The Assembly

HTC Vive Oculus Rift PlayStation VR Spiele
8

VR-World Rating

9

VR-User

Forschung um jeden Preis?

Direkt zum Fazit

Eine Entführung. Zwei Wissenschaftler. Eine geheime Forschungseinrichtung. Viele Fragen. The Assembly schickt uns auf ein spannendes Abenteuer mit ungewissem Ausgang.

Gleich zu Beginn finden wir uns auf einem Rollstuhl wieder, offenbar mit Medikamenten handlungsunfähig gemacht. Dabei hören wir den beiden Personen zu, die sich über uns unterhalten. Anscheinend spielen wir eine Medizinerin, die versucht hat, einen geliebten Menschen durch eine etwas unorthodoxe Behandlung zu retten. Das ging schief, der Ruf ist dahin, der Job weg – und wir wurden entführt. Könnte kaum besser laufen.

The Assembly ist eine geheime Forschungseinrichtung, die außerhalb der Kontrolle von Gesetzen arbeitet. Das wird uns nach und nach klar, während wir uns durch den Komplex arbeiten. Als die eingangs entführte Dr. Madeleine Stone oder als Dr. Cal Pearson, Mitarbeiter der Assembly, lernen wir die Einrichtung immer besser kennen. Und wir müssen Antworten auf die Frage finden, ob der Zweck die Mittel heiligt.

Zwei Perspektiven

Pearson bekommt gleich zu Beginn einen Tipp von einem Kollegen, der ihn darauf bringt, dass Forschungen betrieben werden, die alles andere als in Ordnung sind – selbst für ein geheimes Labor. Wir müssen nun Beweise sammeln, auf einen externen Server hochladen und dann versuchen zu verschwinden, ohne dass jemand Verdacht schöpft.

Dazu erkunden wir Räume, lesen Emails und schauen uns Dokumente an. Alles natürlich möglichst unbemerkt: Die meisten Angestellten sind praktischerweise auf irgendwelchen Veranstaltungen. Die wenigen Leute, mit denen wir zu tun haben, müssen wir überlisten – beispielsweise holen wir eine Forscherin aus ihrem Labor, indem wir die Klimaanlage manipulieren.

Rätsel wie diese müssen wir immer mal wieder lösen. / © nDreams

Zwischendurch wechselt unsere Perspektive immer wieder zu Dr. Stone, die eine Reihe von Tests durchlaufen muss, um ihre Eignung zur Mitarbeit in der Assembly unter Beweis zu stellen. Diese Tests sind Rätsel, die wir lösen müssen. Mal ist es eine Art Puzzle, dann wieder müssen wir anhand von Hinweisen einen Mord aufklären.

Die Rätsel sind nicht schwer, teilweise sogar etwas zu einfach, aber sie halten uns nicht ewig auf und bieten einen spielerisch interessanten Mehrwert. Und immer wieder werden wir vor interessante moralische Entscheidungen gestellt, die im Zusammenhang gesehen aber  ab und zu etwas aufgesetzt wirken.

Durchwachsene Bedienung

Die Bedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig und nutzt leider nicht die Bandbreite an Möglichkeiten, die mit der Bewegungssteuerung (wir haben die Version für die HTC Vive mit Roomscaling getestet) möglich wären. So sehen wir anstatt von Händen nur die Vive-Controller im Spiel und wählen Gegenstände, Türen oder Schubladen mit Hilfe eines Lasers an, der von den Controllern ausgeht.

Greifbewegungen zum Öffnen von Türen sind also nicht möglich, wir zeigen einfach auf etwas und betätigen den Trigger. Auf diese Art durchsuchen wir Schränke, finden Codes für Sicherheitstüren oder sacken andere hilfreiche Gegenstände ein.

Dieses Kind ist schwer krank. Wir werden vor eine knifflige Entscheidung gestellt. / © nDreams

Auch die Bewegung im Raum braucht Eingewöhnungszeit. Mit einem Controller können wir in einem gewissen Winkel den Umriss unseres Avatars (den wir ansonsten nicht sehen können) dorthin stellen, wo wir hinmöchten. Diese Teleportation ist manchmal etwas ungenau und wir finden uns immer mal wieder in Tischen oder Wänden wieder.

Im Rahmen des Roomscalings können wir uns aber auch frei bewegen, was sehr gut funktioniert. Eine weitere Möglichkeit ist das schrittweise Bewegen mit Hilfe der Touchpad-Tasten. Alles zusammen sorgt für eine sehr umfangreiche Bewegungssteuerung.

Computer, auf denen sich in der Regel Emails mit wichtigen Infos befinden, steuern wir ebenfalls über die Touchpad-Tasten, die aber nur sehr träge oder auf mehrfaches Drücken reagieren. Sobald wir uns aber an die Eigenheiten gewöhnt haben, geht die Steuerung überwiegend gut von der Hand.

Tolle Präsentation

Grafisch ist das Spiel hervorragend gelungen, die Details sind teilweise umwerfend und es gibt richtige Staun-Momente. Die überwiegend sauber gearbeiteten 3D-Objekte sind toll anzusehen und wenn wir in einer Glaskanzel auf eine Versuchsanordnung herunterblicken ist die Immersion nahezu perfekt.

Größtes Manko sind die Modelle der NPCs, die recht grob gearbeitet sind und wohl deshalb nur selten aus der Nähe zu sehen sind. Und manchmal finden wir auch Objekte oder Texturen, bei denen die Entwickler ziemlich nachlässig waren. Dafür kann das komplette Spiel auf Deutsch gespielt werden, die Synchronisation überzeugt.

Bei der Bedienung wäre mehr dringewesen als die Laserpointer-Steuerung.  / © nDreams

Insgesamt lässt sich sagen, dass The Assembly ein sehr spannendes Adventure ist, dessen (manchmal etwas zu klischeehafte) Story trotz einiger Schwächen gut für das Spiel funktioniert. Es wäre allerdings auch mehr drin gewesen: Viele Fragen werden nicht (richtig) beantwortet oder wir können Infos zu leicht übersehen. Einige Stellen wurden zudem mit heißer Nadel gestrickt und wir hatten nur selten das Gefühl, erwischt werden zu können.

Von diesen und ab und zu auftretenden Steuerungsproblemen abgesehen, ist The Assembly derzeit eines der besten VR-Spiele auf dem Markt und ein großartiges Beispiel dafür, wie in VR Geschichten erzählt werden können.

The Assembly findest du hier:

Das ist gut

  • Tolle Grafik
  • Spannende Geschichte
  • Einige coole Rätsel
  • Detektiv-Feeling
  • Gute Synchronisation
  • Diverse WOW-Momente

Das geht besser

  • Bewegungssteuerung bleibt unter ihren Möglichkeiten
  • Bedienung manchmal zickig
  • Charaktermodelle wenig detailliert

Fazit

Sehr gutes und spannendes Adventure mit einigen Schwächen in der Story und bei der Steuerung.
8

VR-World Rating

Gameplay: 8
Grafik: 8
Sound: 8
Steuerung: 6
Story: 6
Immersion: 8
Umfang: 8
WOW-Faktor: 8
Zum Anfang

Verfasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Zeige den nächsten MediaMarkt, um Virtual Reality hautnah zu erleben

X