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République VR im Test

Kategorie Oculus Go Samsung Gear VR Spiele VR-Reviews

Républiqe VR im Test: Resident Gear Solid

Direkt zum Fazit

In République VR schleichen wir durch eine dystopische Welt, die George Orwell gut zu Gesicht gestanden hätte. In unserem Test klären wir, wie viel Spaß das macht.

République VR ist die Umsetzung eines Spiels auf die VR-Brillen Oculus Go und Samsung Gear VR, das ursprünglich für iOS-Geräte entwickelt wurde. Das hört sich nicht unbedingt nach einem unschlagbaren Erfolgsrezept an – in diesem speziellen Fall ist es das aber.

Eine Frage der Perspektive

Verantwortlich dafür ist vor allem die ungewöhnliche Perspektive, aus der wir die République kennen lernen und Protagonistin Hope steuern. Wir verfolgen das Geschehen nämlich weder aus der klassischen First oder Third Person-Sicht, sondern ähnlich wie die ersten drei Resident Evil-Teile aus dem Blickwinkel fest installierter Kameras.

Diese sind in hier sogar ein elementarer Bestandteil des Spielprinzips und der Story. République VR spielt nämlich in einem Überwachungsstaat, in dem Kameras omnipräsent sind. Das ist keine Untertreibung, denn die Aufzeichnungsgeräte finden sich nicht etwa nur an öffentlichen Plätzen und Gebäuden, sondern sogar in Privatwohnungen.

in République VR haben wir Zugriff auf die Kamera-Infrastruktur des Überwachungsstaats. © Camouflaj

in République VR haben wir Zugriff auf die Kamera-Infrastruktur des Überwachungsstaats. © Camouflaj

Unser Blickfeld ist dabei aber keinesfalls starr: Wir dürfen uns aus den Kamerapositionen frei umsehen und dürfen zudem manuell zwischen den einzelnen in den Levels verteilten Kameras wechseln – allerdings nur, wenn Hope, der wir mit Rat, Tat und Steuerung zur Seite stehen, sich nicht allzu weit entfernt befindet.

Big Brother sieht alles

Aber worum geht es in République VR überhaupt? Hope ist eine junge Frau, die in der totalitären République dabei erwischt wird, wie sie verbotene Bücher liest. Daraufhin wird sie eingekerkert. Ein wohlmeinender Scherge des Regimes lässt ihr jedoch ein Smartphone zukommen.

Über dieses kommunizieren wir mit Hope und versuchen, ihr bei der Flucht zu helfen. Dabei greifen wir auf verschiedene Kameras zu, öffnen elektronische Türen und spionieren Umgebung und Menschen aus. Das praktische an der République ist nämlich, dass der „gläserne Bürger“ hier Realität ist.

Scannen wir Personen im Sichtfeld einer Überwachungskamera, erfahren wir allerhand interessante Hintergrundinformationen über sie. So schafft es der Entwickler Camouflaj, die Spielwelt ganz ohne Exposition mit Leben zu füllen. Über die insgesamt fünf Kapitel des Spiels entspinnt sich eine spannende Geschichte, die uns bis zum Ende, das uns erst nach 10-12 Stunden erwartet, fesselt.

Außer der Story hält uns noch ein Upgrade-System bei der Stange. Wenn wir genügend Daten sammeln, indem wir unsere Umgebung aufmerksam betrachten und Wachen ausrauben, dürfen wir diese an speziellen Stationen zu Geld machen und damit unsere Spionagefähigkeiten verbessern.

Schleichen mal anders

Da Hope zwar eine starke Frau, ihren bewaffneten Widersachern aber hoffnungslos unterlegen ist, versuchen wir, sie möglichst unerkannt durch die Level zu navigieren. Dabei spielen Geduld und Timing eine wichtige Rolle, ganz so wie wir es aus Metal Gear Solid kennen, an das das Spiel in einigen Momenten erinnert.

Dafür sorgen auch die vielen versteckten Easter Eggs. Hier verraten wir nur soviel: Es lohnt sich durchaus, etwas riskanter zu spielen und die Gegner zu bestehlen. Neben hilfreichen Items haben diese des öfteren nämlich auch einige coole Sammelgegenstände dabei.

Das Bestehlen von Wachen belohnt uns mit Collectibles, die voller Popkultur-Referenzen stecken. © Camouflaj

Das Bestehlen von Wachen belohnt uns mit Collectibles, die voller Popkultur-Referenzen stecken. © Camouflaj

Das Schleichen in République VR hat derweil zwei Dimensionen: Zunächst kundschaften wir die Umgebung mittels der Überwachungskameras so gut aus, wie es geht. Dabei macht es oft Sinn, sich einen einzelnen Raum aus der Perspektive verschiedenerer Kameras zu betrachten: Unterschiedliche Winkel sorgen dafür, dass wir hier und da etwas sehen, was uns aus einer anderen Perspektive verborgen geblieben wäre.

Haben wir die Situation zu unserer Zufriedenheit analysiert, geht es daran, Hope möglichst ungesehen an ihr Ziel zu bringen. Dafür lässt uns République VR aus zwei grundverschiedenen Steuerungsvarianten wählen.

Ein Spiel, zwei Steuerungen

Wir können unsere Heldin nämlich wahlweise mit dem 3DoFBewegungscontroller unserer VR-Brille oder mit einem Gamepad (am besten für Oculus Go geeignet ist ein Xbox One S/X-Controller) steuern. Bei letzterer Variante können wir Hope direkt steuern, wogegen wir sie mit dem 3DoF-Controller wie in einem Point-and-Click-Adventure indirekt bewegen.

Welche Methode die beste ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, beide haben ihre Vor- und Nachteile. Mit dem Gamepad können wir schneller und genauer reagieren, dafür ist die Tastenbelegung nicht so intuitiv wie auf dem Bewegungscontroller.

Solche Bewegungen sind nur mit dem Gamepad möglich. © Camouflaj

Solche Bewegungen sind nur mit dem Gamepad möglich. © Camouflaj

Bei diesem kann es dafür schon einmal passieren, das ein Kommando etwas zu spät ausgeführt wird und wir deswegen auffliegen. Allerdings macht die indirekte Steuerung im Spielkontext mehr Sinn – schließlich spielen wir ja eigentlich nicht Hope, sondern ihren Schutzengel hinter der Kamera.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings bei beiden Steuerungsmöglichkeiten: Wenn wir mit Hope von einem Raum in den nächsten schleichen, wechselt das Spiel manchmal automatisch so abrupt und unerwartet die Kamera, das wir kurz die Übersicht verlieren und direkt in einen Gegner laufen.

Überzeugende Technik

Zudem sind die zuschaltbaren Untertitel eine Idee zu weit im Vordergrund unseres Blickfeldes platziert und werden dadurch manchmal an den Seiten abgeschnitten. Von diesen beiden Unzulänglichkeiten abgesehen präsentiert sich République VR aber tadellos. Die Grafik ist sehr detailliert und stets flüssig, der Artstyle des Spiels stimmig.

Ganze Arbeit geleistet hat Camouflaj auch auf dem Gebiet der Vertonung. Sämtliche Sprecher (République VR verfügt nur über eine englische Sprachausgabe) haben hier einen verdammt guten Job gemacht, in den Zwischensequenzen fühlt sich das Spiel manchmal fast wie ein vollwertiger VR-Film an.

République VR kann sich wirklich sehen lassen. © Camouflaj

République VR kann sich wirklich sehen lassen. © Camouflaj

Mit dafür verantwortlich ist jemand, den Metal Gear Solid-Fans kennen und schätzen: David Hayter, der lange Jahre Solid, Naked und Old Snake seine Stimme lieh, ist in République VR ebenfalls zu hören.

République VR ist aber nicht nur für Freunde von Kojimas Stealth-Epen einen Blick wert. Camouflaj liefert hier ein Virtual Reality-Spiel ab, das den Vergleich mit Genre-Größen nicht zu scheuen braucht und jedem Schleich-Liebhaber mit Oculus Go bzw. Samsung Gear VR jede Menge Freude bereiten kann.

Unsere Wertung

Fazit:

République VR erinnert mich immer wieder an Klassiker wie Resident Evil oder Metal Gear Solid. Trotzdem ist Camouflaj hier ein Spiel gelungen, das seine eigene Identität hat. Dafür sorgt die fesselnde Geschichte, die wunderbar mit dem Gameplay harmoniert. Das Spieluniversum ist in sich stimmig gestaltet, die sehr gute Optik und Vertonung sowie die verschiedenen Steuerungsvarianten tun ihr Übriges. In Sachen Umfang ist République VR ebenfalls ein großes Spiel – und jede Menge Spaß macht es außerdem.

République VR ist das richtige Spiel für euch, wenn ihr…

  • lieber schleicht als ballert.
  • auf dystopische Zukunftszenarien steht.
  • ein Spiel mit spannender Kampagne für eure Oculus Go oder Gear VR sucht.
  • Budget Cuts, Augmented Empire oder die alten Metal Gear Solid-Teile mögt.

République VR ist eher nichts für euch, wenn…

  • Geduld für euch ein Fremdwort ist.
  • Trial & Error-Sequenzen euch zur Weißglut treiben.
  • ihr ein Spiel für eine schnelle Partie zwischendurch sucht.

Das Stealth-Adventure République VR erhaltet ihr hier:

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