ANZEIGE
Wir nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten ernst! Das Video und somit die Verbindung zu YouTube werden erst nach einem Klick auf "Video aktivieren" freigeschaltet. Beim Aktivieren werden Daten an YouTube bzw. Google gesendet und dort unter Umständen gespeichert. Details entnehmen Sie bitten den Datenschutzbestimmungen von Google unter https://policies.google.com/privacy

Seeking Dawn im Test

HTC Vive Oculus Rift Spiele VR-Reviews Windows MR

Seeking Dawn im Test: Intergalaktischer Survival-Trip für Grafik-Enthusiasten

Direkt zum Fazit

Seeking Dawn zählt zu den schönsten VR-Ego-Shootern des Jahres. Doch trifft der Survival-Trip auf einem fremden Planeten auch spielerisch ins Schwarze? Unser Test gibt Antworten.

Geht es nach den Story-Autoren von Seeking Dawn, dann haben viele Erdenbürger den blauen Planeten im 23. Jahrhundert längst verlassen, um in den Weiten des Alls ihr Glück zu suchen und eine neue Existenz aufzubauen. Das Problem: Da sich immer mehr dieser Auswanderer auch ideologisch von ihrer einstigen Heimat gelöst haben und nun der First Centauri Republic (FCR) angehören, kommt es schon bald zu einem blutigen Bürgerkrieg mit dem Erd-verbundenen Alpha Centauri Commonwealth (ACC).

Die Geschichte von Seeking Dawn beginnt in der Hochphase dieses blutigen, bereits seit Jahren schwelenden Konflikts und lässt uns in die Rolle von Protagonist James Weston schlüpfen. Weston selbst ist glühender Verfechter der Rebellion und Spezialist für besonders heikle Aufträge. Entsprechend wundert es auch nicht, dass das FCR-Oberkommando genau ihn auswählt, um merkwürdige Aktivitäten des ACC auf einem kürzlich entdeckten Alien-Planeten zu untersuchen.

Vielfältige Steuerungsarten

Bevor wir unseren Fuß jedoch auf die mysteriöse Alien-Welt setzen und uns dort auf die Suche nach einem verschollenen Einsatztrupp begeben, machen wir uns an Bord eines FCR-Raumschiffs zunächst einmal mit der Steuerung vertraut. Letztere lässt sich auf vielfältig Art und Weise konfigurieren und erlaubt neben völlig freier Bewegung die klassische Teleportation auf kurze Distanz sowie das in vielen VR-Spielen zum Einsatz kommenden „Blinken“.

© Multiverse

Vorsicht, Alien-Ungetüm im Anmarsch! Grafisch entpuppt sich Seeking Dawn als echter Hingucker. Als Technikmotor dient die Unity Engine.

Hierbei lotsen wir die transparente Silhouette unseres Helden mit dem linken Analogstick zunächst zu einem gewünschten Zielort, lassen dann den Stick los und spielen nun von genau dieser Position auf dem Schlachtfeld weiter. Ebenfalls clever gelöst: Wer Seeking Dawn mit voller Bewegungsfreiheit spielt und fix von A nach B sprinten will, muss dazu lediglich die Hände wie beim Joggen auf und ab bewegen. Braucht anfangs etwas Eingewöhnung, fühlt sich dann aber umso natürlicher an.

Grafik mit Staun-Faktor

Dass Seeking Dawn bereits in den ersten Spielminuten eine nicht zu unterschätzende Sogwirkung ausübt, liegt jedoch weniger an der komfortablen Steuerung, sondern vielmehr an der wahrlich grandiosen Optik und der daraus resultierenden Mittendrin-Atmosphäre. Im allerersten Level zum Beispiel treffen wir schon bald auf außerirdische Libellen, die ständig an unserem Helmvisier vorbeischwirren, während wir den von verwesenden Kadavern, fluoreszierenden Riesenpilzen und fremdartigen Stabheuschrecken übersäten Boden nach Sammelobjekten absuchen.

Aber auch die darauffolgenden Level sind überaus spektakulär in Szene gesetzt. Etwa, wenn plötzlich korallenblaue Quallen-Wesen durch die Luft wabern, außerirdische Apparaturen verborgene Schwebeplattformen in Gang setzen oder meterhohe Alien-Bäume ohne Vorwarnung mit ihren überaus biegsamen Stämmen auf uns einschlagen. Hut ab, was die Grafikabteilung hier auf die Beine gestellt hat!

© Multiverse

Im Koop-Modus gehen zähnefletschende Bestien wie diese deutlich schneller zu Boden. © Multiverse

Abseits einiger garstiger Bäume ist es aber vor allem die wunderschön animierte Tierwelt des Planeten, die uns ständig in Atem hält. Der sogenannte Locilus etwa hüpft mit hoher Geschwindigkeit auf uns zu, nur um uns dann giftige Tentakelfortsätze ins Fleisch zu rammen. In Acht nehmen sollten wir uns darüber hinaus vor den aus großer Höhe heranfliegenden Vespiden sowie den Raubtier-artigen Ceratos, die ihre Opfer in der Regel mit einer kraftvollen Sprungattacke zu Boden reißen.

Beste Konterstrategie für den Anfang: Rückwärts laufen, konzentriert auf den Kopf der Kreatur feuern und regelmäßig nachladen. In einigen Passagen kann es sich außerdem lohnen, kurz abzuwarten, ob sich einige Gegner nicht gegenseitig an die Gurgel springen. Das Spart Munition und Nerven!

Unausgegorene KI

Zugegeben, auf dem Papier klingen die Action-Passagen von Seeking Dawn recht beeindruckend. In der Praxis jedoch trübte noch so manch seltsamer KI-Fehler das Vergnügen. So kam es in unserem Test hin und wieder vor, dass Feinde in der Umgebung hängen blieben. Wir hatten dann natürlich leichtes Spiel und mussten nur noch fleißig unser Magazin entleeren.

© Multiverse

Captain Coleman leitet die Operation vom Orbit aus und gibt immer wieder hilfreiche Tipps per Funk. © Multiverse

Weiteres Manko: Sobald sich unser Held hinter höher gelegenen Felsformationen verschanzte, war es am Boden agierenden Gegnern meist nicht mehr möglich, die Position der Spielfigur zu erreichen. Auch hier genügte es letztendlich, solange aus der Deckung heraus zu feuern, bis der Widersacher alle Viere von sich streckte. Nicht sonderlich herausfordernd – und hoffentlich weit oben auf der to-do-Liste der Entwickler!

Hingegen prima: Im Kampf gegen bewaffnete Söldner des Alpha Centauri Commonwealth sehen wir sehr genau, wie uns einzelne Projektile entgegenfliegen. Geschicktes Ausweichen durch Neigen des Oberkörpers wird damit zum Kinderspiel.

Gut genährt ist halb gewonnen

Neben den Spielelementen Exploration und Action rücken bei Seeking Dawn außerdem Survial-Mechanismen in den Fokus. Zum einen die Bedürfnisse Hunger und Durst. Wer auf dem unwirtlichen Planeten überleben will, muss diese beiden Prozentzahlen ständig im Auge behalten. Sackt einer der beiden Werte unter 30 Prozent ab, meldet sich Weston mit einem unmissverständlichen Kommentar zu Wort.

© Multiverse

Zwischendurch hält man immer wieder inne, um die famos gestaltete Umgebung zu bestaunen. Einen Foto-Modus gibt es leider nicht. © Multiverse

Hunger bekämpfen wir im Anschluss am besten mit Wasser aus der Feldflasche – die wir natürlich stilecht zum Mund führen müssen. Knurrt dagegen der Magen, schaffen Alien-Burger, Gen-Obst und andere Sci-Fi-Delikatessen Abhilfe. So weit so gut. Seltsam nur, dass der Held weder zum Trinken noch zum Essen den Helm abnimmt und Nahrung auch nach dem Abbeißen noch genauso aussieht wie vorher. Kurz gesagt: Dieses Spielelement wirkt aufgesetzt und hätte auch problemlos weggelassen werden können.

Ohne Crafting geht gar nichts

Etwas besser hat uns da schon die Crafting-Komponente gefallen. Denn immer, wenn wir einen Gegner ausknipsen bzw. mit den entsprechenden Werkzeugen Bäume fällen oder Gesteinsbrocken zerkleinern, bleiben verschiedene Ressourcen am Boden liegen.

Jetzt noch flott die Greifen-Tasten am Controller antippen und der Rohstoff wandert in unseren geräumigen Rucksack. Dort wird er dann solange aufbewahrt, bis wir ihn an einer der futuristischen Werkbänke in unserer Basis zu etwas Neuem weiterverarbeiten.

© Multiverse

Genügend Ressourcen vorausgesetzt, platzieren wir in unserer Basis verschiedene 3D-Drucker. Mit ihrer Hilfe stellen wir dann u.a. neue Waffen und Munition her. © Multiverse

Cassius-Holz etwa wird zur Herstellung von großkalibriger Munition benötigt, während aus Ferronium und Yulthine im Handumdrehen ein X15-Harpy Sturmgewehr entsteht. Da Seeking Dawn jedoch praktisch keine Hinweise gibt, wo in der Spielwelt die selteneren Rohstoffe zu finden sind, ertappen wir uns schnell dabei, wie wir jeden Baum, Felsbrocken und Gegner in seine Einzelteile zerlegen. Die Folge: Der gesamte Crafting-Part fühlt sich vergleichsweise mühsam und umständlich an und schadet dem Spielfluss. Nicht zuletzt, weil der eigentliche Crafting-Prozess lediglich in der Basis funktioniert, in die wir uns immerhin jederzeit zurückteleportieren können.

Seeking Dawn: Vier gewinnt

Wie es sich für einen modernen Survial-Shooter gehört, unterstützt auch Seeking Dawn Koop-Gameplay für bis zu vier Spieler. Wer sich wann in die Partie einklinkt (oder diese wieder verlässt), spielt dank eines ausgeklügelten Drop-in/Drop-out-Systems keine Rolle. Wir können sogar einen Spielstand der Solo-Kampagne laden, dann den Mehrspieler-Modus starten und an genau dieser Stelle mit anderen Online-Spielern fortfahren.

© Multiverse

Die Schlucht im Hintergrund lässt sich nur mit Hilfe einer Lichtbrücke überqueren. Wer genau hinsieht, hat das Terminal dafür längst entdeckt. © Multiverse

Größter Wermutstropfen: Sobald ein Spieler ständig wild mit den Armen fuchtelt, gerät die Darstellung seines 3D-Modells schnell mal aus dem Takt. Hinzu kommt: Aufgrund der bisher noch geringen Verbreitung des Spiels herrscht in den öffentlichen Lobbys gähnende Leere. Einen passenden Mitspieler zu finden, kann also schon mal etwas dauern.

Unsere Wertung

Fazit:

Keine Frage, Seeking Dawn hat seine Probleme. Gegner verheddern sich zuweilen in der Umgebung, Ladebildschirm reißen mich immer wieder aus der Illusion und der ständige Zwang Ressourcen abbauen zu müssen, bremst den Spielfluss regelmäßig aus. Wer jedoch über diese und andere Unzulänglichkeiten hinwegsehen kann und über einen potenten VR-Rechner verfügt, wird mit Seeking Dawn einige durchaus unterhaltsame Stunden verbringen. Denn visuell ist das Gebotene über weite Strecken wirklich herausragend und ein klarer Beleg dafür, dass auch kleinere Entwickler mit den richtigen Werkzeugen Großartiges vollbringen können. Spielerisch wiederum gefallen vor allem das Gunplay, die dicken Wummen, die vielseitig konfigurierbare Steuerung sowie die Möglichkeit, die Geschichte gemeinsam im Koop-Modus angehen zu können. Schön ist zudem, dass die Entwickler den Titel in nahe Zukunft mit einer Vielzahl von interessanten Gratis-Updates versorgen möchten und eine PSVR-Umsetzung bereits für Dezember im Kalender steht.

Seeking Dawn könnte euch gefallen, wenn ihr…

  • in eurer Freizeit gerne mysteriöse Planeten erkundet
  • euch bevorzugt mit schleimigen Aliens und schwerbewaffneten Söldner duelliert
  • einen rasanten Shooter sucht, der sich auf vielfältige Art und Weise steuern lässt
  • schon immer wissen wolltet, wie die Holzfäller- und Minenarbeiter-Werkzeuge der Zukunft funktionieren

Seeking Dawn ist wahrscheinlich nichts für euch, wenn ihr…

  • ungern am laufenden Band Ressourcen sammelt, um euren Helden zu verbessern
  • euch regelmäßiges Hunger- und Durst-Management nicht die Bohne interessiert
  • bevorzugt gegen clevere, schwierig zu durchschauende KI-Gegner kämpft

Den Survival-Shooter Seeking Dawn für Oculus Rift, HTC Vive und Windows Mixed Reality Headsets erhaltet ihr:

Verfasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Enter Captcha Here : *

Reload Image

Teilen Sie Inhalte mit Freunden

Beim Aktivieren dieser Funktion akzeptieren Sie, dass Ihre personenbezogenen Daten (z.B. IP-Adresse, URL der besuchten Webseite, Datum und Uhrzeit Ihres Seitenbesuches) an Facebook, Google, Twitter, Pinterest, LinkedIn, Reddit oder Tumblr in ein Land außerhalb Deutschlands (z.B. USA) übermittelt und dort unter Umständen gespeichert werden. Ihr Webseitenbesuch kann so Ihrem Account in diesen Sozialen Netzwerken zugeordnet und dadurch Ihr Surfverhalten beobachtet sowie Profile erstellt werden.
X