Oculus Connect 4: Alle Infos und Ankündigungen der Keynote

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Und wieder fällt der Preis für die Oculus Rift.

Oculus lädt zum vierten Mal in Folge zur Oculus Connect ein. In der Keynote zu ihrer hauseigenen Entwicklerkonferenz lässt es sich das Unternehmen natürlich nicht nehmen, neue Produkte, Software und andere Errungenschaften vorzustellen. Wir fassen hier für euch die wichtigsten Punkte der Präsentation zusammen.

Eröffnet hat die Keynote und Konferenz natürlich niemand anderes als Facebook-CEO und Gründer Mark Zuckerberg. Seine Vision für Virtual Reality und somit Oculus will nichts Geringeres, als eine Milliarde Menschen mit VR zu begeistern und zu verbinden. VR bringt Menschen über große Distanzen näher zusammen und mit dem bald erscheinenden Oculus Venues erleben Freunde Live Konzerte oder Filme gemeinsam.

Autarke VR-Brille Oculus Go angekündigt

Zuckerberg enthüllte direkt zu Beginn Oculus‘ kühnen Vorstoß: Oculus Go. Das Oculus an einer Zwischenlösung zwischen PC-basiertem und mobilem VR arbeitet, wurde schon früher vermutet, damsals noch unter dem Arbeitsnamen Oculus Pacific. Das Headset funktioniert ohne Verbindung zu einem Computer und ohne Smartphone. Es arbeitet völlig autark und positioniert sich zwischen mobiler und computergebundener VR-Erfahrung. Lediglich 199 US-Dollar kostet Oculus Go, wenn es Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommt.

Facebook stellte auf der Oculus Connect 4 das kommende autarke VR-Headset Oculus Go vor.

Facebook stellte auf der Oculus Connect 4 das kommende autarke VR-Headset Oculus Go vor.

Hugo Barra, Facebooks Head of VR, verriet anschließend noch ein paar weitere Features von Oculus Go. Das Headset besitzt ein einziges WQHD LC-Display, das mit 2.560 x 1.440 Pixeln auflöst und sehr schnell Reaktionszeiten haben soll. Die Auflösung liegt dabei zwischen Oculus Rift und HTC Vive mit 2.160 x 1.440 sowie den VR-Brillen für Windows Mixed Reality (2.880 x 1.440 bzw. 1.600).

Die verwendeten Linsen sind eine Weiterentwicklung der Linsen aus dem Oculus Rift-Headset und erlauben somit ein ebenso weites Field of View wie in der Rift, reduzieren aber die Glare-Effekte merkbar. Obendrein besitzt Oculus Go integrierte Lautsprecher, die Raumklang bieten.

Insgesamt soll Oculus Go sehr leicht sein und durch Verbesserungen der verstellbaren Kopfbänder und des Gesichtspolsters für einen sehr angenehmen Sitz sorgen. Das soll auch bei längerer Tragezeit Komfort garantieren. Eine der wichtigsten Informationen, die Barra mitteilte, ist jedoch die Kompatibilität mit Apps für Samsungs Gear VR. Das bedeutet: Alle Apps, die ab jetzt für Oculus Go bzw. Gear VR 2017 entwickelt werden, laufen direkt und problemlos auf beiden Systemen.

Dazu liegt der Oculus Go ebenfalls eine Fernbedienung bei, die genauso funktioniert wie der Controller der Gear VR 2017.

Nochmal autark: Oculus Santa Cruz mit neuen Bewegungscontrollern

Vom ebenfalls autarken VR-Headset Oculus Santa Cruz gibt es Neuigkeiten. Bekannt ist bereits, dass Santa Cruz Inside-Out-Tracking verwendet und somit keine externen Sensoren benötigt, um eure Position im Raum zu bestimmen. Neu sind aber die 6DoF-Controller (Six Degrees of Freedom bedeutet volle Bewegungsfreiheit), die Oculus auf der Keynote vorgestellt hat, und weitere Infos zum Tackingsystem selbst.

Dabei verwendet Oculus vier Kameras am Headset, die durch ihre besondere Anordnung sogar Bewegungen der Controller über eurem Kopf verfolgen können. Somit stellt Oculus sicher, dass eure Bewegungen nur sehr selten außerhalb des Sichtfelds der Kameras stattfinden.

Oculus stellte für das autarke VR-Headset Santa Cruz neue Controller vor.

Oculus stellte für das autarke VR-Headset Santa Cruz neue Controller vor.

Die Controller funktionieren dabei wie die bekannten Touch-Controller der Oculus Rift. Es kommt weiterhin das Constellations-Trackingsystem zur Verwendungen, was bedeutet, dass die Controller Infrarot-Dioden besitzen, die von den Kameras am Headset verfolgt werden. Neben den Grip- und Trigger-Buttons bekommen die Santa Cruz-Controller ein Touchpad spendiert, was sie in ihrer Funktionalität beinahe identisch mit dem Gear VR 2017-Controller macht. Durch ihre Nähe zu den Touch-Controller bieten die Controller des Santa- Cruz-Prototypen ebenfalls die bekannte Handpräsenz.

Noch befindet sich das Santa Cruz-Headset in der Entwicklung, macht aber große Fortschritte. Im Laufe des nächsten Jahres sollen erste Entwickler-Kits verschickt werden, um die Entwicklung und Anpassung von Apps für das Headset anzukurbeln. Einen Termin für den Marktstart oder gar einen Preis gibt es indes noch nicht.

Oculus Rift dauerhaft nur noch 449 Euro

Um die Verbreitung der Oculus Rift samt Touch-Controller weiter voranzutreiben und der HTC Vive weiterhin Konkurrenz bieten zu können, verkündete Oculus, dass das Rift und Touch Bundle ab sofort und für die Zukunft nur noch 399 US-Dollar (449 Euro bei uns und damit der Preis der Summer of Rift-Aktion) kostet. Wie sich dieser Preis in Euro überträgt und wann ihr davon profitiert, wissen wir noch nicht.

Oculus hält an: Rift und Touch kosten im Bundle nur noch 449 Euro.

Der Preisverfall bei Oculus hält an: Rift und Touch kosten im Bundle nur noch 449 Euro.

Im Dezember dieses Jahres kommt ihr allerdings schon in den Genuss von Oculus Dash, einem neuen Arbeitsplatz für all eure Anwendungen und Nachrichten. Dabei dient Dash nicht nur der Verwaltung eurer Oculus Spiele und Anwendungen, sondern Dash ersetzt sozusagen euren kompletten Desktop.

Ihr könnt problemlos alle eure Programme öffnen, im Internet surfen, Videos schauen, E-Mails checken und vieles mehr. Dash bietet hierbei unendlichen Platz, um eure Fenster anzuordnen und soll langfristig euren Windows-Desktop ablösen.

Doch Oculus geht mit Dash noch weiter und erlaubt euch, Dash jederzeit aufzurufen. Als 3D-Overlay checkt ihr direkt aus einem Spiel heraus, was gerade auf Facebook oder YouTube passiert. Gleichzeitig könnt ihr ein interessantes YouTube-Video direkt anschauen, während ihr weiterspielt. Das Video wird dabei als Overlay in eurem Sichtfeld angezeigt. Multitasking ist eine der Kernfunktionen von Dash.

Titanfall-Entwickler arbeitet an VR-Kriegsspiel

Die größte Software-Katze ließ Jason Rubin, VP of Content von Oculus, aus dem Sack. Titanfall-Entwickler Respawn Entertainment (und somit viele ehemalige Entwickler und Erfinder der Call of Duty-Reihe) arbeiten an einem VR-Shooter in einem Kriegsszenario. Viel wurde nicht gezeigt, klar ist nur, dass es sich nicht um eine VR-Erfahrung der Titanfall-Reihe handelt. Respawn arbeitet vielmehr an einem eigenständigen, eigens für VR entwickelten Spiel, dass mehr Adrenalin und Nervenkitzel bieten soll als bisherige Shooter.

Zu den weiteren Ankündigungen gehört eine Mehrspielererweiterung zu Echo Arena namens Echo Combat und eine vage Ankündigung, dass auch der Singleplayer von Lone Echo fortgesetzt wird. Der First Person Shooter Onward findet im November seinen Weg auf die Oculus Rift und das Animationsstudio Pixar arbeitet an einer Social VR-Erfahrung für Kinder mit dem Titel Coco VR.

The Unspoken: Acolytes kommt im Winter 2017 auf den Markt und eine VR-Erfahrung zum aktuellen Blade Runner-Sequel steht ebenfalls in den Startlöchern.

Fans von Face your Fears dürfen sich ebenfalls freuen, denn die beliebte Schock-Erfahrung bekommt ein neues Szenario aus der Netflix-Hitserie Stranger Things spendiert. Zu guter Letzt schaffen es sogar einige Marvel-Helden in die virtuelle Realität. Mit Marvel Power Unlimited VR zeigt Oculus einen Arena-Brawler mit Thor, Hulk und anderen Superhelden des bekannten Universums.

Neue Avatare, mehr Sicherheit und bessere Freundeliste

Versteckt im Teil der Keynote für Entwickler finden sich weitere Neuerungen, die euch auch interessieren können. Zum einen bekommen die Oculus Avatare eine Runderneuerung spendiert. Ab 2018 habt ihr mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei Haaren, Kleidung und Accessoires.

Auch der Grafikstil ändert sich und wird bunter und menschlicher. Die Münder eurer Avatare bewegen sich eurer Stimme entsprechend, ein spezieller Haut-Shader flößt den Avataren mehr Leben ein und die Augenbewegung eures Avatars fokussiert automatisch auf bestimmte Punkte oder Gegenstände in eurer virtuellen Umgebung.

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Zum anderen führt Oculus in Zukunft weitere Sicherheitsoptionen ein, die es euch ermöglichen andere Nutzer zu blockieren, zu melden oder als Freund hinzuzufügen. Dabei erlaubt die Schnittstelle, dass blockierte Personen über alle Anwendungen hinweg blockiert werden und ihr die Person nicht in jeder Anwendung einzeln blockieren müsst.

Über die Oculus App seht ihr in Zukunft, wann eure Freunde ein VR-Spiel spielen und lässt euch mit der Zustimmung eures Freundes deren Gameplay direkt auf euer Smartphone streamen. Oder, wenn ihr euch in Oculus Home oder Dash befindet, direkt in das Spiel eures Freundes springen und gemeinsam weiterspielen.

Ebenfalls einfacher wird das Livestreamen eures Gameplays auf Facebook. Gleichzeitig erlaubt die neue Integration direktes Feedback eurer Zuschauer, die euch direkt im Spiel angezeigt wird.

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