The Solus Project

HTC Vive Oculus Rift Spiele
7

VR-World Rating

9

VR-User

Im Weltall sieht dich niemand zittern

Direkt zum Fazit

Überleben und gleichzeitig herausfinden, was zum Teufel hier eigentlich vorgeht: In The Solus Project müssen wir beides tun. Ob das auch in VR Spaß macht, klärt unser Test.

Wenn die Menschheit nach einem neuen Zuhause sucht und eines ihrer Raumschiffe im Orbit eines Planeten einfach abstürzt, dann kann man das schon als GAU (Größter anzunehmender Unfall) bezeichnen. Glück im Unglück: Wir haben überlebt und müssen jetzt diesen unbekannten Planeten untersuchen.

Ob wir je wieder nach Hause gelangen? Diese Frage rückt schnell in den Hintergrund, denn wir müssen erst grundlegende Bedürfnisse erfüllen. Gegen die Kälte schützt das Wrack unseres Raumschiffs, aber wir können nicht einfach hierbleiben. Wir müssen raus, Antworten finden. Also schnell alles eingepackt, was wir finden können und dann geht es in diese unbekannte Alienwelt voller merkwürdiger Formen und Farben.

Der Ausblick ist dabei nahezu märchenhaft: Riesige Monde und Planeten schweben über uns am Himmel, wenn es Nacht wird, verbreiten leuchtende Objekte und Monde eine geradezu mystische Atmosphäre und am Strand zu stehen, während die Wellen sanft ans Ufer schlagen, ist einfach beeindruckend. Doch wir müssen weiter, auf der Suche nach eventuellen Überlebenden des Absturzes, durch dunkle Höhlen, die wir im Schein einer Fackel zu erkunden versuchen.

© Hourences

© Hourences

Das eigentliche Gameplay bleibt etwas hinter dieser großartigen Atmosphäre zurück. Wir scannen mit unserem tragbaren Computer Objekte und sammeln nützliche Dinge ein, mal um uns selbst zu versorgen, mal um über einfache Kombination von Dingen einfache Puzzles zu lösen.

Zusätzlich müssen wir unser Wohlbefinden im Auge behalten (das geht über eine Anzeige auf unserem PDA): Laufen wir im Regen herum, droht Unterkühlung, essen wir lange nichts, meldet sich der Hunger. Und schlafen müssen wir natürlich auch gelegentlich.

Zwischendurch finden wir immer wieder Notizen von anderen Crew-Mitgliedern, die offenbar vor uns hier waren. Hier wird die Geschichte langsam vorangetrieben, weshalb wir verstärkt nach weiteren solcher Informationshäppchen suchen. Das kann auf der weitläufigen Oberfläche des Planeten schon mal in Sucharbeit ausarten.

© Hourences

© Hourences

Grafisch ist The Solus Project fantastisch anzusehen, die tolle Atmosphäre wird zudem durch einen überzeugenden Soundteppich unterstützt. Prasselnder Regen, heulende Winde – die Immersion ist teilweise hervorragend.

Weniger überzeugend sind gelegentliche Unregelmäßigkeiten in der Benutzung. Beispielsweise ist das Treppensteigen mit der Teleportfunktion äußerst nervig. Um Übelkeit zu vermeiden, bietet das Spiel verschiedene Bewegungsmöglichkeiten: Teleportation, normale Bewegung über das Trackpad (oder Gamepad) sowie die Möglichkeit, die Drehung um sich selbst stufenweise vorzunehmen, dürfte ausreichende Optionen gegen Unwohlsein bieten.

The Solus Project ist kein Meilenstein im Survival-Genre, aber es funktioniert in der virtuellen Realität durch seine Atmosphäre und Präsentation besonders gut. In seinen besten Momenten fühlen wir uns als Entdecker und die Immersion ist perfekt. Für manchen Spieler könnte Story und Gameplay aber auf Dauer zu eintönig sein.    

The Solus Project für HTC Vive und Oculus Rift findest du im Steam Store.

Das ist gut

  • Tolle Atmosphäre
  • Teils umwerfende Grafik
  • Guter Überlebensaspekt

Das geht besser

  • Steuerung manchmal suboptimal
  • Gameplay auf Dauer etwas monoton

Fazit

Das Überleben auf fremdem Planeten macht vor allem als Entdecker viel Freude, auch wenn das eigentliche Gameplay auf Dauer etwas eintönig werden kann.
7

VR-World Rating

Gameplay: 6
Grafik: 9
Sound: 8
Story: 6
Steuerung: 6
Immersion: 7
Umfang: 7
WOW-Faktor: 8
Zum Anfang

Zeige den nächsten MediaMarkt, um Virtual Reality hautnah zu erleben

X