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Squishies im Test

PlayStation VR Spiele VR-Reviews

Squishies im Test - Luftiger Puzzle-Spaß für Jung und Alt

Direkt zum Fazit

Mit dem Puzzle-Plattformer Typoman gelang Indie-Entwicker Brainseed Factory ein echter Achtungserfolg. Jetzt ist das nächste Projekt der in Bonn stationierten Kreativtruppe erschienen – zunächst exklusiv für PlayStation VR. Soviel vorweg: Auch hiermit werden Freunde gepflegter Geschicklichkeits- und Knobel-Action eine Menge Spaß haben.

Das Puzzlespiel-Genre erfreut sich auf VR-Brillen von Oculus Rift bis PlayStation VR großer Beliebtheit. Kein Wunder, eignet sich das immersive Medium doch hervorragend zum Knobeln im echten dreidimensionalen Raum. Das haben auch die Entwickler erkannt, es gibt inwzischen eine große Auswahl hervorragender VR-Puzzler für verschiedene VR-Headsets wie FORM oder Red Matter.

Eines der besten Spiele für Sonys Virtual Reality-Lösung ist mit Astro Bot: Rescue Mission ein Plattformer der alten Schule, der sich noch dazu aktuell glänzend verkauft – das zeigt, dass auch dieses Genre in VR hervorragend funktioniert. Squishies vom Entwicklerstudio Brainseed Factory versucht nun, das Beste aus Plattformer- und Puzzlewelt miteinander zu verbinden – mit Erfolg.

Squishies: Ein knuffiger Puzzlespaß

Das Spielprinzip von Squishies ist so simpel wie genial. Kugelrunde Kreaturen, die sogenannten Squishies, wollen nach Hause reisen. Damit dies gelingt, müssen sie fünf verschiedene, mit allerlei Gefahren gespickte Welten durchqueren.

Das Problem: Im Gegensatz zu anderen Plattformhelden können Squishies weder laufen, noch rennen oder springen. Lediglich gemütliches Umherrollen ist ihnen vergönnt. Allerdings nur dann, wenn wir als Spieler mit zwei virtuellen Blasebälgen Luftströme erzeugen, die die Rollbewegung in Gang setzen.

Nicht nur die Squishies reagieren auf Luftströme, sondern auch das Seerosen-Floß im Hintergrund. Mit seiner Hilfe kriegt erreicht man die sandige Insel in der Mitte des Levels. © Brainseed Factory

Nicht nur die Squishies reagieren auf Luftströme, sondern auch das Seerosen-Floß im Hintergrund. Mit seiner Hilfe kriegt erreicht man die sandige Insel in der Mitte des Levels. © Brainseed Factory

Mit anderen Worten: Damit ein Squishy vorwärts durch die Spielwelt kullert, müssen wir ihm Luft zupusten, indem wir die Zeigefinger-Taste des Move Controllers hineindrücken. Möchten wir einen Squishie dagegen ansaugen (also zu uns hinziehen), reicht ein einfacher Druck auf die dem Daumen zugeordnete Taste des Bewegungscontrollers aus. Welchen der beiden Luftstrom-Generatoren (sprich Controller) wir dazu verwenden, spielt zunächst einmal keine Rolle.

Zweihändig zum Ziel

Mit fortschreitender Spieldauer variieren die Entwickler die Pust- und Saugmechanik dann kontinuierlich und auf immer neue Art und Weise. Sobald beispielsweise steile Abhänge zu überwinden sind, müssen wir zwei Luftströme gleichzeitig erzeugen.

Oder nehmen wir die immer wieder auftauchenden Lichtbrücken. Sie können in der Regel erst dann erfolgreich überquert werden, wenn wir mit Controller A den dazugehörigen Generator antreiben, während Controller B unseren Squishy über die nun ausgefahrene Lichtbrücke pustet. Kurzum: Multitasking wird hier ähnlich wie im kunterbunten und spaßigen VR-Shooter Shooty Fruity großgeschrieben!

Squishies kann ausschließlich mit PlayStation Move Controller gespielt werden. Der Dual Shock 4 Controller wird derzeit nicht unterstützt. © Brainseed Factory

Squishies kann ausschließlich mit PlayStation Move Controller gespielt werden. Der Dual Shock 4 Controller wird derzeit nicht unterstützt. © Brainseed Factory

Später müssen wir uns dann unter anderem mit Teleportern und Sprungplattformen herumschlagen, regelmäßig zwischen verschiedenen Squishies wechseln, Seerosen-Blätter als Fortbewegungsmittel nutzen und vieles andere mehr.

Für nette Gamedesign-Ideen sorgen zudem verschiedene Power-Ups. In der ersten Spielwelt etwa konfrontiert uns Brainseed Factory mit einem Eisblock-Extra. Pusten wir einen Squishy hinein, verwandelt er sich selbst in einen Eisblock, der dann an der Wasseroberfläche treibt, schneller über glatte Böden rutscht oder Wassersäulen im Handumdrehen emporsteigt.

Fordernde Kirstall-Jagd

Der Schwierigkeitsgrad von Squishies beginnt vergleichsweise moderat, steigert sich dann aber zusehends. Das gilt insbesondere dann, wenn wir danach streben, die in jedem Abschnitt verstreuten Kristalle und Eier aufzusammeln.

Letztere nämlich sind teilweise so gut versteckt bzw. so abgelegen platziert, dass die größeren Level einer Welt nicht selten bis zu 15 Minuten in Anspruch nehmen. Doch der Zeitaufwand lohnt sich, denn nebst zahlreichen Trophäen schaltet man so auch immer neue Bausteine für den Level-Editor frei.

Während die anfänglichen Level jeder Spielwelt noch recht übersichtlich ausfallen, werden spätere Passagen zunehmend komplexer. Tipp: Vor dem Start einer Runde erstmal in Ruhe die Umgebung analysieren. © Brainseed Factory

Während die anfänglichen Level jeder Spielwelt noch recht übersichtlich ausfallen, werden spätere Passagen zunehmend komplexer. Tipp: Vor dem Start einer Runde erstmal in Ruhe die Umgebung analysieren. © Brainseed Factory

Stolperstein Tracking

Die Steuerung von Squishies geht schnell in Fleisch und Blut über und punktet mit einer clever gelösten Controller-Geste zum Herein- und Herauszoomen der Kamera. In vielen Leveln behält man gleichwohl nur dann den optimalen Überblick, wenn man sich ständig umsieht, den Oberkörper dreht und seine virtuelle Betrachter-Position auf dem Spielfeld immer wieder anpasst.

Leider wird es genau hier kritisch. Denn während wir dies tun, kann es schnell mal passieren, dass die PlayStation Kamera einen der beiden Move-Controller kurzzeitig aus den Augen verliert. Das ist auch dann der Fall, wenn wir im Sitzen spielen.

Im Verlauf des Story-Modus führen die Entwickler immer neue Gameplay-Elemente ein. In Welt zwei zum Beispiel kommen Fisch-Teleporter ins Spiel. © Brainseed Factory

Im Verlauf des Story-Modus führen die Entwickler immer neue Gameplay-Elemente ein. In Welt zwei zum Beispiel kommen Fisch-Teleporter ins Spiel. © Brainseed Factory

In ruhigen Spielsituationen ist dies in der Regel wenig bis gar nicht dramatisch. Kullert unser Squishy allerdings gerade mit Vollgas über einen schmalen Pfad ohne seitliche Begrenzungen, führen Tracking-Aussetzer häufig zum Tod der Spielfigur.

Immerhin: Regelmäßig gesetzte Checkpoints und eine unbegrenzte Anzahl an Bildschirmleben mildern die so aufkommenden Frustmomente in der Regel ausreichend ab. Der Fairness halber sei außerdem erwähnt, dass zahlreiche PS-VR-Spiele mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen haben. Ein Problem, das letztendlich nur Sony selbst durch ein verbessertes Tracking-Setup lösen kann.

Endloser Level-Nachschub

Die Kampagne hält etwa neun bis zwölf Stunden auf Trab. Das Spiel selbst ist danach aber noch längst nicht vorbei. Im Gegenteil: Dank eines von Level-Editors steht dem Bau einiger Spielumgebungen nichts im Wege.

Das zugrunde liegende Interface erinnert dabei ein bisschen an Google Blocks und ist mindestens genauso intuitiv zu bedienen. Kurz gesagt: Wir wählen den gewünschten Levelbaustein in einem Menü aus und platzieren ihn auf einem übersichtlichen, rasterförmig angelegten 3D-Reißbrett.

Bastler toben sich mit dem sehr intuitiv zu bedienenden Level-Editor aus. Selbst erstelle Herausforderungen dürfen anschließend online mit anderen Besitzern des Spiels geteilt werden. © Brainseed Factory

Bastler toben sich mit dem sehr intuitiv zu bedienenden Level-Editor aus. Selbst erstelle Herausforderungen dürfen anschließend online mit anderen Besitzern des Spiels geteilt werden. © Brainseed Factory

Ist uns ein Fehler unterlaufen, können wir Problemblöcke jederzeit entfernen oder von einer praktischen Wiederholen/Rückgängig-Funktion Gebrauch machen. Aber auch die Einbindung von Druckplatten, Teleportern und anderen „Logik“-Elementen geht angenehm flott von der Hand – erfordert mangels Tutorial allerdings ein wenig Experimentierfreudigkeit.

Sinnvoll: Ähnlich wie wir es etwa von „Super Mario Maker“ für WiiU kennen, dürfen fertiggestellte Level erst dann mit der Online-Community geteilt werden, wenn der Erbauer seine Kreation mindestens einmal erfolgreich durchgespielt hat.

Der einfache aber charmante Grafikstil passt prima zur Puzzle-Thematik. Ein konstantes Effekt-Feuerwerk sollte hier jedoch niemand erwarten. © Brainseed Factory

Der einfache aber charmante Grafikstil passt prima zur Puzzle-Thematik. Ein konstantes Effekt-Feuerwerk sollte hier jedoch niemand erwarten. © Brainseed Factory

Unsere Wertung

Fazit:

Zwei Jahre und drei Monate dauerte die Entwicklung von Squishies. Das Ergebnis erfindet das Genre zwar nicht neu, entpuppt sich jedoch als wirklich runde VR-Knobelei mit erstaunlich großem Umfang (100 Level!), charmanter Klötzchen-Optik, kurzen Ladezeiten, durchdachter Bedienung und einem angenehm fordernden Schwierigkeitsgrad. Mindestens genauso viel Spaß hatten wir mit dem Level-Editor. Es ist einfach klasse, in welchem Tempo und mit welcher Leichtigkeit hier neue Ideen zu etwas sehr Greifbaren heranwachsen, das sich dann kinderleicht mit der Online-Community teilen lässt. Bleibt eigentlich nur noch zu hoffen, dass eben diese Community möglichst schnell eine kritische Masse erreicht und die Entwickler zu einem späteren Zeitpunkt noch einen Mehrspieler- bzw. Koop-Modus nachreichen. Der nämlich würde das Paket optimal abrunden.

Squishies wird euch viel Spaß machen, wenn ihr…

  • geschickt im Umgang mit zwei Move-Controller seid und gerne knifflige Geschicklichkeits-und Knobel-Herausforderungen löst
  • gerne selbst kreativ werdet und mit intuitiv zu bedienenden Level-Editoren hantiert
  • schon immer mal knuffige, kugelförmige Wesen durch die Gegend schubsen (oder besser gesagt pusten) wolltet

Squishies trifft wahrscheinlich nicht euren Geschmack, wenn ihr…

  • Schwierigkeiten damit habt, manuell durch dreidimensionale Welten zu navigieren
  • Wert darauf legt, dass auch ein Puzzle-Spiel eine vielschichtige Geschichte erzählt
  • Spielen aus dem Weg geht, die keine integrierten Lösungshilfen anbieten

Squishies erhaltet ihr hier:

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