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The Red Stare

HTC Vive Oculus Rift Spiele VR-Reviews
8

VR-World Rating

The Red Stare im Test: Spy Game

Direkt zum Fazit

The Red Stare versetzt uns zurück in die 1950er Jahre – eine Zeit, in der Zigaretten salonfähig, die Autos elegant und Sowjets und Amerikaner mit ihrem kalten Krieg beschäftigt waren. An ebendiesem nehmen wir als Spion teil. Wie viel Spaß macht der kostenlose interaktive Agentensimulator?

VR ist ein Medium, in dem Spiele funktionieren, die am Bildschirm längst nicht so packend wären. The Red Stare ist ein solcher Titel, der uns trotz seiner Limitierungen auf überzeugende Weise mit einer Oculus Rift oder HTC Vive in eine vergangene Epoche versetzt.

Detailreichtum auf engstem Raum

Die offensichtlichste Limitierung betrifft die Spielumgebung. The Red Stare findet komplett in einem abgerockten New Yorker Appartement statt, verlassen können wir dieses nicht. Das macht aber nichts, denn in unserer virtuelle Operationsbasis gibt es mehr als genug zu entdecken.

In The Red Stare haben wir wenig Platz - aber viel zu tun.

In The Red Stare haben wir wenig Platz – aber viel zu tun.

Zettel, Akten, Notizbücher, ein Telefon mit Wählscheibe, ein antikes Faxgerät, eine Schreibmaschine, eine Polaroidkamera, eine Tafel nebst Kreide, Zigaretten, ein Feuerzeug – der einzig begehbare Raum im Spiel ist so detailliert gestaltet, dass wir das Gefühl haben, dass unser alter Ego hier tatsächlich wohnen könnte. Besonders cool: Wir können uns so gut wie alle Objekte nicht nur anschauen oder sie in die Hand nehmen, sondern sie auch benutzen.

VR-Interaktivität vom Feinsten

Mit unseren Bewegungscontrollern können wir mit verschiedenfarbiger Kreide an die Tafel malen oder uns mit dem Benzinfeuerzeug in bester Tradition alter Spionagefilme eine VR-Zigarette anzünden, während wir unsere Ziele observieren. Dabei greifen wir zum einen auf Akten mit Informationen zurück, die wir durchblättern können. Zum anderen erhalten wir per Telefon Anweisungen von unserem Auftraggeber, Fax und Kamera sind ebenfalls wichtige Werkzeuge.

Mit letzterer fotografieren wir, was im Haus gegenüber so vor sich geht – einer der Bewohner ist nämlich ein kommunistischer Spion. Wer der finstere Infiltrator ist, müssen wir herausfinden – dafür gilt es, genau hinzuschauen und unsere Kombinationsgabe einzusetzen.

The Red Stare: Immersiv spionieren

Das Ganze ist gar nicht so leicht, denn es gibt mehr als nur eine Handvoll Charaktere, zu denen wir bereits Informationen haben und während unserer Mission neue sammeln. Dabei müssen wir stets wachsam sein, erhalten aber auch hilfreiche Tipps per Telefon und Fax. Unsererseits schießen wir Beweisfotos und faxen diese an unsere Dienststelle zurück.

Diese Knobelei fühlt sich echt und natürlich an, und wenn wir an der Tafel Notizen machen, Fotos anpinnen und Querverweise zeichnen, fühlen wir uns wie ein echter Agent.

Unser wichtigstes Spionagewerkzeug ist dieser Fotoapparat.

Unser wichtigstes Spionagewerkzeug ist dieser Fotoapparat.

Die überzeugende Soundkulisse trägt zur Immersion dabei genauso bei wie die visuellen Details: Autos fahren vorbei, Passanten sind unterwegs, und unsere VR-Zigarette qualmt überzeugend echt.

Steuer-Ungeheuer

Allerdings hakt es auch an der ein oder anderen Stelle: Die Animationen unserer Observationssubjekte sind recht hölzern geraten und auch die Bewegungssteuerung ist nicht ideal. Zwar funktioniert die Interaktion mit Gegenständen meist einwandfrei, leider haben die Entwickler aber keine Funktion zur Fortbewegung oder zum Umdrehen per Controller eingebaut.

Und das fällt, obwohl die Spielwelt so klein ist, durchaus negativ ins Gewicht. Dadurch, dass wir uns nicht teleportieren oder mit dem Analogstick fortbewegen können, brauchen wir ein vergleichsweise großes Spielareal. Wer nicht gerade die Möglichkeit hat, ein großes Wohnzimmer komplett freizuräumen, stößt leider oft an die ganz realen Grenzen seines virtuellen Spielfelds.

Nur in VR können wir ohne Risiko für unsere Gesundheit zum Glimmstengel greifen.

Nur in VR können wir ohne Risiko für unsere Gesundheit zum Glimmstengel greifen.

Das ist ein krasser Gegensatz zu Spielen wie Sairento VR, in denen wir eine atemberaubende Bewegungsfreiheit besitzen, die wir auch mit wenig Platz im Zimmer problemlos genießen können.

Kleines Spiel für kleines kein Geld

Das alles soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass The Red Stare ein ziemlich cooles Spielerlebnis ist. Verwirklicht wurde das Spiel von drei Studenten der niederländischen NHTV Breda University of Applied Sciences, die dafür nicht ohne Grund mehrere nationale Awards einheimsten.

Leider ist The Red Stare recht kurz geraten, es gibt nämlich nur zwei Missionen. Es lohnt sich allerdings, diese mehrfach zu spielen, da es jeweils zwei verschiedene Enden zu bestaunen und neue Details zu entdecken gibt.

Auch der Blick nach draußen überzeugt.

Auch der Blick nach draußen überzeugt.

Neue Inhalte wird es übrigens leider definitiv nicht geben, wie die Entwickler in einem Post auf der Spiele-Steamseite klarstellen. Zum Nulltarif ist The Red Stare aber allemal eine Empfehlung wert, besonders wenn ihr:

  • Lust auf ein VR-Spiel mit Köpfchen und coolem Setting habt
  • knapp bei Kasse seid und nach kostenlosem Futter für euer VR-Headset sucht
  • Bock auf eine kleine Zeitreise habt

The Red Stare ist eher nichts für euch, wenn:

  • Euer Roomscale-Spielareal die Größe einer Besenkammer hat
  • Ihr nach einem Spiel mit viel Bewegungsfreiheit sucht
  • euch nach einer Spielerfahrung ist, die euch für Wochen fesselt

Das VR-Agentenspiel The Red Stare erhaltet ihr hier:

Das ist gut

  • Detaillierte Spielumgebung
  • Tolles Agenten-Feeling
  • Erfrischend anderes Spielkonzept
  • Kostenlos

Das geht besser

  • Problematisches Steuerungskonzept
  • Nur zwei Missionen

Fazit

Es gibt eigentlich keinen Grund, The Red Stare nicht auszuprobieren – schließlich kostet das Spiel keinen Cent. Das ist ein Umstand, der mich noch immer verwundert: Es gibt definitv eine Menge schlechterer Spiele, die bares Geld kosten. Und was dieser Titel zum Nulltarif bietet, ist aller Ehren wert. Hier kommt bei mir echtes 50er Jahre-Agentenfeeling auf, das Gameplay ist ebenso durchdacht wie innovativ, die Liebe zum Detail erstaunlich. Einzig die nicht zuende gedachte Steuerung und der geringe Umfang trüben für mich ein ansonsten durchweg gelungenes Spielerlebnis. Aber hey, wie war das noch gleich mit dem geschenkten Gaul?
8

VR-World Rating

Gameplay: 9
Immersion: 8
Steuerung: 5
Grafik: 8
Sound: 9
Umfang: 6
Zum Anfang

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