Oculus Home & Dash: VR auf dem Weg ins Metaverse?

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Oculus Dash soll VR mit neuer Interaktivität versorgen.

Oculus hat auf der Oculus Connect einige interessante Neuerungen vorgestellt. In Zukunft soll die Bedienung in VR umfassender und intuitiver werden.

Finger hoch: Wen von euch stört es auch, wenn gerade eine Email reinkommt während ihr in VR unterwegs seid? Es gibt zwar die Möglichkeit, auf den Desktop umzuschalten (beispielsweise in SteamVR), aber richtig intuitiv oder gar komfortabel ist das nicht.

Oculus Dash: 3D-Overlay für intuitivere Bedienung

Oculus macht nun einen großen Schritt in Richtung Zukunft. Mit dem auf der Oculus Connect vorgestellten Oculus Dash wird ein 3D-Overlay eingeführt, das den Wechsel zu beziehungsweise die Nutzung von zusätzlichen Fenstern innerhalb einer Anwendung erlaubt. Über die Zusammenarbeit mit Nvidia und AMD (wobei es dazu keine weiteren Details gab) sollen wir in Zukunft in der Lage sein, Desktop-Applikationen einfach in unsere jeweilige VR-Anwendung zu holen.

Dafür wurde die Benutzeroberfläche umgekrempelt und für die Benutzung mit Oculus Touch optimiert.

So soll es möglich sein, ein Spiel wie Lone Echo zu spielen und gleichzeitig ein Youtube-Video in einem Overlay-Fenster anzuschauen. Das soll sogar so weit gehen, dass wir so viele virtuelle Monitore wie gewünscht öffnen und nutzen können. Müssen wir einem wichtigen Chat folgen? Einfach als Fenster mitlaufen lassen, während wir Zombies in Arizona Sunshine erschießen.

Oder wir gestalten einfach unsere Home-Umgebung zum virtuellen Arbeitsplatz um.

Oculus: Der 2D-Monitor soll bald Geschichte sein

Auf Dauer möchte Oculus auf diese Weise den Monitor komplett ersetzen. Was für Personen, die mit VR vielleicht noch nicht so stark in Berührung gekommen sind, völlig verrückt klingt, ist genau der richtige Denkansatz: Das Holodeck wird nur durch maximal mögliche Interaktivität und Komfort erreicht. Zur Veranschaulichung würden wir die Vision aus Ready Player One anführen, in der die Nutzung vieler verschiedener Apps gleichzeitig innerhalb einer virtuellen Welt ganz normal ist.

Das erste Bild zum Film Ready Player One zeigt Protagonist Wade Watts in seinem Trailer. © Jaap Buitendijk/Warner Bros.

Bis wir wie in Ready Player One ins Metaverse abtauchen können, wird noch einige Zeit vergehen. © Jaap Buitendijk/Warner Bros.

Oculus Dash ist ein Schritt in diese Richtung, allerdings natürlich nur ein erster, früher Schritt. Denn damit der Monitor ausdient und wir etwa unsere Artikel in VR schreiben, müssen VR-Brillen erheblich komfortabler werden.

Das betrifft vor allem eine erheblich höhere Auflösung, die Eliminierung des Fliegengittereffekts, den Tragekomfort, die Integration der ganzen Hand und im besten Fall auch die Entfernung des Kabels.

Gute Inhalte werden für VR benötigt

Alle diese Dinge sind bereits in Arbeit oder existieren schon als erste Addons. Deswegen ist es alles andere als abwegig, dass diese Prognose zutrifft. Die Verbesserung der Usability ist ein signifikanter Schritt, denn wenn wir theoretisch nicht mehr gezwungen sind, unsere VR-Sitzung zu unterbrechen, dann bleiben wir – Überraschung! – auch länger drin.

Gleichwohl fehlen natürlich weiterhin die ganz großen Inhalte. Zwar liefert Oculus auch zukünftig weiter hochwertige Produktionen, beispielsweise kommt ein eigens für VR entwickelter Shooter von Respawn Entertainment, die für diverse Call of Duty-Spiele sowie Titanfall verantwortlich sind.

Aber die ganz großen, langfristig motivierenden Titel fehlen noch. Ob Fallout 4 VR, Doom VFR und Skyrim VR für die Oculus Rift spielbar sein werden, ist fraglich, auch wenn es Stimmen gibt, die davon ausgehen. Und es gibt auch noch kein richtiges Metaverse, auch wenn Project Sansar bereits in diese Richtung geht.

Verbesserungen an Oculus Home

Doch auch hier arbeitet Oculus an weiteren Verbesserungen, die in diese Richtung gehen. Die Anpassung von Oculus Home mit Möbeln und allerlei SchnickSchnack ist nur ein erster Schritt, SteamVR hat das schon seit einer Weile integriert.

Darüber hinaus will Oculus die Avatare verbessern, mit denen wir die Home-Spaces von Freunden besuchen: Individualisierung beim Aussehen ist das eine, Lippenbewegungen beim Sprechen (über das Mikrofon) sorgen für mehr Immersion beim Gegenüber und sogar die Augen sollen sich sich glaubwürdig mitbewegen.

Darüber hinaus sollen Avatare in der Lage sein, auch auf andere Plattformen wie SteamVR oder Daydream zu reisen und sich in den VR-Spaces der dortigen Nutzer rumzutreiben.

Die vorgestellten Verbesserungen sind für ein kostenloses Update im Dezember 2017 geplant.

Hoffen auf den VR-Standard OpenXR

Es ist schön, dass Oculus die Möglichkeit hat, sich auch in andere VR-Ökosysteme zu vernetzen, nicht wahr? Wirklich schön wäre es, wenn Oculus bei all den lobenswerten Bemühungen auch endlich selbst eine offene Plattform würde und die Markenbeschränkung vom eigenen Store nehmen würde.

Wir hoffen sehr, dass die Arbeit am OpenXR-Standard von Khronos im nächsten Jahr erste Ergebnisse zeitig und wir – im Sinne der stetigen Weiterentwicklung von VR – eine immer weniger fragmentierte Branche erleben dürfen.

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