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Palmer Luckey: Virtual Reality ist kein Mainstream-Medium

Die Oculus Quest funktioniert autark ohne zusätzlichen PC. © Oculus

Der ehemalige Oculus-Chef Palmer Luckey ist der Ansicht, dass aktuelle Virtual Reality-Headsets keinen Mainstream-Appeal mitbringen. Was muss laut Luckey passieren?

Auch mehrere Jahre nach dem Aufkommen von Oculus Rift, HTC Vive und Co. hat Virtual Reality Probleme, den Massenmarkt zu erreichen. Mit Standalone-Headsets versuchen die Hersteller, in puncto Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit nachzubessern – doch der eigentliche Schlüssel zum Durchbruch liegt möglicherweise nicht nur in der Preisfrage.

VR-Experte Palmer Luckey: „Gratis ist nicht günstig genug“

Längst hat der Oculus-Mitgründer Plamer Luckey den Mutterkonzern Facebook verlassen, doch das hält den Rift-Erfinder bekanntlich nicht davon ab, seine Gedanken zur VR Markt-Entwicklung auf seinem persönlichen Blog zu teilen.

In seinem aktuellen Beitrag schreibt Luckey über das Bestreben der Industrie, die Kosten für VR-Brillen zu senken und sie so attraktiver für das Mainstream-Publikum zu gestalten. Der VR-Experte ist allerdings der Meinung, dass Virtual Reality nicht am Kostenpunkt krankt.

Palmer Luckey gehört zu den Pionieren der VR-Industrie. © Oculus / VR-World

Palmer Luckey gehört zu den Pionieren der VR-Industrie. © Oculus / VR-World

Geringere Preise können aktueller VR-Technik zu einer größeren Nutzerbasis verhelfen, jedoch nicht in dem Ausmaß, das viele erwarten würden. […] Keine existierende oder bevorstehende VR-Hardware ist gut genug, um wirklich den Massenmarkt zu erreichen, selbst [gratis]. Man könnte jedem Menschen eine kostenlose Rift und einen PC geben und der Großteil würde in wenigen Wochen oder Monaten aufhören, sie zu nutzen.

Schlechte Erfolgsaussichten für Oculus Quest & Co.?

Voraussichtlich im Frühjahr 2019 wird Luckeys Ex-Unternehmen mit der Oculus Quest einen erneuten Vorstoß in Richtung Mainstream unternehmen. Die 399 Dollar teure Brille wird dabei günstiger und zugänglicher als die Oculus Rift sein. Leistungstechnisch soll sie aber deutlich unter dem PC-gebundenen VR-Vorreiter liegen.

Ebenfalls wird die Brille nach aktuellem Stand keine der vielen VR-Innovationen mitbringen, die auch Oculus ins Auge gefasst hat. Keine varifokalen Displays, kein Eye-Tracking, kein Foveated Rendering und keine Haptik-Controller – und damit kein allzu großes Massenmarktpotenzial nach der Argumentation Luckeys, der die Durchbruchschancen von VR klar an die Weiterentwicklung der Technik und immersiven Qualität knüpft.

Brillen wie die Oculus Quest können den VR-Markt nach Luckeys Prognosen nicht langfristig beleben. © Oculus

Brillen wie die Oculus Quest können den VR-Markt nach Luckeys Prognosen nicht langfristig beleben. © Oculus

Immer wieder gibt Luckey interessante Ansichten zu aktuellen Entwicklungen zum Besten: Unter anderem hatte der Experte zuletzt über die seiner Meinung nach gefloppte Augmented Reality-Hardware Magic Leap One geschrieben und rückwirkend die Oculus-Übernahme durch Facebook bewertet. Ebenfalls will er an einer Lösung für das Problem Motion Sickness arbeiten.

Glaubt ihr, dass Luckey mit seinen Prognosen Recht behalten wird? Wie beurteilt ihr die verschiedenen Erfolgsfaktoren von Virtual Reality? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!

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1 Kommentar

  1. Avatar

    Luckey könnte recht haben. Als das mobile Telefon noch ein riesiger „Knochen“ mit einem Koffer war, erfüllte es bereits seine Hauptfunktion. Die drahtlose Kommunikation über weite Strecken. Die Entwicklungen sollten sich meiner Meinung nach, auf ein weites FOV konzentrieren, eine scharfe und gute Bildqualität, verbunden mit perfekten „positon tracking“. Möglicherweise wäre eine solche Lösung, ein riesiger Apparat, der mehrere 1000.- kostet. Doch, das Produkt würde endlich die Erwartungen der Konsumenten erfüllen. In eine künstliche Realität einzutauchen, die sich von der echten Realität kaum mehr unterscheidet. Wer würde da nicht etwas tiefer in die Tasche greifen? Und vor allem, wer würde den Nutzen, den ein solches Produkt besitzt, nicht täglich nutzen? Vorausgesetzt es gibt auch passende Inhalte dazu.

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