Rez Infinite (HTC Vive)

HTC Vive Oculus Rift PlayStation VR Spiele
7

VR-World Rating

8.2

VR-User

Oldie but Goldie?

Direkt zum Fazit

Rez Infinite war 2002 ein gefeiertes Spiel, dass mit geometrischer Ästhetik und treibendem Technosoundtrack ein ganz neues Spielgefühl mitbrachte. Fünfzehn Jahre später kommt es für den PC – und für die virtuelle Realität. Ist es immer noch so hypnotisch wie damals?

Wie damals fliegen wir in Rez Infinite durch Level voll von geometrischen 3D-Formen und Figuren. Diese stellen das weltweite Datennetz dar, in dem wir nach der künstlichen Intelligenz Eden suchen. Eden ist durch zu viel Wissen verunsichert und zweifelt ihre eigene Existenz an. Deshalb will sie sich abschalten und wir müssen das verhindern.

Mit dem Bewegungscontroller gegen den Virus

Wir kämpfen uns durch fünf verschiedene Cyberwelten, die an uns im Rhythmus der elektronischen Musik vorbeifliegen. Sehr kreativ geformte Viren lauern uns auf und beschießen uns mit Raketen. Mit den Bewegungscontrollern oder mit dem Kopf visieren wir sie an und schießen sie ab. Bis zu acht Ziele können wir anvisieren und gleichzeitig ausschalten. Die Komposition aus Farben, Formen und Musik ist dabei auch heute noch beeindruckend.

Die klassischen Level sind genauso, wie sie die Rez-Veteranen kennen.

Keine Herausforderung in den klassischen Levels

Das eigentliche Spielprinzip kann uns nicht mehr sonderlich begeistern. Wir wischen mit dem viereckigen Ziel-Cursor und gehaltenem Trigger wild durch unser Blickfeld, markieren damit die Ziele und schalten sie aus. Das wiederholen wir mit jedem kleinen, mittleren, großen und Boss-Virus. Haben wir uns erstmal sattgesehen, bietet das Spiel kaum wirklich interessantes Gameplay. Herausforderungen sind Fehlanzeige und es gibt neben den alten, klassischen Levels nur eine einzige neue Stage.

Boss-Viren sind beeindruckende geometrische Formationen, die es auszuschalten gilt.

Boss-Viren sind beeindruckende geometrische Formationen, die es auszuschalten gilt.

Eine magere neue Area bringt kurze Höhepunkte

Anders als die klassischen Levels macht sich das neue Level gleich viel besser in VR: Fette Partikeleffekte machen das neue Areal zu einem richtigen Hingucker. Außerdem dürfen wir uns dort durch Neigung des Kopfes sowie die Nutzung von Buttons für Schub ein wenig freier bewegen. Aber warum nur ein einziges neues Level? Die Musik passt wie gewohnt hervorragend und gerade in der neuen Area wird der „goldene Oldie“, der Klassiker, adäquat in die neue Technologie übersetzt. Das kann man allerdings nicht uneingeschränkt für die Steuerung behaupten: Es ist wenig intuitiv, den Ziel-Cursor gleichzeitig vom Kopf und vom Controller bewegen zu lassen.

Wer mit genügend Nostalgie gesegnet ist, der wird mit Rez Infinite viel Spaß haben. Spielerisch und vor allem in puncto VR und Mehrwert durch VR bietet das Spiel aber nur wenig. Nostalgie ist eben nicht immer alles.

Rez Infinite bekommt ihr hier:

Für HTC Vive und Oculus Rift: auf Steam
Für Oculus Rift: im Oculus Store
Für PSVR: Im PlayStation Store

Das ist gut

  • Tolle Partikeleffekte in der neuen Area
  • Guter Soundtrack
  • Leicht zu lernen

Das geht besser

  • Nur ein neues Level
  • Doppelte Steuerung mit Kopf und Controller (Vive)
  • Keine Herausforderung

Fazit

Rez Infinite ist die Neuauflage des alten Klassikers. Für VR macht das nicht viel aus, der Wow-Effekt holt uns nur in der einzigen neuen Area des Spiels ein. Das ist aber zu wenig um das Spiel abzufeiern, es sei denn, wir haben die Nostalgiebrille auf. Dann lassen sich gut und gerne noch ein oder zwei Punkte auf die Wertung addieren.
7

VR-World Rating

Gameplay: 6
Grafik: 7
Sound: 9
Steuerung: 6
Immersion: 7
Umfang: 4
Zum Anfang

2 Kommentare

  1. „Doppelte Steuerung mit Kopf und Controller“: Wenn getestet wird, dann erwarte ich vom Tester zumindest auch einen Blick in die Spieloptionen. In den Optionen lässt sich die „Doppelte Steuerung mit Kopf und Controller“ nämlich ab-bzw. umstellen z.B. auf reine Controller-Steuerung. Ich bitte um die Berichtigung des Artikels und hoffe auf mehr Sorgfalt für die nächsten Tests.

    Antworten
    • Benjamin Danneberg

      Vielen Dank für den Hinweis. Der Blick in die Spieloptionen wurde von mir vorgenommen, zum Testzeitpunkt war nur die Umstellung auf einen XBox-Controller möglich. Ich werde bei nächster Gelegenheit prüfen, ob das mittlerweile anders ist. Gleichwohl ist die Voreinstellung auf doppelte Steuerung trotzdem zu kritisieren, sollte sich daran nichts geändert haben. Ich erwarte von Entwicklern, dass die Steuerungsschemata sinnvoll umgesetzt werden. Doppelte Steuerung als Standardeinstellung ist alles andere als sinnvoll.

      Beste Grüße
      Ben

      Antworten

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