Symphony of the Machine

HTC Vive PlayStation VR Spiele
8

VR-World Rating

7.2

VR-User

Göttlicher Gärtner

Richtige Puzzlespiele sind in VR noch relativ selten. Symphony of the Machine will das ändern – und beeindruckt auf beinahe ganzer Linie.

Mal die Finger hoch: Wer von euch kann uns aus dem Stand VR-Spiele nennen, die euch von Beginn an so richtig gefesselt haben? Es gibt ein paar wenige, die jenen Sog entwickeln, der für gute Spiele typisch ist (beispielsweise The Assembly). Symphony of the Machine von den Stirfire Studios ordnet sich ebenfalls in diese Reihe besonderer Spiele ein.

Tolle Präsentation

Das Spiel startet ohne Schnörkel: Wir wachen an einem Lagerfeuer in der Wüste auf. Ganz in der Nähe steht ein hoher Wetterturm. Wir teleportieren uns auf die Plattform am Fuße des Turms und lassen uns langsam nach oben fahren. Die hervorragende Musikuntermalung sorgt dabei für einen wahnsinnig beeindruckenden Moment, während wir immer höher steigen und auf die roten Berge in der Ferne schauen. Wirklich großartig präsentiert!

Unser Ziel ist es, mit Hilfe richtigen Wetters Pflanzen zum Wachsen zu bringen. © Stirfire Studios

Unser Ziel ist es, mit Hilfe richtigen Wetters Pflanzen zum Wachsen zu bringen. © Stirfire Studios

Oben angekommen stehen wir auf einer Plattform, auf der unterschiedliche Symbole an den Seiten angebracht werden, die für Sonne, Wasser, Erde und Luft stehen. Ein breiter Lichtstrahl kommt aus einer Vorrichtung am Boden. Dann begrüßt uns ein knuffiger schwebender Roboter, der uns eine Spiegelkachel bringt und uns zeigt, wie wir damit den Lichtstrahl auf die Symbole lenken.

Wir haben Wetter gemacht!

Supercool: Versorgen wir ein Symbol mit Energie, verändert sich das Wetter. Sonnenschein, Regen und Sturm sorgen für echte WOW-Effekte. Aber es kommt noch besser. Der Roboter reicht uns einen Blumentopf und danach eine Pflanze, die wir kombinieren. Jetzt müssen wir das Wetter so verändern, dass die Pflanze wächst und gedeiht. Dazu aktivieren wir verschiedene Symbole mit Hilfe des Lichtstrahls, was zu coolen Wetterkapriolen führt: Heftige Gewitter, Sandstürme, sengende Hitze oder ein Regenbogen.

Die Kombinationen wären an sich ganz simpel, würde sich nicht bei Aktivierung eines Symbols ein Schutzschild an einer bestimmten Seite aufbauen. Diesen müssen wir mit Spiegeln und T-Prismen umgehen. Die Puzzles sind nicht schwer, aber gut umgesetzt und ab und zu müssen wir schon etwas überlegen, um eine Lösung zu finden. Dabei motiviert nicht nur die Pflanze, die wir wachsen lassen wollen: Wir stellen nämlich bald fest, dass unsere Arbeit auf dem Wetterturm die Gegend langsam wieder zum Leben erweckt. Unsere „selbst hergestellten“ Pflanzen wachsen plötzlich überall dort, wo anfangs noch nackte, kahle Wüste war: Nach und nach wird die Welt wieder grün.

Die Schutzschilde zwingen uns dazu, den Strahl mit Hilfsmitteln zu seinen Zielen umzuleiten. © Stirfire Studios

Die Schutzschilde zwingen uns dazu, den Strahl mit Hilfsmitteln zu seinen Zielen umzuleiten. © Stirfire Studios

Und er sah, dass es gut war

Das ist in der virtuellen Realität ein ganz unglaubliches Gefühl, eines, das sich kaum beschreiben lässt: Man muss es erlebt haben. Die Puzzles, die saubere Steuerung, die großartige Musik, die fantastischen Wettereffekte und die Pflanzen, die sich langsam ihren Lebensraum zurückerobern, versetzen uns in diesen bereits oben angesprochenen Sog, der einen ausgesprochen meditativen Charakter hat. Und wenn wir nach rund einer Stunde Spielzeit vom Turm auf unser Werk herunterschauen, dann fühlen wir uns ein kleines bisschen wie Gott persönlich.

Es ist allerdings nicht ganz perfekt. Zwar ist die Grafik insgesamt messerscharf und klasse umgesetzt, das gilt aber leider nur für die unmittelbare Nähe. Der Blick auf den neuen Garten Eden offenbart auf Entfernung leider schwache Baumtexturen – hier wäre mehr Detail das absolute Highlight gewesen. Auch die Wolken überzeugen nicht, sie sind bloß platte Texturen ohne jedes Volumen. Bei der Steuerung hätte die Teleportation auch ohne Probleme auf Knopfdruck funktioniert. Erst den Zielort anzuwählen und dann mit dem Trigger noch bestätigen zu müssen ist umständlich und unnötig. Und natürlich ist die Spielzeit mit rund einer Stunde (plus der Zeit, die ihr im Sandboxmodus verbringt) nicht allzu üppig.

Trotzdem ist Symphony of the Machine ein gelungenes, spielbares Kunstwerk geworden, dass es trotz seiner eigentlich recht simplen Spielmechanik schafft, uns wirklich zu berühren. Ein größeres Kompliment kann man einem Spiel wohl kaum machen.

Symphony of the Machine bekommt ihr hier:

HTC Vive: im Steam Store
Playstation VR: im Playstation Store

Das ist gut

  • tolle Grafik (in der Nähe)
  • sehr gute Präsentation
  • klasse Musik
  • cleveres Puzzlesystem
  • super Wettereffekte

Das geht besser

  • Grafik auf Entfernung schwach
  • Wolken bloß platte Texturen

Fazit

Großartiges, einnehmendes Puzzlespiel mit meditativem Charakter und vielen WOW-Effekten.
8

VR-World Rating

Gameplay: 9
Grafik: 8
Sound: 9
Steuerung: 9
Immersion: 8
WOW-Faktor: 9
Umfang: 5

2 Kommentare

  1. Die Steuerung ist eine Katastrophe (PS-VR mit Dual-Controller)Das Handtieren mit dem Spiegel wird zur reinen Glückssache,dadurch ist das Game nach kurzer Zeit unerträglich.

    Antworten
    • Benjamin Danneberg

      Ich habe das Spiel auf der HTC Vive mit den zugehörigen Controllern getestet, da lief glücklicherweise alles einwandfrei. Hast du mal die Move-Controller für die PSVR-Version probiert?

      Antworten

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