Ultrawings

Oculus Rift Spiele
6

VR-World Rating

7.2

VR-User

Federleichtes Fliegen

Direkt zum Fazit

Ultrawings erinnert nicht nur vom Namen her an den Nintendo-Klassiker Pilotwings. Ob die einsteigerfreundliche Flugsimulation uns ähnliche Höhenflüge beschert wie das Vorbild, klären wir im Test. 

Virtual Reality lässt Träume wahr werden. Seit ich als Kind Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten gesehen habe, lässt mich der Traum vom Fliegen nicht mehr los. Da komme ich an dem VR-Spiel Ultrawings für Oculus Rift natürlich nicht vorbei. Dabei handelt es sich um eine Arcade-Simulation, bei der wir in drei verschiedenen Ultraleichtflugzeugen diverse Missionen zu bewältigen haben. Nach einem grandiosen Start gerät der Spielspaß allerdings schnell ins Trudeln.

Ultrawings setzt auf eine Cartoon-Grafik © Bit Planet Games

Ultrawings ist im Verbund mit den Oculus Touch-Controllern spielbar und baut diese gleich zu Beginn gekonnt ein. Um vom Startbildschirm aus nämlich ins eigentliche Spiel zu gelangen, müssen wir uns zunächst eine Speicherdiskette greifen und diese dann in ein dafür vorgesehenes Laufwerk stecken. Daraufhin finden wir uns in einem kleinen Büro am Flughafen wieder. Nun gilt es, erst einmal den Pilotenschein zu absolvieren.

Schon im kurzen Tutorial, das uns die Grundlagen des Fliegens erläutert, kommt ein unglaublich gelungenes Fluggefühl auf. Die Cockpits sind zwar minimalistisch gestaltet und nur mit den nötigsten Fluginstrumenten ausgestattet, überzeugen dafür aber mit interaktiven Bedienelementen. Die drei freischaltbaren Ultraleichtflieger unterscheiden sich zudem hinsichtlich ihrer Flugcharakteristiken, was für spielerische Abwechslung sorgt. Allerdings dauert es eine ganze Weile, bis ihr ein weiteres Fluggerät euer Eigen nennen könnt.

Dies hängt mit dem eigenwilligen Progressionssystem von Ultrawings zusammen. Für jede erfolgreich absolvierte Herausforderungen bekommen wir nämlich ein bestimmtes Preisgeld überwiesen. Die Summe ist davon abhängig, ob wir eine Bronze-, Silber- oder Goldmedaille abstauben konnten. Neue Missionen schalten wir zudem mit dem Kauf weiterer Flughäfen frei. Zumindest in unserem Test dauerte es also eine ganze Weile, bis wir genügend Geld für einen neuen Flieger beisammen hatten.

Die einzelnen Cockpits sind elegant und interaktiv gestaltet © Bit Planet Games

Zwar ist Ultrawings auch mit dem Gamepad spielbar, verliert dann aber seine größte Stärke. Wenn wir unser Flugzeug nämlich mithilfe von Oculus Touch kontrollieren, kommt eine derart starke Immersion zustande, wie wir sie bisher selten erlebt haben. Während unser linker Controller vor allem für die Treibstoffzufuhr sowie die Stellung der Landeklappen zuständig ist, befindet sich unser rechter Controller ständig am Steuerknüppel. Nach einiger Übung geht diese Steuerung ungemein leicht von der Hand.

Als störend empfand ich jedoch die Position des Piloten, der für meinen Geschmack etwas zu weit vorne saß. Dies hatte zur Folge, dass ich mir den Steuerknüppel bei einigen Manövern regelrecht in den Bauch rammen musste, weil einfach nicht genügend Platz nach hinten mehr frei war. Folglich musste ich mich vor dem Start des Öfteren in VR zunächst optimal hinsetzen.

Die verfügbaren Missionen sind abwechlungsreich gestaltet und reichen von Punktlandungen und Parkourflügen bis hin zum Abschuss von Heißluftballons mittels einer Dartpistole. Die Handhabung derselben benötigt aber etwas Eingewöhnung, denn schließlich soll das Flugzeug derweil ja nicht aus allen Wolken fallen. Jede neue Aufgabe weiß zunächst zu unterhalten, doch spätestens, sobald wir jeweils eine Goldmedaille erhalten haben, ist der Wiederspielwert erschöpft.

Als Schauplatz dient uns in Ultrawings eine fiktive Inselgruppe © Bit Planet Games

In Sachen Präsentation konnte uns Ultrawings nur mäßig überzeugen. Der Cartoon-Look ist zwar recht ansehnlich, doch gerade bei Objekten in der Ferne fällt die geringe Auflösung stark auf. Außerdem waren vermehrt unschöne Pop-ups, also das spontane Auftauchen nachgeladener Texturen, zu verzeichnen. Die karibische Musik passt zwar zum Insel-Flair, nervt aber nach zwanzig Minuten derart, dass ich sie lieber komplett abgestellt und stattdessen auf Spotify vertraut habe. Die Umgebungsgeräusche waren ebenfalls nicht sonderlich abwechslungsreich.

Das größte Problem von Ultrawings ist jedoch, dass die gelungenen und spaßigen Flugmechaniken nicht darüber hinweg täuschen, dass in der offenen Welt des Spiels sehr wenig zu tun ist. Lediglich fünf Inseln warten auf Entdeckung, die zudem sehr weit voneinander entfernt liegen, ohne dass auf dem Flug dazwischen irgend etwas Spannendes passieren würde. Beeindruckende Szenerien suchen wir bis auf wenige Ausnahmen ebenso vergeblich.

Ultrawings für Oculus Rift gibt es exklusiv im Oculus Store.

Das ist gut

  • hohe Immersion
  • intuitive Steuerung

Das geht besser

  • schwache Grafik
  • monotone Musik
  • nervige Unlocks

Fazit

Als Flugsimulation bleibt Ultrawings ein Fliegengewicht. Anfangs konnte das Spiel uns zwar begeistern, denn das Fluggefühl ist wirklich super gelungen. Allerdings schmälern die wenigen verfügbaren Missionen sowie die mäßige Präsentation schnell die Freude am Fliegen.
6

VR-World Rating

Gameplay: 7
Steuerung: 7
Immersion: 8
WOW-Faktor: 7
Grafik: 6
Sound: 4
Umfang: 4
Zum Anfang

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