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Oculus-Mitgründer verlässt Facebook – Oculus Rift 2 eingestellt?

Was zeigt der Blick in die Zukunft von Oculus?

Nachdem Oculus-Mitgründer Brendan Iribe seine Trennung von Facebook bekannt gegeben hat, könnte die Entwicklung der Virtual Reality-Brille Oculus Rift 2 eingestellt worden sein, was Oculus direkt wieder dementiert. Wie ist die Situation einzuschätzen?

Turbulente Zeiten für Oculus: Nachdem der Virtual Reality-Pionier im Rahmen der Oculus Connect 5 erst kürzlich Pläne für die nahe Zukunft der VR-Entwicklung ausgelegt hatte, erreichen uns heute Nachrichten einer nicht unerheblichen Neuausrichtung des Unternehmens. Was wissen wir bestimmt – und was nicht?

Fakt: Brendan Iribe verlässt Facebook

Nach sechs Jahren im Unternehmen verlässt der Oculus-Mitgründer und Ex-CEO Brendan Iribe den Mutterkonzern Facebook. Die Gründe dafür sind nicht offiziell bekannt – in einer Stellungnahme auf Facebook bekundet das Oculus-Urgestein seinen Abschied aber mit durchweg versöhnlichen Worten.

Im Jahr 2012 gründete Brendan Iribe gemeinsam mit Palmer Luckey das Unternehmen Oculus. © Oculus / VR-World

Im Jahr 2012 gründete Brendan Iribe gemeinsam mit Palmer Luckey das Unternehmen Oculus. © Oculus / VR-World

Wir haben eine Revolution losgetreten, die die Welt auf unvorstellbare Weise verändern wird. Und so weit wir auch gekommen sind, die Reise hat erst begonnen. […] Jetzt legen wir den Grundstein für das nächste große Computer-Medium […]. Jede Facette von VR und AR muss verbessert werden, insbesondere die Hardware und Kerntechnologie. Und Oculus hat das beste Team in der Welt dafür.

Wohlwollende Worte, in der Tat. Doch hat der Weggang Iribes womöglich schwerwiegendere Implikationen, als es uns der Ex-CEO oder sein Unternehmen Glauben machen möchten?

Gerücht: Rift 2-Entwicklung eingestellt

Wie genau eine Oculus Rift 2 aussehen sollte, war bislang noch nicht bekannt. Unter anderem der im Mai vorgestellte Prototyp Half Dome ließ mögliche Schlüsse auf die Rift-Zukunft zu. Im Zuge der jüngsten Neuigkeiten berichtet die Webseite TechCrunch nun aber, dass die plötzliche Trennung Iribes von Oculus und Facebook das Resultat interner Differenzen ist, die ebenfalls das Ende der Oculus Rift 2 bedingt haben sollen.

Der Half Dome-Prototyp gab bereits einen Vorgeschmack auf die Zukunft der PC-VR-Sparte Oculus'. © Facebook

Der Half Dome-Prototyp gab bereits einen Vorgeschmack auf die Zukunft der PC-VR-Sparte Oculus‘. © Facebook

Iribe und Facebook hätten „fundamental unterschiedliche Ansichten über die Zukunft von Oculus“ gehabt, die „über die Zeit immer größer wurden“, so will die Webseite von einer anonymen Quelle erfahren haben, die mit der Sache vertraut ist. Iribe sei in puncto Leistungsfähigkeit nicht an einem „Rennen zum Tiefpunkt“ interessiert gewesen.

Facebook dementiert: PC-VR & Rift weiterhin aktuell

Worauf genau diese Formulierung abzielt, ist unklar. Passen würde sie allerdings zu einer vermeintlichen Abkehr Facebooks von PC-basierten VR-Systemen hin zu Standalone-Brillen wie Oculus Go und der jüngst für 2019 angekündigten Oculus Quest – Brillen, die in puncto Leistung bekanntlich nicht in der High-End-Liga mitspielen, dafür aber aktuell der Schlüssel zum Massenmarkt sein könnten. Das jedenfalls hatte Oculus-Chef Hugo Barra erst in diesem Jahr so formuliert.

Dass Facebook seine PC-Sparte deshalb einstellen will, hat der Konzern nun allerdings gegenüber mehrerer Publikationen klar dementiert. Der Webseite Road to VR etwa sagte ein Sprecher:

[…] Wir planen eine zukünftige Version der Rift. […] Während wir noch nicht ganz bereit sind, [darüber] zu sprechen, ist PC-VR noch immer eine Kategorie, in die wir investieren. Wir setzen unsere Arbeit an Produkten und Inhalten fort und nächstes Jahr wird sie sich euch offenbaren. [Oculus Mitgründer] Nate Mitchell wird auch weiterhin das Rift/PC-Team anleiten […].

Verwirrung um Oculus‘ PC-Engagement

Von offizieller Seite her wird Oculus also auch weiterhin in die PC-Sparte investieren. Und auch der verbleibende Oculus-Mitgründer Nate Mitchell bekräftigt auf Twitter, der Konzern werde nach wie vor an neuer Hardware, Software und Inhalten für die Rift- beziehungsweise PC-Plattform werkeln. Der Name „Oculus Rift 2“ fiel aber auch hier nicht konkret.

Der Autor besagten TechCrunch-Reports, Lucas Matney, beharrt derweil auf seiner Information, dass die Entwicklung der ursprünglich geplanten Oculus Rift 2 eingestellt wurde. Es könne zukünftige PC-Headsets mit dem Rift-Namen geben, so Matney, die Rift 2 sei aber definitiv Geschichte.

Oculus: Forschung auf Hochtouren

Ob das nächste PC-Headset aus dem Hause Oculus nun Rift 2 heißen wird oder nicht: Auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte auf der jüngsten Oculus Connect Lust auf eine neue Rift-Hardware gemacht:

Wenn wir die nächste Version der Rift veröffentlichen – was nicht in diesem Jahr sein wird – werden alle Inhalte, die auf der Rift laufen, auch mit der nächsten Version funktionieren.

Unter anderem in puncto Display-Technik bemüht sich Oculus um Innovation. © Facebook.

Unter anderem in puncto Display-Technik bemüht sich Oculus um Innovation. © Facebook.

Natürlich hat Facebook mit Oculus Go und Quest zuletzt einen starken Fokus auf Standalone-VR gezeigt. Dass der Konzern PC-VR deshalb aber vollständig abstoßen wird, ist in der Tat unwahrscheinlich: Erst kürzlich hatte Oculus schließlich erneut über aktuelle technologische Entwicklungen gesprochen, darunter varifokale Displays, Foveated Rendering, Haptik-Controller und mehr.

Wie beurteilt ihr die Situation in Hause Oculus? Haltet ihr eine Abkehr von der PC-Sparte für wahrscheinlich? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!

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