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The Inpatient

PlayStation VR Spiele
7

VR-World Rating

The Inpatient im Test: Gradlinig durchs Irrenhaus

Direkt zum Fazit

Supermassive Games hat uns in Until Dawn mit Teenagern auf eine Berghütte geschickt, uns in Rush of Blood auf Schienen durch Albträume fahren lassen – und verfrachtet uns jetzt in The Inpatient ins Blackwood Pine Sanatorium. Wie es dort wohl zugeht? Das verraten wir im spoilerfreien Test!

Die Nervenheilanstalt war schon in Until Dawn (für PlayStation 4) ein Thema. The Inpatient löst diese Geschichte nun auf, indem es uns exklusiv auf PlayStation VR 60 Jahre in der Zeit zurückschickt – als Patient in eben diese Gemäuer, aus denen Albträume gemacht sind.

Nachdem wir entschieden haben, ob wir als Frau oder Mann spielen, wachen wir schon im Behandlungsraum von Dr. Bragg auf, dem Leiter des Sanatoriums. Die Hände gefesselt und das Hirn von Erinnerungslücken gequält, fragt uns der Kerl aus. Das lässt uns einige Flashbacks erleben und gibt die Richtung des Spiels vor: Es wird verwirrend.

Sprechen statt Klicken

Multiple-Choice-Fragen stehen bei The Inpatient immer wieder an. Schließlich formen die Antworten den Verlauf der Geschichte und lassen das Spiel in einem von mehreren möglichen Enden münden. Richtig, der Butterfly Effect ist zurück, die Parallelen zum Original-Until Dawn sind unverkennbar.

Einen Unterschied gibt’s aber doch: The Inpatient bietet eine Sprachsteuerung. Statt einfach Antworten anzuklicken, können wir also einfach lossprechen, was richtig gut funktioniert und die Immersion deutlich verstärkt.

Objekte können wir auch mit dem Move-Controller greifen.

Objekte können wir mit dem Move-Controller greifen.

Mit dem Wissen, dass sich jeder Schritt auf den Handlungsverlauf auswirken könnte, verbringen wir die erste Zeit in der Zelle. Dort lassen wir uns von einem Pfleger beispielsweise die Move-Steuerung erklären: Die Move-Taste des linken Controllers setzt unseren Charakter in Gang.

Die Richtung lässt sich wechseln, indem wir mit dem rechten Move-Controller in die gewünschte Richtung zeigen und die Move-Taste drücken. Außerdem nehmen wir so Gegenstände auf und legen sie wieder ab. Das funktioniert meistens ganz okay, aber wie so oft mit dieser Steuerungsvariante wird’s schnell mal fummelig. Zum Glück können wir auf die Dualshock-Steuerung ausweichen, an der es nichts auszusetzen gibt.

Allein in der Zelle

Nach dem kleinen Tutorial dauert’s nicht lange, bis die Stimmung rapide sinkt: Knarzen, undefinierbare Laute und immer wieder Schreie durchdringen die Stahltür zu unserer Zelle. Das Pflegepersonal schaut ab einem gewissen Zeitpunkt einfach nicht mehr vorbei und irgendwann wird das Essen knapp. Auf den Fluren geschehen offenbar sonderbare Dinge.

Immerhin haben wir noch unseren etwas merkwürdigen Zimmergenossen, einen weiteren Insassen, mit dem wir uns ebenfalls über Multiple-Choice-Gespräche „vergnügen“ können.

Auch wenn es im Sanatorium nicht mit rechten Dingen zugeht: Kämpfen müssen wir nicht.

Natürlich bleibt der Raum nicht der einzige Schauplatz von The Inpatient, wir wollen raus, den Dingen hier auf den Grund gehen und herausfinden, wo das Grauen seinen Ursprung hat. Aber das Spiel lässt uns das Sanatorium nicht frei erkunden und bietet nur wenige (leuchtende) Interaktionspunkte.

Echtes Gameplay, beispielsweise Rätsel, gibt es nicht und immer, wenn wir uns zu weit vom vorgegebenen Weg entfernen, bugsiert uns The Inpatient wieder auf den vorgesehenen, recht linearen Pfad.

VR-Horror ohne Abzweigungen

Statt auf Erkundungstour zu gehen, folgen wir relativ passiv einer linearen und zu Beginn verworrenen Geschichte, die später zwar auch nicht komplett aufgelöst wird, aber den Ereignissen von Until Dawn Kontext verleiht. Schade, damit verschenkt Supermassive viel Potenzial. Immerhin ist auf plötzliche Schockmomente (sogenannte Jump Scares) Verlass, die uns wie in Resident Evil 7 immer wieder vom Hocker reißen. Richtig bedrohlich wird’s dennoch nicht: The Inpatient verzichtet komplett auf Kämpfe.

Fragen lassen sich per Klick oder Spracheingabe beantworten.

Fragen lassen sich per Klick oder Spracheingabe beantworten.

Technisch ist das alles einwandfrei gemacht: Das Sanatorium sieht hervorragend aus, der Klangteppich ist schön verstörend, das Spiel komplett auf Deutsch synchronisiert. Die Charaktere sind wunderbar detailreich, die Animationen flüssig. Vor allem die Gesichtsanimationen stechen hier sehr positiv hervor.

Kurzum: The Inpatient hat eine tolle Gruselatmosphäre – die allerdings lediglich vom starken Technikgerüst getragen wird. Denn so schön die Figuren äußerlich auch sein mögen: Sie sind viel zu flach geschrieben und bleiben das ganze Spiel über ziemlich farblos. Erschwerend kommt hinzu, dass die Spielzeit mit ihren drei bis vier Stunden Spielzeit ziemlich kurz geraten ist, was eine richtige Bindung mit den Charakteren ohnehin schwierig macht.

Das ist gut

  • Schöne Grafik
  • Funktionierende Sprachsteuerung
  • Starke Atmosphäre

Das geht besser

  • Sehr linear
  • Schmaler Umfang
  • Kaum echte VR-Features

Fazit

Als Horrorfan habe ich den Release-Tag von The Inpatient herbeigesehnt – und die Verschiebung als gutes Zeichen gewertet. Mehr Entwicklungszeit bedeutet meistens auch ein besseres Ergebnis. Eine gewisse Enttäuschung kann ich jetzt allerdings trotzdem nicht verbergen. Sicher, das Spiel ist handwerklich fein gemacht und das Setting ist auch cool. Nur nutzt Supermassive Games die Virtual-Reality-Möglichkeiten kaum aus, sodass The Inpatient am Ende „nur“ ein ganz guter, aber zu kurz geratener Horrortitel geworden ist, der zu viel Potenzial verschenkt und mit knapp 40 Euro für den gebotenen Umfang auch zu teuer ist.
7

VR-World Rating

Gameplay: 5
Grafik: 9
Sound: 8
Steuerung: 6
Immersion: 8
Umfang: 5
Zum Anfang

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