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Star Trek: Bridge Crew kaufen

Star Trek: Bridge Crew

HTC Vive Oculus Rift PlayStation VR Spiele
9

VR-World Rating

Star Trek Bridge Crew im Test: Volle Kraft auf Koop

Direkt zum Fazit

Ubisofts VR-Spiel Star Trek: Bridge Crew haute uns im Vorfeld nicht gerade vom Hocker – bis wir es selbst gespielt haben. Wir haben zu viert die Kommandobrücke besetzt und hätten sie nach dem Test am liebsten nie wieder verlassen.

Sind wir ehrlich: Als Ubisoft auf der E3 2016 erstmals die beiden VR-Titel Eagle Flight und Star Trek: Bridge Crew vorstellte, hielt sich die anfängliche Euphorie mehr als in Grenzen. Einzig der Aufritt von Levar Burton, besser bekannt als Chefingenieur und Lieutenant Commander Geordi La Forge aus Star Trek: The Next Generation, sorgte für viel Beifall.

Wie die meisten VR-Titel wirkte das neue Star Trek-Spiele spielerisch und grafisch etwas altbacken und zwischen den Großproduktionen wie For Honor oder Watch Dogs 2 deplatziert. Wäre es bei der Präsentation und dem Trailer geblieben, hätte Bridge Crew als ein weiterer VR-Titel der Kategorie „ganz nett“ abgelegt und vergessen werden können.

Im Mai 2017 dürfen wir selbst auf der Brücke eines Raumschiffs der Sternenflotte Platz nehmen. / © Ubisoft

Nachdem wir Star Trek: Bridge Crew auf allen drei VR-Plattformen Oculus Rift, HTC Vive und PlayStation VR gespielt haben, müssen wir unser Urteil jedoch kräftig revidieren. Warum es sich um eines der besten VR-Spiele der letzten Zeit handelt, klären wir im Review.

Volle Kraft auf Koop

Star Trek: Bridge Crew verfrachtet uns auf die Kommandozentrale zweier Raumschiffe der Föderation. Während wir in der Story-Kampagne die U.S.S. Aegis befehligen, versetzt es uns in den dynamisch generierten Missionen wahlweise auch auf die U.S.S. Enterprise. Mit drei anderen Crewmitgliedern, die entweder von der KI oder anderen Mitspielern gesteuert werden, koordinieren wir die einzelnen Stationen und meistern diverse Missionen. Zur Auswahl stehen die Rolle des Kapitäns, des Steuermanns, des taktischen Offiziers sowie des Chefingenieurs.

Im Grunde funktioniert Star Trek: Bridge Crew wie ein Rollenspiel – vergleichbar mit einem Pen & Paper-Abenteuer. Ein Großteil der Faszination kommt aus der eigenen Vorstellungskraft und der Interaktion zwischen den Spielern zustande, weshalb die Grafik des Spiels auch in den Hintergrund rückt, sobald wir auf der Brücke zum Dienst antreten. Jedes Crewmitglied hat eine feste Rolle und damit eine eigene Auswahl an Optionen und Entscheidungen.

Als Pilot steuern wir das Raumschiff, können den Kurs festlegen, die Geschwindigkeit des Impulsantriebs einstellen (wir können auch Rückwärts fliegen), auf der taktischen Karte Ziele markieren oder auf der Gebietskarte unser Warpsprung-Ziel festlegen.

Hier beginnt aber schon die Zusammenarbeit mit den anderen Mitstreitern: Wir können zwar den Warp-Korridor einstellen, das Raumschiff zum Sprung ausrichten, aber wenn der Ingenieur nicht den Warp-Kern aktiviert, können wir den Überlicht-Sprung nicht ausführen.

Der Ingenieur entscheidet, welches System im Schiff wie viel Energie bekommt, Schilde, Antrieb oder Waffen. Er scannt Objekte und andere Schiffe, steuert den Transporter, um Personen an Bord zu beamen. Der Steuermann kontrolliert die Bewegungen des Raumschiffs, den Tarnmodus und bereitet den Warp-Kern vor. Der taktische Offizier schließlich kann dann nicht nur Schild- und Hüllenstärke der Gegner ablesen, sondern auch die Waffensysteme bedienen.

Diese klare Aufgabenverteilung macht Teamwork unabdingbar, weshalb Star Trek: Bridge Crew insbesondere im Verbund mit anderen Spielern unglaublichen Spaß macht. Besonders großartig finden wir, dass Publisher Ubisoft sogenanntes Cross-Play unterstützt. So könnt ihr mit allen Spielern gemeinsam zocken, ganz gleich, ob sie eine PSVR, eine Rift oder Vive besitzen.

Singleplayer = Multi-Tasking

Wenn ihr lieber solo unterwegs seid oder gerade keine Freunde für eine gemeinsame VR-Sitzung zur Verfügung stehen, springen KI-Kameraden ein. Allerdings offenbaren sich dabei einige Ungereimtheiten, denn einen menschlichen Mitspieler können diese nicht ersetzen.

Die KI handelt nämlich alles andere als eigenverantwortlich, was häufiges Eingreifen notwendig macht. So sehen wir uns in der Rolle des Kommandaten gezwungen, unserer Crew Befehle zu erteilen, was in hektischen Situationen mitunter in Stress ausarten kann. Dieser steigt exponentiell, je nachdem, wie viele Crewmitglieder von der KI übernommen werden.

Während ein künstlicher Begleiter kaum Probleme bereitet, werden die härteren Missionen mit zwei oder gar drei deutlich schwerer. Trotzdem lassen sich auch knifflige Missionen mit etwas Übung problemlos meistern, wenn auch mit deutlich mehr Aufwand, als dies im Koop der Fall ist. Immerhin wirkt sich das Mikro-Management, bei dem ständig irgendwelche Befehle über das Pop-Up-Menü erteilt werden wollen, mit fortschreitender Spielzeit negativ auf den Nervenzustand des Kommandanten aus.

Steuerung und Technik

Die Bedienung mittels der Motion Controller von Oculus Rift und HTC Vive sowie den Move Motion Controllern für PlayStation VR verursachte beim Testen keinerlei nennenswerte Probleme. Schon nach etwas Eingewöhnungszeit geht die Steuerung sehr komfortabel und intuitiv von der Hand. Während wir mit Oculus Touch unseren Zeigefinger auf In-Game-Buttons ausrichten und diese per Knopfdruck aktivieren, drücken wir bei HTC Vive und PSVR die Knöpfe auf den Controllern selbst. Wahlweise ist Bridge Crew aber auch mit einem herkömmlichen Gamepad spielbar.

Star-Trek-Bridge-Crew

Optisch kann Star Trek Bridge Crew wegen der verwendeten Unity Engine zwar nicht mit Weltraum-Titeln wie Elite: Dangerous oder EVE: Valkyrie mithalten. Da Unity aber eigens über VR-Integration verfügt, ist eine gleichbleibend hohe Framerate gewährleistet. Aufgrund der höheren Auflösung sieht das Spiel auf Oculus Rift und HTC Vive marginal besser als auf der PlayStation VR aus. Probleme mit Motion Sickness kamen aufgrund der sitzenden Spielweise auf keiner Plattform auf. Auch das gemächliche Tempo wirkt dem Aufkommen von Unwohlsein entgegen und steht dem Spielprinzip gut zu Gesicht.

Besonders detailreich gestaltet sind die Innenräume der beiden Raumschiffe. So kommt bei der Betrachtung der zahlreichen Schalttafeln und Konsolen auf der Kommandobrücke echtes Trekkie-Feeling auf. Auch das Schadensmodell konnte uns überzeugen, denn mit zunehmender Beschädigung fängt die Wandverkleidung Feuer und explodierende Konsolen jagen uns Funken um die Ohren. Zugleich bauen wir damit schnell eine innige Verbindung zu unserem Raumschiff auf, für das wir ebenso verantwortlich sind wie für das Wohlergehen der Crew.

Das Weltall um uns herum wirkt hingegen ein bisschen detailarm. Insbesondere Sterne und Planeten wirken grobkörnig, was dem WOW-Faktor etwas abträglich ist. Deutlich besser in Szene gesetzt sind dagegen die Nebel nebst anderen Weltraumanomalien, die in einer Vielzahl an Farben in der Entfernung schimmern. Positiv hervorzuheben ist außerdem, dass die Texte sowohl in den Menüs als auch im Spiel selbst stets leserlich sind, was leider keine Selbstverständlichkeit bei VR-Spielen darstellt.

So muss Star Trek klingen

Hinsichtlich der Sprachausgabe haben wir das Spiel sowohl im englischen Original als auch in der deutschen Synchronisation getestet. Beide Fassungen sind sehr gut eingesprochen und reichen von der Atmosphäre geradezu an eine Star Trek-Episode heran.

Besonders erwähnenswert ist zudem die großartige Soundkulisse, die mit zahlreichen, aus den Filmen und Serien bekannten Klängen gespickt ist. So können wir bereits einen Unterschied zwischen der hochmodernen Technik der U.S.S. Aegis gegenüber der eher klassischen U.S.S. Enterprise alleine durch die Umgebungsgeräusche heraushören.

Doch gerade in den Kämpfen mit den Klingonen entfaltet Bridge Crew sein ganzes klangliches Potenzial. Der Einschlag von Photonen-Torpedos, die Aktivierung des Warp-Antriebs und das Hoch- und Runterfahren der Schiffsysteme verbreiten wirklich Gänsehaut. Dank des erstklassigen binauralen Raumklangs müssen wir uns im Eifer des Gefechts nicht einmal umsehen, um zu überprüfen, wo die Geräusche zu verorten sind.

Auf den Inhalt kommt es an

Ein kurzes Tutorial macht uns mit der Steuerung und den grundlegenden Spielkonzepten vertraut. Danach wartet eine Solo-Kampagne auf uns, die aus insgesamt sechs Missionen besteht. Darin erhalten wir den Auftrag, ein Gebiet mit dem ominösen Namen „Der Graben“ zu erkundschaften, um dort nach einer neuen Heimat für die Vulkanier zu suchen. Für den ersten Durchlauf haben wir rund 7 Stunden gebraucht.

Darüber hinaus gibt es sogenannte Fortlaufende Reisen, bei denen es sich um dynamisch generierte Missionen handelt. Allerdings wirken die Aufgaben nach einiger Zeit recht repetitiv, da sie im Grund immer aus den vier gleichen Zielen zusammengesetzt werden.

Entweder müssen wir uns gegen eine Horde von Klingonen zur Wehr setzen, Zivilisten aus der Patsche helfen, einen entflohenen Verbrecher einfangen oder ein unbekanntes Gebiet kartographieren. Immerhin können wir anders als in der Kampagne,wo wir nur die Befehlsgewalt über die U.S.S. Aegis haben, die Fortlaufenden Reisen ebenso an Bord der U.S.S. Enterprise absolvieren, was für eine gewisse Abwechslung sorgt.

Insgesamt kommen wir so auf gut 20 Stunden Spielzeit, was zwar nur der Hälfte der von Ubisoft versprochenen 40 Stunden entspricht, für ein vollwertiges VR-Spiel aber schon in Ordnung geht.

Auch für Nicht-Trekkies empfehlenswert

Das VR-Team von Ubisoft VR und Entwickler Red Storm haben viel Mühe darauf verwendet, dass sich die Spieler als Teil des Star Trek-Universums fühlen. So lässt sich etwa die Enterprise viel behäbiger steuern als die deutlich modernere Aegis. Damit ist Star Trek Bridge Crew kein generischer Weltraumshooter geworden, sondern fügt sich mit seinem Gameplay, das viel Wert auf Kooperation legt, perfekt in den Franchise-Ethos ein.

Doch selbst VR-Spieler, die nie eine Folge Raumschiff Enterprise gesehen haben, sollten einen Blick riskieren, denn gerade die soziale Komponente von Star Trek: Bridge Crew sucht derzeit in der Virtual Reality ihresgleichen. Für die Langzeitmotivation bleibt nur zu hoffen, dass Ubisoft dem Konzept die Treue schwört und in Zukunft noch weitere Missionen oder gar Raumschiffe nachreicht.

Star Trek: Bridge Crew findest du hier:

Das ist gut

  • beeindruckende Atmosphäre
  • perfekt auf Koop abgestimmt
  • überragende Klangkulisse

Das geht besser

  • Fortlaufende Reisen könnten mehr Abwechslung vertragen
  • KI-Kollegen agieren wenig eigenverantwortlich

Fazit

Star Trek: Bridge Crew ist eines dieser Spiele, die nur in der virtuellen Realität überhaupt denkbar sind. Die Interaktion mit den Motion Controllern funktioniert tadellos, und dank plattformübergreifendem Multiplayer ist der Titel ein wahres Freudenfest für Koop-Fans. Auch die Story-Kampagne konnte überzeugen, sodass Bridge Crew die bisher beste Möglichkeit darstellt, sich wie die Hauptdarsteller einer Episode von Star Trek zu fühlen.
9

VR-World Rating

Gameplay: 9
Steuerung: 10
Immersion: 10
WOW-Faktor: 7
Story: 8
Grafik: 7
Sound: 10
Umfang: 8
Zum Anfang

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