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Vive Deluxe Audio Strap

Hardware HTC Vive
8

VR-World Rating

Passt, wackelt nicht und hört sich auch noch gut an

Direkt zum Fazit

Ein großer Vorteil der HTC Vive ist zweifellos ihre Modularität. Viele Teile können einfach ausgetauscht oder hinzugefügt werden, wie unsere Übersicht zum besten Zubehör für diese VR-Brille zeigt. Dadurch werden Verbesserungen wie der Vive Deluxe Audioriemen möglich. In diesem Zusammenhang ist allerdings der Ausdruck „Verbesserung“ eine glatte Untertreibung, wie unser Test zeigt.

Nachteile des alten Riemens

Der Vive Deluxe Audioriemen ersetzt die alte elastische Kopfhalterung, die umständlich über einen simplen Klettverschluss an den Kopf angepasst werden musste. Ein großes Problem des alten Riemens ist, dass er die Vive nie richtig sicher festhält: Gerade beim Blick nach unten löst sich die Brille leicht vom Gesicht. Dadurch verliert man den richtigen Sitz der Brille, was den Fokus verändert und zu Unschärfe führt.

Links die Vive mit der alten Kopfhalterung, rechts der neue Deluxe Audioriemen. © VR-World

Links die Vive mit der alten Kopfhalterung, rechts der neue Deluxe Audioriemen.

Beim Blick nach unten muss mit dem alten Riemen meistens mit einer Hand stützend nachgeholfen werden, was ziemlich unpraktisch ist. Auch das Anziehen der Vive gestaltet sich mit dem alten Riemen als umständlich, besonders für Brillenträger. Da überlegt man es sich schon zweimal, ob man mal eben für einen Zehn-Minuten-Film in die virtuelle Realität abtaucht.

Guter Ersteindruck, einfache Installation

Mit dem Vive Deluxe Audioriemen soll das nun anders werden. Schon beim Auspacken fallen die Veränderungen deutlich auf. Nur noch oben auf dem Kopf wird ein elastisches Band mit Klettverschluss benutzt, hinten und an den Seiten werden gepolsterte Kunststoffriemen mit erhöhter Steifigkeit verwendet. Besonders positiv fällt auf, dass der hintere untere Riemen jetzt tiefer liegt – das verspricht einen sicheren Sitz des Headsets.

Doch zuerst muss das gute Stück installiert werden. HTC hat dazu eine Anleitung veröffentlicht. Achtung: Ihr müsst zwar durchaus mit etwas Kraft vorgehen, aber niemals mit Gewalt. Wenn sich Anschlüsse nicht mit etwas Druck lösen, dann werden Sie es auch nicht mit Gewalt tun.

Vorsichtig öffnen wir die Klappe mit den Anschlüssen oben auf der Vive (an beiden Seiten der Klappe nach vorn drücken) und entfernen die Kabel. Dann drehen wir die alten Riemenhalterungen rechts und links ganz nach unten (Achtung: Die Halterung drehen, nicht den grauen Ring, der den Abstand des Displays zum Auge regelt!) und können diese dann abziehen. Der neue Riemen lässt sich genauso einfach anbringen: Anschlüsse richtig einsetzen, Halterungen an den beiden Seiten mit etwas Druck einrasten lassen – fertig. Die Installation ging bei uns völlig problemlos über die Bühne.

Vive Deluxe Audioriemen im Praxistest

Nun kommt der spannende Teil, die neue Kopfhalterung soll sich im Praxistest beweisen. Die beiden Kopfhörer rechts und links lassen sich fürs An- und Ausziehen nach außen kippen. Als Brillenträger fällt uns auf, dass wir jetzt viel einfacher mit dem Nasenfahrrad in die Vive kommen: Der komplette Audioriemen wird einfach hochgedrückt, wir führen die Vive gerade auf unser Gesicht. Dann legen wir den Deluxe Audioriemen auf den Kopf und drehen am Hinterkopf an der Drehvorrichtung, um den Riemen festzuziehen.

Die stabile Kunststoffhalterung am Hinterkopf sorgt für festen Halt, der Drehknopf ist für die Fixierung des Headsets am Kopf zuständig. © VR-World

Die stabile Kunststoffhalterung am Hinterkopf sorgt für festen Halt, der Drehknopf ist für die Fixierung des Headsets am Kopf zuständig.

Der Unterschied zum Standard-Riemen ist wie Tag und Nacht: Der Deluxe Audioriemen lässt sich richtig festziehen, so dass die Vive nicht mehr wie ein Aufsatz wirkt, sondern eher wie ein Teil des Kopfes. Die hintere Kopfhalterung des neuen Riemens sorgt zudem durch die größere Fläche und den bereits beschriebenen tieferliegenden unteren Riemen für einen Gewichtsausgleich: Die Vive hängt stärker am Hinterkopf, der Tragekomfort ist höher.

Natürlich sorgt der stärkere Anpressdruck im Gesicht für stärkere Druckstellen. Allerdings hatten wir in zwei Sessions mit jeweils drei Stunden Spielzeit am Stück keine Probleme damit. Im Gegenteil: Durch die neue Festigkeit und Stabilität ist die Immersion viel höher, denn man „vergisst“ das Headset schneller. Schließlich rutscht es nicht mehr und wir verlieren auch den perfekten Fokus nicht mehr ständig aus dem Blick. Auch das Abnehmen des Headsets funktioniert jetzt (vor allem für Brillenträger) schnell und einwandfrei, eine kurze Einstellung am Desktop ist ab sofort keine nervige Unterbrechung mehr.

Dieser Kabelkanal führt das 3-in-1-Kabel. Zieht sich das kabel zwischen diesem Punkt und den Anschlüssen (rechts oben) straff, kann es beim An- oder Ablegen der Vive zu leichten Problemen kommen. © VR-World

Dieser Kabelkanal führt das 3-in-1-Kabel. Zieht sich das Kabel zwischen diesem Punkt und den Anschlüssen (rechts oben) straff, kann es beim An- oder Ablegen der Vive zu leichten Problemen kommen.

Einziges Manko an der Verarbeitung ist die neue Kabelführung des 3-in-1-Kabels zur Anschlussbox. Das Kabel wird nicht mehr mittig über den oberen Gurt geführt, sondern rechts durch einen Kunststoffkanal. Die Position ist dabei nicht das Problem. Allerdings stört es, dass das Kabel zwischen Anschluss und dem Kunststoffkanal nicht befestigt werden kann und sich strammzieht (siehe obiges Bild), was dann beim Auf- und Absetzen zu Behinderungen führen kann. Das lässt sich jedoch schnell beheben.

Das gekennzeichnete Gelenk sorgt für simples An- und Abkippen der Kopfhörer. © VR-World

Das gekennzeichnete Gelenk sorgt für simples An- und Abkippen der Kopfhörer.

Die neuen Kopfhörer wollen wir natürlich nicht vergessen – denn die sind wirklich super. Beim Auf- und Absetzen lassen sich beide nach außen kippen, für den Gebrauch passt man sie einfach den eigenen Ohren an. Die Bedienung ist dabei einfach und simpel. Wir müssen keine Schrauben verstellen oder umständlichen Einstellungen vornehmen: Einfach zurechtrücken, fertig.

Sitzen die Kopfhörer genau auf den Ohren, werden die Geräusche von außen gedämpft. Sobald Spielgeräusche da sind, hören wir so gut wie gar nichts mehr von unserer jeweiligen Außenweltumgebung. Der Sound ist klar und satt und völlig ausreichend für normale Anwender. Wer trotzdem lieber seine eigenen Kopfhörer verwenden will, kann die mitgelieferten Kopfhörer des Audioriemens einfach abschrauben.

Den Vive Deluxe Audio Strap könnt ihr bei MediaMarkt kaufen.

Das ist gut

  • Leichte Installation
  • Einfach zu justieren
  • Fester Sitz
  • Flexible Kopfhörer mit sattem Klang
  • Insgesamt gute Verarbeitung

Das geht besser

  • Sehr teuer
  • Das 3-in-1-Kabel kann verrutschen

Fazit

Keine Frage: 120 Euro sind viel für den Vive Deluxe Audioriemen und eigentlich sollte das Ding unbedingt standardmäßig mit der HTC Vive ausgeliefert werden. Vielleicht hat HTC ein Einsehen und senkt den Preis in Zukunft ein wenig, schließlich war die Vive selbst schon teuer genug. Allerdings ist der Komfort und die Verbesserung der allgemeinen Nutzbarkeit mit diesem neuen Riemen so erheblich, dass wir trotzdem eine Kaufempfehlung aussprechen müssen. Mit dem Vive Deluxe Audioriemen erhöht sich das VR-Vergnügen um ein Vielfaches.
8

VR-World Rating

Verarbeitung: 10
Bedienung: 9
Komfort: 9
Installation: 10
Preis: 4
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