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Scraper: First Strike im Test

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Scraper: First Strike im Test - VR-Krieger vs. Roboter

Direkt zum Fazit

In der Sci-Fi-Novelle Scraper: The Rise of Cifer schildert New York Times Bestseller-Autor Ryder Windham die Rebellion einer Super-KI. Im VR-Shooter Scraper: Frist Strike müssen wir nun die Folgen dieser Katastrophe ausbaden – als 1-Mann-Armee!

Wir schreiben das Jahr 2076. In der künstlich angelegten Megacity New Austin haben bewaffnete Roboter vom Typ Humech die Kontrolle an sich gerissen. Auslöser für die Revolte ist eine hoch entwickelte KI. Viele Jahre diente sie zum Wohle der Menschheit.

Doch dann ereignete sich ein verheerender Zwischenfall auf einem Bergbau-Asteroiden. Dringend benötigte Mineralien wurden knapp und die Menschheit stand kurz davor, sich in einem Ressourcen-Krieg selbst auszulöschen. Die KI wollte das natürlich nicht zulassen und entschied seither, sich selbst um den Problemfaktor Mensch „zu kümmern“.

Im Alleingang mal (wieder) eben schnell die Welt retten…

Wir erleben diesen Konflikt in der Rolle von Leutnant Casey Maxwell. Der Jungspund dient der Human Resistance Force (HRF) und wird gleich zu Spielbeginn mit einer überaus heiklen Mission betreut, die das Schicksal von New Austin ein für alle mal besiegeln könnte.

Sobald ein Gegner angreift, präsentiert das HUD in der linken unteren Ecke nützliche Zusatzinformationen zu eben dieser Einheit. © Labrodex Studios

Sobald ein Gegner angreift, präsentiert das HUD in der linken unteren Ecke nützliche Zusatzinformationen zu eben dieser Einheit. © Labrodex Studios

Der Plan der Rebellen: Maxwell soll sich ins Cockpit einer wendigen, schwierig zu ortenden Schwebedrohne klemmen (hier Modified Hover Pod genannt) und die verschiedenen Sicherheitssysteme eines gigantischen Hochhauses lokalisieren und abschalten. Denn im Inneren des Wolkenkratzers schlummert ein Hochleistungs-Reaktor, den die HRF dringend benötigt, um den Strom einer geheimen Militärbasis wiederherzustellen.

Unser actionreicher Geheimauftrag beginnt auf dem Landedeck des mehr als 75 Stockwerke hohen Gebäudes. Hier plaudern wir zunächst mit einigen Soldaten des HRF-Außenpostens und absolvieren einen Trainingsparcours, der uns die Feinheiten der Steuerung näherbringt. Will heißen: Während der linke Analogstick das schwebende Vehikel vor- oder seitwärts bewegt, vollführt der rechte Analogstick Drehungen um die eigene Achse.

In der Standard-Einstellung erfolgt all das fließend. Spieler mit sensiblen Mägen greifen alternativ auf die im Shooter-Genre bewährte Teleportation oder sogenannte Snap-Turns zurück. Praktisch: Bei Snap-Turns legen wir den Winkel der Drehung individuell fest. Wer möchte, darf außerdem die künstliche Verdunklung der Sichtfeld-Ränder im Menü definieren und die Roll- und Rotationsgeschwindigkeit des Pods mit praktischen Schieberegler direkt im Cockpit anpassen.

Die Schild- und Lebensenergie-Anzeige am oberen Bildrand sollte man nie aus den Augen verlieren. Gleiches gilt für den Umgebungsscanner. © Labrodex Studios

Die Schild- und Lebensenergie-Anzeige am oberen Bildrand sollte man nie aus den Augen verlieren. Gleiches gilt für den Umgebungsscanner. © Labrodex Studios

Waffensysteme: Viel Feuerkraft, gewöhnungsbedürftige Steuerung

Einen Tick umständlicher gestaltet sich die Waffensteuerung. Um nämlich einen Gegner mit den links und rechts montierten Waffensystemen ins Visier zu nehmen, halten wir zunächst die Greiftaste gedrückt und dirigieren den dann auftauchenden Zielindikator in die gewünschte Richtung.

Anschließend noch auf die Trigger-Taste hämmern und Shotgun, Granatwerfer und Co. feuern, was die Munitionsvorräte hergeben. Stichwort Munition: Diese sammeln wir für die meisten Waffen in der Umgebung auf. Blindes Drauflosballern ist daher wenig zielführend. Nicht zuletzt, weil der Schwierigkeitsgrad ab der mittleren Stufe bereits merklich anzieht und wir in regelmäßigen Abständen Reparaturstationen aufsuchen müssen.

Humechs: Die neue Geißel der Menschheit

Die Action selbst macht Laune und konfrontiert uns mit einer Vielzahl von Gegnertypen. Ganz unten in der Nahrungskette stehen dabei krabbelnde Kamikaze-Spinnen, die bereits nach wenigen Treffern das Zeitliche segnen. Als deutlicher zäher erweisen sich die verschiedenen, leider etwas generisch aussehenden Humech-Fußsoldaten. Je nach Modell tragen diese unter anderem einen großflächigen Schutzschild, einen großkalibrigen Granatwerfer, eine schnell feuernde Laserkanone oder einen Star-Wars-inspirierten Kampfstab.

Die Unreal Engine 4 sorgt für recht ansehnliche Effekt. Damit alles rund läuft, sollte der VR-Rechner jedoch über mindestens 16 GB Arbeitsspeicher verfügen. © Labrodex Studios

Die Unreal Engine 4 sorgt für recht ansehnliche Effekt. Damit alles rund läuft, sollte der VR-Rechner jedoch über mindestens 16 GB Arbeitsspeicher verfügen. © Labrodex Studios

Aber auch die Gatling-Kanonen der Sphären-förmigen Wächterdrohnen sowie die Fallbomben der wendigen Flugdrohnen sind nicht von schlechten Eltern und können schnell zum Problem werden. Bestes Gegenmittel: Konstant in Bewegung bleiben und auf die Köpfe der Feinde zielen, um kritische Treffer zu landen.

Künstliche Intelligenz ohne Überraschungen

Analysiert man das Kampfverhalten der Standard-Feinde im Detail, fällt auf, dass die KI streng genommen nur eine Taktik kennt, nämlich bei Sichtkontakt aus allen Rohren zu feuern. Dass zweibeinige Humechs auch mal aktiv hinter einer Deckung Schutz suchen, beschädigte Kameraden reparieren oder in Unterzahl davon rennen, um sich neu zu formieren, konnten wir leider nicht beobachten.

Ebenfalls schwach: Anders als etwa bei Robo Recall können wir Feinden weder gezielt die Arme noch die Beine abtrennen, um sie am Abfeuern einer Waffe zu hindern respektive ihre Bewegungen zu verlangsamen. Was jedoch sehr wohl klappt, ist das Zünden einer wiederaufladbaren EMP-Ladung, die kleine und mittelgroße Widersacher kurzzeitig paralysiert.

Schrottsammler: Zerstöre Gegner hinterlassen verschiedene Bauteile, die dann wiederum zum Reparieren und Verbessern der eigenen Kampfeinheit dienen. © Labrodex Studios

Schrottsammler: Zerstörte Gegner hinterlassen verschiedene Bauteile, die dann wiederum zum Reparieren und Verbessern der eigenen Kampfeinheit dienen. © Labrodex Studios

Dicker Brocken mit Frustpotential im Anmarsch

In regelmäßigen Abständen stellen sich uns zudem Boss-Gegner in den Weg. Am Ende von Level 2 zum Beispiel schält sich ein Gorilla-inspirierter Titankoloss namens „Guardian“ aus einem Fahrstuhlschacht und hält Maxwell mit einer futuristischen Abrissbirne, Lenkraketen und Schockwellen-verursachenden Stampfattacken ordentlich auf Trab.

Das Duell setzt jede Menge Adrenalin frei, kann allerdings auch schnell für Frust sorgen, da nur wenig Platz zum Manövrieren bleibt. Fairer gestaltet sich das Speichersystem: Sofern wir uns nicht gerade mitten in einem Kampf befinden, dürfen wir jederzeit einen Spielstand anlegen und von dieser Position neustarten, sobald unsere Kapsel den Geist aufgibt. Autosave-Punkte sind ebenfalls vorhanden, allerdings recht weit voneinander entfernt.

Episodische VR-Action gewürzt mit einer Prise Crafting

Sei es nun Seeking Dawn, The Persistence oder Star Shelter – Crafting-Elemente in VR-Spielen liegen voll im Trend. Scraper: First Strike macht hier keine Ausnahme. Um erfolgreich neues Equipment zusammenzuschrauben, müssen wir zunächst die richtigen Komponenten finden und diese dann zu der in jedem Level vorhandenen Werkbank transportieren.

Der Flammenwerfer eignet sich insbesondere im Nahkampf gegen größere Feindansammlungen. © Labrodex Studios

Der Flammenwerfer eignet sich insbesondere im Nahkampf gegen größere Feindansammlungen. © Labrodex Studios

Doch der Aufwand lohnt sich, denn nur so erhalten wir Zugriff auf mächtigere Argumentationsverstärker wie etwa einen Granat-, Flammen- oder Raketenwerfer. Die Grundeigenschaften unseres Pods optimieren wir derweil mit Hilfe von Mod-Chips, die Maxwell gehackten Computerterminals entnimmt.

Zugegeben, sonderlich komplex ist all das nicht. Da Scraper: Frist Strike im Episoden-Format erscheint, stehen die Chancen gleichwohl nicht schlecht, dass die Macher der Crafting-Mechanik sowie den daraus resultierenden Waffen in Zukunft noch mehr Tiefgang verleihen. Ach ja: Gegen das ein oder andere Puzzle-Element hätten wir ebenfalls nichts einzuwenden!

Mäßige Inszenierung trotz Unreal Engine 4

So spannend die eingangs skizzierte Hintergrundgeschichte auch klingen mag, im Spiel selbst entfaltet sie leider nur eine bedingte Dramatik. Ein Grund hierfür ist die Tatsache, dass sich der Held häufig allein durch die Gegend bewegt und lediglich per Funk mit Verbündeten in Kontakt tritt. Kommt es im Außenposten dann doch mal zu einer Interaktion mit einem NPC verweilt dieser in der Regel – ziemlich lustlos animiert – an Ort und Stelle und spult einen Monolog ab.

Hacker bei der Arbeit: Durch die Interaktion mit verschiedenen Computer-Terminals öffnet man versiegelte Türen, deaktiviert Sicherheitssysteme und dergleichen mehr. © Labrodex Studios

Hacker bei der Arbeit: Durch die Interaktion mit verschiedenen Computer-Terminals öffnet man versiegelte Türen, deaktiviert Sicherheitssysteme und dergleichen mehr. © Labrodex Studios

Etwas mehr Leben und Dynamik hätten wir uns darüber hinaus innerhalb der einzelnen Level gewünscht. Zugegeben, sobald Humechs durch öffnende Türen ins Bild stürmen oder aus einem anfliegenden Landungsschiff springen, ist ordentlich was los.

Davon abgesehen wirken die meisten Umgebungen jedoch viel zu steril und leblos. Wie es besser geht, zeigt Seeking Dawn, wo man immer wieder mal inne hält, um aufwändig gestaltete Hintergrundanimationen oder tolle Panoramen zu bewundern.

Unsere Wertung

Fazit:

Scraper: First Strike spielt in einem durchaus faszinierenden Science-Fiction-Universum. Bedingt durch langweilig porträtierte Nichtspieler-Charaktere, kaum vorhandene Zwischensequenzen sowie eine sehr textlastig präsentierte Enzyklopädie kriegen wir davon jedoch in den ersten Spielstunden wenig mit. Die gute Nachricht: Gameplay und Leveldesign gewinnen zwar zu keiner Zeit einen Innovationspreis, sind aber trotzdem abwechslungsreich und fordernd genug, um engagierte Weltenretter bis zum Schluss bei der Stange zu halten.

Hinzu kommt: Durch eine Vielzahl von Komfortoptionen sowie das Kaspel-Design des Fahrzeugs spielt sich das Gebote erstaunlich magenfreundlich und ganz bequem im Sitzen. Was bleibt ist ein grundsolider VR-Shooter, der sein volles Potenzial jedoch vermutlich erst in einer der vier Folge-Episoden entfalten wird. Wann genau diese erscheinen und welche Neuerung uns dort erwarten, wollten die Entwickler bisher aber noch nicht verraten.

Abschließend noch ein Tipp für Sparfüchse: Im Gegensatz zum Oculus Store kostet der Titel auf Steam und Viveport derzeit nur 24,99 Euro.

Ihr solltet Scraper: First Strike eine Chance geben, wenn ihr…

  • es liebt, Robotergegner zu verschrotten
  • VR-Shooter gerne im Sitzen spielt
  • einen Faible für futuristisch designte Cockpits habt
  • in Action-Spielen Wert auf Crafting-Elemente legt
  • euch Spiele wie Battlezone und Vox Machinae gefallen haben

Der VR-Shooter Scraper: First Strike ist eher nicht für euch, wenn ihr…

  • nicht mindestens 16 GB RAM besitzt
  • mit einer oft etwas leblosen Sci-Fi-Welt nichts anfangen könnt
  • einen Wow-Moment nach dem anderen erleben wollt
  • Wert auf eine Eindeutschung von Text und Sprachausgabe legt (beides ist derzeit nicht vorhanden!)

Hier erhaltet ihr Scraper: First Strike:

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