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Erfahrungsbericht: Moto GP in Mugello im Bigscreen-VR-Kino

© Moto GP via Facebook

Die VR-App Bigscreen macht es uns möglich, unseren Desktop großformatig in beeindruckenden VR-Umgebungen zu erleben. Zu welchen coolen Erfahrungen das führen kann, hat unser Redakteur Oliver Schmiedchen letzes Wochenende pünklich zum Moto GP-Rennen von Italien aus erster Hand erfahren.

Manchmal ist es der pure Zufall, der zu den besten Erfahrungen führt. Das gilt im VR-Kontext genau so, wie überall sonst auch. Ein Beispiel: Ich bin großer Moto GP-Fan und schaue jedes Rennen. Blöd nur, wenn der hauseigene HD-Fernseher zur Rennzeit belegt ist. Rein zufällig kam mir in den Sinn, das ich das Rennen ja auch mit Bigscreen in VR schauen könnte. Zum Glück.

„Notnagel“ Virtual Reality

VR und Rennsport – das passt gut zusammen. Seated Experiences bzw. Cockpit-Spiele wie z.B. Rennsimulationen a la iRacing oder Project CARS 2 sind wie gemacht für die immersive Technologie. Dass das Ganze auch in der passiven Zuschauervariante super funktioniert, war mir bis zum vergangenen Sonntag tatsächlich gar nicht bewusst.

© Oculus

Taugt auch als TV-Ersatz: Die Oculus Rift. © Oculus

Weil, wie eingangs bereits erwähnt, der Fernseher zur Startzeit leider nicht verfügbar war, hatte ich mich für den anstehenden Grand Prix im italienischen Mugello eigentlich gedanklich schon auf die Variante „Stream am Laptop oder PC“ eingestellt. Dann fiel mein Blick auf die Oculus Rift und ich entschloss mich zu einem Experiment. Wie würde das Rennspektakel auf der VR-Brille wirken?

Bigscreen schlägt Oculus Desktop

Mein erster Gedanke war, zu diesem Zweck die mit der Rift Core 2.0 Beta neu eingeführte Software Oculus Desktop zu nutzen. Schließlich können Rift-Nutzer damit beliebige Desktop-Inhalte auf ihre VR-Brille projizieren. Also loggte ich mich über den Webbrowser in den Eurosport Player (über den Rennen regelmäßig übertragen werden) ein, und pinnte mir ein Fenster mit dem Stream in meine Oculus Home-Umgebung.

Das funktionierte zwar einwandfrei, war aber irgendwie nicht so das Gelbe vom Ei. Zu nah war ich an dem zu großen Bildschirm, und auch das Verschieben in den Hintergrund wollte kein echtes Rennfeeling aufkommen lassen. Vielleicht fehlte mir die natürliche Einbettung des virtuellen Bildschirms in die Umgebung? Genau kann ich es nicht sagen, aber irgendetwas störte mich.

Dann fiel mir Bigscreen ein, die kostenlose VR-Software, mit der der Windows-Desktop in verschiedenen VR-Kinoumgebungen betrachtet werden kann. Also lud ich mir das Programm kurzerhand im Oculus Store (alternativ auch auf Steam erhältlich) herunter und installierte es. Die anschließende Erfahrung überzeugte mich dann vollends.

Live-Rennsport im VR-Kino

Pünktlich zum Rennstart hatte ich die Konfiguration abgeschlossen und mich umgebungstechnisch in Bigscreen für das Kino mit der größten Leinwand (33 Meter Bilddiagonale) entschieden. Mit den richtigen Einstellungen (einen entsprechenden Guide lest ihr in Kürze bei uns auf VR-World) war die Bildqualität des HD-Streams auf der Oculus Rift durchaus überzeugend, der Fliegengittereffekt war für mich kaum auszumachen.

© Bigscreen Inc.

Auf einem solchen Bildschirm Moto GP zu schauen, ist eine ganz neue Erfahrung. © Bigscreen Inc.

Derartige technische Feinheiten gerieten sowieso in den Hintergrund, sobald die Rote Ampel erlosch und das Rennen freigegeben war. Moto GP-typisch entwickelte sich in der Anfangsphase ein munteres Rennen mit reichlich Überholmanövern und einem spannenden Kampf um die vorderen Plätze.

Moto GP: Nicht ohne meinen Bigscreen

Den wilden Ritt von Rossi, Marquez, Lorenzo und Co. live auf einer gigantischen Kinoleinwand zu verfolgen, setzte dem Ganzen für mich die Krone auf. Die spektakulären Kameraeinstellungen, die die Rennserie traditionell auszeichnen, entfalteten ihre Wirkung noch besser als sonst. Einen Marc Marquez großformatig aus nächster Nähe in (mehr als) maximaler Schräglage um die Strecke jagen zu sehen – Wow, einfach nur Wow!

Für mich ist jedenfalls seitdem klar: So schnell werde ich kein Rennen mehr auf meinem mickrigen HD-TV verfolgen. Ab sofort kommt auch dafür meine Oculus Rift, die ich durch solche Erlebnisse immer mehr zu schätzen weiß, zum Einsatz.

An dieser Stelle wiederhole ich nochmals meinen Aufruf aus dem Bigscreen-Review: Wenn ihr eine VR-Brille besitzt, die mit der Software kompatibel ist, gebt dem VR-Kino eine Chance. Ihr werdet es nicht bereuen!

Habt ihr Bigscreen schon ausprobiert? Berichtet uns in den Kommentaren von eurem Lieblingserlebnis mit der VR-Kinosoftware!

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