Statik

PlayStation VR Spiele
9

VR-World Rating

9.7

VR-User

Für Portal-Fans ein Pflichtkauf!

Statik schickt uns in seltsame Experimente, in denen wir harte Kopfnüsse lösen müssen. Diese sind mal lächerlich einfach, mal treiben sie uns fast in den Wahnsinn. Und doch motiviert das Rätselspiel mit cleverem Gameplay und mysteriöser Geschichte.

Die Hintergrundgeschichte bleibt dabei die gesamte Spielzeit über recht undurchsichtig. Ihr „erwacht“ im ersten Level, die Hände mit dem ersten Rätsel gefesselt. Die einzige Bezugsperson ist eine Art Wissenschaftler, der euer Vorankommen immer mal wieder kommentiert oder sonst diffuse Kommentare von sich gibt. Das Gesicht des Kerls ist zudem verpixelt.

Sobald ihr ein Rätsel gelöst und somit den Abschnitt geschafft habt, bekommt eure Spielfigur ein sonderbares Serum injiziert und schläft wieder ein, damit der Hamsterlauf in einem anderen Raum von vorne beginnen kann.

Tarsier Studios mixt dieses Mysterium mit „Traumsequenzen“, die zwischen den Levels stattfinden. Außerdem kommt euer „Held“ ab und an in einem Abschnitt zu Bewusstsein, wo ein Lügentest-ähnlicher Apparat an euren Händen hängt. Dort sollt ihr emotionale Reaktionen auf bestimmte Bilder und andere Dinge abgeben, ohne aber richtig zu erfahren, wie genau die Bewertung überhaupt erfolgt und wozu das alles notwendig ist.

Das große Fragezeichen, das dadurch in eurem Kopf entsteht, macht einen großen Teil der Motivation aus, Statik in einem Rutsch spielen zu wollen.

Die Geschichte von Statik bleibt die gesamte Zeit über hin weg rätselhaft. Wer ist der Wissenschaftler? Wieso und auf was werden wir getestet? Fragen, auf die es nur spärliche Antworten gibt.

Die Geschichte von Statik bleibt die gesamte Zeit über hin weg rätselhaft. Wer ist der Wissenschaftler? Wieso und auf was werden wir getestet? Fragen, auf die es nur spärliche Antworten gibt.

Arbeit für die grauen Zellen

Die einzelnen Levels mit ihren Rätseln sind aber der eigentliche Star von Statik, die Hintergrundgeschichte eigentlich nur Beiwerk. Jeder Raum wartet mit einer neuen Denkaufgabe auf euch. Einzige Gemeinsamkeit: Die Hände der Figur stecken immer beide in einem Kasten.

Sobald ihr also erwacht, ist zunächst eure Beobachtungsgabe gefragt. Mit Hilfe des Motion Sensors trackt die PlayStation 4, wie ihr den DualShock-Controller gerade haltet bzw. dreht und setzt das 1:1 auf den Kasten um. So könnt ihr das Ding also aus allen Richtungen betrachten und mit dem PSVR-Headset, das ja ebenfalls getrackt wird, zusätzlich um jede Ecke schauen. In den meisten Fällen ist auch jede Seite der Box wichtig, um die Rätsel zu lösen und das Level abzuschließen.

Da gibt es mal Schalteranordnungen links, die einen Mechanismus rechts aktivieren, der wiederum irgendwas in der Mitte auslöst. Manche Rätsel verlangen auch, dass ihr die Kiste ständig umher dreht, um zu beobachten, welchen Effekt ein Knopf gerade an anderer Stelle der Box hatte. So knobelt ihr euch dann langsam durch die Funktion der einzelnen Elemente, die rings um die Kisten angebracht sind, bis ihr versteht, was eigentlich das Ziel ist.

Die Rätsel in Statik verlangen von euch, dass ihr jede Seite der Kiste im Blick behaltet, die an euren Händen angbracht ist.

Die Rätsel in Statik verlangen von euch, dass ihr jede Seite der Kiste im Blick behaltet, die an euren Händen angebracht ist.

Frustration folgt Glücksgefühl

Das mag nun kompliziert klingen und wir versichern euch: das ist es auch … Die ersten Levels mögen hier noch ein wenig mit angezogener Handbremse daher kommen und bieten Tutorialeinblendungen. Doch je weiter ihr voran kommt, desto komplizierter werden die Knobelaufgaben.

Hinweise auf die Lösungen sind dabei aber nicht nur dadurch herauszufinden, dass ihr einfach alle Knöpfe am Kasten drückt und schaut was passiert. Oftmals sind Hinweise im Raum um euch herum versteckt und die sind mal offensichtlicher, mal subtiler.

Hier kommt allerdings die Stärke von VR ins Spiel, denn ihr könnt euch ganz intuitiv umschauen oder auch mal näher an etwas heran, um Details besser zu erkennen. Die Gefahr der Motion Sickness besteht dabei zu keiner Zeit, da eure Spielfigur genau wie ihr in der realen Welt auf einem Stuhl sitzt.

Wie lange ihr am Ende dazu braucht, um Statik abzuschließen, dürfte von Spieler zu Spieler stark variieren. Wenn ihr die Lösung für einen Abschnitt direkt erkennt, dann kann ein Level innerhalb von wenigen Minuten erledigt sein. Steht ihr dagegen auf dem Schlauch, dann kann ein einzelner Level auch gerne mal eine halbe Stunde in Anspruch nehmen.

Da das Spiel kein Hilfesystem bietet, über das ihr euch Tipps holen könnt wenn ihr mal festhängt, können solche Momente etwas frustrieren. Sobald ihr dann aber den Dreh raus habt, ist das ein extremes Erfolgserlebnis.

Nicht jedes Rätsel lässt sich sofort durchschauen. Hin und wieder ist die erste Denkaufgabe, überhaupt herauszufinden, was ihr tun sollt.

Nicht jedes Rätsel lässt sich sofort durchschauen. Hin und wieder ist die erste Denkaufgabe, überhaupt herauszufinden, was ihr tun sollt.

Technisch einwandfreie Umsetzung

Auf technischer Seite beeindruckt Statik weniger als mit seinem Spielvelauf. Das ist aber nicht als Kritik gemeint. Grafik, Sound und Steuerung sind solide umgesetzt.

Optisch braucht ein Rätselspiel wie Statik letztlich keine beeindruckenden Special Effects oder andere Blendereien. Stattdessen sieht das Spiel gut aus, aber nicht überwältigend. Es bietet aber stets scharfe Texturen und detailreich gestaltete Objekte. Vor allem die Kisten an eure Händen sind toll entworfen.

Die Akkustik kommt ein wenig spartanisch daher, schließlich bietet sie hauptsächlich jene Geräusche, welche die Rätselbox von sich gibt oder die der Raum um euch herum produziert. Die Sprachausgabe liegt nur auf Englisch vor.

Die Bedienung letztlich klappt wunderbar präzise. Wie erwähnt, trackt das Spiel die Bewegungen des Controllers und des VR-Headsets sehr präzise, sodass ihr innerhalb von wenigen Sekunden die Knobelaufgaben ganz intuitiv analysiert. Die Bedienung mit dem DualShock-Controller hilft zudem dabei, das Gefühl der gefesselten Hände ein wenig greifbar zu machen.

Statik ist im PlayStation Store für 19,99 Euro erhältlich.
Dort findet ihr auch eine kostenlose Demo zum Spiel.


Das ist gut

  • Tolle und vor allem unterschiedliche Rätseltypen
  • Präzise und immersive Steuerung
  • Keine Spur von Motion Sickness

Das geht besser

  • Spielzeit kann sehr kurz sein
  • Kein Hilfesystem, falls der Spieler nicht weiter kommt

Fazit

Statik zu spielen, ist ein ständiges Auf und Ab der Gefühle. Manche Rätsel waren für mich so einfach, dass ich sie mit einem Dauergrinsen in wenigen Minuten löste. Andere dagegen trieben mich fast in den Wahnsinn und schürten beinahe Hass auf das Spiel und die Entwickler, da mir die Lösung einfach nicht klar werden wollte. Das waren aber auch dann die Levels mit den größten "Aha-Momenten". Tarsier Studios verstehen es nämlich sehr gut, an sich logische Knobelaufgaben zu entwerfen und die Hinweise auf deren Lösung wunderbar in die Räumlichkeiten um einen herum einzubauen. Wie schnell man diese allerdings erkennt, hängt vom einzelnen Spieler ab. Etwas enttäuscht war ich am Ende von der Story und vom Spielumfang, der gerne etwas größer hätte ausfallen können.
9

VR-World Rating

Gameplay: 9
Steuerung: 9
Immersion: 10
WOW-Faktor: 7
Grafik: 9
Sound: 9
Umfang: 7

2 Kommentare

  1. Hab die gleiche Erfahrung gemacht… Loslassen tut es einen aber nicht mehr.. Eigentlich krass welche Spiele für VR irgendwie perfekt funktionieren…

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  2. Lässige Spiel -mit Suchtfaktir

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