Relax VR

Erlebnisse Google Cardboard Google Daydream Samsung Gear VR
6

VR-World Rating

7.3

VR-User

Entspannungsführer

Relax VR schottet euch ab und zieht euch aus dem Alltag heraus. Ihr entspannt an ruhigen Orten, bei ruhiger Musik und geleiteter Meditation nach dem Yoga Nidra Prinzip. Ich wage den Test im Selbstversuch.

Ich sitze an einem verlassenen Sandstrand, die Wellen des Meeres rauschen regelmäßig den Strand hinauf, der Wind weht hörbar um mich herum. Eine sanfte Stimme fordert mich auf, einzelne Teile meines Körpers zu entspannen. Dabei höre ich meditative Musik, die mich beruhigt. Relax VR vereint alles, was mir die Entspannung erleichtert.

Vier Kugeln repräsentieren das Menü von Relax VR über das ihr alle nötigen Einstellungen vornehmen könnt.

Das Menü von Relax VR ist leicht verständlich und jederzeit aufrufbar. / © Now VR

Dabei wähle ich aus acht Orten der Entspannung aus, vom einsamen Sandstrand über einen idyllischen Wald mit Bachlauf bis hin zur schneebedeckten skandinavischen Stille inklusive Nordlichter. Durch die 5 bis 20 minütige Yoga Nidra Meditation führt mich wahlweise eine Männer- oder Frauenstimme, und für die Ohren bietet mir Relax VR zehn Musikstücke an.

Zehn Minuten Yoga Nidra an der Küste? Los geht’s! 15 Minuten Entspannungsmusik über den Wolken? Kein Problem. Ich kombiniere, wie ich es möchte und es gerade brauche, um mich zu entspannen.

Augen zu und durch

Das Herzstück von Relax VR stellt die geführte Yoga Nidra Meditation dar. Ich lege mich rücklings auf den Boden, konzentriere mich auf meine Atmung und achte auf die Geräusche um mich herum. Dabei fällt mir auf, dass die Männerstimme im Gegensatz zu ihrem weiblichen Pendant eine ganz spezielle, abgehackte Art … der … Betonung … hat, bei der ich mich unmöglich entspannen kann.

Fünf Schaltflächen repräsentieren fünf Meditationsübungen. Eure Sprecherstimmen sind entweder weiblich oder männlich.

Ihr habt die Wahl zwischen einer weiblichen und einer männlichen Stimme sowie fünf verschiedenen Übungen. / © Now VR

Nach einer Weile der Meditation mit Relax VR frage ich mich, ob Yoga Nidra wirklich die beste Art der Meditation für VR ist. Während ich mit geschlossenen Augen auf dem Boden liege, somit theoretisch in den virtuellen Himmel starre und dabei den Geräuschen, der Musik und der Frauenstimme lausche, denke ich, dass es eine Meditations-MP3 auch getan hätte.

Technische Anspannungen

Es steht mir auch frei, Relax VR anders zu verwenden. Ohne Yoga Nidra Meditation, mit offenen Augen und im Sitzen. Dabei fällt mir aber auf, dass die Szenerien sehr gut gewählt sind, aber die Videoqualität etwas besser sein könnte. Zumal die recht kurzen Videos in Schleife und gefühlt schneller als Echtzeit ablaufen.

Screenshot von einer Waldumgebung in Relax VR.

Hier befindet ihr euch in einem idyllischen Waldszenario mit Bachlauf. / © Now VR

Aber gut, mache ich meine Augen eben wieder zu und lausche den Klängen der Natur. Allerdings spielt Relax VR diese auch in Schleife ab. Woher ich das weiß? Weil der Bach nach einigen Sekunden kurz zu rauschen aufhört und dann wieder anfängt zu rauschen. Obendrein musste ich (zumindest bei der Daydream-Version) nach einer geführten Meditation Relax VR zunächst verlassen, in den Android Task-Manager wechseln und Relax VR komplett beenden, bevor ich eine neue Meditationsrunde starten konnte.

Die feinen Unterschiede

Meditationstypen sind unterschiedlich: Während mich Relax VR nicht sonderlich entspannt, sondern eher ermüdet, könnte es für euch genau das Richtige sein. Oder ihr geht lieber Joggen oder schaut euch ASMR-Videos auf YouTube an, abzuschalten. Unabhängig davon und aus einem objektiven Blickwinkel heraus, gibt es bei Relax VR noch Verbesserungsbedarf, damit es eine runde Erfahrung wird, die mehr Menschen bei der Entspannung helfen kann.

Screenshot der Schneeumgebung mit Nordlichtern von Relax VR.

Unter dem Sternenhimmel samt Nordlichtern entspannen. / © Now VR

Weitere Unterschiede finden sich in den verschiedenen Versionen, die Entwickler Now VR auf den verschiedenen VR-Plattformen veröffentlicht hat. Für Google Daydream bekommt ihr für 5,50 Euro die komplette App. Für die Gear VR bekommt ihr Relax VR zwar kostenlos, eure Orts-, Musik-, und Meditationsauswahl ist aber eingeschränkter. Die Versionen für Google Cardboard aus dem Play Store und aus Apples AppStore schlagen mit 2,49 Euro bzw. 1,99 Euro zu Buche, bieten aber ebenfalls weniger Inhalte.

Hier findet ihr Relax VR:

Das ist gut

  • Geführte Yoga Nidra Meditation
  • Kombinationsmöglichkeiten

Das geht besser

  • Technische Umsetzung der Videos eher schlecht
  • Viele verschiedene Versionen

Fazit

Relax VR verfolgt gute Ansätze, wirkt aber in vielen Belangen nicht zu Ende gedacht. Die Videos sowie deren Soundkulisse sind teilweise technisch schlecht umgesetzt und tragen so nur bedingt zu unserer Entspannung bei. Die geführte Yoga Nidra-Meditation funktioniert sehr gut, wirkt in VR aber fehl am Platz. Die uneinheitliche Preis- und Inhaltspolitik hinterlässt ebenfalls einen faden Beigeschmack.
6

VR-World Rating

Immersion: 6
Grafik: 6
Sound: 7
Umfang: 5

Verfasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Zeige den nächsten MediaMarkt, um Virtual Reality hautnah zu erleben

X