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VR-Brille Oculus Quest: Alle Infos auf einen Blick

Die Oculus Quest funktioniert autark ohne zusätzlichen PC. © Oculus

Die Oculus Quest ist die dritte VR-Brille der ersten Virtual Reality-Generation von Facebook-Tochter Oculus VR. Was kann das erste 6DOF All-in-One VR-System und was sind die Unterschiede zu Oculus Go und Rift?

In diesem Artikel beantworten wir folgende Fragen über die neue VR-Brille:

  • Was ist Oculus Quest und wie unterscheidet sie sich von Rift und Go?
  • Was sind die technischen Spezifikationen der neuen VR-Brille?
  • Welche VR-Spiele sind für Oculus Quest geplant?
  • Was steckt hinter der neuen Oculus Insight-Technik?
  • Was meint Oculus mit dem Begriff „6DOF All-in-One VR-System“?
  • Sind Oculus Rift-Spiele mit der Quest-Brille kompatibel?
  • Wann und zu welchem Preis erscheint Oculus Quest?

Im September 2018 haben Facebook und Oculus VR die neue VR-Brille Oculus Quest angekündigt. Das VR-Headset soll die Lücke zwischen der autarken Oculus Go und der PC-Highend Brille Oculus Rift schließen. Hier findet ihr alle Informationen und Spezifikationen der neuen Virtual Reality-Brille auf einen Blick.

1. Was ist Oculus Quest?

  • Die neue VR-Brille von Oculus VR, ein Standalone VR-Headset mit voller Bewegungserfassung.

Die Oculus Quest ist eine neue VR-Brille der Facebook-Tochters Oculus VR. Sie ist ein autarkes VR-Headset, benötigt zum Betrieb also weder PC, Spielekonsole noch Smartphone. Sämtliche Technik, die zum Betrieb benötigt wird, ist stattdessen in der VR-Brille selbst verbaut.

VR-Spiele ohne Kabelsalat und externe Sensoren; Das verspricht Oculus Quest. © Oculus

VR-Spiele ohne Kabelsalat und externe Sensoren; Das verspricht Oculus Quest. © Oculus

Wie die ebenfalls autarke Oculus Go kommt die Quest-Brille ohne Kabel aus. Das Erfassen von Kopf- und Controller-Bewegungen erfolgt über das neue Oculus Insight-System – externe Bewegungssensoren werden also ebenfalls nicht benötigt. Laut Hersteller ist die Oculus Quest ein auf VR-Spiele ausgerichtetes VR-Headset, das ein Spielerlebnis bieten soll, wie es bisher nur Highend-VR-Brillen geboten haben.

In diesem Sinne will Oculus mit der neuen Standalone-VR-Brille die Lücke zwischen der günstigen, autarken Oculus Go und der auf einen leistungsstarken PC angewiesen Oculus Rift schließen. Die Oculus Quest ist somit die dritte und finale VR-Brille der ersten Generation an Oculus-Headsets.

2. Was sind die Unterschiede zwischen Oculus Quest, Rift & Go?

  • Die Oculus Quest funktioniert ohne zusätzliche Hardware wie die Oculus Go, ist allerdings leistungsstärker und wie die Rift auf VR-Spiele ausgelegt.

Die Oculus Quest schlägt praktisch einen Mittelweg zwischen den beiden bereits erhältlichen VR-Brillen von Oculus ein. Wie die Oculus Go benötigt sie zum Betrieb keine zusätzliche Rechen-Hardware oder externe Bewegungssensoren. Zudem verfügt sie über den gleichen Typ von Display wie die Go.

Wie Oculus Rift unterstützt auch die Quest-Brille die Touch-Bewegungscontroller. © Oculus

Wie Oculus Rift unterstützt auch die Quest-Brille die Touch-Bewegungscontroller. © Oculus

Im Gegensatz zur günstigen Einsteigerbrille richtet sich die Oculus Quest mit der Unterstützung des Bewegungscontrollers Oculus Touch aber ganz gezielt an Spieler. Wie die PC-Brille Oculus Rift ermöglicht die Quest-Brille samt Controller völlige Bewegungsfreiheit (Six Degrees of Freedom) für den Nutzer – ein bisheriges Novum auf dem Standalone VR-Markt.

Auch wenn die Oculus Quest so auf den ersten Blick wie eine kabellose, autarke Version der Rift-Brille wirkt, gibt es bei den technischen Spezifikationen aber durchaus große Unterschiede. Die in der neuen VR-Brille verbaute Technik ist nämlich näher am Go-Headset, als an der Rift. Eine optionale Funktion zum Streamen von PC-VR-Titeln via WiFi wurde bei Oculus übrigens diskutiert, ist aber – zumindest aktuell – erstmal vom Tisch.

3. Auflösung, Controller & FoV: Was kann die Oculus Quest?

  • Das Display hat eine höhere Auflösung als bei Rift und Go, in Sachen Sichtfeld und Bildwiederholfrequenz muss sie aber federn lassen.

Was die bisher bekannten technischen Details angeht, ist die Oculus Quest zwar leistungsstärker als die Oculus Go, der Abstand hält sich allerdings in Grenzen. Trotzdem sollen auch komplexe VR-Spiele und Portierungen von Rift-Titeln auf dem autarken Headset möglich sein.

Das Display der Oculus Quest ist identisch mit dem der Oculus Go. Es bietet eine Auflösung von 1600 x 1440 pro Auge, was einer Gesamtauflösung von 3.200 x 1.440 Pixeln entspricht. Somit werden sowohl die 2.560 x 1.440 Pixel der Oculus Go als auch die 2.160 x 1.200 der Oculus Rift deutlich überboten. Da das gleiche LC-Display wie bei der Go zum Einsatz kommt, ist gegenüber dem OLED-Display der Rift sogar mit einem weniger pixeligen Bild zu rechnen.

In Sachen Display-Auflösung kann das Quest-Headset also punkten, deutliche Abstriche gibt es hingegen beim Sichtfeld (Field of View) von 90 Grad und einer Bildwiederholfrequenz von nur 75Hz. Zum Vergleich: Die Rift bietet ein Sichtfeld von 110 Grad und eine Bildwiederholfrequenz von 90Hz.

Die niedrige Hz-Zahl könnte zum Knackpunkt werden, den gerade bei 3D-Spielen fällt eine niedrige Bildwiederholfrequenz negativ ins Gewicht. Die Folgen sind ein weniger flüssiger Spielablauf und schlimmstenfalls Motion Sickness beim Nutzer.

4. Wie leistungsstark ist die interne Technik der Oculus Quest?

  • Dem Quest-Headset liegt verbesserte Oculus Go-Technik zu Grunde, die es in Sachen Leistung mit PS3 und Xbox 360 vergleichbar macht.

Laut Gizmodo liegt der Quest-Brille ein Qualcomm Snapdragon 835-Prozessor zu Grunde, eine Weiterentwicklung des Snapdragon 821, der in der Oculus Go zum Einsatz kommt. Ob dieser wirklich komplexe Rift-Spiele ansehnlich und flüssig vor unseren Augen zum Leben erweckt, bleibt abzuwarten. Im Gegensatz zu Go und Rift kommt bei der Quest zudem erstmalig ein aktives Kühlsystem zum Einsatz.

Oculus CTO John Carmack zufolge liegt die Leistung der Quest-Hardware ungefähr auf dem Niveau von PlayStation 3 und Xbox 360. Dabei sei aber zu bedenken, dass bei VR-Spiele jedes Einzelbild doppelt berechnet werden muss, um den immersiven Effekt zu erzeugen. VR-Spiele auf der Quest werden also mit Sicherheit in Sachen Texturen und Details nicht so gut aussehen wie zum Beispiel ein Uncharted 3 auf der PS3.

Das Oculus Insight-System macht das VR-Erlebnis ein ganz Stück intuitiver und immersiver. © Oculus

Das Oculus Insight-System macht das VR-Erlebnis ein ganz Stück intuitiver und immersiver. © Oculus

In Sachen Bewegungssteuerung verspricht Oculus mit dem Quest-Headset hingegen praktisch das volle Rift-Erlebnis. Es werden nicht nur die Oculus Touch-Controller unterstützt, die Brille erkennt sogar volles Raum- und Hand-Tracking (Roomscale VR) dank der neuen Oculus Insight-Technik.

5. Was ist Oculus Insight?

  • Das neue Bewegungserfassungs-System der Oculus Quest, das externe Sensoren überflüssig macht.

Oculus Insight ist ein neues System zur Bewegungserkennung, das vier am Headset montierte Ultra-Weitwinkel-Sensoren verwendet, um unsere genaue Position im Raum zu verfolgen. Es ermöglicht das Erfassen der Headset als auch der Controller-Bewegungen in sämtliche Richtungen des dreidimensionalen Raumes – und das ohne externe Sensoren.

Die Quest-Brille erkennt nicht nur Kopfneigungen und -drehungen, sondern auch, ob man sich nach vorne beugt oder im Raum bewegt. Das Gleiche gilt für die Bewegungen der Touch-Controller. Zudem sorgt das integrierte Guardian-System für einen sicheren Spielbereich. Die Oculus Insight-Technik ist in diesem Sinne die größte Innovation der Oculus Quest.

6. Warum ist Oculus Quest das erste 6DOF All-in-One VR-System?

  • Weil bis jetzt keine andere Standalone-VR-Brille volle Bewegungserfassung mit Six Degrees of Freedom ermöglicht.

Der Hersteller bewirbt die Oculus Quest offiziell als das erste 6DOF All-in-One VR-System. Damit ist gemeint, dass es sich bei der VR-Brille um das erste Standalone VR-Headsets handelt, das vollumfänglich Kopf- und Hand-Bewegungen in die virtuelle Realität überträgt.

Die Abkürzung 6DOF steht für Six Degrees of Freedom – die sechs „Freiheitsgrade“, in denen wir uns im freien Raum bewegen können: Schwenken (von links nach rechts und umgekehrt), Neigen (nach vorn und hinten) und um die eigene Achse drehen sowie sich hoch und runter, vor und zurück und von rechts nach links bewegen.

Die Oculus Quest unterstützt als erstes Standalone-VR-Gerät sowohl das Tracken des Headsets als auch der beiden Controller in 6DOF. Die Bezeichnung All-in-One VR soll hingegen einfach unterstreichen, dass die Oculus Quest komplett autonom arbeitet und keine weitere Hardware oder weiteres Zubehör zum Betrieb benötigt.

7. Welche VR-Spiele sind für die Oculus Quest angekündigt?

  • 50 Spiele sollen zum Launch verfügbar sein, Umsetzungen beliebter Rift-Titel sind in Planung.
Stormland: Auch eines Tages auf der Oculus Quest spielbar? © Oculus

Stormland: Auch eines Tages auf der Oculus Quest spielbar? © Oculus

Laut Oculus sollen zur Veröffentlichung der Oculus Quest über 50 VR-Titel bereitstehen. Weitere seien zudem in Arbeit, darunter auch Portierungen beliebter Oculus Rift-Spiele wie Robo Recall, The Climb und Moss.

Welche VR-Spiele uns genau zum Launch erwarten, wissen wir noch nicht. Da Oculus mit der neuen VR-Brille aber vor allem die Spieler ansprechen will, sollte das Unternehmen hier lieber klotzen statt kleckern. Ob auch zukünftige Prestige-Titel wie Stormland den Sprung auf die autarke Brille schaffen, ist noch nicht bekannt.

Oculus‘ zukünftige Pläne für das eigene VR-Ökosystem legen allerdings nahe, dass wir mehr und mehr Cross-Plattform-Veröffentlichungen sehen werden. Cross-Plattform bezieht sich hier natürlich nur auf die VR-Brillen aus dem eigenen Haus. Eine Übersicht aller Studios, die aktuell mit der Quest experimentieren, hat Oculus ebenfalls veröffentlicht. Darunter sind bekannte Namen wie Polyarc, Superhot Team, Vertigo Games und Harmonix.

8. Sind Rift-Spiele mit der Oculus Quest kompatibel?

  • Grundsätzlich ja, sie müssen allerdings zunächst angepasst/portiert werden.

Oculus Quest-Spiele nutzen die gleiche Betriebsplattform wie Rift und Go-Titel. Trotzdem können Rift-Spiele aber nicht einfach auf der neuen Quest-Brille gespielt werden, sondern müssen von den Entwicklern zunächst portiert oder zumindest mit einem Update versehen werden. Zu den genauen Details hält sich Oculus noch bedeckt.

Mit der Oculus Quest will Facebook die Lücke zwischen Oculus Go und Rift schließen. © Oculus

Mit der Oculus Quest will Facebook die Lücke zwischen Oculus Go und Rift schließen. © Oculus

Oculus verspricht ein Verfahren, dass den Entwicklern die Umsetzung möglichst einfach gestalten soll. Generell strebt das Unternehmen zukünftig eine stärkere Vereinheitlichung seins gesamtem VR-Ökosystems an.

Änderungen bei Oculus Home und Rift Core sowie sonstiger Software sollen auf allen Plattformen möglichst gleichzeitig erfolgen. Zusätzlich wird die Oculus Smartphone-App unter anderem das Herunterladen und Verwalten von Anwendungen und Spielen unterstützen.

9. Wann und zu welchem Preis erscheint die Oculus Quest?

  • Im Frühjahr 2019 ab 399 Dollar.

Als Veröffentlichungszeitraum nennt Oculus aktuell das Frühjahr 2019, einen konkreten Termin gibt es hingegen noch nicht. Der Preis für die US-Version wird bei 399 Dollar liegen. Ein offizieller Euro-Betrag wurde noch nicht genannt, wir rechnen allerdings mit einem Preis zwischen 400 und 450 Euro.

In der Pressemitteilung von Oculus ist zudem die Rede davon, dass der Preis bei 399 Dollar für ein 64GB-Headset „beginnen“ werde. Entsprechend sind also teurere Versionen oder verschiedene Bundles mehr als wahrscheinlich.

Die PC-Brille Oculus Rift ist aktuell übrigens inklusive Spiel für rund 450 Euro zu haben – hier muss allerdings auch der teure Gaming-PC noch hinzu gerechnet werden. Die Oculus Go beginnt in der 32GB-Version bei 219 Euro. Von der Preisgestaltung orientiert sie die Quest also eindeutig Richtung Massenmarkt.

Wie zufrieden sich Oculus mit dem Verkauf seiner bisherigen Headsets zeigt, haben wir in dieser Meldung zu den Verkaufszahlen von Oculus Go und Oculus Rift zusammengefasst. Grundsätzliche Fragen zum Thema Virtual Reality erklären wir euch in unserem VR-Special für Einsteiger.

Werdet ihr euch eine Oculus Quest-Brille kaufen? Was erwartet ihr von dem Standalone-Headset? Schreibt uns in den Kommentaren!

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11 Kommentare

  1. Also ich würde sagen ich stehe zwischen den Stühlen 😉 Auf der einen Seite bin ich auch Leistungsfetischist und möchte max. Detailauflösung. Andererseits finde ich den Kabelsalat tatsächlich extrem nervig was mir in der Tat ein wenig den Spass raubt und mich oft davon abhält in die VR einzutauchen obwohl ich mich als Entusiasten der ersten Stunde bezeichnen würde (hatte mir die DK1 + 2 bestellt sobald das Bestellformular online war). Angesichts dieser Tatsache glaube ich, ist es für eine breitere Verbreitung tatsächlich essentiell das die Brillen autark werden.

    Ich persönlich würde mir einen Zwitter wünschen auf der einen Seite eine autarke Brille wie die Quest auf der anderen Seite einen eingebauten Videosignalempfänger wie z.B. TP-Cast oder die neue HTC-Lösung um die Brille wie Vive oder Rift nur als Anzeigegerät zu nutzen.

    Antworten
  2. Eine autarke Brille mit 6DoF wäre echt super. Wenn die niedrigere Frequenz nicht zu doll auffällt und AAA Spiele portiert werden würden wäre dies für mich sofort eine Kaufentscheidung… Obwohl moment Mal, wie sieht es eigentlich mit der Akku Laufzeit aus. Davon könnte man irgendwie noch nichts lesen.

    Antworten
  3. Stehe auch zwischen den Stühlen. Habe die PS4 pro +VR. Allerdings auch einen Gaming PC und wollte mir eigentlich schon ein VR-System zugelegt haben. Jetzt warte ich aber erstmal ab, wie das Teil ankommt. Denn es ist zu befürchten, dass der Hardwarewahnsinn mit einem reinen PC-System je nach Spiel weitergeht. Und darauf hab ich gar keinen Bock (mehr). Und wäre demnach ein klarer Kunde der Brille. Okay ein Punkt wurde schon erwähnt und ist mehr als interessant – die Akkulaufzeit. Die nä. gute Frage ist die Gefahr der Motion Sickness bei 75 Hz. Cool ist die Speicherkapazität – beginnend bei 64 GB. Das würde bedeuten, dass rein von der Kapazität aus AAA-Titel laufen könnten – wenn es auch gewollt ist, denn wer kauft dann überhaupt noch die PC-Variante?!? Allerdings bin ich verblüfft, dass derartig viel Leistung in so einen kleinen Bauraum der Brille passt. Mal im Gegensatz zu einem recht aufwändigen PC-System stellen sich hier die meisten Fragen, wie die das wohl hinbekommen haben. Reicht evtl. tatsächlich eine geringe Systemleistung aus? Das wäre insgesamt ein gewaltiger Meilenstein.

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