auch hier bekommen wir mehrere Warnhinweise seitens Android zu Gesicht, die uns davon abraten.

Welche Verbindungsart soll ich für VRidge 2.0 nutzen: WLAN oder USB?

Haben wir RiftCat und VRidge 2.0 installiert, geht es an die Konfiguration der Software. Wir können unser Smartphone-Headset wahlweise per WLAN oder USB-Tethering an unseren Rechner anschließen. Ersteres bringt laut Herstellerangaben eine Latenz von 50ms mit sich – daher ist die USB-Variante zu bevorzugen, weil hier die zusätzliche Verzögerung entfällt. Leider funktioniert das Tethering nicht im Zusammenspiel mit Samsung Gear VR.

Um USB-Tethering im Fall der Nutzung von Google Cardboard zu aktivieren, müssen wir folgendes tun:

  • Android-Smartphone per USB 3.0-Kabel mit unserem PC verbinden
  • In den Smartphone-Einstellungen „Drahtlos und Netwerke“ auswählen
  • USB-Tethering einschalten

Nachdem wir unsere bevorzugte Verbindungseinstellung ausgewählt haben, folgen wir den Anweisungen auf dem Riftcat-Bildschirm und können daraufhin in VR über unsere Steam-Bibliothek VR-Erfahrungen starten.

Ist VRidge 2.0 eine Alternative zu HTC Vive & Oculus Rift?

Wer VRidge 2.0 nutzt, sollte nicht davon ausgehen, dasselbe VR-Erlebnis wie auf einem High End-PC-Headset zu bekommen. Denn neben dem bereits erwähnten begrenzten Tracking (wir spielen für 6DoF-Brillen programmierte Anwendungen mit einem 3DoF-Headset, was zu unerwünschten Nebeneffekten bis hin zu Motion Sickness führen kann) ist mit weiteren Abstrichen zu rechnen. In puncto Auflösung und Bildqualität kann ein Smartphone-Display gepaart mit den Linsen eines Google Cardboard-Headsets nämlich definitiv nicht mit Rift oder Vive mithalten.

Wirklich hochwertiges PC-VR ist nur mit der entsprechenden Hardware möglich.

Wirklich hochwertiges PC-VR ist nur mit der entsprechenden Hardware möglich.

Auch ist wahrscheinlich, dass trotz der theoretischen SteamVR-Kompatibilität nicht alle Spiele einwandfrei funktionieren. Hinzu kommt, dass im Prinzip alle Spiele, die Bewegungscontroller nutzen, nicht ohne weiteres spielbar sind. VRidge 2.0 unterstützt zwar die NoloVR-Controller. Wer aber knapp 200 Euro für diese Bedieneinheiten übrig hat, sollte lieber noch etwas sparen und sich für 449 Euro die Oculus Rift im Paket mit den hervorragenden Oculus Touch-Controllern zulegen. Die HTC Vive ist auch nach einer Preissenkung samt Controllern mit 599 Euro noch ein Stück teurer.

Wer allerdings ausprobieren möchte, wie PC-VR auf dem Smartphone aussieht, kann RiftCat/VRidge 2.0 durchaus eine Chance geben. Auf der offiziellen Website ist eine kostenlose Testversion verfügbar, bei der die Spielzeit allerdings auf 10 Minuten pro Sitzung beschränkt ist. Die kostenpflichtige Vollversion schlägt mit 14,99 EUR zu Buche.

Was haltet ihr von VRidge 2.0? Habt ihr die Software schon ausprobiert? Schreibt uns in den Kommentaren!

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