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Lenovo Mirage Camera im Test

Google Daydream Hardware VR-Reviews

Lenovo Mirage Camera im Test: VR-Fotografie für Anfänger

Direkt zum Fazit

Passend zur Standalone VR-Brille Mirage Solo hat Lenovo eine stereoskopische Kamera für die Hosentasche veröffentlicht, die Foto- und Videoaufnahmen in 180 Grad ermöglicht. Wir haben das VR-Zubehör für euch unter die Lupe genommen.

Mit dem auf Googles Virtual Reality-Plattform Daydream basierenden VR-Headset Lenovo Mirage Solo wagt sich der chinesische Smartphone- und Laptop-Hersteller erstmalig auf den Standalone VR-Markt. Doch damit nicht genug. Parallel zu dem autarken VR-Headset hat das Unternehmen auch noch eine passende VR-Kamera veröffentlicht.

Mit der Lenovo Mirage Camera,möchte uns der Hersteller eine auf einfache Bedienung ausgelegte Kamera für stereoskopische Bilder bieten. Eigene VR-Fotos und Videos auf Knopfdruck heißt das Motto; in etwa so simpel, wie die Kamera-Funktion gängiger Smartphones. Kann Lenovo dieses Versprechen einlösen?

Die Einsteiger-VR-Kamera für die Hosentasche

Die Lenovo Mirage Camera ist die erste VR-Kamera aus Googles VR180-Reihe, die Foto- und Videoaufnahmen im stereoskopischen 180 Grad-Format ermöglicht. Im Gegensatz zu 360 Grad-Kameras, wie beispielsweise der Vuze+ 3D, lassen sich also keine kompletten Rundum-Aufnahmen mit der Mirage-Kamera anfertigen. 

Mit ihrem Abmessungen von gerade einmal 10,5 x 2,2 x 5,5 cm ist die Lenovo Mirage Camera die perfekte VR-Kamera für die Hosentasche. © Lenovo

Mit ihrem Abmessungen von gerade einmal 10,5 x 2,2 x 5,5 cm ist die Lenovo Mirage Camera die perfekte VR-Kamera für das kleine Gepäck. © Lenovo

Vielmehr erwarten uns Halbkreis-artige-Bilder, ähnlich wie auf einer gekrümmten Leinwand. Mit der VR-Brille betrachtet, erzeugen diese aber trotzdem einen tollen räumlichen Virtual Reality-Effekt. Blicken wir mit dem Headset allerdings zu weit nach links oder rechts, stoßen wir an die Ränder der Aufnahme und der immersive Effekt verpufft.

Im Gegensatz zur teureren Vuze+ 3D 360 Grad Kamera, richtet sich die Lenovo Mirage Camera allerdings mit ihrem relativ günstigen Preis und nur rudimentären Bildeinstellungen ganz klar an Einsteiger. Die Kamera verfügt über zwei Linsen mit je 19 Megapixel Auflösung, dazu 16 Gigabyte internem Datenspeicher (per Speicherkarte natürlich erweiterbar) sowie WLAN- und Bluetooth 4.2-Verbindung.

Eine Akku-Ladung hält bei fortlaufender Nutzung rund 2 Stunden. Lenovo war zudem so großzügig, der Kamera einen zweiten Akku beizulegen, der sich problemlos wechseln lässt. Ebenso enthalten sind ein Netzteil, ein USB-Typ-C-Kabel sowie ein Schutzbeutel und eine (leider alles andere als umfassende) Bedienungsanleitung.

VR180-Smartphone-App für Nutzung notwendig

Für die Nutzung der Lenovo Mirage Camera ist Googles offizielle VR180-App nicht nur empfehlenswert, sondern zwingend notwendig. Denn die Kamera selber verfügt über kein eigenes Display – wir sehen unser Motiv ausschließlich über den Bildschirm unseres Smartphones.

Ein Smartphone mit installierter VR180-App von Google ist von Nöten, um alle Funktionen der Kamera richtig nutzen zu können. © Lenovo

Ein Smartphone mit installierter VR180-App von Google ist von Nöten, um alle Funktionen der Kamera richtig nutzen zu können. © Lenovo

Dieses kommuniziert per Bluetooth mit der Kamera, was bei unserem Test in Bezug auf das Aufnehmen und Nachbearbeiten von Bildern auch gut geklappt hat. Im Aufnahme-Modus stehen uns drei Optionen zur Verfügung: Foto, Video und Livestream – letzteres natürlich über Googles-Videoplattform YouTube.

Zudem können wir aus einer Handvoll Licht- und Filtereinstellungen wählen – die Mirage-Kamera nimmt dabei Bilder und Videos mit einer Auflösung von bis zu 4K auf. Ohne Smartphone können wir dank eines Auslöser-Knopfes zwar auch Bilder oder Videos aufnehmen, durch das fehlende Display hat man dabei allerdings leicht die eigenen Finger mit im Bild – 180 Grad-Weitwinkel sei Dank.

Wenn ihr mit der Kamera unterwegs seid, solltet ihr also zusehen, ein geladenes Smartphone im Gepäck zu haben. Wer Lichtverhältnisse und ähnliches in der App optimieren will, kommt daran sowieso nicht vorbei. Die VR180-App ist dabei zwar einfach zu bedienen, bieten im Nachhinein allerdings keine Möglichkeiten zur Bearbeitung der Aufnahmen.

Wenigstens eine Optionen zum Trimmen von Videoaufnahmen wäre wünschenswert gewesen. Hier merken wir einfach sehr deutlich, dass Lenovo in diesem Fall nur die nötigsten Bedürfnisse von Hobby-Fotografen und -Filmern abdeckt.

Direkter Zugriff auf YouTube & Google Fotos

Wie auch die Standalone-VR-Brille Lenovo Mirage Solo basiert die Mirage-Kamera auf Googles VR-Plattform Daydream. Entsprechend ist natürlich auch die VR180-App an die komplexe Online-Infrastruktur des Internetgiganten angeschlossen.

Neben dem Upload bzw. Livestream von Videos auf Youtube, können wir Bilder  per App bequem von der Kamera auf unser Smartphone und hier automatisch via Google Fotos auf unseren Google-Account laden.

Das ist wiederum wichtig, wenn wir unsere Aufnahmen in VR anschauen wollen. Eine direkte Schnittstelle zwischen Lenovos VR-Brille und der 180 Grad-Kamera gibt es nämlich wider Erwarten nicht.

VR-Aufnahmen auf der Mirage Solo-Brille ansehen

Wer seine 180 Grad-Fotos und -Videos mit einer VR-Brille betrachten will, ist zunächst einmal auf ein Headset angewiesen, das Googles Daydream-Plattform unterstützt. Da wir die komplementäre Lenovo Mirage Solo zur Hand hatten, haben wir es natürlich gleich damit probiert. Alternativen sind Cardboards für Smartphones oder Googles Daydream View-Brille.

Wie der Name schon verrät, ist die Mirage-Kamera als komplementäre Hardware zur Standalone VR-Brille Lenovo Mirage Solo angelegt. © Lenovo

Wie der Name schon verrät, ist die Mirage-Kamera als komplementäre Hardware zur Standalone VR-Brille Lenovo Mirage Solo angelegt. © Lenovo

Leider verliert die Bedienungsanleitung der Lenovo Mirage Camera kein Wort dazu, wie wir den Kamera-Content mit der VR-Brille betrachten. Dem Internet sei Dank, haben wir das allerdings schnell herausgefunden und es ist auch wirklich nicht kompliziert.

Wie bereits weiter oben erwähnt, stehen uns aufgenommene Bilder und Videos via Google Fotos in unserem Google-Account zur Verfügung. Wir müssen uns deshalb über das Hauptmenü der Mirage Solo-Brille einfach nur in unseren Account einloggen, die Foto-App anwählen und haben so direkten Zugriff auf die Aufnahmen.

Erlebt eure Erinnerungen erneut – in VR

Tatsächlich kommt der räumliche Effekt der stereoskopischen Fotos sehr gut zur Geltung. Solange wir still stehen und nicht jenseits der Ränder der 180-Grad-Aufnahme blicken, haben wir tatsächlich das Gefühl uns an dem Ort zu befinden, an dem wir die Aufnahme getätigt haben. Die Optik ist dabei scharf und selbst Details gut erkennbar.

Nur die Lichtverhältnisse wollen nicht so ganz der Realität entsprechen, hier lässt sich mit den Aufnahmeeinstellungen aber durchaus experimentieren. Für VR-Bilder empfiehlt es sich zudem, die Kamera beim Aufnehmen entweder auf Blickhöhe zu halten oder sie auf ein entsprechendes Stativ zu schrauben. Ein ungewöhnlicher Aufnahmewinkel kann beim Betrachten durch die VR-Brille nämlich durchaus irritierend wirken.

Die Kamera verfügt über ein Standard-Gewinde für das Anbringen einen Stativs. Unser Smartphone dient uns derweil als ausgelagertes Kamera-Display. © Lenovo

Die Kamera verfügt über ein Standard-Gewinde für das Anbringen einen Stativs. Unser Smartphone dient uns derweil als ausgelagertes Kamera-Display. © Lenovo

Nicht Testen konnten wir leider das Anschauen von selbst aufgenommen VR-Videos mit der Mirage-Brille – dazu im Folgenden mehr.

Verbindungsprobleme mit dem Internet

Unsere selbst gedrehten VR-Videos wurden unter der VR-Brille nur extrem verzerrt angezeigt, während wir auf dem Smartphone (ein 2017er Samsung Galaxy A3) keine Probleme hatten sie via App in 2D abzuspielen. Allerdings wurden auch hier zumindest die Vorschaubilder der Videos fehlerhaft angezeigt.

Der Grund dafür mag sein, dass wir zu Beginn unseres Tests die Software der Lenovo Mirage Camera nicht aktualisieren konnten. Updates zieht die Kamera nämlich eigentlich automatisch über das Internet. Die dazu nötige WLAN-Verbindung müssen wir allerdings wiederum über das per Bluetooth verbundene Smartphone aktivieren – was in unserem Fall einfach nicht richtig funktionieren wollte.

Das Gehäuse der Mirage-Kamera ist aus Plastik. Dadurch wirkt die Kamera zwar nicht so hochwertig, ist allerdings auch extrem leicht. © Lenovo

Das Gehäuse der Mirage-Kamera ist aus Plastik. Dadurch wirkt die Kamera zwar nicht so hochwertig, ist allerdings auch extrem leicht. © Lenovo

Entweder fand die Kamera gar nicht erst unser WLAN-Signal oder die Verbindung brach nach wenigen Augenblicken wieder ab. Mit diesem Problem scheinen wir zudem nicht alleine dazustehen, wie ein Blick zu den englischsprachigen Kollegen verrät.

Eine mögliche Alternative zur 180 Grad-Kamera von Lenovo ist die Vuze XR, eine VR180-Kamera, die dank eines mechanischen Kniffes sogar Aufnahmen in 360 Grad ermöglicht, allerdings auch teurer ausfallen wird, als die Lenovo Mirage Camera.

Unsere Wertung

Fazit:

Die Lenovo Mirage Camera ist eine schnell eingerichtete und grundsätzlich einfach zu handhabende VR-Kamera, die von dem Rückgriff auf Googles Daydream-Plattform profitiert. Als Einsteigermodell für Early Adopter und Youtube-Creators, die mit Livestreams in 180 Grad experimentieren wollen, ist sie sicherlich interessant. Mankos wie das fehlende Display sind allerdings nicht von der Hand zu weisen.

Die Lenovo Mirage Camera ist interessant für euch, wenn ihr:

  • ein Lenovo Mirage Solo-Headset oder einer andere Daydream-Brille besitzt
  • ansprechende 180 Grad-Fotos in 4K-Auflösung anfertigen wollt
  • generell mit VR-Fotografie experimentieren wollt
  • euch das Thema Youtube-Livestream in VR interessiert

Ihr solltet von der VR180-Kamera eher Abstand halten, wenn ihr:

  • Aufnahmen in 360 Grad machen wollt
  • eine von eurem Smartphone autark funktionierende Kamera haben wollt

Die Lenovo Mirage Camera erhaltet ihr bei Lenovo oder im Handel.

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