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The Dream Collector

Filme HTC Vive
8

VR-World Rating

The Dream Collector in der VR-Filmkritik: Kurz, rührend und überraschend

Direkt zum Fazit

Gute Filme halten immer die ein oder andere Überraschung für den Zuschauer parat. The Dream Collector überzeugt nicht nur mit viel Liebe zum Detail, sondern auch mit einem gelungenen Story-Twist.

Richtige VR-Filme sind trotz der langsam steigenden Verbreitung von VR-Brillen noch ziemlich selten. Normalerweise gehen heute schon 360°-Videos als eine Art VR-Video durch: Wir haben dann zwar einen kompletten Rundumblick, allerdings wieder nur auf eine 2D-Oberfläche. Damit ist es nicht möglich, sich innerhalb des Films zu bewegen.

Einige Animationsfilme, die für VR gemacht wurden, ändern das. Ein Beispiel ist Son of Jaguar, ein Film über einen mexikanischen Wrestler, dessen größter Kampf bevorsteht. The Dream Collector geht einen ähnlichen Weg: In diesem Animationsfilm dürfen wir uns ebenfalls im Rahmen unserer Roomscale-Grenzen bewegen. Außerdem bietet der Film eine ziemlich gelungene Story-Überraschung am Schluss.

Der Schrottsammler und sein Hund

Der rund zehnminütige Film beginnt auf einer Brücke. Ein Auto rast heran, ein Typ steigt aus und – nein, er will sich nicht umbringen: Stattdessen wirft er seine Gitarre von der Brücke. In der nächsten Kameraeinstellung finden wir uns dort wieder, wo die Klampfe aufgekommen und in zwei Teile zerbrochen ist.

Das Leben des Schrottsammlers wird in atmosphärischen Bildern festgehalten.

Das Leben des Schrottsammlers wird in atmosphärischen Bildern festgehalten.

Es ist ein riesiger Schrottplatz unterhalb des Highways. Und er ist keinesfalls verlassen: Ein Schrottsammler mit seinem kleinen Hund geht hier seine Runden und sammelt interessante Objekte ein. Darunter befindet sich auch die Gitarre.

Kurz darauf finden wir uns in der kleinen Werkstatt des Schrottsammlers wieder. Wir schauen zu, wie er sein Werkzeug zusammensucht, sich an seine Werkbank setzt und die Gitarre wieder instand setzt. Währenddessen können wir uns innerhalb der Werkstatt bewegen, die detaillierte Einrichtung begutachten oder dem Bastler über die Schulter schauen – je nachdem wie weit unsere Roomscale-Grenzen reichen. Teleportation oder andere Fortbewegungsmöglichkeiten (bspw. über das Touchpad) gibt es nicht. Das macht aber auch nichts, wir sind viel zu sehr damit beschäftigt, die Handlung und die  Umgebung in uns aufzusaugen.

Viel Liebe zum Detail

Die reparierte Gitarre legt der Schrottsammler nach der Reparatur auf ein Fließband, das im angrenzenden Raum verschwindet. Dann machen sich der Mann und sein Hund wieder auf den Weg hinaus auf den Schrottplatz. In kurzen Einstellungen sehen wir einen Zeitraffer seines täglichen Lebens: Schrott sammeln, Blumen gießen, sich ausruhen usw.

Die Werkstatt des Schrottsammlers ist das Herzstück des Films und mit viel Liebe zum Detail gemacht.

Am Ende wartet eine große Überraschung auf uns, die wir natürlich nicht spoilern wollen. Handwerklich ist der VR-Film ziemlich gut gemacht, vor allem die Szenerien in der Nähe sind sehr detailliert und liebevoll gestaltet. Die Animationen des Bastler und seines Hundes sind gelungen und wirken lebendig. Ganz besonders beeindruckend ist die Werkstatt, in der wir für einen Augenblick fast vergessen, dass wir uns an einem anderen, comichaften Ort befinden.

Etwas vernachlässigte Außenbereiche

Leider gilt diese Liebe zum Detail nicht für den Schauplatz draußen, den Schrottplatz. Gerade der Highway sieht ein bisschen aus wie Standardversatzstücke aus einem mittelprächtigen Grafikprogramm. Auch die Skyline der Stadt im Hintergrund hätte plastischer dargestellt werden können. Allerdings liegt der Fokus des Films und der Geschichte eben auf dem Schrottsammler und seinem täglichen Leben.

Die Außenbereiche des Films glänzen durch gelungene Wetter- und Lichteffekte, sind aber nicht so detailliert ausgearbeitet, wie die Werkstatt.

Die Außenbereiche des Films glänzen durch gelungene Wetter- und Lichteffekte, sind aber nicht so detailliert ausgearbeitet, wie die Werkstatt.

Der Zusammenschnitt seiner verschiedenen Tagesabläufe hätte etwas weniger abrupt gestaltet werden können, beispielsweise durch unterschiedliche Zuschauerpositionen. So befinden wir uns in der Regel vor der kleinen Hütte und harte Schnitte trennen die einzelnen Phasen im Leben des Schrottsammlers. Abgesehen davon, schafft es die kleine Geschichte trotzdem, uns in den Bann zu ziehen. Nicht nur sind die beiden Protagonisten absolut sympathisch, auch die Geschichte als Ganzes kann vor allem durch den intelligenten Twist am Schluss überzeugen.

Kurzfilm zum wieder Anschauen

Ob euch der relativ kurze Film die zwei Euro wert ist, die die Entwickler verlangen, müsst ihr letztendlich selbst entscheiden. Allerdings ist The Dream Collector aufgrund der rührenden Geschichte durchaus gut dazu geeignet, Freunden und Bekannten VR näherzubringen.

The Dream Collector ist etwas für euch, wenn ihr

  • auf anrührende Geschichten steht
  • auch kurze VR-Erfahrungen mögt
  • einen cleveren Story-Twist erleben wollt

The Dream Collector ist nichts für euch, wenn

  • kurze VR-Erlebnisse als Tech-Demos abtut
  • mindestens einen Kugelregen braucht, um wach zu bleiben
  • mit wortlosen Filmen nichts anfangen könnt

Den VR-Film The Dream Collector bekommt ihr für HTC Vive auf Steam.

Das ist gut

  • Gute Story mit tollem Twist
  • Gute Animationen
  • Detaillierte Werkstatt

Das geht besser

  • Außenbereiche teilweise schwach
  • Abrupte Schnitte

Fazit

The Dream Collector ist erneut ein Beweis dafür, dass VR-Filme es noch viel mehr vermögen, Zuschauer in eine Welt und in ihren Bann zu ziehen. Für kurze Zeit habe ich ganz vergessen, dass ich mich in einem Animationsfilm befinde. Zwar hat der Kurzfilm durchaus auch kritikwürdige Elemente (etwa die harten Schnitte), aber insgesamt ist es ein toller kleiner Film, der Lust auf viel mehr macht.
8

VR-World Rating

Story: 9
Animationen: 8
Effekte: 8
Sound: 8
Immersion: 7
Umfang: 8
Zum Anfang

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