Overkill VR

HTC Vive Oculus Rift Spiele
7

VR-World Rating

7.5

VR-User

In die Deckung, fertig, los!

Waveshooter gibt’s für die virtuelle Realität wie Sand am Meer. Overkill VR versucht sich von der Konkurrenz positiv abzuheben. Gelingt das?

Der erste große Unterschied zu anderen Shootern dieser Art begegnet uns schon in der umfangreichen Charakterausstattung zu Beginn. Nach einem kurzen Tutorial, in dem uns die grundsätzliche Steuerung beigebracht wird, dürfen wir unsere Haupt- und Nebenwaffe sowie unsere Pistole wählen.

Gegenstände wie Granaten, Rüstung oder Medi-Kits können wir uns auch aussuchen – zumindest, wenn wir genug Geld haben, was anfangs definitiv nicht der Fall ist. Die Kohle müssen wir uns erst noch verdienen.

Ducken, nachladen, ballern

Die Story ist so generisch wie egal: Wir kämpfen gegen die Truppen der Fraktion, einem totalitären Regime, das alles und jeden unterdrückt. Als freiheitsliebender Rebell müssen wir in den Widerstand und mit Waffengewalt für klare Verhältnisse sorgen. Eine Kampagnenkarte zeigt uns die Einsatzmöglichkeiten, die wir nach und nach freischalten. Jeder Level hat eine Reihe Herausforderungen in petto, beispielsweise die Mission innerhalb einer festgelegten Zeit zu schaffen.

Mit individualisierbaren Waffen heizen wir den Bösewichtern ein. © Starloop Studios

Mit individualisierbaren Waffen heizen wir den Bösewichten ein. © Starloop Studios

Und das kann ziemlich knackig sein. Wir werden in irgendwelche Kriegsgebiete hinter verschiedene, meistens maximal halbhohe Deckungen geworfen und müssen vor uns auftauchende Gegner mit gezieltem Bleihagel beglücken. Dazu zielen wir über Kimme und Korn, Waffen wie MPs oder Sturmgewehre können wir mit dem jeweils zweiten Controller zusätzlich festhalten und damit stabilisieren.

Nachladen funktioniert manuell und unsere Munition ist begrenzt (abgesehen von der Pistole). Haben wir einen Bereich überlebt, dürfen wir uns hinter die nächste markierte Deckung teleportieren und den folgenden Teil der Mission angehen. Dabei haben wir oft die Wahl zwischen einer gelben und roten Markierung: Rot bedeutet einen höheren Schwierigkeitsgrad bei höherer Belohnung.

Wenn wir Medi-Kits oder eine zusätzliche Munitionskiste dabeihaben, füllen wir damit unsere Gesundheit und den Kugelvorrat bei Bedarf auf. Ansonsten sind wir im Notfall auf Power-Ups angewiesen. Die flattern ab und zu durchs Bild und  können zur Aktivierung abgeschossen werden: Mal füllen wir damit Munition oder Gesundheit auf, mal vernichten wir alle Feinde auf einen Schlag, dann wieder boosten wir Waffengenauigkeit oder Feuergeschwindigkeit.

Ab und zu schwingen wir uns hinter ein fettes MG und spielen Bleigewitter. © Starloop Studios

Umfangreiche Upgrades

Solche Verbesserungen lassen sich aber auch durch Waffenupgrades erreichen. Ist eine Mission (erfolgreich oder nicht) beendet, bekommen wir Geld. Das investieren wir in neue Waffen (die wir mit steigendem Rang freischalten) oder Gegenstände, wir können aber auch unsere aktuellen Waffen upgraden. Beispielsweise erhöhen wir die Genauigkeit durch Zielaufsätze, steigern die Munitionskapazität oder bringen andere Modifikationen an, die die Werte der Waffe verbessern.

Während wir im Kampf meistens hinter Deckungen hocken,  knien oder sitzen und auf gegnerische Gewehrschützen, Scharfschützen oder gepanzerte Spezialeinheiten feuern, müssen wir manchmal auch gegen Fahr- und Flugzeuge sowie fette Kampfroboter antreten. Da macht es sich gut, wenn wir eine Panzerfaust oder Granaten eingepackt haben. In manchen Levels dürfen wir uns auch hinter ein stationäres Maschinengewehr schwingen – allerdings nervt hier die anfangs fehlende Zieloptik.

Bodentruppen, Fluggeräte und Power-Ups: Wir kriegen sie alle! © Starloop Studios

Schwache Grafik, toller Umfang

Die Waffenmodelle sehen hervorragend aus und die Steuerung der Waffen funktioniert sehr gut. Rückstoß, Kadenz und Genauigkeit sind sehr gut implementiert worden. Während der Sound ebenfalls überzeugt, ist die Grafik der Levels ziemlich mau, die Texturen sind matschig und die Gegneranimationen maximal zweckmäßig.

Dafür glänzt Overkill VR mit vielen Levels und einem motivierenden Belohnungs- und Upgradesystem. Allerdings kann das Spiel schnell anstrengend werden: Vor allem das ständige Knien hinter niedrigen Deckungen geht irgendwann stark an die Substanz – wir empfehlen für längere Spielsessions ein Kissen oder Knieschoner.

Overkill VR ist keine Shooter-Offenbarung und das generelle Spielprinzip wird schnell repetitiv. Allerdings halten uns die umfangreichen Ausrüstungs- und Upgrade-Möglichkeiten bei Laune. Was es grafisch nicht liefern kann, macht es mit Umfang wieder wett und das sorgt dafür, dass Overkill VR einer der aktuell besten VR-Waveshooter ist.

Overkill VR bekommt ihr hier:

HTC Vive und Oculus Rift: im Steam Store
Oculus Rift: im Oculus Store

Das ist gut

  • gute Waffensteuerung
  • viele Waffen und Gegenstände
  • motivierendes Upgrade-System
  • viele Levels

Das geht besser

  • matschige Grafik
  • wenig Abwechslung

Fazit

Guter Deckungs-Shooter mit gelungenem Waffen-Handling und motivierendem Upgradesystem, der allerdings wenig Abwechslung und matschige Grafik mit sich bringt.
7

VR-World Rating

Gameplay: 7
Steuerung: 8
Immersion: 7
Grafik: 5
Sound: 7
Umfang: 7

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