Landfall

Oculus Rift Spiele
7

VR-World Rating

9.6

VR-User

Krieg im Vorgarten

Nach uns die Sintflut und danach Landfall. Im Twin Stick Shooter für die Oculus Rift übernehmt ihr die Rolle eines Soldaten im Kampf um wertvolle Ressourcen. Die Besonderheit: Ihr bestreitet die Kampagne allein oder im Koop mit einem Freund.

Kennt ihr die kleinen grünen Plastiksoldaten? Die sich wunderbar dazu eignen, Krieg im elterlichen Vorgarten nachzustellen? Wer diese Erfahrung kennt, weiß wie es sich anfühlt, Landfall zu spielen. Ihr schwebt in erhabener Höhe über dem Spielfeld und steuert eure Soldaten aus der Vogelperspektive mit dem Gamepad.

Screenshot von Landfall. Links explodiert etwas effektvoll, rechts steht ein Strider.

Die Areale von Landfall sind detailreich gestaltet. / © Force Field

Landfall kombiniert geschickt die Gamepadsteuerung, bei der ihr übrigens aus mehreren Tastenbelegungen auswählen könnt, mit eurem Blick. Granaten aktiviert ihr beispielsweise mit dem linken Trigger eures Gamepads und bestimmt dann mit einem Fadenkreuz, das an euren Blick gekoppelt ist, wo die Granate landen soll. Das funktioniert im Eifer des Gefechts recht gut, wenn ihr euch dran gewöhnt habt.

Kühner Kommandant

Neben eurem Kommandanten wimmeln auf den überschaubaren Schlachtfeldern unzählige KI-Soldaten umher. Befehle erteilt ihr euren Kanonenfutterkollegen indes keine, sie rücken automatisch zur Frontlinie vor und nehmen den Gegner unter Beschuss. Die Frontlinie besteht aus mehreren Flaggenpunkten, die ihr dem gegnerischen Gesocks entreißen und für kurze Zeit halten müsst, um sie zu übernehmen.

Screenshot von Landfall. Ein typischer Staudamm auf dem Gefechte ausgetragen werden.

Staudämme bestimmen die Szenerie von Landfall, das nach einer Sintflut auf der Erde spielt. / © Force Field

Landfall fährt 35 verschiedene Kampfgebiete auf, die sich nicht nur in ihrem Aufbau, sondern und vor allem in ihren Missionszielen unterscheiden. Anstatt immer nur eure gegnerische Armee zu dezimieren, stehlt ihr Geheimdokumente, eskortiert Frachtcontainer, ruft Luftangriffe oder verteidigt eure Stellung.

Dabei verwendet Landfall ein Ticketsystem für euren Einheitennachschub. Euer Soldat besitzt eine Wertigkeit von zehn, normale Soldaten sind ein Ticket wert und die etwas stärkeren KI-Anführer vier. Sterbt ihr oder einer eurer KI-Kumpanen verliert ihr Tickets. Erreicht euer Ticketstand null, könnt ihr nicht mehr respawnen und verliert das Gefecht.

Fallende Titanen

Während eines Gefechts gibt euch Landfall bis zu zwölf Loadouts an die Hand, um euren Spielstil zu individualisieren. Ihr zieht beispielsweise mit einem Scharfschützengewehr, einem Flammenwerfer oder einem Raketenwerfer in die Schlacht. Obendrein bietet jeder Loadout eine andere Fähigkeit wie ein Schutzschild oder ein Blitzgewitter, die sich langsam im Gefecht aufladen.

Screenshot von Landfall. Eine typische Spielsituation in der sich zwei Soldaten beschießen.

Ihr befehligt euren Soldaten aus der Vogelperspektive, die euch größtenteils einen guten Überblick gibt. / © Force Field

Ein großes Plus eures Soldaten sind die sogenannten Strider. Große Mechs, die abhängig von eurem Loadout besonders starke Waffen besitzen, mehr Schaden einstecken und normales Fußvolk einfach platttrampeln. Mit eurem Koloss räumt ihr das Schlachtfeld ganz gut auf, manche Missionsziele lassen sich aber nicht mit dem Strider erreichen, weshalb er kein Allheilmittel ist.

Unendliche Kriegsführung

Wer möchte, bestreitet die Kampagne allein oder im Koop-Modus mit einem Freund, einer Freundin oder einem/r Unbekannten. Wer sich hingegen beweise möchte, der tritt in Duellen oder Team-Gefechten (2 vs. 2) an. Die finden auf den gleichen Karten statt, die ihr schon aus der Kampagne kennt und funktionieren grundlegend ganz gut. Auf vielen Karten fällt aber das Verteidigen leichter als das Angreifen, da ihr als verteidigende Armee vermehrt unendlich viele Tickets habt und defensiver agieren könnt.

Allerdings scheinen die einzelnen Loadouts nicht gut ausbalanciert zu sein, da es zumindest einen Loadout gibt, der euch starke Waffen mit einer hohen Reichweite beschert, die gerade in Form des Striders übermächtig wirkt. Dem Multiplayer-Modus von Landfall liegt ein Erfahrungspunktesystem zugrunde, über das ihr im Level aufsteigt und neue Loadouts freischaltet.

Technisch läuft Landfall auf der Oculus Rift sehr rund. Weder Trackingprobleme noch KI-Aussetzer oder Lags im Onlinemodus gibt es zu bemängeln. Lediglich in Bereichen, die eurem Standpunkt in der Spielwelt am weitesten entfernt sind, geht euch die Übersicht flöten.

Ihr findet Landfall für die Oculus Rift im offiziellen Oculus Store.

Das ist gut

  • 12 verschiedene Loadouts
  • Kampagne mit Koop-Multiplayer
  • Gute Steuerung über das Gamepad

Das geht besser

  • Balancingprobleme
  • Mangelnde Übersicht in der Ferne

Fazit

Landfall liefert ein sehr gutes Twin-Stick Shooter Gameplay mit verschiedenen Spielstilen ab. Letztere wirken aber gerade in Multiplayergefechten schlecht ausbalanciert. Trotzdem macht Landfall in Online-Scharmützeln gegen Freunde oder Fremde viel Spaß.
7

VR-World Rating

Gameplay: 7
Steuerung: 8
Immersion: 7
Story: 6
Grafik: 8
Sound: 8
Umfang: 8

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