ANZEIGE

Oculus Rift Probleme: Der ultimative Troubleshooting Guide 2018

© Oculus

Ein VR-Headset wie die Oculus Rift ist ein komplexes System, das trotz seiner Vielzahl an Komponenten beinahe reibungslos funktioniert. Dennoch kommt es hin und wieder zu Problemen. Unser Troubleshooting Guide hilft bei den häufigsten Ungereimtheiten weiter.

Inhaltsverzeichnis

Um unseren Guide etwas übersichtlicher zu gestalten, besitzt er nicht nur ein praktisches Inhaltsverzeichnis, wir haben ihn darüber hinaus noch in fünf Kategorien unterteilt. Neben ein paar grundlegenden Tipps zur Fehlerbehebung, die ihr bei jedem Problem überprüfen solltet, beziehen wir uns auf Probleme mit der Software, dem Headset selbst, den Controllern und den Sensoren. So findet ihr die passende Lösung für euer Anliegen.

Solltet ihr allerdings auf ein Problem gestoßen sein, das wir hier nicht behandeln, dann schreibt es uns in die Kommentare. Wir begeben uns dann gegebenenfalls auf die Suche nach der Lösung und tragen sie in unseren Guide ein.

Dieser Artikel ist Teil unseres umfangreichen Oculus Rift FAQ. Dort erfahrt ihr allerlei wissenswerte Informationen zum optimalen Setup, passendem Zubehör sowie zu empfehlenswerten Spielen und Apps.

Grundlegende Tipps

Oculus Rift und Touch Controller

Mit ein paar grundlegenden Kenntnisse löst ihr im Handumdrehen viele Probleme mit der Oculus Rift.

Bevor ihr eurem Problem genauer auf den Grund geht, empfehlen wir einige einfach zu erledigende Überprüfungen durchzuführen, die euch eventuell direkt weiterhelfen und somit einige Nerven sparen.

Kompatibilitätscheck durchführen

Grundsätzlich solltet ihr den Kompatibilitätscheck vor dem Kauf der Oculus Rift durchführen, um sicherzugehen, dass euer Computer die rechenintensiven VR-Anwendungen auch gestemmt bekommt. Wart ihr euch aber sicher, dass alles den Anforderungen entspricht, es jetzt aber doch nicht funktioniert, führt den Kompatibilitätscheck trotzdem durch, um festzustellen, ob sich nicht doch eine Komponente unterhalb der Mindestanforderung befindet. Das Kompatibilitätscheck-Tool findet ihr auf der Homepage von Oculus.

Seid ihr der Meinung, dass das Tool eine oder mehrere Komponenten nicht korrekt identifiziert hat, dann überprüft ihr am besten im Geräte-Manager von Windows, ob die richtigen Treiber installiert sind oder ob nicht doch ein grundlegenderes Problem mit eurer Computerkonfiguration besteht.

Kabel überprüfen

Klingt simpel genug. Beinahe zu simpel. Dennoch: Mit der Oculus Rift auf dem Kopf bewegt ihr euch recht viel, und wahrscheinlich kommt euch bei manchen Drehungen oder Schritten die begrenzte Kabellänge in die Quere. Da die Kabel direkt am Computer angeschlossen werden, kann es passieren, dass die Stecker durch permanente Bewegung des Kabels ihren Halt verlieren. Also: Lieber einmal zu viel als zu wenig geprüft, ob alles noch fest eingesteckt ist.

Ihr solltet auch beim Kabel am Rift-Headset selbst checken, ob es sich womöglich gelöst hat. Dazu entfernt ihr die Gesichtsauflage, um in der oberen linken Ecke den Anschluss des Kabels am Headset freizulegen.

Treiber aktualisieren

Ein ebenfalls leicht zu übersehendes, aber essentielles Detail, sind die Treiber für eure Grafikkarte. Die Treiber solltet ihr stets auf dem neuesten Stand halten, damit aktuelle VR-Titel das volle Grafikpotential ausnutzen können. Sowohl AMD als auch Nvidia liefern ihre Grafikkartentreiber mittlerweile über eigenständige Programme aus, die euch wesentlich mehr Funktionen bieten, als es die Anzeigeeinstellungen von Windows erlauben.

Wenn ihr eine Nvidia-Grafikkarte besitzt, bringt ihr die Treiber entweder über das Programm GeForce Experience, das ihr in der Taskleiste findet, auf den neusten Stand oder ihr besucht die Treibersektion von Nvidias Homepage und gebt dort an, für welche Grafikkarte und welches Betriebssystem ihr aktuelle Treiber benötigt.

AMD nennt seine Grafikschaltzentrale Crimson ReLive Edition, über die ihr die Catalyst-Treiber für alle Radeon-Grafikkarten aktualisiert. Alternativ besucht ihr die Treibersektion der AMD-Homepage und lasst euch den passenden Treiber gemäß eurer Grafikkarte und dem verwendeten Betriebssystem heraussuchen.

Firmware aktualisieren

Auf dem Headset, der Oculus Remote, den Touch-Controllern usw. befindet sich weitere Software, die die Funktionsweise der Geräte bestimmt. Diese Software wird Firmware genannt und kann ebenfalls aktualisiert werden. Das geschieht in der Regel relativ selten, bei Problemen solltet ihr trotzdem nachschauen, welche Firmware gerade installiert ist und ob nicht eventuell eine neuere Version bereitsteht.

Die aktuell installierte Firmware-Version seht ihr, wenn ihr in der Oculus-App unter Einstellungen (auf das Zahnrad klicken) in der linken Spalte „Geräte“ auswählt und auf die Schaltfläche des Headsets oder der Controller klickt. Im darauffolgenden Bildschirm wird euch die aktuell installierte Firmware-Version angezeigt. Wenn eine neuere Version der Firmware vorliegt, meldet euch Oculus dies und ihr könnt mit einem Klick und etwas Geduld die neue Firmware installieren.

Oculus Rift über DisplayPort anschließen

Moderne Grafikkarten setzen fast ausschließlich auf DisplayPort-Anschlüsse und bieten nur noch wenige bis gar keine HDMI-Anschlüsse. Während ihr bei der HTC Vive die Link Box problemlos mit einem DisplayPort-Kabel anstatt eines HDMI-Kabels mit eurer Grafikkarte verbinden könnt, gibt es bei der Oculus Rift nur die Option, einen Adapter zu verwenden. Laut Oculus selbst schließt ihr euer Rift-Headset aber idealerweise an einen HDMI-Anschluss an.

Dabei braucht ihr einen DisplayPort zu HDMI-Adapter, der eine HDMI-Buchse und einen DisplayPort-Stecker besitzt. Überprüft vorher, welchen DisplayPort-Stecker eure Grafikkarte besitzt, da es hier verschiedene Ausführungen gibt. Welche Adapter funktionieren und gute Ergebnisse liefern, müsst ihr ausprobieren. Achtet daher darauf, dass ihr den Adapter problemlos zurückgeben könnt.

Generelle Hardware-Fehler

Unsere Tipps und Lösungen können euch natürlich nur bedingt weiterhelfen. Bevor ihr euch aber an den Kundensupport von Oculus wendet, geht sicher, dass euer Problem wirklich beim Headset, den Touch-Controllern oder den Sensoren liegt und nicht an eurem Computer. Dazu testet ihr eure Oculus-Komponenten bestenfalls an einem anderen Computer.

Besteht euer Problem weiterhin und lässt sich auch nach eindringlicher Prüfung nicht beheben, setzt euch mit dem Kundensupport von Oculus in Verbindung. Hier hilft es, wenn ihr genau beschreiben könnt, welche Maßnahmen ihr schon ergriffen, welche Lösungswege ihr schon beschritten habt und wann das Problem aufgetreten ist.

Probleme mit der Oculus Software

Software-Probleme kommen nahezu überall vor, so auch bei der Oculus Rift. Glücklicherweise drehen sich die meisten Ungereimtheiten in diesem Bereich um generelle bzw. bekannte Probleme wie Firewall-Blockaden oder Installationsprobleme. Falls ihr mit einem solchen Problem kämpft, helfen wir euch in diesem Abschnitt weiter.

Screenshot von Oculus Home

Die Oculus App und Oculus Home bieten euch eine Vielzahl an Lösungen.

Oculus-App: Installation klappt nicht

Wenn ihr bei der Installation der Oculus-App Probleme habt, empfiehlt es sich, eure Firewall-Einstellungen zu überprüfen und eventuell eine Ausnahme für die Installationsroutine der Oculus-App hinzuzufügen. Sollte das immer noch keine Abhilfe schaffen, versucht einmal, die Setup-Datei über einen anderen Browser herunterzuladen.

Bleibt die Installation der App selbst hängen, überprüft eure Nutzerrechte von Windows, um sicher zu stellen, dass ihr die Installation auch mit Administratorrechten ausführt. Nutzer von Windows 7 sollten schauen, ob sie das .NET Framework 4.5 installiert haben. Die benötigte Installationsdatei findet ihr auf der Webseite von Microsoft.

Oculus Account: Erstellung klappt nicht

Ihr habt zwar alle Schritte der Account-Erstellung vollzogen, dennoch verwehrt euch die Oculus-App den Klick auf „Weiter“? Sofern ihr euch beim Ausfüllen der Formulare nicht vertippt habt, liegt das Problem in den meisten Fällen darin, dass ihr den Link in der E-Mail zur Bestätigung eures Accounts noch nicht angeklickt habt. Dabei solltet ihr auch euren Spam-Ordner überprüfen, da die E-Mail von Oculus eventuell aussortiert wurde.

Zu wenig Speicherplatz, um Inhalte herunterzuladen

Ihr wollt über Oculus Home eine VR-Anwendung herunterladen, bekommt aber die Meldung, dass ihr nicht mehr über ausreichend Speicherplatz verfügt? Seid ihr euch sicher, dass der Speicherplatz für die Anwendung ausreicht, dann liegt es daran, dass für die Installation rund zwei Gigabyte mehr benötigt werden, als die Anwendung nachher auf eurer Festplatte belegt. In diesem Fall reicht es also, kurzzeitig etwas Platz freizuschaufeln.

Platzt eure Festplatte hingegen aus allen Nähten, müsst ihr ernsthaft darüber nachdenken, andere Programm, Filme, Musik oder ähnliches zu löschen. Die Option, das Installationsverzeichnis zu verlegen oder mehrere Installationspfade anzulegen, wie es bei Steam mittlerweile möglich ist, bietet euch Oculus (noch) nicht.

Offiziell müsst ihr die Oculus App neu installieren, um einen neuen Installationspfad zu wählen und dann auch alle Anwendungen erneut herunterladen. Inoffizielle Wege beinhalten den manuelle Wechsel des Installationsverzeichnisses oder die Verwendung eines weiteren Programms wie die Freeware „vrBackupper“.

Herunterladen oder Installieren von Inhalten funktioniert nicht

Sollte sich eine Anwendung nach dem Download nicht installieren lassen oder nach der Installation nicht funktionieren, startet ihr am besten erstmal die Oculus App neu. Schafft das keine Abhilfe, versucht es mit einem Neustart des Computers. In letzter Instanz löscht ihr die heruntergeladene bzw. installierte Anwendung und ladet sie erneut herunter.

Ladebildschirmproblem bei SteamVR

Verwendet ihr mit eurer Oculus Rift eine VR-Anwendung über Valves VR-Schnittstelle SteamVR, kann es passieren, dass euer Headset plötzlich aussteigt und euch den bekannten Ladebildschirm der Oculus Rift zeigt. Der schwarze Bildschirm mit der weißen Sanduhr in der rechten unteren Ecke verschwindet aber nicht nach kurzer Zeit wieder, sondern bedarf eines Neustarts der Anwendung.

Offiziell gibt es keine Lösung für dieses Problem. Viele Nutzer sind dem Ganzen aber auf den Grund gegangen und haben herausgefunden, dass das Steam Beta Update-Programm Schuld an den Aussetzern der Oculus Rift hat. Zumindest trat der Fehler nach der Abmeldung aus dem Steam Beta Update-Programm nicht mehr auf.

Um aus dem Steam Beta-Programm auszusteigen, öffnet ihr Steam, wählt oben links „Steam“ in der Menüzeile aus und geht in die Einstellungen. Dort findet ihr unter „Account“ den Punkt „Betateilnahme“. Hier müsste „Steam Beta Update“ stehen. Über die Schaltfläche „Ändern…“ wechselt ihr im Dropdown-Menü auf die Option „KEINE – Von allen Betaprogrammen abmelden“ und bestätigt die Auswahl.

„Oculus Runtime Service Unavailable“

Wenn ihr die Oculus App startet und mit der Fehlermeldung „Oculus Runtime Service Unavailable“ begrüßt werdet, gab es entweder Probleme bei der Erkennung eures Headsets oder ihr müsst den Runtime Service manuell anwerfen und eurem Computer sagen, dass er das in Zukunft selbst machen soll. Dazu müsst ihr im Services-Dialog den Oculus Runtime Service finden und startet.

Zum Services-Dialog gelangt ihr, in dem ihr über die Tastenkombination „Windows Taste + R“ den Ausführen-Dialog aufruft und dort „services.msc“ eintippt. Nun öffnet sich der Services-Dialog. Dort stoßt ihr auf eine recht lange Liste aller Services, die euer Computer ausführen kann. Nach einem Klick in die Liste drückt ihr auf eurer Tastatur den Buchstaben „O“, um schneller zum Ziel zu kommen. Habt ihr den „Oculus VR Runtime Service“ gefunden, wählt ihr diese aus und klickt in der Spalte links auf „Starten“. Nach kurzer Zeit sollte in der Status-Spalte angezeigt werden, dass der Service nun ausgeführt wird.

Damit ihr nicht jedes Mal den Services-Dialog aufrufen müsst, könnt ihr den Oculus Runtime Service automatisiert starten lassen. Dazu klingt ihr mit der rechten Maustaste auf den Oculus VR Runtime Service, um im Dropdown-Menü das Einstellungsmenü aufzurufen. Dort ändert ihr über das Dropdown-Menü auf der ersten Karteikarte den Startup-Typ von „Manuell“ auf „Automatisch.“ Jetzt sollte der Oculus Runtime Service bei jedem Start von Windows direkt mitgestartet werden und euer Problem damit behoben sein.

Probleme mit dem Oculus Rift Headset

Das Headset stellt die komplexeste Komponente des Oculus-VR-Systems dar.

Das Headset stellt das komplexeste Teil des Oculus Rift-Systems dar. Verschiedene Sensoren, hochauflösende Displays, verstellbare Linsen, integrierte Kopfhörer und die permanente Kabelverbindung bieten eine große Anzahl an möglichen Fehlerquellen. In diesem Abschnitt konzentrieren wir uns daher auf Probleme, die beim Oculus Rift-Headset selbst auftreten können.

Oculus Rift-Headset verbindet sich nicht

Wenn sich euer Oculus Rift-Headset nicht mehr mit eurem Computer verbindet, dann kann das mehrere Ursachen haben. Zum einen kann das HDMI-Kabel des Headsets falsch eingesteckt sein. Das passiert vor allem, wenn ihr neben eurer Grafikkarte noch weitere HDMI-Anschlüsse direkt am Mainboard habt, die aber zur On-Board-Grafikeinheit gehören. Stellt daher sicher, dass eure Oculus Rift auch am richtigen HDMI-Anschluss hängt. Belegt euer Monitor bereits euren einzigen HDMI-Anschluss, braucht ihr einen Adapter, um den Monitor auf einen anderen Anschluss zu verlegen.

Stimmt mit eurem HDMI-Anschluss alles, könnte es noch am USB-Anschluss des Rift Headsets liegen. Hierbei müsst ihr zum einen sicherstellen, dass ihr diesen in eine blaue USB 3.0-Buchse gesteckt habt. Zum anderen kann es sein, dass dieser Anschluss zu einem bereits ausgelasteten USB Root Hub gehört.

Daher solltet ihr verschiedene USB-Anschlüsse an eurem Computer ausprobieren, um herauszufinden, welcher funktioniert. Habt ihr keine weiteren USB 3.0-Anschlüsse zur Verfügung, raten wir dazu, eine USB-Erweiterungskarte anstatt eines USB-Hubs zu kaufen. Wie ihr euren Rechner VR-ready macht, erklären wir euch in unserem PC-Aufrüst-Guide. Um sicherzugehen, dass ein neuer Anschluss funktioniert oder nicht, solltet ihr nach jedem Umstecken euren Computer neu starten.

Bildaufbau ruckelt / Niedrige Framerate

Virtual Reality braucht viel Leistung und lastet euren Computer zu nahezu 100 Prozent aus. Versucht ihr neben einer VR-Anwendung noch andere, eventuell auch nur leicht anspruchsvolle Programme auszuführen, kann es zu Performance-Problemen kommen. Gerade, wenn euer Computer sich im Bereich der Mindestanforderungen befindet, solltet ihr alle verfügbaren Ressourcen für VR bereitstellen. Nicht auszuschließen ist natürlich, dass euer Computer für bestimmte VR-Anwendungen schlicht und einfach nicht mehr genügend Power besitzt und ihr euren Computer aufrüsten solltet.

Für leistungsschwächere Computer hat Oculus eine Technologie namens „Asynchronous Spacewarp“ entwickelt, die etwas vereinfacht ausgedrückt, nur 45 Frames von der Grafikkarte berechnen lässt und die restlichen 45 Frames anhand verschiedener Parameter „errät“. Dieses Feature ist grundsätzlich aktiviert und setzt dann ein, wenn euer Computer die benötigten 90 Frames pro Sekunde nicht stemmen kann. Über das Oculus Tray Tool lässt sich Asynchronous Spacewarp aber auch abschalten. Falls ihr das Oculus Tray Tool verwendet, solltet ihr dort nachschauen, ob ihr ASW nicht eventuell abgeschaltet habt.

Oculus Rift zeigt kein Bild

Wenn euer Oculus Rift-Headset schwarz bleibt, kein Bild anzeigt und sich auch nach Abarbeitung unserer grundlegenden Hinweise nicht zur Mitarbeit bewegen lässt, gibt es nicht mehr viele Fehlerquellen. Ihr müsst sichergehen, dass euer Bildschirm und das Headset an derselben Grafikkarte angeschlossen und nicht an verschiedenen oder gar an den On-Board-Grafikanschlüssen eingestöpselt sind.

Eine weitere Fehlerquelle, die ihr ausschließen solltet, bevor ihr in Betracht zieht, dass euer Headset defekt ist, sind Adapter. Besitzt eure Grafikkarte keine oder keine freien HDMI-Anschlüsse mehr, weswegen ihr einen DVI-, VGA-, DisplayPort- oder miniHDMI-Adapter verwendet, kann dieser Kompatibilitäts- und Performance-Probleme mit sich bringen. Besser ist es, wenn ihr euren Bildschirm über den Adapter anschließt und das Oculus Rift-Headset direkt über HDMI.

Auflösung erhöhen

Standardmäßig werden die Bilder in der nativen Auflösung der OLED-Displays der Oculus Rift berechnet. Das heißt, dass euer Computer zwei Bilder mit je einer Auflösung von 1080 auf 1200 Pixeln berechnen muss, die dann auch in dieser Auflösung angezeigt werden. Über ein kleines Programm mit dem Namen „Oculus Tray Tool“ bekommt ihr die Möglichkeit, die „Pixel Density“, also die Pixeldichte, zu verändern. Damit erhöht ihr zwar nicht die Anzeigeauflösung, da diese von der nativen Auflösung der Displays vorgegeben wird, könnt aber die Qualität der angezeigten Bilder verbessern.

Setzt ihr die Pixeldichte auf den Wert von zwei, werden für jeden angezeigten Pixel zwei Pixel berechnet. Anstatt 2.592.000 Pixel muss eure Grafikkarte dann 5.184.000 Pixel berechnen. Das stellt einen ziemlichen Mehraufwand dar und kann eure Grafikkarte schnell in die Knie zwingen. Wie genau ihr das Oculus Tray Tool verwendet, erklären wir euch in unserem Oculus Tray Tool Guide zu Super Sampling & Co.

Oculus Rift-Headset: Kalibrierung stimmt nicht

In selten Fällen kann es dazu kommen, dass euer Rift-Headset ein leicht verschobenes oder verdrehtes Bild anzeigt und generell beim Bildaufbau hinterherhinkt. Grund hierfür kann die sogenannte „Inertial Measurement Unit“ oder IMU sein. In der IMU werkeln Beschleunigungssensoren, Gyroskope und Magnetometer daran, die Lage des Headsets jederzeit richtig zu bestimmen. Durch Änderungen in der Umgebung der IMU wie Temperatur oder Feuchtigkeit kann es jedoch zu Unstimmigkeiten kommen.

Um diesen Herr zu werden, müsst ihr das IMU Kalibrierungs-Tool herunterladen und anwenden. Nachdem ihr das Tool heruntergeladen und entpackt habt, gilt es folgende Schritte zu beachten:

  • Trennt die Verbindung eurer Oculus Rift und lasst sie abkühlen.
  • Legt das Headset verkehrt herum auf eine ebene Fläche.
  • Entfernt alle elektronischen Geräte wie Smartphones aus der unmittelbaren Umgebung des Headsets.
  • Verbindet das Rift-Headset wieder mit eurem Computer.
  • Startet die Kalibrierung der IMU über die „IMUTempCalibration.exe“ aus dem entpackten Verzeichnis.
  • Wenn alles geklappt hat, solltet ihr nach der Kalibrierung das Headset wieder normal verwenden können.

Fliegengitter-Effekt

Der sogenannte Fliegengitter-Effekt resultiert aus der nativen Auflösung der OLED-Displays, den Linsen und der Nähe des Displays zu euren Augen. Denn jede organische Leuchtdiode entspricht einem Bildpunkt. Das Fliegengitter entsteht dabei durch die Lücken zwischen den einzelnen Leuchtdioden. Wenn ihr bei eurem Monitor oder Flachbildfernseher genauer hinschaut, seht ihr die Zwischenräume der Leuchtdioden ebenfalls. Bei einem VR-Headset fallen euch die Zwischenräume durch die Nähe zu euren Augen und dem Vergrößerungseffekt der Linsen aber eher auf.

Grundsätzlich könnt ihr nichts gegen den Fliegengitter-Effekt unternehmen, da ihr die Anzahl der Bildpunkte der Displays nicht erhöhen könnt. Durch Erhöhen der Auflösung beim Berechnen der Bilder, das wir weiter oben beschreiben, könnt ihr den Fliegengitter-Effekt etwas abschwächen. Da ihr aber an diesen physischen Lücken zwischen den Bildpunkten nichts ändern könnt, wird euch dieser Effekt zumindest bei der ersten Version der Oculus Rift auf ewig begleiten.

Kurzsichtig oder Weitsichtig? Mit Brille in die Rift

Tragt ihr eine Brille, braucht ihr nicht auf Kontaktlinsen zu wechseln oder komplett auf das VR-Erlebnis zu verzichten. Für alle gängigen Brillengestelle bietet das Headset ausreichend Platz, so dass ihr es problemlos über eure Brille ziehen könnt. Anders als empfohlen, sollten Brillenträger das Headset nicht von hinten nach vorne aufsetzen, sondern mit der Brille zuerst in das Headset schlüpfen. Wie gut Virtual Reality für Brillenträger funktioniert, haben wir zudem in einem gesonderten Artikel für euch getestet.

Ob ihr eure Brille für Virtual Reality überhaupt benötigt, findet ihr am besten selbst heraus. Alternativ gibt es Drittanbieter, die spezielle Einlagen für die Oculus Rift und andere Headsets produzieren, welche eurer Sehstärke angepasst werden und in das Headset selbst integriert werden können.

Kopfhörer abnehmen

Die Oculus Rift wird standardmäßig mit integrierten Kopfhörern ausgeliefert. Das Klangbild dieser On-Ear-Kopfhörer ist recht brauchbar, kommt aber nicht an ordentliche Gaming-Headsets oder gar die optional erhältlichen In-Ear-Kopfhörer von Oculus heran. Egal, auf welche Option eure Wahl fällt, ihr müsst die mitgelieferten Kopfhörer vom Headset entfernen.

Dazu findet ihr in der Verpackung eurer Oculus Rift im oberen Teil unter der rechten Klappe einen schwarzen Stift. Mit der abgeflachten Seite dieses etwas unhandlichen Schraubenziehers löst ihr die Schraube an der Innenseite des Kopfbandes, mit der die Kopfhörer befestigt sind. Jetzt könnt ihr entweder eure bewährten Kopfhörer verwenden oder die Oculus In-Ear-Kopfhörer anschrauben.

Unscharfes Bild: Sitz und Linsenabstand einstellen

Wenn ihr das Rift-Headset auf dem Kopf habt und das angezeigte Bild für euch unscharf wirkt, kann das zwei Gründe haben: Entweder ihr braucht oder habt für gewöhnlich eine Brille an oder ihr müsst euer Headset besser einstellen. Ersteres Problem löst eine Brille oder ein Optiker für euch. Bei letzterem können wir euch Tipps geben.

Am besten startet ihr mit dem Linsenabstand. Dazu ruft ihr über die Oculus App oder das Universal-Menü die Linsenabstandseinstellung auf. Euer Headset zeigt euch jetzt je zwei horizontale und vertikale grüne Linien an. Diese gilt es, scharf zu sehen. Über einen kleinen Schiebeknopf an der rechten unteren Seite des Headsets verstellt ihr den Linsenabstand. Dazu drückt ihr den Knopf ins Headset rein und verschiebt ihn dann entsprechend. Sobald euch die Linien scharf erscheinen, lasst ihr den Knopf wieder los.

Über die Klettstreifen an den Seiten der Oculus Rift und anhand der Neigefunktion des Headsets könnt ihr den Sitz auf eure Bedürfnisse anpassen. Löst zuerst die Klettstreifen und schaut, dass das Headset fest, aber nicht schmerzhaft vor eurem Gesicht Halt findet. Benutzt dann beide Hände, um die richtige Position und Neigung zu finden, die euch eine scharfe Sicht bietet.

In der Praxis wechselt ihr zwischen Linsenabstand und Sitzanpassung hin und her, bis ihr ein ideales Ergebnis gefunden habt. In der Regel dauert dies aber nur wenige Minuten.

Stereoblindheit / VR ohne räumliches Sehen / Stereosehen

Bei Stereoblindheit, sprich, wenn ihr nur eingeschränkt oder gar nicht räumlich sehen könnt, verschwindet der Tiefeneffekt der Oculus Rift ebenfalls. Da ihr bei Stereoblindheit keine Tiefenwahrnehmung besitzt, wird es euch bei Virtual Reality-Headsets ebenso gehen wie bei 3D-Filmen: Alles sieht weiterhin zweidimensional aus. Je nachdem, wie fortgeschritten bzw. welchen Grund eure Stereoblindheit hat, können spezielle VR-Anwendungen wie Vivid Vision eure Beschwerden lindern und eurem Stereosehen auf die Sprünge helfen.

Linsen reinigen

Im Idealfall sammelt sich auf den Linsen eures Headsets nur loser Staub an. Um diesen zu entfernen und auch leichte Fettflecken loszuwerden, verwendet ihr das mitgelieferte Mikrofasertuch oder ein ähnliches Brillenputztuch aus Mikrofaster. In Ausnahmefälle könnt ihr auch zu feuchten Reinigungstüchern greifen, von einer regelmäßigen Verwendung raten wir zum Schutz der Linsen aber ab. Reinigt die Linsen am besten mit kreisenden Wischbewegungen von der Mitte ausgehend. Weitere Tipps und Tricks zur Reinigung eurer Oculus Rift haben wir ebenfalls parat.

Kein oder gestörter Ton aus den Oculus Rift-Kopfhörern

Bekommt ihr aus beiden Kopfhörern eures Rift-Headsets keinen Ton heraus, liegt es an euren Audioeinstellungen. Um diese zu ändern, klickt ihr in der Oculus App oben rechts auf das Zahnrad-Symbol, öffnet die Einstellungen und lasst euch die Geräte anzeigen. Aus der Geräteliste wählt ihr das Rift-Headset aus und sucht die Einstellung „VR Audio Output.“ Dort sollten die Rift-Kopfhörer ausgewählt sein.

Alternativ überprüft ihr in den Windows-Soundeinstellungen, ob die Kopfhörer eures Headsets als primäre Soundausgabe eingestellt sind. Dazu klickt ihr mit der rechten Maustaste auf das Lautsprecher-Symbol in der Taskleiste und wählt im Kontextmenü „Wiedergabegeräte“ aus. In der Liste sucht ihr dann die Rift-Kopfhörer und öffnet über einen Rechtsklick das Kontextmenü, um dort die Kopfhörer als standardmäßiges Wiedergabegeräte einzurichten. Denkt daran, dass ihr nach Benutzung der Rift die Soundausgabe wieder auf eure normale Soundkarte umstellen müsst, sonst gibt Windows jeden Ton über das Headset aus.

Sollte nur ein Kopfhörer eine fehlerhafte Soundausgabe liefern, überprüft ihr mit dem kleinen schwarzen Schraubenzieher, der der Rift beiliegt, ob der Kopfhörer ordentlich festgeschraubt ist. Sollte das der Fall sein, tauscht ihr die Kopfhörer am besten, um herauszufinden, ob ein Kopfhörer defekt ist oder ihr eventuell ein Problem mit den Kontakten habt. In beiden Fällen wendet ihr euch an den Kundenservice von Oculus.

Oculus Rift und Grafikkartenverbünde (SLI und CrossFire)

Besitzt ihr einen Verbund aus mehreren Grafikkarten, gilt es ein paar Feinheiten zu beachten. Die Oculus Rift unterstützt die SLI- oder CrossFire-Verbände von Nvidia respektive von AMD nicht und profitiert dementsprechend nicht von mehreren Grafikkarten. Besteht euer Verbund aus Grafikkarten desselben Typs (bspw. Zwei GTX 1080-Grafikkarten von Asus), ist es egal, an welche Grafikkarte ihr eure Rift anschließt. Bei ungleichen Paarungen solltet ihr das VR-Headset an die leistungsstärkere Grafikkarte anschließen.

Grundsätzlich solltet ihr eure Oculus Rift dabei an die gleiche Grafikkarte anschließen, an die ihr auch euren Monitor anschließt. Beim Anschluss an der sekundären Grafikkarte kann es zu Probleme beim Betrieb des Headsets kommen. Bei AMD-CrossFire-Verbünden solltet ihr das Rift-Headset an die Grafikkarte anschließen, die auch euren Monitor mit Bildern befeuert.

Probleme mit Oculus Touch, Oculus Remote und dem Xbox One Controller

Mittlerweile gibt es die Oculus Rift nur noch im Bundle mit den dazugehörigen Touch-Controllern. Doch neben den Touch-Controllern legt euch Oculus beim Headset noch eine kleine Oculus Remote und einen Xbox One Controller bei. In diesem Abschnitt zeigen wir euch, wie ihr Probleme mit den verschiedenen Eingabegeräten der Oculus Rift löst.

Oculus Touch Controller von Oculus VR

Die Touch-Controller sind die besten Eingabegeräte für die Oculus Rift.

Oculus Touch verbindet nicht

Hauptgrund hier sind zu schwache Batterien bzw. Akkubatterien. Tauscht die Batterien eurer Oculus Touch-Controller aus und versucht die Controller erneut zu verbinden. Dazu schiebt ihr die Batterieklappe am Handgriff der Controller nach unten, um Zugang zum Batteriefach zu erhalten. Lassen sich die Controller selbst mit frischen Batterien nicht verbinden, führt ihr am besten die komplette Setup-Routine durch, um die Verbindung aller Komponenten eures Rift-Systems zu überprüfen.

Die Setup-Routine startet ihr in dem ihr das Zahnrad-Symbol oben rechts in der Oculus App anwählt und die Einstellungen öffnet. Dort wählt ihr links „Geräte“ aus, klickt dann oben rechts auf „Rift konfigurieren“ und wählt im erscheinenden Menü den ersten Punkt aus.

Oculus Remote-Fernbedienung verbindet nicht

Verbindet sich eure Oculus Remote nicht mit eurem Oculus Rift-System können mehrere Wege zur Lösung dieses Problems führen. In einem ersten Schritt versucht die Remote näher an euer Headset zu halten, da sich dort der Bluetooth-Empfänger befindet und haltet die Auswahltaste in der Mitte des Steuerkreises etwas länger gedrückt.

Entsteht dadurch immer noch keine Verbindung von Remote zum Headset, versucht ihr es andersherum. Dazu öffnet ihr die Oculus-App bzw. überspringt die Setup-Routine, um über das Einstellungsmenü (Zahnrad oben rechts) in die Geräteliste zu gelangen. Im Einrichtungsmenü oben rechts findet ihr den Punkt „Remote hinzufügen“. Nachdem ihr diesen ausgewählt habt müsst ihr zum Verbinden der Remote diesmal nicht nur die Auswahltaste der Remote drücken, sondern gleichzeitig auch den Oculus-Button gedrückt halten bis sich die Fernbedienung verbunden hat.

Wenn auch das keine Abhilfe schafft, liegt es eventuell an der Batterie der Oculus Remote. Um die Batterie freizulegen, dreht ihr die Remote auf den Rücken und schiebt die Plastikschale der Rückseite nach unten. Um die Batterie aus ihrer Halterung zu bekommen, könnt ihr das Audiowerkzeug, das der Oculus Rift beiliegt, verwenden. Schaut nach ob nicht etwas von der Folie, die bei der Auslieferung zwischen Batterie und Metallkontakt gelegt wird, den Stromkreislauf unterbricht. Müsst ihr die Batterie tauschen, achtet auf die genaue Typenbezeichnung der Batterie. Beim Einlegen der neuen Batterie muss die beschriftete Seite der Batterie für euch lesbar sein.

Xbox One Controller verbindet sich nicht / verliert die Verbindung

Verbindet sich euer Xbox One Controller nicht mit eurem Computer, könnt ihr versuchen den Wireless-USB-Adapter in einen anderen USB-Anschluss zu stecken. Dabei solltet ihr es vermeiden, den Adapter in ein USB-Hub oder einen USB-Anschluss eures Monitors oder eurer Tastatur zu stecken.

Verliert der Controller nach erfolgreicher Verbindung eben diese und lässt sich nicht mehr erneut verbinden, dann hilft nur noch ein Neustart eures Computers, bevor sich der Xbox One Controller wieder verbinden lässt.

Für Lösung zu weiteren Problemen mit dem Xbox One Controller von Microsoft, besucht ihr am besten die Herstellerwebseite zur Problemlösung.

Kostenlose Spiele für Oculus Touch tauchen nicht in Bibliothek auf

Ihr habt euch für das beste Virtual Reality-Erlebnis die Oculus Touch-Controller zugelegt oder habt direkt das Komplettset aus Headset und Controllern gekauft und wundert euch nach der Einrichtung, dass die versprochenen Dreingaben nicht in eurer Bibliothek auftauchen? Im besten Fall liegt es daran, dass die Oculus App etwas langsam ist und einen Neustart braucht, bevor es euch Zugriff auf Robo Recall, Quill, Oculus Medium und Dead and Buried gewährt. Mitunter müsst ihr die entsprechenden Produktseiten im Oculus Store aufrufen, damit sich eure Bibliothek aktualisieren kann.

Im schlimmsten Fall habt ihr die Touch-Controller über einen Drittanbieter oder einen Privatverkauf erworben. Da die kostenlosen Zugaben der Controller dem Account hinzugefügt werden, über den die Ersteinrichtung erfolgt, besteht die Möglichkeit, dass diese schon vergriffen sind. Falls ihr selbst zwei oder mehr Accounts besitzt, solltet ihr überprüfen, ob ihr gerade wirklich den Account verwendet, mit dem ihr die Touch-Controller zum ersten Mal aktiviert habt.

Probleme mit den Oculus-Sensoren

In unserem letzten Abschnitt widmen wir uns den Oculus-Sensoren und helfen bei Problemen mit diesen. Dabei soll es nicht um den richtigen Aufbau der Sensoren gehen. Solltet ihr dabei Hilfe benötigen, schaut in unserem Room Scale VR Guide zur Oculus Rift vorbei. Dort erklären wir unter anderem, wie ihr die Sensoren am besten platziert.

Ein Oculus Sensor.

Das Einrichten des Tracking-Systems der Oculus Rift gestaltet sich teilweise als Spießrutenlauf.

Sensor funktioniert nicht richtig

Beim Aufstellen der Sensoren müsst ihr ein paar Feinheiten beachten. Ihr solltet die Sensoren so ausrichten, dass sie dorthin zeigen, wo ihr stehen/sitzen werdet. Dabei sollten die Sensoren aber mindestens einen Meter von dieser Position entfernt positioniert werden, damit sie euch auch erkennen können.

Zwischen dem Sensor und euch sollten keine Gegenstände stehen oder hängen, die die Sicht des Sensors beeinträchtigen. Das gilt auch für die Schutzfolie, die bei der Lieferung an der spiegelnden Kameraseite angebracht ist und die ihr tunlichst entfernen solltet. Die spiegelnde Seite sollte in eure Richtung zeigen, könnt ihr den Schriftzug „Oculus“ lesen, steht der Sensor falsch herum.

Sensor verbindet sich nicht

Hier liegt die Krux wieder bei den USB-Anschlüssen. Gerade wenn ihr mehrere Sensoren an eurem Computer angeschlossen habt, kann es vorkommen, dass mehrere Sensoren sich ein USB Root Hub teilen. Dadurch kann euer Computer den einzelnen Sensoren nicht genügend Bandbreite zur Verfügung stellen. Um das Problem zu lösen, steckt die Sensoren an verschiedene USB-Anschlüsse an und schaut, ob sich das Problem damit beheben lässt.

Verwendet ihr drei Sensoren für das Tracking der Oculus Rift, versucht nach Möglichkeiten, den dritten Sensor über USB 2.0 an euren Computer anzuschließen. Somit verteilt ihr die Datenlast auf ein weiteres USB Root Hub. Habt ihr keine USB-Anschlüsse mehr zur Verfügung, empfehlen wir euch eine USB-Erweiterungskarte einzubauen, anstatt ein USB-Hub zu verwenden. Worauf ihr bei einer USB-Erweiterungskarte achten müsst, erklären wir euch wiederum in unserem PC-Aufrüst-Guide.

Zu starke Verzögerung / Zu hohe Latency / Störungen beim Tracking

Erfahrt ihr übermäßig viele Störungen oder Sprünge beim Tracking der Oculus Rift, kann dies vielerlei  Gründe haben. Zum einen können sich die Positionen eurer Sensoren verändert haben oder ihr habt die Sensoren (rechts und links) vertauscht. In diesem Fall durchlauft ihr nochmal das Sensor-Setup, um euren Aufbau neu einzurichten. Zum anderen können die Tracking-Aussetzer von der USB-Anschlusslage stammen. Habt ihr ein neues Gerät angeschlossen oder die Sensoren anders als zuvor angeschlossen, können Probleme beim Tracking auftreten. Hier hilft nur ausprobieren, bei jeder neuen Anschlussvariante euren Computer neu zu starten und das Sensor-Setup zu durchlaufen.

Große Feinde des Oculus’schen Trackings sind spiegelnde Flächen und direktes Sonnenlicht. Spiegel, Fenster, spiegelnde Fernseher, Vitrinen, etc. beeinflussen die Tracking-Leistung des Systems und führen unter Umständen zu Irritationen. Versucht solche Fehlerquellen mit Decken und Tüchern abzuhängen, um die wirkliche Ursache der Tracking-Probleme zu finden. Da Sonnenlicht Infrarotstrahlung beinhaltet, kann es ebenfalls das Tracking der Oculus Rift negativ beeinflussen.

Schlechte Tracking-Qualität: Fehlercode -8609

Ob beim ersten Aufbau, nach einem Update der Oculus App oder aus heiterem Himmel: einige Oculus Rift-Nutzer melden immer wieder Probleme mit dem Tracking-System. Allen voran der Fehlercode -8609, der die schlechte Tracking-Qualität eines oder mehrerer Sensoren zur Grundlage hat. Eine einheitliche Lösung zu diesem Problem scheint es dabei von Seiten Oculus nicht zu geben, stattdessen investieren viele Nutzer Zeit in das Finden der richtigen USB-Anschluss-Konstellation ihrer Sensoren. Jede neue Anordnung erfordert dabei einen Neustart eures Systems, damit die veränderte Anschlusslage erkannt werden kann.

Nutzern, bei denen das Herumprobieren nicht zur Lösung der Tracking-Problematik geführt hat, bemühen den Oculus Kundenservice um Hilfe.

4 Kommentare

  1. danke, das ist so ziemlich der nutzloseste Artikel, den ich bisher gelesen habe. Ach, andere berichten auch über schlechte Trackingqualität? Nennt mögliche Lösungen anstatt einfach nur zu bestätigen, dass es den Fehler gibt.

    Dieser Blogbeitrag hat fast die gleiche Qualität, wie die hundsmiserable Beratung im Markt – mein Kauf der Oculus Rift für knapp 700 EUR wurde so mies behandelt seitens des Verkäufers in Nürnberg (mercado), dass ich kurzfristig überlegt habe, dem Typen eine reinzuhauen.

    Antworten
    • Benjamin Schäfer

      Hallo Phil!

      Ich kann deine Frustration verstehen, da ich selbst das Problem mit der schlechten Trackingqualität hatte. Bei meinen Recherchen zum Artikel und meinem Problem habe ich aber nur ebenso unbefriedigende Antworten gefunden, wie du wahrscheinlich jetzt.

      Da die Ursachen für die Setup-Meldung „Schlechte Trackingqualität“ vielfältig sind, gibt es – wie ich im Artikel geschrieben habe – keine Musterlösung zur Behebung. Das Ausprobieren verschiedener USB-Ports stellt dabei noch die Lösung dar, die den meisten Nutzern geholfen hat. Es kann aber auch an der Positionierung der Sensoren liegen. Dazu können wir hier leider keinen allumfassenden Lösungsleitfaden einstellen, da es zu viele Möglichkeiten gibt, die Sensoren im Raum zu platzieren (Wandmontage, Deckenmontage, mit Stativen, etc.). Daher haben wir uns auf die Lösungswege beschränkt, die bei vielen anderen Nutzern zu Erfolg geführt haben.

      Bei mir (Sensoren an der Wand montiert, Spielfläche mit ca. 5 Meter Diagonale) hat auch nur ein mühevolles Hin und Her mit den USB-Anschlüssen Abhilfe geschafft.

      Antworten
  2. kann man die lensflares irgendwie loswerden, die die linsen erzeugen? weiterhin interessant ist, dass wenn ich gegenstände direkt vor mein gesicht führe sind sie knackscharf und ohne fliegengitter zu sehen. alles, was weiter hinten ist, bekommt dann wieder das fliegengitter 🙁 ansonsten ist die erste erfahrung mit der CV1, der kleinen, süßen Roboterdemo und dem kleinen SciFi-Flugsimulator (air irgendwas) bereits ein absoluter Traum! Wenn da nochmal ein 4K-
    oder 8K-Headset kommt, dann wäre es ein absoluter Traum und dann könnte man auch die ganzen Cinema-Apps wirklich nutzen 🙂

    Antworten
  3. Oliver Schmiedchen

    moin! Bei den Lensflares bzw. dem Glare-Effekt ist es wichtig, dass du die Rift „richtig“ aufhast. Das bedeutet: Das Headset muss so sitzen, dass du zwischen Nase und Rift kein Licht mehr durchscheint. Auch der IPD-Regler am Headset (der für den Pupillenabstand) kann helfen, probier einfach verschiedene Einstellungen aus. Bei welchen Spielen tritt das Problem bei dir auf?
    In puncto Fliegengitter: Das ist tatsächlich normal, allerdings kannst du diesen den Effekt deutlich reduzieren indem du Supersampling einschaltest. Bei manchen Spielen kannst du das in den Grafikeinstellungen erledigen (manchmal heißt das auch anders, z.B. „HMD-Quality“). Für Anwendungen, die das von Haus aus nicht unterstützen, kannst du Supersampling mit dem Oculus Tray Tool quasi „erzwingen“. Allerdings ist das Ganze ziemlich rechenintensiv – auch hier gilt: ausprobieren, wie viel Supersampling dein Rechner stemmen kann, ohne dass die Bildrate in die Knie geht.
    Gruß,
    Oli

    Antworten

Verfasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Enter Captcha Here : *

Reload Image

Teilen Sie Inhalte mit Freunden

Beim Aktivieren dieser Funktion akzeptieren Sie, dass Ihre personenbezogenen Daten (z.B. IP-Adresse, URL der besuchten Webseite, Datum und Uhrzeit Ihres Seitenbesuches) an Facebook, Google, Twitter, Pinterest, LinkedIn, Reddit oder Tumblr in ein Land außerhalb Deutschlands (z.B. USA) übermittelt und dort unter Umständen gespeichert werden. Ihr Webseitenbesuch kann so Ihrem Account in diesen Sozialen Netzwerken zugeordnet und dadurch Ihr Surfverhalten beobachtet sowie Profile erstellt werden.
X