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Lenovo Explorer: Alle Infos zur VR-Brille für Windows Mixed Reality

Die Lenovo Explorer, eine VR-Brille für Windows Mixed Reality.

Insgesamt acht VR-Brillen kommen für die neue Windows VR-Plattform. Hier stellen wir die Lenovo Explorer nochmal im Detail vor.

Windows Mixed Reality ist Microsofts Versuch, in der Virtual Reality Fuß zu fassen. Vom Grundprinzip her ist die Plattform ambitioniert, schließlich soll sie irgendwann echte Mixed Reality, also die Verschmelzung von Realität und Virtueller Realität, bieten. Doch zu Beginn beschränken sich die Redmonder auf lupenreine Virtual Reality.

Insgesamt acht VR-Brillen kommen von verschiedenen Herstellern, wie unsere Übersicht zu Windows Mixed Reality zeigt. Seit dem 17. Oktober 2017 ist das Fall Creators Update für Windows 10 verfügbar und damit wurde auch die Funktionalität für die VR-Plattform implementiert. Mit der Lenovo Explorer dürft ihr ab sofort in die virtuelle Realität abtauchen.

Technische Daten (Auflösung, FOV, Tracking)

Die Lenovo Explorer bietet ein 2,89-Zoll-LCD-Display mit einer Auflösung pro Auge von 1.440 × 1.440 Pixeln. Die Gesamtauflösung beträgt also 2.880 × 1.440 Pixel, was über der Gesamtauflösung der aktuellen Marktführer für PC-basierte Virtual Reality, HTC Vive und Oculus Rift (2.160 × 1.200 Pixel), liegt.

Das Sichtfeld (FOV, Field of View) beträgt in der Horizontale bis zu 105 Grad, was nur rund fünf Grad weniger ausmacht, als bei Vive oder Rift.

Die Bildwiederholungrate liegt bei bis zu 90 Hz für starke PC-Systeme. Schwächere PCs oder Notebooks sorgen für eine automatische Reduktion auf 60 Hz. Im nächsten Abschnitt gehen wir genauer auf die Systemvoraussetzungen ein.

Die Lenovo Explorer bietet eine höhere Auflösung als etwa die HTC Vive oder die Oculus Rift.

Die Lenovo Explorer bietet eine höhere Auflösung als etwa die HTC Vive oder die Oculus Rift.

Externe Sensoren oder Kameras sind für das Tracking der Lenovo Explorer nicht notwendig. Das VR-Headset setzt nämlich auf Inside-Out-Tracking. Das bedeutet, dass Kameras am Headset unsere Bewegungen im Raum sowie die Controller verfolgen, aber auch eigenständig Hindernisse erkennen.

Kopfhörer sind nicht im Lieferumfang enthalten und können an eine 3,5mm-Klinke angeschlossen werden. Das Headset wird über ein HDMI-Kabel (2.0) sowie ein USB-Kabel (3.0) an den PC oder das Notebook angeschlossen.

Komfortabel: Die Brille kann aufgesetzt und dann das Frontdisplay einfach hochgeklappt werden, wenn ein schneller Blick in die Realität nötig ist.

Systemvoraussetzungen

Microsoft unterscheidet zwischen zwei Systemen: Windows Mixed Reality Basis mit integrierter Grafikkarte, das auf eine Bildwiederholungsrate von 60 Hz gedrosselt werden kann und Windows Mixed Reality Ultra, für Systeme mit starken separaten Grafikkarten. Hier sind die Voraussetzungen für beide Systeme:

 Desktop-PC / Notebook (separate Grafikkarte)Desktop-PC / Notebook (integrierte Grafikkarte)
BetriebssystemWindows 10 Fall Creators UpdateWindows 10 Fall Creators Update
ProzessorIntel Core i5-Reihe oder AMD FX-4350 4,2 GHzIntel Core i5-Reihe
GrafikkarteNVidia GTX 965M oder AMD RX 460 oder besserIntegrated Intel HD Graphics 620 oder besser
Arbeitsspeicher8GB DDR38GB DDR3
Speicherplatz10 Gigabyte10 Gigabyte
Videoausgang1 x HDMI 1.4 oder DisplayPort 1.21 x HDMI 1.4 oder DisplayPort 1.2
USB-Anschluss1 x USB 3.0 Type-A oder Type-C1 x USB 3.0 Type-A oder Type-C
BluetoothBluetooth 4.0Bluetooth 4.0

Microsoft hat zudem ein Tool bereitgestellt, das euren Rechner einem automatischen PC-Check unterzieht und feststellt, ob euer Rechner Windows Mixed Reality überhaupt packt.

Ob 60 oder 90 Hz Bildwiederholungsrate, das entscheidet der an die Lenovo Explorer angeschlossene Rechenknecht.

Ob 60 oder 90 Hz Bildwiederholungsrate, das entscheidet der an die Lenovo Explorer angeschlossene Rechenknecht.

Bewegungs-Controller

Ähnlich wie bei HTC Vive und Oculus Rift gibt es speziell für Windows Mixed Reality eigene Controller. Die sind laut diversen Berichten relativ komfortabel und intuitiv zu handhaben. Sie verfügen sogar über Touchpad und Thumbstick gleichzeitig, was diverse Dinge erleichtert.

Beispielsweise lässt es sich in Spielen, die freie Bewegung (Full Locomotion) unterstützen, mit dem Thumbstick viel besser navigieren. Fingerfreiheit wie bei Oculus Touch oder sogar die Nutzung der ganzen Hand wie bei den kommenden Valve Knuckles finden wir hier aber nicht.

Die Controller werden über zwei AA-Batterien betrieben, Akkus sind also empfehlenswert.

Microsofts neue Bewegungs-Controller für Windows Mixed Reality. © Microsoft

Microsofts neue Bewegungs-Controller für Windows Mixed Reality.

Inhalte für Windows Mixed Reality

Der Windows Store bietet aktuell noch nicht sonderlich viele Inhalte, allerdings sind einige sehr gute VR-Titel dabei. Arizona Sunshine lässt euch auf eine richtig coole Zombiejagd gehen und in Superhot VR dürft ihr in Zeitlupe stilisierten Gegnern den Garaus machen. Obduction lehrt euch Puzzles zu lösen, Skyworld will mit Strategie glänzen und dann wäre da noch Halo VR. Allerdings ist die erste Auskopplung zum Halo-Franchise, Halo: Recruit, eher ernüchternd. Wir warten hier noch auf richtige Spiele, die in Zukunft kommen sollen, wie Halo-Entwickler 343 Industries bestätigt hat.

Neuerdings dürft ihr aber auch auf euren SteamVR-Account zugreifen und VR-Spiele verwenden, die Windows Mixed Reality unterstützen.

Vertigo Games bringen mit Skyworld einen Strategietitel für HTC Vive, Oculus Rift und Windows Mixed Reality.

Vertigo Games bringen mit Skyworld einen Strategietitel für HTC Vive, Oculus Rift und Windows Mixed Reality.

Lenovo Explorer im Test

Bis heute ist uns leider kein Testgerät zur Verfügung gestellt worden. Deswegen können wir euch  leider nicht  aus erster Hand sagen, was es in der Praxis taugt. Das bedauern wir sehr.

Bisherige Berichte sprechen von einem ordentlichen VR-Headset, das sich aber von Brillen wie der HTC Vive und Oculus Rift trotz höherer Auflösung nicht deutlich abzusetzen vermag. Der Fliegengittereffekt sei nicht erheblich minimiert worden und Texte in VR weiterhin schwer zu lesen. Auch der Sichtbereich soll sich enger anfühlen, obwohl dieser auf dem Papier nur fünf Grad hinter Vive und Rift liegt.

Das Inside-Out-Tracking wird als erstaunlich robust gelobt. Allerdings werden auch gelegentliche Einschränkungen und Ungenauigkeiten genannt, etwa wenn wir in die eine Richtung schauen und in die andere schießen. Gelobt wird oft der schnelle Installation bzw. die Einrichtung, was es ermöglicht, das Headset mal eben in der Tasche zu verstauen und einfach bei Freunden an einen Windows-10-Rechner anzuschließen.

Lenovo Explorer kaufen

Die VR-Brille Lenovo Explorer bekommt ihr beispielsweise bei MediaMarkt. Der Preis liegt bei 449 Euro. Einige MediaMärkte haben die Brille aktuell direkt auf Lager, ein Abstecher dorthin könnte euch also noch heute in die virtuelle Realität verfrachten.

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