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Oculus: Diese VR-Entwicklungen erwarten uns in Zukunft

Was zeigt der Blick in die Zukunft von Oculus?

Auf der Oculus Connect 5 hat Oculus‘ leitender Wissenschaftler Michael Abrash seine Prognosen mit der Welt geteilt. Wie könnte die Zukunft von Virtual Reality aussehen?

Bereits auf der Oculus Connect 3 hatte Michael Abrash von Oculus einige Vorhersagen für die kommenden fünf Jahre VR angestellt. Nun – rund zwei Jahre später – hat der wissenschaftliche Leiter des Unternehmens seine Prognosen aktualisiert. Was erwartet uns möglicherweise in den kommenden Jahren Virtual Reality?

Neue Linsen, varifokale Displays, Foveated Rendering & mehr

Eine Auflösung von 4K x 4K pro Auge, ein Sichtfeld (Field of View) von 140 Grad, variabler Fokus – die ursprünglichen Vorhersagen Abrashs für das Jahr 2021 zeichneten ein rosiges Bild an der Optikfront. Doch Abrash zufolge lag er hier am ehesten daneben:

Schon der im Frühjahr 2018 von Oculus vorgestellte VR-Prototyp Half Dome soll die Erwartungen in puncto Sichtfeld und Tiefenschärfe erfüllen. Und auch Displays besagter Auflösung wurden bereits öffentlich vorgestellt.

Pancake- und Waveguide-Linsen haben das Potenzial, Fresnel-Linsen zu übertreffen. © Oculus

Pancake- und Waveguide-Linsen haben das Potenzial, Fresnel-Linsen zu übertreffen. © Oculus

Apropos Displays: Die ebenfalls bereits früher in diesem Jahr angekündigte Entwicklung varifokaler Displays, die stark mit der Evolution Künstlicher Intelligenz verknüpft ist, macht Abrash zufolge große Fortschritte. Schon in den kommenden Monaten will Oculus dahin gehend Neuigkeiten präsentieren. Auch das sogenannte Foveated Rendering und damit verbundene Eye Tracking sollen laut Abrash in den kommenden vier Jahren Realität werden.

Ebenfalls sprach Abrash über zwei alternative Linsen für VR-Brillen: Setzen Oculus Rift und HTC Vive auf spezielle Fresnel-Linsen, könnten sogenannte Pancake-Linsen und Waveguides für unlimitierte Auflösungen und deutliche höhere Sichtfelder sorgen.

Bei Pancake-Linsen würde dann zwar die Form leiden, so Abrash, die bereits im Augmented Reality-Sektor eingesetzte Wellenleiter-Technik wirke sich dafür aber äußerst platzsparend aus. Das liegt aber wohl noch einige Jahre in der Zukunft.

ASW 2.0: Verbesserte Technik zur Verringerung der VR-Rechenlast

Ebenfalls auf der Connect 5-Konferenz hat Oculus eine neue Version seiner Asynchronous Spacewarp-Technik vorgestellt. Die sorgt im Fall der Oculus Rift bekanntlich dafür, dass die Bildrate bei unzureichender Rechenleistung halbiert und durch künstlich errechnete Zwischenbilder auf flüssige 90 FPS ergänzt wird.

ASW 2.0 soll nun zusätzliche Tiefeninformationen der Spiele beziehungsweise Anwendungen heranziehen, um die bei der Version 1.0 mitunter deutlich auftretenden visuellen Artefakte aus der Welt zu schaffen.

Der Nachteil: Weil entsprechende Apps ihre Tiefendaten offenlegen müssen, bedeutet ASW 2.0 potenziell größeren Aufwand für Entwickler. In populären Engines wie Unity und Unreal ist das dank fest verbauter Features kein großes Problem. In anderen Engines müssen Entwickler aber möglicherweise selbst entsprechende Lösungen programmieren.

Haptik-Controller noch Zukunftsmusik, nächstes VR-Level kommt

Macht die VR-Industrie aktuell große Fortschritte an der Optikfront, räumt Abrash eine deutlich längere Wartezeit für haptische Controller ein. Trotz eigener Durchbrüche im Handtracking könne die Marktreife dieser Technik unter Umständen noch gute zehn Jahre in der Zukunft liegen. Auch weiterhin würden Touch-Controller den primären Input in Virtual Reality bestimmen.

Bis Handschuhe wie der HaptX Glove eine Salonfähigkeit auf dem Massenmarkt erreichen, könnte noch einige Zeit ins Land ziehen. © HaptX

Bis Handschuhe wie der HaptX Glove Salonfähigkeit auf dem Massenmarkt erreichen, könnte noch einige Zeit ins Land ziehen. © HaptX

Deutlich früher erwartet Abrash handfeste Fortschritte in Bereichen wie Computer Vision: Schon in den kommenden vier Jahren könnten VR-Brillen demnach die reale Umgebung scannen und in Echtzeit virtuell abbilden. Die Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenz und anderer Aspekte verspricht demnach eine technische Evolution, die VR laut Abrash schon in naher Zukunft auf die nächste Stufe verhelfen könnte.

In vier Jahren wird VR das nächste Level erreichen. Und das ist nur der Anfang. Jeder Bereich wird sich weiterentwickeln […]. Kurz gesagt: So weit ich sehen kann – und das ist ziemlich weit – könnte die Zukunft von VR nicht strahlender sein.

Was haltet ihr von den Vorhersagen Oculus‘ zu der Zukunft von Virtual Reality? Welche der angesprochenen Aspekte machen euch ganz besonders neugierig? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!

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