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SuperData: VR-Aufwind 2019 dank Oculus Quest, AR ab 2021

Die autarke Oculus Quest erscheint im Frühjahr 2019. © Oculus

Das Marktforschungsunternehmen SuperData Research verspricht der neuen Oculus Quest-Brille eine fulminate Markteinführung und prognostiziert darüber hinaus Augmented Reality eine rosige Zukunft. Doch was sagen die Zahlen genau?

SuperData Research bezeichnet sich selbst als der weltweit führende Lieferant für Marktprognosen der Games-Branche. Jetzt hat das Marktforschungsunternehmen neue Zahlen zur Entwicklung von Virtual Reality und Augmented Reality veröffentlicht.

Laut den Experten wird dabei Oculus‘ neues Standalone VR-Headset Oculus Quest eine entscheidende Rolle spielen. Zumindest solange, bis uns in naher Zukunft der große AR-Durchbruch erwartet. Wir haben uns die Prognosen genauer angeschaut.

2019: Das Jahr, in dem VR den Mainstream erobert?

Wenn es nach der Analyse von SuperData geht, dann wird 2019 das „Make-or-Break“-Jahr für Virtual Reality. In anderen Worten: Für VR geht’s um die Wurscht. Auch wenn es in Sachen VR-Hardware alles andere als rosig aussieht, gibt es aktuell laut SuperData zumindest im VR-Software-Bereich einen positiven Trend.

Bis Ende 2018 rechnen die Marktforscher mit einem weltweiten Jahresumsatz von 3,3 Milliarden Dollar im VR-Software-Markt – immerhin deutlich mehr als die 2,8 Milliarden Dollar im Vorjahr. Für das Jahr 2019 gehe man sogar von noch mehr Wachstum aus. Dieses soll den VR-Gesamtmarkt (Hardware + Software) auf immerhin 6,9 Milliarden Dollar katapultieren.

Der Grund für das erwartete Marktwachstum? – Natürlich die neue Oculus Quest-Brille. Laut SuperDatas XR-Head Stephanie Llamas wird das autarke Headset die PC-gebundene Oculus Rift im kommenden Jahr in Sachen Verkäufe im Verhältnis 3:1 überbieten. Entsprechend gehen die Marktforscher von über 1,3 Millionen verkauften Geräten im Jahr 2019 aus.

Zum Vergleich: Das ist etwas mehr als ein Drittel aller seit Markteinführung verkaufter PlayStation VR-Brillen. Eine unserer Meinung nach nicht unrealistische Einschätzung, sollte das Quest-Headset einen erfolgreichen Launch im Frühjahr hinlegen.

War's das? Laut SuperData steht der PSVR-Brille ein Einbruch der Verkaufszahlen bevor. © Sony Interactive Entertainment

War’s das? Laut SuperData steht der PSVR-Brille ein Einbruch der Verkaufszahlen bevor. © Sony Interactive Entertainment

Einen Sprung in den Verkaufszahlen wird der Prognose nach auch der Quest-Hauptkonkurrent Vive Focus machen – HTC ist der autarken Vive-Brille allerdings immer noch einen internationalen Release-Termin schuldig.

Gleichzeitig geht SuperData von einem Einbruch der Verkaufszahlen von Oculus Rift, PlaySation VR und Samsung Gear VR aus – nur Oculus Go und HTC Vive (wahrscheinlich in Bezug auf die Pro-Version) wird ein schwaches Wachstum zugesagt.

Augmented Reality: Der XR-Kassenschlager der Zukunft?

Boomen soll es aber nicht nur im Standalone VR-Bereich. So ernennt SuperData nämlich Augmented Reality zum goldenen Esel der Cross Reality(XR)-Zukunft. Ausschlaggebend dafür sind vor allem das stetige Wachstum von Apples und Googles AR-Plattformen.

Seit Beginn des Jahres sind bereits rund 1000 Apps für die konkurrierenden Augmented Reality-Plattformen ARKit und ARCore erschienen. Über 117 Millionen Unique User nutzen diese Anwendungen laut SuperData, 87 Prozent davon alleine auf dem iPhone.

Mobile AR-Plattformen wie ARKit 2 auf Apple-Geräten sind laut SuperData das nächste große Ding. © Apple

Mobile AR-Plattformen wie ARKit 2 auf Apple-Geräten sind laut SuperData das nächste große Ding. © Apple

Die Einnahmen durch AR-Software werden dabei im Jahr 2021 den VR-Markt überflügeln und Augmented Reality wird sich so zur treibenden Kraft der immersiven Technologien entwickeln. Auch auf Endkunden ausgelegte AR-Headsets werden dabei laut SuperData ihren Beitrag leisten. Neben Consumer-Versionen von Microsofts HoloLens und Magic Leap, bauen die Hoffnungen auf der Ankündigung einer Apple-AR-Brille für das Jahr 2020.

Auch wenn SuperData eine gestandene Größe im Marktforschungsbereich ist, sorgen ihre Prognosen durchaus für Kritik in der Branche. So zweifelte beispielsweise Oculus Gründer Plamer Luckey im Februar dieses Jahres die zum dortigen Zeitpunkt veröffentlichten Analysen an. Der Hauptgrund: Den Marktforschern fehle der Einblick in die tatsächlichen Pläne der Hersteller; sie würden die Entwicklungen nur nach ihnen bekannten Faktoren analysieren.

Wie verlässlich sind die SuperData-Prognosen zum VR-Markt?

Interessant: Im Februar ging SuperData noch von einem VR-Marktvolumen von 9,6 Milliarden Dollar für 2019 aus. Nun ist „nur“ noch von 6,9 Milliarden die Rede – obwohl man sich doch so beeindruckt vom Potential der gerade erst enthüllten Oculus Quest zeigt und vom „definierenden Moment“ für immersive Technologien spricht.

Grundsätzlich widersprechen wir den Prognosen von SuperData allerdings nicht. Fakt ist, die Oculus Quest hat wahrscheinlich die besten Chancen unter allen aktuellen VR-Brillen, etwas im Markt zu bewegen. Das Augmented Reality sich nebenbei zum nächsten großen Ding entwickelt, ist durch die gigantische Reichweite von Android- und Apple-Smartphones zudem sehr wahrscheinlich.

Eine auf den Unterhaltungsmarkt ausgerichtete Version der AR-Brille Magic Leap ist unserer Meinung noch Jahre entfernt. Schlägt Apple zuerst zu? © Magic Leap

Eine auf den Unterhaltungsmarkt ausgerichtete Version der AR-Brille Magic Leap ist unserer Meinung noch Jahre entfernt. Schlägt Apple hier zuerst zu? © Magic Leap

Mobile AR-Anwendungen sind eben nicht auf eine zusätzliche Hardware wie VR-Spiele angewiesen. Da immer mehr Menschen ein ARKit- und ARCore-fähiges Handy ihr eigenen nennen, ist das Henne-Ei-Problem neuer Content-Plattformen hier schnell überwunden.

Virtual Reality braucht mehr herausragende Inhalte, um die Massen zu begeistern. Borderlands 2 VR könnte sich zu so einer Killer-App entwickeln. Ebenso hat Oculus aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und bereitet ein umfangreiches Launch-Line-Up für die Quest-Brille vor. Wir verraten euch, welche Teams für die neue VR-Hardware entwickeln.

Was haltet ihr von der aktuellen SuperData-Prognose? Haben die Aussagen Hand und Fuß oder hat da jemand die Würfel sprechen lassen? Schreibt uns eure Meinung in den Kommenaren!

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