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Nevermind

HTC Vive Oculus Rift Spiele
7

VR-World Rating

Nevermind VR Review: Der größte Feind sitzt in deinem Kopf

Direkt zum Fazit

Nevermind wartet mit einem einzigartigen Konzept auf: Als Psychologe tauchen wir ins Unterbewusstsein unserer Patienten ein, um bei der Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen zu helfen. Doch was, wenn wir selbst dem Wahnsinn verfallen?

Endlich mal ein Spielkonzept, wie wir es nicht alle Tage geboten bekommen! Nevermind ist ein düsteres Adventure, das unsere Angst spürbar macht. Durch die (optionale) Verwendung eines Herzfrequenzsensors oder einer Webcam ändert sich unsere Wahrnehmung der Umgebung, je nachdem, wie viel Stress wir gerade empfinden. Ob Nevermind aber noch mehr als diese Biofeedback-Technologie zu bieten hat, klären wir im Test.

© Flying Mollusk

Reise ins Unterbewusstsein

Wir beginnen das Spiel an unserem ersten Arbeitstag als Neuroprober. Dabei handelt es sich um Psychologen, die mittels einer High-End-Technologie ins Unterbewusstsein ihrer Patienten eindringen, um ihnen bei der Verarbeitung von Schockerlebnissen und Traumata zu helfen.

Die Entwickler von Flying Mollusk weisen explizit darauf hin, dass die teils drastischen Darstellungen nur bedingt für Menschen geeignet sind, die selbst unter derlei Erkrankungen leiden. Von daher sollten Betroffene gut überlegen, ob sie sich auf diese mitunter sehr intensive Erfahrung einlassen wollen.

Spielerisch teilt sich Nevermind in einzelne Levels auf, die jeweils dem Unterbewusstsein eines unserer Patienten entsprechen. Die Umgebungen glänzen mit einer Fülle von Ideen, die stets an die entsprechenden Smyptome des Patienten angelehnt sind. Auf unserer Reise zum Kern des Problems müssen wir dabei jeweils zehn Erinnerungen einsammeln, von denen allerdings nur fünf der Wahrheit entsprechen. Am Ende gilt es, das Trauma durch die Aufdeckung der realen Ereignisse zu heilen.

© Flying Mollusk

Böses Feature Biofeedback

Während wir die Rätsel des Gehirns lösen und seltsame Labyrinthe erkunden, überwacht die Biofeedback-Technologie fortwährend unsere Gefühle wie Angst, Aufregung und Beklemmung. Sollten wir beispielsweise unserer Angst freien Lauf lassen, wird das Spiel schwerer. Ein grobkörniger Filter legt sich über das Bild und an einigen Stellen verdunkelt sich die Szenerie. Falls wir uns hingegen selbst angesichts des Terrors ruhig verhalten, wird das Spiel nachsichtiger.

Flying Musk stellen eine Liste mit allen kompatiblen Sensoren bereit. Die Auswahl reicht von der Apple Watch über Herzfrequenz-Brustgurte von Garmin und POLAR bis hin zu Pulsuhren von Mio. Solltet ihr mit der Apple Watch spielen, hält der Entwickler hier wichtige Hinweise bereit.

Nevermind ist auch ohne den Einsatz eines Biofeedback-Sensors spielbar. In diesem Fall kommt wahlweise eine Webcam zum Einsatz. Doch auch darauf könnt ihr notfalls verzichten. Allerdings geht dann viel vom einzigartigen Reiz des Spiels verloren. Selbst eine Oculus Rift oder HTC Vive ist nicht unbedingt vonnöten, steigert das Erlebnis aber natürlich ungemein.

© Flying Mollusk

Im wahrsten Sinne nervige Puzzles

Was im Grunde eine geniale Idee ist, hapert leider an der Umsetzung: Zu häufig reagiert das Spiel auf eine gesteigerte Herzfrequenz allzu markant, was zum gelegentlichen Neustart kniffliger Passagen und damit zu Frust führen kann. Glücklicherweise lässt sich die Empfindlichkeit des Sensor aber auch justieren oder gar ganz abstellen.

Zu bemängeln sind auch einige der Puzzles, die stellenweise ebenfalls frustrieren können. Denn viele Rätseleinlagen basieren allzu sehr auf Trial and Error, wobei das Spiel uns wenig Hilfestellungen zur Lösung der Aufgabe bietet. Darüber hinaus gliedern sich die Puzzles nur wenig bedeutsam in die übergreifende Erzählung ein.

© Flying Mollusk

Grafisch kann Nevermind auch in VR überzeugen, doch sind es vor gerade die Soundeffekte sowie die unheimliche Musik, die zu begeistern wissen. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad werden die Sounds düsterer und gruseliger und können für sich allein genommen schon Herzrasen verursachen.

Schade, dass die Spielzeit mit gerade mal 4 Stunden recht dürftig ausfällt. Wir konnten lediglich fünf Fälle bzw. Patienten durchspielen, doch das stimmige Konzept verlangt nach so viel mehr. Allerdings besteht Grund zur Annahme, dass die Entwickler in den kommenden Monaten noch weitere Inhalte nachreichen werden.

Nevermind für Oculus Rift und HTC Vive findest du auf Steam.

Das ist gut

  • einzigartige Integration von Biofeedback
  • surreales Setting
  • subtiler Horror
  • interessante Geschichte

Das geht besser

  • teils frustrierende Puzzles
  • empfindliche Angst-Mechanik
  • wirkt unvollständig

Fazit

Nevermind ist ein faszinierender Mix aus Wissenschaft und Horror, der sich ernsthaft dem Thema psychischer Erkrankungen widmet. Allerdings wird dieses einzigartige Konzept durch spielerische Mängel etwas in Mitleidenschaft gezogen.
7

VR-World Rating

Gameplay: 6
Steuerung: 7
WOW-Faktor: 7
Immersion: 8
Grafik: 6
Sound: 7
Story: 8
Komfort: 6
Zum Anfang

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