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Konrad the Kitten – A Virtual But Real Cat

HTC Vive Oculus Rift PlayStation VR Spiele
8

VR-World Rating

Konrad the Kitten im Test: Echtes Haustier in VR

Direkt zum Fazit

Ein Katzen-Waveshooter wäre doch eine tolle Idee für Katzenallergiker, oder? Entwickler FusionPlay sieht das anders und will die ausgetretenen Shooterpfade gar nicht erst betreten. Das Spielkonzept von Konrad the Kitten geht ganz andere – und obendrein innovative – Wege.

Mal ehrlich: Was sollen wir mit einer Katze in Virtual Reality? Das klingt doch irgendwie langweilig. Hoppla, erwischt! Denn hier schlägt genau das PR-Problem zu, dass VR dieser Tage noch hat. Platte 2D-Bilder vermitteln die Faszination dessen, was in der virtuellen Realität vor sich geht, schlecht bis gar nicht.

VR muss man erlebt haben, am Besten mit jemandem, der uns zeigt, wie es geht, welche Tricks es gibt und was wir Cooles darin erleben können. Beispielsweise könnten wir Technik-Nerds unserer Freundin mal zeigen, was in VR so alles möglich ist.

Zombies töten oder Katze streicheln?

Kommen wir ihr aber mit einem Zombieshooter an, wird das die Dame des Herzens nicht unbedingt begeistern. Vor allem dann nicht, wenn sie eher auf die feinsinnigen Dinge des Lebens steht. Auf Katzen, beispielsweise. Denen sagt man ja auch einen gewissen Feinsinn nach – naja, Eigensinn ist auch viel dabei. Konrad the Kitten liefert uns hier ein wenig eigensinniges, dafür aber erstaunlich niedliches Kätzchen, mit dem wir uns jeden Tag ein paar Minuten beschäftigen können.

Kleine Katze zum Spielen in VR: Um Konrad müssen wir uns regelmäßig kümmern.

Kleine Katze zum Spielen in VR: Um Konrad müssen wir uns regelmäßig kümmern.

Ja, das erinnert nicht umsonst an die alten Tamagotchis, die wir als Kinder hatten. Auch Konrad möchte, dass sich regelmäßig um ihn gekümmert wird. Nachdem wir es uns auf unserer Spielfläche bequem gemacht haben (wir setzen uns dabei auf einen vorgegebenen Punkt am Boden), geht’s auch schon los: In einer kleinen Scheune finden wir Einstellungsmöglichkeiten, können die Höhe des Bodens kalibrieren und den besonderen Clou des Spiels aktivieren.

Mit dem Kuscheltier zu mehr Immersion

Wir können das Spiel ganz normal mit Bewegungs-Controllern spielen, wir dürfen aber auch ein ein Kuscheltier nutzen und es zu Konrad machen. Einfach mit einem oder zwei Gummis einen VR-Controller unserer Oculus Rift, HTC Vive oder PlayStation VR auf den Rücken eines Plüschis schnallen – schon erwacht Konrad zu haptischem Leben.

Ein Kuscheltier mit einem Vive-Controller versehen, und schon fühlt sich Konrad viel "echter" an. Im Spiel guckt er allerdings nicht so grimmig wie das Fellknäuel auf dem Bild...

Ein Kuscheltier mit einem Vive-Controller versehen, und schon fühlt sich Konrad viel „echter“ an. Im Spiel guckt er allerdings nicht so grimmig wie das Fellknäuel auf dem Bild…

Es ist erstaunlich, wie sehr dieser kleine Kniff für ein noch eindrücklicheres Erlebnis sorgt. Konrad fühlt sich an wie eine Katze und wir sehen ja das kleine Kätzchen in VR. Das ist eine wirklich neuartige und interessante Erfahrung.

Mit dem Plüschtier in der Hand führen wir alle Aktionen in VR aus. Wir halten Konrad in die jeweilige Location, die neben uns oder vor uns auftaucht. Beispielsweise die Küche, das Bad oder den kleinen Laden, in dem wir Mützen, Sonnenbrillen und allerlei anderes Zeugs für Conrad kaufen können.

Wünsche und Bedürfnisse

Doch bevor wir uns etwas kaufen können, müssen wir uns ein bisschen um die kleine Katze kümmern. In einer Gedankenblase über der Katze sehen wir ihre Wünsche und Bedürfnisse. Die müssen wir austarieren, damit sie uns einerseits mehr Zuneigung entgegenbringt, auf der anderen Seite aber ihre Erziehung nicht vergisst. Und gesund sollte sie auch bleiben. Für diese drei Bereiche hat Konrad einen Balken, der sich je nach unseren Aktivitäten füllt oder abnimmt.

Konrad will spielen: Wir müssen seine Wünsche und Bedürfnisse sorgfältig austarieren.

Konrad will spielen: Wir müssen seine Wünsche und Bedürfnisse sorgfältig austarieren.

Ein Futternapf zeigt an, dass die Katze Hunger hat. Wir wählen also die Küche aus und lassen Konrad mampfen. Will Konrad spielen, setzen wir ihn vor das Klopapier im Bad, so dass er die Klorolle malträtieren kann. Ist er müde, legen wir ihn in einen Karton, wo er ein Schläfchen hält.

Level, Münzen & Mäuse

Jede Aktion füllt einen Kreisbalken. Wenn sie erfolgreich beendet wurde, steigen Herzen (die gleichzeitig als Erfahrung dienen) oder Münzen auf, die wir mit der Katze einsammeln. Je höher Konrads Stufe, desto mehr Dinge schalten wir frei: Beispielsweise eine neue Umgebung (zum Beispiel den Strand), oder neues Zeug im Laden.

Mit Konrad Mäuse jagen: Für jede erwischte Maus gibt's Punkte.

Mit Konrad Mäuse jagen: Für jede erwischte Maus gibt’s Punkte.

Die Münzen bekommen wir übrigens auch beim Glücksrad: Manchmal erscheint nach einer Aktion ein Glücksrad, bei dem wir Münzen, Herzen oder ein Minispiel bekommen können. Das Minispiel besteht darin, mit der Katze Mäuse zu jagen, ohne mit Konrads Pfoten in aufgestellte Mäusefallen zu tapsen.

Dafür gibt’s Punkte und am Ende je nach Punktzahl neue Münzen. Sehr cool: Wenn wir Konrad zum Streicheln auf den Rücken drehen, hören wir nicht nur sein zufriedenes Schnurren – der Controller (und damit das Plüschtier) vibriert auch passend dazu.

Clevere Energiegrenze

Nach ungefähr 20 Minuten ist Konrads Energie verbraucht. Nimmt Konrads Gesundheit im Laufe des Spiels durch unsere Aktionen ab, weil wir ihm beispielsweise sein Fresschen vorenthalten, sinkt seine Energie sogar noch schneller. Dann ist das Spiel für heute vorbei und wir dürfen morgen wiederkommen.

Auf diese Weise sollen wir dazu animiert werden, uns regelmäßig um Konrad zu kümmern. Das funktioniert erstaunlicherweise sogar bei uns beinharten Nerds.

Klamotten für die Katze: Mit Tatzenmünzen kaufen wir Hüte & Sonnenbrillen für die arme kleine Katze.

Klamotten für die Katze: Mit Tatzenmünzen kaufen wir Hüte & Sonnenbrillen für die arme kleine Katze.

Konrad the Kitten ist ziemlich gut gelungen, bedenken wir, dass eigentlich nur ein Entwickler dahintersteckt. Zwar könnten die Animationen der Katze noch vielfältiger sein, aber auch so kommt Konrad (vor allem in Verbindung mit einem Plüschtier) ziemlich überzeugend rüber.

Dass das Futter, die Katzenstreu und die toten Mäuse nur platte Texturen sind, ist ärgerlich, aber insgesamt sind die Umgebungen liebevoll und sehr ansprechend gestaltet. Kleine Easter Eggs wie die Maus, die aus dem Küchenschrank lugt oder der Papagei, der zum Fenster reinschaut, lassen die kleine Konrad-Welt weniger statisch erscheinen.

Für lange Spielrunden mit Konrad reicht es dann aber doch nicht, dafür ist insgesamt zu wenig Abwechslung vorhanden. Das wird aber durch das clevere Erschöpfungs-Feature gemindert: Konrad ist müde, bevor wir uns mit ihm langweilen. So macht es durchaus Spaß, regelmäßig beim kleinen Fellknäuel reinzuschauen und das etwas andere VR-Spiel, das mit einem „echten“ Haustier, zu spielen.

Konrad the Kitten ist für euch geeignet, wenn ihr

  • ein Faible für kleine Kätzchen habt
  • euch nostalgisch an Tamagotchis erinnert
  • ein  regelmäßiges, kurzes und innovatives VR-Spiel sucht

Konrad the Kitten ist nicht für euch geeignet, wenn ihr

  • auch ohne Fellkontakt Katzenallergiker seid
  • gerne Katzen erschießen möchtet
  • simple VR-Konzepte euch langweilen

Das Virtual Reality-Spiel Konrad The Kitten findet ihr hier:

Fazit

Eigentlich hielt ich Konrad the Kitten für ein nettes, aber recht langweiliges Konzept. Nach dem Test muss ich allerdings sagen, dass ich die Idee dahinter jetzt gut nachvollziehen kann – und sie funktioniert auch. Wer ein ruhiges kleines, unaufgeregtes VR-Spiel für zwischendurch sucht und mit einem virtuellen Haustier etwas entspannen will, der wird mit Konrad bestens bedient. Netter Nebeneffekt: Auch um Kindern VR näherzubringen, eignet sich dieses Spiel ganz hervorragend.
8

VR-World Rating

Gameplay: 8
Grafik: 7
Sound: 7
Steuerung: 9
Immersion: 9
Umfang: 6
Zum Anfang

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