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Pixel 2 und Daydream: Google stellt neue Produkte vor

Pixel 2 und Daydream: Google stellt neue Produkte vor

Internetgigant Google bringt sein Produktportfolio auf den neusten Stand. Mit dem Pixel 2 und dem Pixel 2 XL, sowie einer überarbeiteten Version des Daydream View-Headsets gibt es sogar neues Futter für VR.

Im San Francisco Jazz Center stellte Google heute eine ganze Reihe neuer Produkt vor. Neben neuen Smarthome-Lautsprecher der Google Home-Reihe, einigen Erweiterungen zum Google Assistant und einem neuen Pixelbook, gab es natürlich auch die nächste Generation der Pixel-Smartphones und ein besseres Daydream View-Headset.

Pixel 2 und Pixel 2 XL, aber kein Ultra Pixel

Die vagen Vermutungen, dass Google mit einem dritten Pixel-Modell (unter dem Namen Ultra Pixel) aufwarten würde, bestätigten sich nicht, sondern wurden von Host Sabrina Ellis vielmehr auf die Schippe genommen. Google bleibt bei den bekannten Varianten, spendiert ihnen zeitgemäße Hardware, ein überarbeitetes Äußeres und eine ganze Menge künstliche Intelligenz.

Im Inneren der beiden Pixel-Brüder werkelt der bekannte Qualcomm Snapdragon 835 zusammen mit der Adreno 540 Grafikeinheit, die ebenfalls im Samsung Galaxy S8 und dem LG V30 verbaut sind. Vier Gigabyte Arbeitsspeicher, eine acht Megapixel Frontkamera, eine zwölf Megapixel Rückkamera, 64 oder 128 Gigabyte Speicher, Stereolautsprecher an der Vorderseite und Fingerabdruckscanner auf der Rückseite, runden die wichtigsten Spezifikationen (die bei beiden Modellen gleich sind) ab.

Achja, Google verzichtet bei der zweiten Pixel-Generation (wie Apple) auf die Kopfhörerbuchse  und legt den Smartphones einen USB-C auf Klinke-Adapter bei.

Die feinen Unterschiede: Display und Kamera

Während das kleinere Pixel 2 weiterhin beim fünf Zoll OLED-Display mit einer Auflösung von 1.920×1.080 Pixeln bleibt, stattet Google die XL-Variante mit einem sechs Zoll pOLED-Display aus, das mit 2.560×1.440 Bildpunkten auflöst. Beide Displays besitzen eine Always-On-Funktion und sehr hohe Kontrastwerte von 100.000:1. Dabei sind beide Modelle wenige Millimeter länger, aber auch dünner geworden als ihre Vorgänger.

Das Google Pixel 2 XL hat kleinere Displayränder und einen überarbeiteten Homescreen.

Die Kamera der Pixel 2-Smartphones löst wie letztes Jahr mit zwölf Megapixeln auf, besitzt aber einen Sensor mit dualen Pixeln, die im Zusammenspiel mit der Software und Machine-Learning-Algorithmen Features zulassen, für die die Konkurrenz zwei Kameras verbaut. Ein Portrait-Modus erlaubt gestochen scharfe Nahaufnahmen bei gleichzeitig unscharfem Hintergrund und grundsätzlich profitieren die Bilder von verbesserten HDR+-Berechnungen.

Das neue Daydream View-Headset

Als Zubehör für die neuen Pixel-Modelle und zum Erleben der mittlerweile über 250 Apps im Daydream-Store bringt Google ebenfalls eine verbesserte Version des Daydream View-Headsets auf den Markt. Nicht so wichtig, aber prominent angepriesen wurden dabei die neuen Farben und der neue Stoff. Wichtig, dafür nur kurz erwähnt, wurden die neuen Linsen des Headsets. Die ermöglichen ein weiteres Sichtfeld, das aber wiederum vom verwendeten Smartphone abhängt.

Gar keine Erwähnung während der Keynote bekam das optionale Kopfband für das Daydream View-Headset. Damit möchte Google einen besseren Halt erreichen und das Headset vor dem Verrutschen bewahren. Das Gesichtspolster wurde ebenfalls angepasst, um einen bequemeren Sitz zu gewährleisten. Das neue Daydream View-Headset ist weiterhin nur mit Smartphones kompatibel, die dem Daydream-Standard entsprechen.

Pixel 2 kaufen oder warten?

Wer mit seinem Pixel oder Pixel XL noch zufrieden ist oder bereits ein Samsung S8 besitzt, der braucht das Pixel 2 oder Pixel 2 XL erstmal nicht. Wer bei Googles VR-Plattform Daydream einsteigen möchte, sollte sich die Pixel 2-Smartphones bei Erscheinen genauer ansehen. Die neue Pixel-Generation bietet natürlich mehr Leistung als ihre Vorgänger.

Dadurch, dass die Displays weiterhin die gleiche Auflösung bieten, wird der Qualitätszuwachs für VR vermutlich nicht sehr hoch ausfallen. Die besseren Schwarzwerte sind zwar ebenfalls wichtig für ein gelungenes VR-Erlebnis, aber angesichts des hohen Anschaffungspreises von vermutlich 650 Euro für das Pixel 2 und 850 Euro für das Pixel 2 XL, kann man darauf auch erstmal verzichten.

Das neue Daydream View-Headset kommt mit verbesserten Linsen und behebt damit einen großen Kritikpunkt des Vorgängers.

Sinnvoller erscheint hier schon die Investition von (vermutlich) 99 Euro in das neue Daydream View-Headset. Durch die größeren Linsen und das dadurch erweiterte Sichtfeld erhalten selbst Besitzer der ersten Pixel-Generation ein verbessertes VR-Erlebnis. Das Streamen von VR-Inhalten auf Google Cast-kompatible Geräte soll ebenfalls einfacher sein, wobei wir hier nicht sagen können, woran genau Google dieses Feature koppelt.

Wir vermuten aber, dass es durch ein Software-Update der Daydream-App ermöglicht wird. Genauere Aussagen zu den neuen Pixel-Smartphones und dem neuen Daydream View-Headset können wir aber erst treffen, wenn wir die Geräte selbst ausprobieren und auf ihre VR-Fähigkeiten hin testen konnten.

ARCore und der ganze Rest

Der ARCore genannten Entwicklerplattform für Augmented Reality von Google wurde ebenfalls eine kurze Bühnenpräsenz gewährt. Dabei zeigte Google zwei Anwendungen, die wir von Google Tango schon kennen. Zum einen platzierte Google-Mitarbeiterin Aparna Chennapragada virtuelle Möbel im Raum, zum anderen verwendete sie animierte Sticker der Netflix-Hitserie Stranger Things, die sie neben sich auf der Bühne platzierte, um dann Bilder und Videos von sich mit den Charakteren der Serie zu erstellen.

Ebenfalls Teil der Keynote waren weitere Lautsprecher mit eingebautem Google Assistant: Einmal eine Google Home Mini getaufte, kleine Variante von Google Home und mit Google Home Max ein ausgewachsener und kraftvoller Lautsprecher für Musikenthusiasten. Ein unerwartetes Highlight stellt das Pixelbook dar, ein leistungsfähiges Ultrabook, dass sich in vier Positionen falten und unter anderem als Tablet benutzen lässt.

Im Zuge der Smartphone-Vorstellung kündigte Google ebenfalls einiges an Zubehör für die neuen Pixel-Modelle an. Neben dem bereits erwähnten Daydream View-Headset gibt es jetzt spezielle Bluetooth-Kopfhörer, die eine simultane Übersetzung über Google Translate in 40 Sprachen ermöglichen, und eine Google Clip getaufte Kamera, die automatisch wichtige Momente erkennt und festhält. Alle genannten Features und Produkte profitieren dabei von Googles künstlicher Intelligenz und deren Machine Learning-Algorithmen und stellen den von Google proklamierten Wechsel der mobilen Ära zur Ära der künstlichen Intelligenz dar.

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