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Oculus Go vs. Oculus Rift: Der große VR-Vergleich

Auf der Oculus Rift entfaltet Crow: The Legend seine ganze Magie. © Oculus

Seit dem 2. Mai ist das zweite Headset des VR-Brillenherstellers Oculus auf dem Makt: Oculus Go. Was unterscheidet das neue Gerät von der seit 2016 erhältlichen Oculus Rift? Welches Gerät ist für wen besser geeignet? Diese und mehr Fragen beantworten wir in unserem Vergleich.

Die große VR-Ankündigung, die Facebook im Vorfeld der F8 versprach, war am Ende dann doch keine wirkliche Überraschung. Sie drehte sich um das neue Oculus Go-Headset, das ab sofort erhältlich ist. Viele fragen sich nun: Ist die Oculus Rift nun überflüssig? Wir vergleichen beide Geräte miteinander.

Oculus Go & Oculus Rift: Das sind die Gemeinsamkeiten

Beginnen wir damit, was beide Headsets miteinander gemein haben. Sowohl Rift und Go sind VR-Brillen, beide sind Produkte der Facebook-Tochter Oculus. Dementsprechend sind für beide Geräte VR-Anwendungen, Erfahrungen und Spiele im hauseigenen Oculus Store verfügbar. Außerdem ist die Oculus Rift von der Größe her fast identisch mit der neuen Brille.

Außer dem Hersteller haben Oculus Rift und Go nur wenig gemeinsam.

Außer dem Hersteller haben Oculus Rift und Go nur wenig gemeinsam.

Und hier hören die Gemeinsamkeiten schon auf, denn beide Brillen unterscheiden sich sowohl in der Funktionsweise, den Hardwarevoraussetzungen als auch in der Softwareauswahl deutlich. Deswegen sind nicht beide Geräte für jeden gleich gut geeignet.

Oculus Rift: VR-Brille für den PC

Der größte Unterschied liegt darin, dass die Oculus Rift zwingend an einen PC angeschlossen sein muss, um zu funktionieren. Die 2016 erschienene Brille richtet sich klar an Besitzer leistungsstarker Gaming-PCs, da hochwertiges VR am Rechner sehr viel Rechenpower erfordert. Tipps und Tricks dafür, den eigenen Rechner VR-kompatibel zu machen, haben wir in unserem Guide zu diesem Thema zusammengefasst.

Sowohl das Headset selbst als auch die im Lieferumfang enthaltenen Oculus Touch-Bewegungscontroller unterstützen volle Bewegungsfreiheit in alle Richtungen (6DoF; 6 Degrees of Freedom). Dadurch ist mit Oculus Rift raumfüllende Virtual Reality (Roomscale VR) möglich. Dieser Begriff bezeichnet Erfahrungen, in denen wir uns natürlich und frei durch den virtuellen Raum bewegen können. Mehr Details zu den technischen Spezifikationen der Rift findet ihr in unserem umfangreichen FAQ zur VR-Brille.

Ebenfalls interessant ist der Preis: Dieser liegt derzeit bei 449 Euro – das liegt teils deutlich unter dem Preis anderer PC-Headsets wie etwa der HTC Vive oder der extrem teuren HTC Vive Pro, aber auch spürbar über dem Preis der Oculus Go.

Oculus Go: Kabel- und rechnerlose Virtual Reality

Diese ist nämlich bereits ab 219 Euro (32 GB Speicher) erhältlich, zudem gibt es eine 269 Euro teure 64GB-Version sowie eine Business-Edition für knapp 300 Euro. Warum ist das so und warum ist in der Go überhaupt ein Datenspeicher eingebaut? Letzteres liegt daran, dass Oculus Go keine externe Hardware benötigt, um zu funktionieren. Ihr braucht also weder einen PC noch ein Smartphone – die Recheneinheit ist direkt im Headset verbaut.

Oculus Go ist damit ein autarkes bzw. ein Standalone-Headset. Der niedrigere Preis kommt dadurch zustande, dass sich das Gerät vor allem an VR-Einsteiger richtet. Denn trotz einer höheren Auflösung und der beeindruckenden VR-Technik, die in der Brille verbaut ist, kann sie zumindest in VR-Spielen nicht mit der visuellen Qualität der Oculus Rift mithalten.

Zum Beispiel schafft die Go nur eine Bildwiederholfrequenz von 60-72HZ, während die Rift 90HZ leistet. Filme sollen ersten Berichten zufolge auf der Go aber tatsächlich besser aussehen als auf der Rift. In Sachen Bewegungsfreiheit gibt es ebenfalls Unterschiede: Oculus Go bietet nur 3DoF- Bewegungsfreiheit. Das bedeutet, dass die VR-Brille zwar Dreh- und Schwenkbewegungen erfasst, aber kein Positionstracking bietet.

Sie kann also nicht erfassen, wenn wir unsere Position im Raum verändern, etwa durch ein Vor- oder Zurückbewegen des Kopfes oder einen Schritt in eine andere Richtung. Echtes Roomscale VR ist dadurch nicht möglich, gleichzeitig bietet Go aber mehr Freiheit und Zugänglichkeit als die Rift.

Oculus Go: Günstiges und einfach zu bedienendes Einsteiger-Headset.

Oculus Go: Günstiges und einfach zu bedienendes Einsteiger-Headset.

Oculus Go könnt ihr als portables Headset zum Beispiel problemlos in Bahn oder Flugzeug nutzen, außerdem ist sie wesentlich einfacher zu konfigurieren als die Rift am PC. Go könnt ihr zudem im Prinzip einfach auspacken und direkt in VR eintauchen, während ihr bei der Rift zunächst euer Spielfeld und die Sensoren konfigurieren und zudem quasi bei jedem Spiel erst die passenden Grafikeinstellungen finden müsst.

Große Unterschiede im Softwareangebot

Dafür habt ihr mit der Rift die Möglichkeit, über die Rift Core 2.0-Software zum Beispiel ein VR-Spiel zu spielen und dabei gleichzeitig ein Video in euer Sichtfeld einzublenden – das geht mit Oculus Go nicht. Und auch sonst gibt es im Softwarebereich deutliche Unterschiede zwischen beiden Geräten.

Titel wie Lone Echo sind Oculus Rift-Besitzern vorbehalten.

Titel wie Lone Echo sind Oculus Rift-Besitzern vorbehalten.

Mit der Oculus Rift könnt ihr hervorragende PC-VR-Spiele wie zum Beispiel die Oculus-Exklusivtitel Lone Echo, Brass Tactics oder Wilson’s Heart genießen. Darüber hinaus unterstützt die Rift eine Großzahl der verfügbaren SteamVR-Spiele, darunter Perlen wie Sairento VR, Skyworld oder Project Cars 2.

All diese Titel sind auf Oculus Go hingegen nicht spielbar. Aber obwohl das Gerät gerade erst auf den Markt gekommen ist, sind trotzdem bereits über 1.000 VR-Apps dafür verfügbar. Das liegt daran, dass für Go eine Großzahl der Titel aus der umfangreichen Samsung Gear VR-Bibliothek verfügbar ist, darunter echte Hits wie Augmented Empire oder Hitman Go VR Edition.

Oculus Go bietet viele Film- und Fernsehangebote in VR.

Oculus Go bietet viele Film- und Fernsehangebote in VR.

Zudem liegt der Fokus bei Oculus Go eher auf Entertainment: Oculus TV und Oculus Venue sollen bereits in Kürze Zugriff auf Streaming-Services wie Netflix ermöglichen, außerdem will Oculus Events wie Konzerte oder Sportveranstaltungen in Kooperation mit NextVR künftig live in VR übertragen.

Oculus Rift vs. Oculus Go: Gibt es einen Sieger im VR-Duell?

Und welche VR-Brille ist nun besser? Diese Frage lässt sich objektiv nicht beantworten. Vielmehr geht es darum, wie viel Geld ihr in die Hand nehmen möchtet, wo ihr Virtual Reality nutzen möchtet und nach welcher Art von VR-Erfahrung ihr vorrangig sucht.

Für wen ist also die Oculus Rift besser als Oculus Go? Für alle, die…

  • VR-Spiele in bestmöglicher visueller Qualität erleben wollen
  • einen leistungsstarken Gaming-PC besitzen oder sich einen zulegen möchten
  • derzeit zusätzlich rund 450 Euro in Headset, Controller und Sensoren investieren können
  • vollwertige raumfüllende Virtual Reality inklusive entsprechender Bewegungssteuerung erleben möchten
  • Große Blockbuster-Games wie Lone Echo, Skyrim VR oder das kommende Defector spielen wollen

Und für wen ist Oculus Go besser als die Oculus Rift? Für alle, die…

  • Virtual Reality an jedem denkbaren Ort erleben möchten
  • keine Lust auf Kabel haben
  • ein portables VR-Headset suchen, das komplett ohne Zusatzhardware auskommt
  • vor allem Filme oder Live-Events in VR schauen möchten
  • nach einem kostengünstigen Einstieg (ab 219 Euro) in die virtuelle Realität suchen

Falls ihr euch auch für die anderen derzeit auf dem Markt erhältlichen VR-Brillen interessiert, lohnt sich ein Blick in unsere detaillierte Kaufberatung, in denen wir die Vor- und Nachteile der einzelnen Headsets übersichtlich aufschlüsseln.

Seid ihr eher der Oculus Rift oder der neueren Oculus Go zugeneigt? Habt ihr weitere Fragen zum Vergleich zwischen beiden Headsets? Schreibt uns in den Kommentaren!

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