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Moss (HTC Vive, Oculus Rift)

HTC Vive Oculus Rift Spiele VR-Reviews
10

VR-World Rating

Moss für Vive & Rift im Test: Auch auf dem PC ein Meisterwerk

Direkt zum Fazit

Ziemlich überraschend veröffentlichte Entwickler Polyarc vor kurzem das bislang PlayStation VR-exklusive Topspiel Moss für HTC Vive sowie Oculus Rift. Kann das Spiel auch auf den PC-basierten VR-Brillen glänzen? Das klären wir im Test.

Moss ist einfach wunderbar. Zu diesem Schluss kamen wir in unserem ausführlichen Test des bislang exklusiv für die PlayStation VR verfügbaren Abenteuers. Die Version für die HTC Vive und Oculus Rift unterscheidet sich inhaltlich nicht von der PSVR-Version, deshalb werden wir in diesem Test hauptsächlich auf die Unterschiede eingehen. Für das komplette Bild lest bitte auch unseren vorangegangenen, ausführlichen Test zum Spiel.

Kleine Maus ganz groß

In Moss steuern wir die kleine Maus Quill auf der Suche nach ihrem Onkel. Sie hat ein magisches Glasrelikt gefunden und das hat für allerlei Ärger gesorgt. Nun muss sie sich durch Level voller Monster prügeln und puzzeln und wir helfen ihr als stummer Begleiter dabei.

Das komplette Design von Moss ist sehr stimmig und Maus Quill ein Held zum Verlieben. © Polyarc

Das komplette Design von Moss ist sehr stimmig und Maus Quill eine Heldin zum Verlieben. © Polyarc

Neben der wunderbar erzählten und vertonten Geschichte beeindruckt vor allem Quill selbst. Sie ist ganz fantastisch animiert, reagiert auf uns und kommuniziert nonverbal mit uns. Es ist unglaublich bezaubernd, wenn Quill uns zuwinkt, uns zu einem High Five auffordert oder uns pantomimisch vormacht, was wir tun müssen um ein Rätsel zu lösen.

Messerscharfe Grafik und Top-Tracking auf Vive & Rift

Auch auf HTC Vive und Oculus Rift kommt das alles ganz wunderbar und sogar noch ein bisschen besser. Durch die höhere Rechenpower unseres PCs können wir die Grafik auf hohe Einstellung verbessern, was das Bild im Vergleich zur PlayStation VR schärfer und klarer macht. Dadurch wird die Welt noch authentischer, noch plastischer. Es ist eine absolute Wucht, wenn wir uns vorbeugen, ganz nah an Quill herangehen können und die unglaublichen Feinheiten der Grafik und der Animation mit offenem Mund bewundern.

Der zweite große Vorteil der PC-Version ist das bessere Tracking von Vive und Rift. Während die PSVR von der suboptimalen Kamera eingeschränkt wird, die unsere Bewegungen nur innerhalb eines Trackingkegels nachverfolgen kann, ist Präzision und Bewegungsfreiheit des Headsets bei Vive und Rift perfekt. Das führt dazu, dass sich die Welt um uns herum noch mal ein bisschen realer anfühlt. Wir werden nicht mehr aus der Immersion gerissen, weil beispielsweise die Controller aus dem Trackingsbereich geraten.

Auf euch wartet die ein oder andere durchaus knifflige Sprungpassage. © Polyarc

Nun kann Moss auf der PlayStation VR nichts für die technischen Unzulänglichkeiten der Plattform, es ist auch dort einfach nur ein grandioses Spiel. Aber der Technikpunkt geht hier ganz klar an die PC-VR-Brillen.

Steuerung auf der PSVR besser

An die Steuerung mit den beiden Bewegungscontrollern müssen wir uns allerdings erst mal gewöhnen. Zwar bringen Sie den Vorteil mit, dass wir jetzt zwei Geisthände haben, mit denen wir Quill steuern und gleichzeitig Objekte oder Gegner manipulieren können, was wir auf der PSVR alles mit dem Dualshock-Controller erledigt haben. Auch die Bewegung von Quill über die Touchpads der Vive-Controller ist gewöhnungsbedürftig, wir müssen echtes Fingerspitzengefühl beweisen.

Die Touch-Controller der Oculus Rift haben hier durch den Analogstick einen Bedienungsvorteil. Außerdem müssen wir die Tastenkombinationen für Ausweichen oder Abspringen nach dem Klettern lernen. Hier hat die PSVR-Version durch den Dualshock-Controller in punkto intuitive Bedienung die Nase vorn.

Moss bietet euch auch einige Kopfnüsse zu knacken an. © Polyarc

Moss fordert euch auch mit einigen Kopfnüssen. © Polyarc

Das sind aber auch schon alle Kritikpunkte, die wir an diesem Meisterwerk vorbringen können. Wie schon im Falle der PSVR-Version zieht uns Moss auch auf dem PC von Beginn an in seinen Bann. Die schärfere Grafik lädt noch mehr dazu ein, die detaillierte Umgebung zu begutachten, aufzustehen und hinter Wände oder in Tunnel zu schauen sowie große Umgebungen wie den Wald eingehend zu studieren.

Das gute Tracking von Vive und Rift macht diese Untersuchung der Spielwelt zu einem Hochgenuss. Wir haben noch viel mehr Zeit als auf der PSVR damit verbracht, die Protagonistin aus der Nähe zu beobachten und von einem Ort zum andern grinsend die Detailverliebtheit von Grafik und Animationen zu bewundern.

Moss für HTC Vive und Oculus Rift ist für euch geeignet, wenn

  • ihr wissen wollt, was eine Killer-App für Virtual Reality ist
  • ihr wissen wollt, wie die Zukunft von VR abseits von Roomscale aussieht
  • ihr euch unweigerlich in eine kleine Maus verlieben wollt
  • ihr Grafikfetischisten seid

Moss für HTC Vive und Oculus Rift ist nicht für euch geeignet, wenn

  • ihr anstelle eines Herzens einen Stein habt
  • ihr an einer Mäusephobie leidet
  • ihr keine HTC Vive oder Oculus Rift habt (dann nehmt eben die PSVR!)

Das VR-Abenteuer Moss für HTC Vive und Oculus Rift bekommt ihr hier:

Das ist gut

  • Tolle Spielwelt
  • Fantastische Protagonistin
  • Großartige Grafik
  • Grandiose Animationen
  • Schöne Geschichte
  • Hervorragende Vertonung

Das geht besser

  • Die Steuerung auf der HTC Vive ist gewöhnungsbedürftig

Fazit

Ja ich gebe es zu, ich bin ein absoluter Fan von Quill. Diese bezaubernde kleine Maus ist mir in mittlerweile drei Spieldurchläufen ans Herz gewachsen. Die Version für die HTC Vive besitzt zwar nicht ganz die intuitive Bedienung der PSVR-Version, aber man gewöhnt sich dran. Die knackscharfe Grafik, die wunderbaren Animationen und das perfekte Tracking machen Moss auch auf der HTC Vive zu einem absoluten Muss. Es gibt eigentlich keine Ausrede für einen VR-Brillenbesitzer, Moss nicht gespielt zu haben. Holt es euch unbedingt, ich würde sogar so weit gehen zu sagen: Allein dafür lohnt sich die Anschaffung einer VR-Brille. Von dieser Art Spiel braucht VR dringend noch viel mehr.
10

VR-World Rating

Gameplay: 10
Grafik: 10
Sound: 10
Steuerung: 9
Immersion: 10
Umfang: 8
Zum Anfang

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