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Oculus Rift Guide: Tipps & Tricks zum Headset und den Touch Controllern

© Oculus / Ein Blick in die Zukunft der Oculus Rift

Du hast dir gerade eine Oculus Rift samt Touch Controllern zugelegt und möchtest jetzt in der virtuellen Realität durchstarten? Wir haben in unserem Setup Guide nützliche Tipps und Kniffe zur Oculus Rift zusammengetragen.

Dieser Artikel ist Teil unseres umfangreichen Oculus Rift FAQ. Dort erfahrt ihr alle Infos zum optimalen Setup, den besten Spielen und Apps bis hin zur Behebung der häufigsten Probleme.

Einrichtung

Der Einrichtungsassistent der Oculus Rift führt dich grundsätzlich sehr gut durch die nötigen Einstellungen deines VR-Headsets. Nach dem Setupvorgang kannst du problemlos in deine erste virtuelle Umgebung eintauchen. Dennoch gibt es einige Hinweise und Details, die du beachten solltest.

Oculus Sensoren

Der Oculus Sensor, der deiner Oculus Rift beiliegt, erkennt durch eine Kamera mit speziellem Filter die für dich unsichtbaren Infrarot-LEDs am Headset und den Touch Controllern. Darüber bestimmt die Software die Positionen der Geräte im Raum. Für dich bedeutet dies, dass die Sensoren immer eine freie Sicht auf den Bereich brauchen, in dem du deine Rift verwendest.

Ein Oculus Sensor.

Der Oculus Sensor mit abnehmbarem Standfuß. / © Oculus

Praktischerweise besitzen die Sensoren einen stabilen Standfuß, der ein einfaches und standfestes Positionieren der Kameras auf dem Schreibtisch oder in einem Regal ermöglicht. Wenn du aber eine dauerhaftere Installation der Sensoren anstrebst, kannst du den Sensor von seinem Standfuß abdrehen. Wir empfehlen, beim Abdrehen etwas Vorsicht walten zu lassen, um den Sensor nicht zu beschädigen. Das verwendete Gewinde (Für die Gewinde-Nerds unter euch: 1/4 Zoll 20-Gang-UNC-Gewinde) passt auf jedes handelsübliche Kamerastativ oder kann mit einer passenden Schraube aus dem Baumarkt oder dem Fotofachgeschäft mit einem Winkelstück an der Wand montiert werden.

Version 1: Nur die Rift

Das Oculus Rift-Headset kommt mit nur einer Kamera, sprich du musst nur einen Sensor direkt vor dir platzieren. Damit kannst du dich zwar nicht im Raum bewegen, aber Neigebewegung und in die Knie gehen setzt die Rift direkt um. Damit der Sensor weiterhin deine Position verfolgen kann, empfehlen wir den Sensor recht nah an die Kante deines Schreibtisches zu stellen. Somit verhinderst du, dass die Kante einen Teil des Kamerabilds verdeckt.

Version 2: Rift und Touch Controller

Mit den separat erhältlichen Oculus Touch Controllern erhältst du einen weiteren Sensor. Damit verändert sich das Setup deiner Sensoren ein wenig. Wenn du nicht den Platz hast, die Sensoren dauerhaft stehen zu lassen, dann empfiehlt es sich noch folgendes zu beachten: Nach dem ersten Einrichten des Oculus Touch-Aufbaus merkt sich die Rift-Software diesen Aufbau. Wenn du beim nächsten Aufbau die Sensoren nicht mehr genauso positionierst, führt dies zu Problemen beim Tracking.

Dabei kannst du das Problem mit eingezeichneten Markierungen für die exakten Positionen der Sensoren in deinem Zimmer verringern. Wichtig ist auch, dass du dir merkst, welcher Sensor links und welcher rechts stand. Ansonsten musst du bei jedem Neuaufbau der Kameras die komplette Setup-Routine durchlaufen. Und damit meinen wir nicht nur die Guardian Systemgrenzen neu einrichten, sondern die komplette Sensor-Tracking-Routine.

Version 3: Experimentelles Roomscaling

Mit zwei Oculus Sensoren kannst du dich zwar schon frei im Raum bewegen, richtiges Roomscaling, wie es die HTC Vive bietet, funktioniert leider noch nicht. Dazu kannst du dir aber noch eine dritte Kamera kaufen. Hier erklären wir, wie Roomscaling mit der Oculus Rift funktioniert. Momentan befindet sich Rift-Roomscaling noch in einem experimentellen Stadium, weshalb Probleme und Ungereimtheiten nicht ausgeschlossen werden können.

Guardian System

Das Guardian System bewahrt dich davor, gegen Tische, Wände oder andere Möbelstücke zu rennen, während du dich in einer virtuellen Realität befindest. Kommst du den festgelegten Grenzen zu nahe, erscheint ein blaues Gitternetz in der virtuellen Umgebung, um dich zu warnen, dass dein nächster Schritt reale Probleme mit sich bringen könnte.

Oculus empfiehlt eine Fläche von 2,0 auf 1,5 Meter für das Guardian System. Unsere Erfahrung zeigt, dass kleinere Flächen das Erlebnis der virtuellen Umgebungen erheblich verschlechtern, da du selbst bei minimalen Drehbewegungen sofort das Gitternetz eingeblendet bekommst.

Anpassen des Headsets

Damit du ohne Probleme und Nebeneffekte in die virtuelle Realität eintauchen kannst, muss dein Headset richtig auf deinem Kopf sitzen. Die Oculus Rift Federmechanismen und Klettbänder, die sich variabel verstellen und auf deine Kopfform anpassen lassen. Du solltest versuchen einen sicheren, festen Sitz zu erreichen, ohne dass sich das Headset unangenehm in dein Gesicht presst. Dennoch sind rote Abdrücke im Gesicht nach längeren Ausflügen in virtuellen Umgebungen keine Seltenheit.

Rückansicht des Oculus Rift Headsets.

Die Kopfhalterung trägt das Gewicht der Brille und lässt sich mit wenigen Handgriffen anpassen. / © Oculus

Aufsetzen des Headsets

Grundsätzlich führen drei Schritte zu einem sicheren Halt der Rift:

  1. Lockere die Klettverschlüsse ein wenig, um das Headset bequem über den Kopf ziehen zu können und lege dir das Datenkabel der Rift über die linke Schulter.
  2. Wenn du keine Brille aufhast: Setze die Rift von hinten nach vorne auf deinen Kopf. Brillenträgern empfehlen wir zuerst mit der Brille in das Headset zu »schlüpfen« und es dann über den Hinterkopf zu ziehen.
  3. Halte den vorderen Teil der Brille mit einer Hand fest und ziehe nacheinander die beiden seitlichen Klettverschlüsse fest und arretiere dann den Kopfklettverschluss.

Brillenträger müssen sich grundsätzlich keine Sorgen machen, dass Headset nur ohne Brille benutzen zu können. Zwar besitzt die Oculus Rift keine Field of View-Verstellung wie die HTC Vive, doch bietet die Rift ausreichend Platz für normalgroße Brillen.

Linsenabstand

Für ein möglichst scharfes Erlebnis der virtuellen Umgebungen gilt es, die Fresnellinsen richtig einzustellen. Bei der Rift geschieht dies über eine Einrichtungsroutine mit einem grünen Kreuz. Um die horizontalen Linien der Kreuze zu fokussieren, verstellst du die seitlichen Klettverschlüsse. Für die Schärfe der vertikalen Linien veränderst du den Linsenabstand. Mit einem kleinen Schieberegler rechts an Unterseite des Headsets vergrößerst oder verkleinerst du den Abstand der Linsen und passt ihn deinem Augenabstand an. Dazu drückst du den Knopf ins Gehäuse und verschiebst ihn bis die vertikalen Linien auf dem Display scharf erscheinen.

Kopfhörer

Im Gegensatz zur HTC Vive besitzt die Oculus Rift ein eingebautes Audiosystem. Die ab Werk verbauten Kopfhörer der Rift lassen sich gut an jegliche Ohrenposition anpassen und liefern einen guten Sound. Ihr Nachteil liegt aber darin, dass sie nur auf deinen Ohren sitzen und dich schlecht von Umgebungsgeräuschen abschirmen, was eine schlechtere Immersion zur Folge hat.

Mit dem ebenfalls mitgelieferten Schraubendreher (der kleine, schwarze Stift, der an einer Seite abgeflacht ist) kannst du die Kopfhörer einfach abmontieren. Dann hast du die Wahl zwischen den Oculus Rift Earphones, In-Ear-Kopfhörern, die eine bessere Abschirmung bieten, oder einem herkömmlichen Paar Kopfhörern, die dir zusagen. Da du handelsübliche, kabelgebundene Gaming-Headsets anders als bei der HTC Vive nicht direkt an das Headset anschließen kannst, empfehlen wir kabellose Headsets zu verwenden.

Reinigung

Dein Oculus Rift-Headset wird unweigerlich staubig und schmutzig, wenn du es benutzt. Staub, Haare und andere Verunreinigungen an der Außenseite des Headsets entfernst du einfach mit einem Staubtuch oder einem angefeuchteten Lappen. Bei den Linsen solltest du etwas vorsichtiger vorgehen. Wir empfehlen, die Linsen ausschließlich mit einem trockenen Microfasertuch zu reinigen, das auch für Brillen geeignet ist. Prinzipiell befreist du die Linsen maximal von losem Staub.

Ein weiterer Schmutzfänger ist der Schaumstoffeinsatz, der direkten Kontakt mit deinem Gesicht hat. Hier sammeln sich über die Zeit alle möglichen Dinge an, denen du aber mit lauwarmen Wasser einfach zu Leibe rücken kannst. Der Einsatz lässt sich kinderleicht entfernen und wieder einsetzen, da er lediglich an der Oberseite und neben der Nasenaussparung eingeklipst wird. Generell raten wir bei der Reinigung deines Headsets von der Benutzung jeglicher Reiniger ab, da diese die Linsen oder den verwendeten Kleber angreifen können.

Super Sampling

Mit Hilfe des Oculus SDK for Windows, das eigentlich nur für Entwickler gedacht ist, bekommst du die Möglichkeit, durch Super Sampling die Bildqualität deines Rift Headsets zu erhöhen. Nach dem Download entpackst du das Archiv und suchst die Datei » OculusDebugTool.exe« im Verzeichnis »OculusSDK\Tools«.

  • Bevor du das Debug Tool startest, öffnest du Oculus Home.
  • Wenn Oculus Home vollständig geladen hat, kannst du das Debug Tool starten.
  • Für Super Sampling interessiert dich nur die Zeile »Pixel Per Display Pixel Override« (siehe Screenshot)
  • Ersetze den bestehenden Wert durch einen Wert zwischen 1.0 und 2.0
  • Wenn du den Wert geändert hast, ist dieser aktiv. Du musst nicht speichern.
  • Jetzt kannst du wie gewohnt ein Spiel deiner Wahl starten und vom Super Sampling profitieren.
Screenshot des Oculus Debug Tools.

Über das Oculus Debug Tool konfigurierst du das Super Sampling. / © VR World

Super Sampling funktioniert, indem es mehr Pixel berechnet, als das Display deiner Oculus Rift anzeigen kann. Ein Wert von »2« bewirkt, dass deine Grafikkarte für jeden angezeigten Pixel einen weiteren Pixel berechnet. Da bei Virtual Reality-Headsets standardmäßig zwei Bilder berechnet werden, vervierfacht diese Einstellung die Anzahl der berechneten Pixel. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass du eine starke Grafikkarte brauchst, um weiterhin ein flüssiges VR-Erlebnis zu erreichen.

Du musst das Debug Tool bei jedem Ausflug in die virtuelle Realität neu starten und einrichten, da es sich deine Einstellungen nicht speichert.

Monitor Mirroring ausschalten

Während du dich in einer virtuellen Umgebung vergnügst, spiegelt Oculus dein Sichtfeld auf dem Bildschirm deines Computers. Dieses Monitor Mirroring verbraucht dabei – anders als vielerorts im Internet behauptet wird – kaum Rechenpower, da es lediglich schon berechnete Bilder anzeigt und diese nicht noch einmal berechnet. Falls du befürchtest, dass die jemand ungewollt bei einem virtuellen Ausflug »über die Schulter schaut«, kannst du das Fenster minimieren, abschalten kannst du diese Funktion momentan nicht.

Nicht-VR Spiele in VR spielen: VorpX

Über Apps wie Virtual Desktop bist du zwar in der Lage, Nicht-VR Spiele auf deiner Oculus Rift zu spielen, du profitierst aber nicht von den Besonderheiten des VR-Headsets. Das kostenpflichtige Programm VorpX versucht diesen Umstand auszugleichen. Dabei übersetzt es die 2D-Bilder eines Spiels in die stereoskopische 3D-Bildsprache deines Headsets und voilá: Schon spielst du in VR.

Dabei musst du aber beachten, dass die Spiele nur übersetzt und keineswegs für VR angepasst werden. Das kann unter Umständen zu verstärktem Auftreten von Motion Sickness führen. Wir nehmen VorpX demnächst genauer unter Lupe, um herauszufinden, wie gut das VR-Übersetzungsprogramm funktioniert.

Vive-Spiele mit der Rift spielen: SteamVR

Eines vorweg: Da die HTC Vive von Grund auf für Roomscaling entwickelt wurde, empfehlen wir für das Spielen von Vive-Spielen mit der Rift den experimentellen Roomscaling-Aufbau mit drei Sensoren. Grundsätzlich startest du einfach SteamVR über Steam und durchläufst das »Room Setup«. In seiner momentanen Version erkennt SteamVR dein Oculus Rift Headset mitsamt Touch Controllern und Sensoren.

Die Oculus Touch Controller in Benutzung.

Die Oculus Touch Controller unterscheiden sich grundlegend von den HTC Vive Controllern. / © Oculus

Theoretisch kannst du so jedes Spiel starten, das die Oculus Rift eigentlich nicht unterstützt. Praktisch ergeben sich weiterhin einige Probleme. Die begründen sich in der stark unterschiedlichen Gestaltung der jeweiligen Controller. Während du die Controller der HTC Vive vertikal wie einen Stock in der Hand hältst, umschließen die Oculus Touch Controller wie ein Handschuh deine Faust. Das führt zu unterschiedlichem Trackingverhalten.

Schwerwiegender gestalten sich hingegen die Unterschiede in verwendeten Buttons. Wo die Vive Controller Trackpads verwenden, besitzen die Rift Controller Analog Sticks. Dadurch funktionieren in Spielen und Apps bestimmte Eingaben nicht hundertprozentig bzw. fühlen sich weniger natürlich an. Grundsätzlich kannst du über SteamVR für die HTC Vive-optimierte Spiele mit der Oculus Rift spielen, durch die mangelnde Anpassung an die Touch Controller der Rift wirst du bei vielen Spielen Probleme bekommen. Wir empfehlen daher, nur Spiele zu kaufen, die für die Oculus Rift angepasst sind, um etwaige Enttäuschungen zu vermeiden.

1 Kommentar

  1. Ein weiteres sehr hilfreiches Tool für den reibungslosen Betrieb der Oculus sollte hier ebenfalls Erwähnung finden:
    Das „Oculus Tray Tool“ – unabdingbar für eine ordentliche USB-Stromversorgung von Headset und Sensoren. Durch die Stromsparfunktionen auf vielen Mainboards oder Erweiterungskarten kommt es gelegentlich zu Aussetzern der Oculus Komponenten. Das genannte Tool hilft diese Probleme mit einigen wenigen Klicks zu beheben.

    Download-Links sind unter anderem hier zu finden:
    https://www.reddit.com/r/oculus/comments/5okoju/oculus_tray_tool/

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