VR-Brillen 2018: Vergleich der VR-Headsets, Kaufberatung & alle Infos

VR-Brillen 2018: Vergleich der VR-Headsets, Kaufberatung & alle Infos
Ein Vergleich der besten VR-Brillen 2018 offenbart nicht nur Unterschiede beim Preis und der verbauten Technik. Damit wirklich jeder sein perfektes VR-Gerät findet, haben wir diesen Kaufberater für alle wichtigen VR-Headsets zusammengestellt.

Wir halten in diesem Artikel folgende Infos für euch bereit:

  • Welche VR-Brille zu euch passt
  • Was ihr damit anstellen könnt
  • Wie viel Geld ihr dafür ausgeben musst
  • Wie es um den Tragekomfort bestellt ist
  • Welches Zubehör sich lohnt

Letztes Update: Mai 2018 (durch Benjamin Danneberg)

Die Wahl der richtigen VR-Brille hängt nicht allein vom Geldbeutel ab. Jedes Headset besitzt Stärken und Schwächen, die es bei der Kaufentscheidung zu beachten gilt. Denn kein Gerät ist für jeden Anwender gleichermaßen geeignet: Von billigen Bausätzen aus Pappe bis hin zu High-End-Headsets für Enthusiasten ist alles dabei.

Mit unserem Kaufberater möchten wir allen VR-Interessierten die Möglichkeit geben, sich selbst einen umfassenden Überblick über die aktuellen Optionen zu verschaffen. Wir erklären euch, was ihr mit den unterschiedlichen VR-Brillen anstellen könnt und wie sie sich unterscheiden.

Darüber hinaus bieten wir weiterführende Informationen an, um euch die Entscheidung zu erleichtern. Außerdem aktualisieren wir diesen Guide fortlaufend um neue VR-Headsets. Ein Lesezeichen lohnt sich also!

Am Anfang steht die Wahl der VR-Plattform

Welche VR-Brille für wen geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab. Die wohl wichtigste Entscheidung betrifft die Wahl der Plattform. Grundsätzlich lassen sich VR-Brillen nämlich in vier Kategorien einordnen:

Mobile VR mit Smartphone

Den günstigsten Einstieg in die virtuelle Realität stellt euer Smartphone dar – sofern ihr ein passendes besitzt. Das Smartphone wird in eine Halterung gesteckt, die mittels spezieller Linsen einen dreidimensionalen Effekt erzielt. Die eingebaute Sensorik eures Smartphones erkennt eure Kopfbewegungen, sodass ihr euch in der virtuellen Welt umsehen könnt. Allerdings seid ihr an euren Platz gebunden, freies Bewegen im virtuellen Raum durch echte Bewegungen (sogenanntes raumfüllendes VR oder Roomscale) ist damit nicht möglich. Zwei besonders beliebte Beispiele für „Mobile VR“ sind Samsung Gear VR sowie Google Daydream.

Google Daydream ist Googles eigene VR-Plattform, die mit dem Daydream View-Headset und einem Smartphone funktioniert.

Virtual Reality für Spielkonsolen

Zweitens gibt es VR-Brillen, die an eine Spielekonsole angeschlossen werden. Für die Berechnung des Bildsignals ist die Hardware der Konsole verantwortlich. Auch bei diesen Headsets sind zwei Linsen verbaut, deren Teilbilder bei Verwendung spezieller Software dreidimensional erscheinen und für den räumlichen Effekt sorgen. Aufgrund der höheren Rechenleistung der Konsole ist der Immersionseffekt wesentlich höher als bei mobile VR. Aktuell stellt die PlayStation VR die einzige Option für Konsolen-VR dar. Allerdings ist Hersteller Sony damit äußerst erfolgreich: Mehr als zwei Millionen Exemplare konnten bereits abgesetzt werden (Stand Dezember 2017). Darüber hinaus gibt Sony an, dass pro verkauftem Headset fünf VR-Anwendungen verkauft werden.

Die PlayStation VR ist aktuell die erfolgreichste VR-Brille abseits mobiler Lösungen.

Die PlayStation VR ist aktuell die erfolgreichste VR-Brille abseits mobiler Lösungen.

Das ist ein erheblicher Erfolg für die PSVR, vor allem wenn wir bedenken, dass sie „nur“ eingeschränktes Front-Tracking unterstützt und nur im Stehen oder Sitzen gespielt werden kann. Trotzdem kommt die VR-Brille hervorragend an, Blockbuster wie Skyrim VR oder Doom VFR sorgen zusätzlich für Kauflust bei PlayStation-Besitzern.

Microsoft verschläft derweil den neuen Trend, die leistungsfähige XBox One X kann immernoch kein Virtual Reality.

Virtual Reality für den PC

PC-Besitzer haben aktuell die Wahl zwischen der Oculus Rift, der HTC Vive und den Windows Mixed Reality-Headsets. Diese VR-Brillen setzen einen leistungsfähigen Computer voraus. Sie unterscheiden sich nur wenig bei den direkten technischen Spezifikationen, dafür aber mehr beim Tracking (zum Beispiel für raumfüllendes VR) und in der Spiele-Auswahl. Während die HTC Vive ausschließlich auf das offene Ökosystem Steam setzt, erscheinen für die Oculus Rift zusätzlich regelmäßig Exklusivtitel im Oculus Store. Microsofts VR-Brillen können ebenfalls auf Steam zugreifen, der Windows Store bietet dagegen noch keine lohnenswerten Eigenproduktionen.

Für 2018 sind einige neue VR-Brillen in Arbeit. Die HTC Vive Pro wurde gerade auf den Markt gebracht, Pimax arbeitet an sogenannten 8K-Brillen, LG will eine VR-Brille veröffentlichen und es gibt Gerüchte über eine neue Oculus Rift.

Autarke VR-Brillen

Die vierte Option nennt sich Autarkes VR, da alle notwendigen Komponenten hierbei in der Brille selbst verbaut sind. Die Verwendung eines Smartphones, einer Konsole oder eines Computers ist also nicht nötig. Allerdings befindet sich diese VR-Technologie derzeit noch in einer frühen Entwicklungsphase. Einige Geräte liegen dabei auf der Stufe von mobilen VR-Brillen, andere visieren sogar den High-End-Bereich an. Während das vielversprechende Project Alloy von Intel eingestampft wurde, arbeitet Oculus an den Standalone-Headsets Santa Cruz und hat mittlerweile die Oculus Go veröffentlicht.

VR ohne Zusatzhardware und Kabelsalat mit Oculus Go.

VR ohne Zusatzhardware und Kabelsalat mit Oculus Go.

Samsung arbeitet offenbar ebenfalls an einer VR-Brille, die ohne Smartphone auskommt. Während HTC die Vive Focus bereits vorgestellt hat, gibt es mittlerweile neue Informationen zu Lenovos Daydream-Brille Mirage Solo.

Nun kennt ihr die verschiedenen Arten von Virtual Reality-Brillen. Nachfolgend gehen wir auf die aktuell erhältlichen (also bereits veröffentlichten) VR-Brillen näher ein. Sobald neue VR-Headsets auf den Markt kommen, werden wir sie hinzufügen.

Aktueller Vergleich VR-Brillen

Virtual Reality fürs Wohnzimmer: PlayStation VR

PlayStation VR mit Move Controllern und Ps4-Kamera

Vor- und Nachteile

+ hochwertiges VR-Headset für wenig Geld
+ etwas geringerer Fliegengittereffekt
+ PlayStation Aim-Controller
+ umfangreiche Auswahl an Spielen und Apps

– geringere Auflösung als bei den PC-Brillen
– anfälliges  Tracking
– PlayStation Move Controller oft ungenau

Während für hochwertiges VR auf dem PC ein leistungsstarker Computer vorhanden sein muss, zaubert die PlayStation VR  bereits zu einem verhältnismäßig günstigen Preis eine virtuelle Realität auf eure PS4-Konsole. Solltet ihr gar eine PS4 Pro euer Eigen nennen, umso besser. Denn PSVR profitiert klar von der gesteigerten Rechenpower der Pro-Version.

Da die PSVR auf einer überaus erfolgreichen und relativ preisgünstigen Plattform aufbaut, leidet sie nicht an der Anschaffungs-Barriere von High-End Virtual Reality. Zwar kann die Konsole sich in Sachen Leistung und Qualität nicht mit Virtual Reality auf einem Gaming-PC messen, aber die PlayStation VR ist dennoch zu erstaunlich beeindruckenden VR-Erlebnissen fähig.

Spezifikationen

  • Gesamt-Auflösung
  • Bildrate
  • Sichtfeld
  • Bedienung
  • Benötigte Hardware

PlayStation VR

379
  • 1.920 x 1.080
  • 90 Hz (120 Hz im Kinomodus)
  • 100°
  • PS4 DualShock Controller, Move Controller, Aim Controller
  • PlayStation 4 (Pro), PlayStation 4 Kamera

Während die Auflösung mit 960 x 1.080 Pixel pro Auge (1.920 x 1.080 insgesamt) etwas niedriger ausfällt als bei den PC-Brillen, beträgt die Bildwiederholrate satte 120 Hz. Der Abstand der Linsen lässt sich außerdem individuell verändern, um ein möglichst scharfes Bild zu ermöglichen. Darüber hinaus fällt der oft bemängelte Fliegengittereffekt geringer aus als bei den PC-Brillen, da die PSVR mehr Subpixel darstellt als andere VR-Brillen. Dadurch wird das Bild hardwareseitig klarer. Allerdings beeinflusst das natürlich nicht die geringe Gesamtauflösung, sowie die generelle Grafikleistung der PlayStation 4.

Die größte Stärke der PlayStation VR ist zugleich ihre größte Schwäche: Da es sich bei der PSVR-Brille lediglich um „Zubehör“ zur PlayStation 4 handelt, stellen die weiteren Komponenten nur Kompromisslösungen dar. Die für die Erfassung der Kopf- und Controllerbewegungen nötige PS4-Kamera arbeitet nicht immer genau und auch die PlayStation Move Controller eignen sich nur bedingt für das Motion Tracking.

Dafür kann die PlayStation VR mit einem umfangreichen Angebot hochwertiger Spiele überzeugen. Viele Top-Spiele kamen schon im letzten Jahr für die PSVR und auch für 2018 sind bereits diverse VR-Kracher eingeplant. Darunter ist auch das grandiose VR-Spiel Moss zu finden, das wir als „Killer-App“ für VR bezeichnen und als Türöffner für den Massenmarkt sehen.

Zukunfts-Prognose

Die PSVR verkauft sich wie geschnitten Brot und Sony will natürlich weiter investieren. Aufgrund der guten Verkäufe, sowohl von VR-Brillen als auch von Anwendungen, sehen wir die PlayStation VR als das aktuell zukunftssicherste VR-Headset an. Allerdings könnte eine Nachfolge-Brille trotz diverser Gerüchte noch einige Zeit auf sich warten lassen. Wir haben zwar schon unsere Wünsche für eine PlayStation VR 2 geäußert, einen Kauf der PlayStation VR können wir euch für 2018 trotzdem weiterhin guten Gewissens empfehlen. Wenn ihr allerdings auf fortgeschrittenes und raumfüllendes VR aus seid, dann solltet ihr weiterlesen.

Preis-Leistungssieger: Oculus Rift

VR-Headset Oculus Rift auf Promo-Bild

Vor- und Nachteile

+ günstiger Preis
+ hervorragende Bewegungs-Controller inklusive
+ einige hervorragende Exklusiv-Spiele

– raumfüllendes VR (Roomscale) schwächer als bei der HTC Vive
– hohe Systemanforderungen
– benötigt viele USB-Slots

Nach mehreren deutlichen Preissenkungen im Jahr 2017 stellt die Oculus Rift im Verbund mit den Oculus Touch-Controllern aktuell das beste Gesamtpaket für PC-basierte Virtual Reality dar.

Die Oculus Rift verfügt über zwei OLED-Displays mit einer Auflösung von 2.160 x 1.200 Pixeln und einer Bildfrequenz von 90 Hz. Das erlaubt selbst schnelle Kopfbewegungen ohne Nachzieh-Effekte oder ruckelndes Bild. Die Bewegungserfassung erfolgt über externe Kameras des Constellation Tracking-Systems. Die Steuerung kann wahlweise über einen Xbox One-Controller oder die Touch-Controller erfolgen. Letztere sind in der Regel bei einem Kauf der Oculus Rift inklusive.

Ein weiterer großer Pluspunkt der Rift besteht im integrierten, binauralen Audio-System. Die Kopfhörer sind an den Seiten des Headsets angebracht und lassen sich individuell anpassen.

Spezifikationen

  • Gesamt-Auflösung
  • Bildrate
  • Sichtfeld
  • Bedienung
  • Systemanforderungen

Oculus Rift

449
  • 2.160 x 1.200
  • 90 Hz
  • 110°
  • Oculus Touch, Xbox One Controller
  • Intel i3-6100 / AMD Ryzen 3 1200, NVIDIA GTX 960 / AMD Radeon R9 290, 8GB RAM, 1x HDMI 1.3, 1 x USB 3.0, 2 x USB 2.0, Win 8.1

Allerdings benötigt ihr für die Oculus Rift einen entsprechend starken Rechner und ausreichend Anschlüsse (vor allem für USB). Auf der Oculus-Webseite könnt ihr euch ein kleines Programm herunterladen, das eure PC-Spezifikationen überprüft.

Im direkten Vergleich mit der HTC Vive schneidet die Oculus Rift in Bezug auf raumfüllendes VR schlechter ab. Erstens fällt der erfasste Spielraum bei der Rift kleiner aus und zweitens können die Touch-Controller trotz kontinuierlicher Updates immer noch nicht ganz mit der Genauigkeit der Vive-Controller mithalten. In unserem Roomscale VR-Tutorial für Oculus Touch helfen wir euch dabei, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Dennoch ist die Oculus Rift zusammen mit Oculus Touch rund 200 Euro billiger als die HTC Vive, weshalb wir eine klare Preis-Leistungs-Empfehlung aussprechen können. Hilfe bei der Installation können wir euch ebenso anbieten wie einen umfangreichen Tweaking Guide, der auf alle Feinheiten der Oculus Rift eingeht. Eine Übersicht zum Zubehör findet ihr ebenso bei uns, wie einen umfangreichen Problemlösungs-Guide.

Zukunfts-Prognose

Facebook als Besitzer von Oculus macht aktuell nicht den Eindruck, als wolle es sein teures Engagement in Virtual Reality verringern. Regelmäßig bringt Oculus exklusive Inhalte wie Robo RecallLone Echo oder Brass Tactics. Darüber hinaus erscheint im Mai 2018 die mobile VR-Brille Oculus Go. Außerdem arbeitet Oculus am autarken High-End-Headset Santa Cruz. Gerüchte sprechen zudem von einer möglichen Ankündigung der Oculus Rift 2 in diesem Jahr, allerdings sagt Oculus selbst, dass es bis zu einem Nachfolger noch länger dauern wird und 2018 keine neue Rift kommt.

Wir bewerten die Oculus Rift aufgrund ihres Preises und der bisherigen Verbreitung sowie dem potenten Geldgeber Facebook im Rücken als zukunftssicher. Wenn ihr auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Wert legt, dann empfehlen wir die Oculus Rift. Wollt ihr hingegen perfektes raumfüllendes VR, dann solltet ihr euch die HTC Vive anschauen.

Auf dem Weg zum Holodeck: HTC Vive

Vor- und Nachteile

+ hervorragendes, präzises Positions-Tracking
+ präzise Motion Controller
+ große Roomscale-Fläche möglich

– hoher Preis
– hohe Systemanforderungen

Während die HTC Vive in puncto Auflösung und Bildfrequenz identisch mit der Oculus Rift ist, macht das hervorragende Positions-Tracking die Vive zur vollwertigsten VR-Erfahrung, die momentan erhältlich ist. Neben der Brille und den beiden Basis-Stationen sind auch zwei Motion Controller im Lieferumfang enthalten. Die bieten zwar kein teilweises Fingertracking wie die Oculus Touch, sind aber sehr präzise und zuverlässig.

Das Lighthouse genannte Tracking-System der HTC Vive verfügt über 70 optische Sensoren, die mithilfe von Laserstrahlen den Standort des Benutzers ermitteln. Die beiden Basistationen werden diagonal an gegenüberliegenden Punkten der Spielfläche installiert. Sie benötigen keine Kabelverbindung zum PC, allerdings brauchen sie jeweils einen eigenen Stromanschluss.

Die Laser erzeugen ein unsichtbares Netz, anhand dessen sich die HTC Vive im Raum orientiert. Die Positionserkennung deckt dabei offiziell bis zu 12 m² ab, wodurch euch viel Freiraum geboten wird. Berichte von Vive-Nutzern sprechen aber auch von erheblich größeren Spielflächen, die problemlos getrackt werden.

Spezifikationen

  • Gesamt-Auflösung
  • Bildrate
  • Sichtfeld
  • Bedienung
  • Systemanforderungen

HTC Vive

599
  • 2160x1200
  • 90 Hz
  • 110°
  • Vive Controller, XBox-Controller, PC-Gamepad
  • Intel Core i5-4590 / AMD FX™ 8350, GeForce GTX 1060 / Radeon RX 480, 4 GB RAM, HDMI 1.4, 1x USB 2.0, Win7.1

Trotz des relativ hohen Gewichts von etwa 500 Gramm lässt sich die HTC Vive dank der Kopfband-Konstruktion angenehm tragen. Wer eine zusätzliche Investition nicht scheut, kann den Tragekomfort durch den Kauf eines Vive Deluxe Audioriemens erheblich verbessern. Außerdem ist es möglich, den Abstand zwischen den Augen als auch den Abstand zwischen Display und Auge (sehr praktisch für Brillenträger!) anzupassen.

Der größte Minuspunkt ist sicherlich der Preis, denn die Vive schlägt nach 200 Euro Preisnachlass immer noch mit 699 Euro zu Buche. Rechnet man die Investition für einen leistungsstarken PC noch hinzu, ist die VR-Brille ziemlich teuer.

Hilfe bei der Installation der HTC Vive bieten wir allen Interessenten ebenso an wie einen umfangreichen Tweaking Guide, mit dem ihr das Maximum aus der VR-Brille herauskitzeln könnt. Falls ihr Zubehör oder Ersatzteile benötigt, haben wir eine umfangreiche Liste für euch. Und solltet ihr Probleme mit der HTC Vive haben, dann helfen wir euch mit unserem Troubleshooting-Guide weiter.

Zukunfts-Prognose

Es gibt Gerüchte, nach denen HTC bereits an einer HTC Vive 2 mit satter 4K-Auflösung arbeitet. Allerdings hält sich das taiwanesische Unternehmen mit Updates zu ihren Zukunftsplänen diesbezüglich extrem zurück. In China wurde jetzt die mobile VR-Brille Vive Focus veröffentlicht, die 2018 auch in Europa erscheinen soll. Die HTC Vive Pro wurde auf der CES 2018 angekündigt (siehe den nächsten Abschnitt für weitere Infos). Außerdem soll in Zusammenarbeit mit Intel das Vive Wireless-Addon kommen, das die Kabel vom Headset entfernt (ähnlich dem TPCast Wireless Adapter). Valve arbeitet zudem an den Valve Knuckles, die die ganze Hand in VR mit einbeziehen.

Darüber hinaus kommen neue, leichtere, leistungsfähigere und billigere Lighthouse-Sensoren auf den Markt. Die werden allerdings nicht mit der aktuellen HTC Vive kompatibel sein. Die HTC Vive Pro ist dagegen mit Lighthouse 2.0 sowie der Standard-Version kompatibel. Trotz des Mangels an offiziellen Informationen von HTC bewerten wir die aktuelle HTC Vive als zukunftssicher. Sie bietet das beste aktuelle Roomscale-VR und wird ganz sicher noch lange von vielen Anwendungen unterstützt.

Schärfer und erheblich teurer: HTC Vive Pro

Die Kopfhalterung soll das Gewicht weniger frontlastig verteilen und die Kopfhörer sollen für guten Sound sorgen.

Vor- und Nachteile

+ hervorragendes, präzises Positions-Tracking
+ verbesserte Display-Auflösung
+ präzise Motion Controller
+ große Roomscale-Fläche möglich

– extrem hoher Preis
– hohe Systemanforderungen

Anfang des Jahres pochten Spekulationen hoch, eine HTC Vive 2.0 stünde bereits in den Startlöchern und könnte vielleicht sogar eine 4K-Auflösung mitbringen. Auf der CES 2018 wurde dann die HTC Vive Pro angekündigt. Sie ist keine Vive 2, sondern eher eine Weiterentwicklung der Standard-Vive.

Die HTC Vive Pro hat bereits die Sensoren für das kommende Lighthouse Tracking-System 2.0 verbaut, ist aber weiter mit dem ursprünglichen Lighthouse-System kompatibel. Aktuell gibt es das neue Tracking-System noch nicht, auch die angekündigten verbesserten Bewegung-Controller sind ebenfalls noch nicht erhältlich. Derzeit gibt es nur das reine VR-Headset für den exorbitanten Preis von 879 €. In Verbindung mit einem Starterkit (Basisstationen, Controller, Kabel) kostet das Gesamtpaket 1.250 $. Zumindest in den USA, das Starterpaket wird in Europa noch nicht angeboten. Der zusätzliche Kauf der einzelnen Komponenten würde derzeit 634,93 € kosten, was einen Gesamtpreis von 1.513,99 € ergibt. Allerdings sind Basisstationen und Controller derzeit im offiziellen HTC-Shop ausverkauft. Die Controller könnt ihr beispielsweise bei MediaMarkt bekommen.

Spezifikationen

  • Gesamt-Auflösung
  • Bildrate
  • Sichtfeld
  • Bedienung
  • Systemanforderungen

HTC Vive Pro

879
  • 2880x1600
  • 90 Hz
  • 110°
  • Vive Controller, XBox-Controller, PC-Gamepad
  • Intel i5-4590 oder AMD FX8350, Nvidia GeForce GTX 1060 oder AMD Radeon RX 480, 4 GB RAM oder mehr, DisplayPort 1.2, 1x USB 3.0, Windows 8.1 oder höher

Die HTC Vive Pro ist komfortabler als die Standard-Vive. Das liegt an der neuen Kopfhalterung, die den Schwerpunkt der VR-Brille von den Wangenknochen auf die Stirn verlegt. Die integrierten Kopfhörer bieten sehr guten Klang, lassen sich aber nicht abnehmen. Den fast gleichen Effekt erzielen wir bei der HTC Vive durch ein Upgrade mit dem Deluxe Audio Strap. Brillenträger können die HTC Vive Pro noch etwas leichter aufsetzen als die normale Vive. Besonders punkten möchte HTC mit dem neuen Display, das eine Auflösung von 1.440 x 1.600 Pixel pro Auge mitbringt. Zum Vergleich: Die HTC Vive bringt nur eine Auflösung von 1.080 x 1.200 Pixel pro Auge mit.

Die höhere Auflösung resultiert in einem geringeren Fliegengittereffekt und Text ist allgemein besser lesbar. Allerdings sind die Unterschiede nicht so gewaltig, wie der exorbitante Preis vermuten lässt. Da die HTC Vive im Rahmen der Veröffentlichung der HTC Vive Pro eine Preisreduktion erfahren hat, empfehlen wir, die HTC Vive vorzuziehen und auf eine signifikante Weiterentwicklung (HTC Vive 2.0) zu warten.

Zukunfts-Prognose

Mit den neuen Basisstationen des Lighthouse Tracking-Systems 2.0 soll die HTC Vive Pro einen Trackingsbereich von bis zu 100 m² abdecken können. Das ist natürlich ganz besonders für VR-Arcades interessant, der Privatnutzer wird davon in der Regel kaum etwas haben. Bei dem für unsere Begriffe viel zu hohen Preis für einen in der Praxis zu geringen Unterschied wird die HTC Vive Pro bei den Privatkonsumenten wahrscheinlich nie richtig ankommen.

Es ist zwar möglich, dass HTC in Zukunft den Preis senkt, aber angesichts der Tatsache dass die HTC Vive trotz neuerlicher Preissenkung immer noch erheblich teurer ist als die Konkurrenz von Oculus Rift, sehen wir in der HTC Vive Pro keine Alternative für den Heimgebrauch. Was Updates und Anwendungen betrifft, ist die sie aber wahrscheinlich genauso zukunftssicher wie die Standard-Vive. Für den Privatnutzer von VR kann daher nur eine deutliche Weiterentwicklung wie die HTC Vive 2.0 auf lange Sicht von Interesse sein.

Aufsetzen und losspielen:  Windows Mixed Reality

Windows Mixed Reality-Headsets werden SteamVR unterstützen.

Vor- und Nachteile

+ Tracking ohne externe Geräte
+ einfache und schnelle Installation
+ hochklappbare Front

– engeres Sichtfeld
– Inside-Out-Tracking mit Aussetzern
– hohe Systemanforderungen

Windows Mixed Reality ist Microsofts Virtual Reality-Plattform für das Betriebssystem Windows 10. Die passenden VR-Brilen liefern Hersteller wie Acer, ASUS, Dell, Fujitsu, HP, Lenovo, Medion und Samsung.

Fast alle Brillen weisen dieselben Spezifikationen auf. Die Gesamt-Auflösung beträgt 2.880 x 1.440 Pixel, was über der Auflösung von HTC Vive und Oculus Rift liegt. Samsungs Odyssey bringt sogar 2.880 x 1.600 Pixel aufs virtuelle Tablett, diese Brille wird aber leider nicht in Europa verkauft. Die Bildwiederholungsrate liegt bei allen Brillen bei bis zu 90 Hz, das Sichtfeld bei den meisten Windows-Brillen bei ca. 105 Grad. Obwohl das nur fünf Grad weniger sind als bei Vive und Rift, fällt der schmalere Sichtbereich laut diversen Tests auf.. Dafür funktioniert das Inside-Out-Tracking erstaunlich gut: Kameras an der VR-Brille verfolgen unsere Bewegung im Raum sowie die Windows-Motion-Controller. Allerdings setzt das Tracking für die Controller ab und zu aus, wenn wir in einen toten Winkel der Kameras geraten (beispielsweise seitlich oder hinter unserem Rücken).

Sehr schnelle und einfache Installation: Windows Mixed Reality kann auf lange Sicht durchstarten.

Sehr schnelle und einfache Installation: Windows Mixed Reality kann auf lange Sicht durchstarten.

Die Windows-Controller können nicht mit den Vive-Controllern oder Oculus Touch mithalten, sind aber dank Touchpad und Analogstick für VR-Anwendungen gut geeignet. Achtung: Es wird ein Bluetooth-Dongle am PC benötigt, damit die Controller funktionieren. Die Hersteller liefern allesamt keinen mit (das ist völlig unverständlich!), also denkt daran, einen mitzukaufen.

Die Installation und die Einrichtung des Spielbereichs für raumfüllendes VR (Roomscale) ist absolut simpel und in kürzester Zeit erledigt. Das sorgt dafür, dass wir die Windows-Brillen auch mal kurz zu Freunden mitnehmen können, um Virtual Reality zu demonstrieren. Allerdings sind die Systemanforderungen nicht ohne und es wird das Windows 10 Fall Creators Update benötigt.

Spezifikationen

  • Gesamt-Auflösung
  • Bildrate
  • Sichtfeld
  • Bedienung
  • Systemanforderungen

Windows Mixed Reality

449
  • 2.880 x 1.440
  • bis zu 90 Hz
  • bis zu 105°
  • Windows Motion-Controller, XBox One-Controller
  • Intel Core i5-Reihe / AMD FX-4350, GeForce GTX 965M / AMD RX 460, 8 GB RAM, 1x HDMI 1.4, 1x USB 3.0, Bluetooth 4.0, Win 10 Fall Creators Update

Mit ungefähr 400 Gramm Eigengewicht sind die Mixed Reality-Headsets recht bequem zu tragen. Ebenfalls sehr komfortabel: Wir können die Front hochklappen, wenn wir kurz etwas in der Realität erledigen müssen. Inhaltlich bietet der Windows Store bis auf Minecraft VR keine nennenswerten Eigenproduktionen, beinhaltet aber bereits eine Reihe bekannter VR-Spiele wie Superhot VR, Arizona Sunshine oder Skyworld. SteamVR wird in einer Beta-Version ebenfalls bereits unterstützt. Wie ihr darauf zugreift, haben wir in unserer FAQ zu Windows Mixed Reality erklärt.

Zukunfts-Prognose

Bei einer Prognose tun wir uns etwas schwer, denn Microsofts Strategie ist mehr oder weniger kaum vorhanden, wie die VR-Geschichte rund um die XBox One X deutlich zeigt. Außerdem hat Microsoft die Windows Mixed Reality-Plattform gestartet, ohne zugkräftige Eigenproduktionen im Store zu haben. Dass die Hersteller und PR-Agenturen keine VR-Geräte zu Testzwecken besitzen bzw. rausschicken, spricht darüber hinaus Bände über das grundlegende Vertrauen der Firmen und Microsoft in die neue Technologie. Wir vermuten, dass die Redmonder ihre neue Plattform mit angezogener Handbremse eine Weile mitschleifen lassen, um den Anschluss nicht zu verlieren. In diesem Jahr kommen aber wohl keine großartigen Ankündigungen.

Trotzdem halten wir Windows Mixed Reality für relativ zukunftssicher, denn immer mehr Entwickler unterstützen die VR-Brillen auf Steam. Sonys Erfolge mit der PSVR werden bei der XBox-Abteilung auch für hektische Betriebsamkeit gesorgt haben und so könnte es sein, dass die XBox One X über kurz oder lang mit den Windows-Brillen kompatibel gemacht wird. Eine gute Grundlage ist jedenfalls da, Microsoft muss sie nur noch richtig nutzen.

Mobile VR mit Anspruch: Samsung Gear VR

Bild der VR-Brille Samsung Gear VR

Vor- und Nachteile

+ hochwertige Verarbeitung
+ hoher Tragekomfort
+ viele gute Anwendungen
+ mobil einsetzbar

– etwas klobig
– Leistung vom Smartphone abhängig

Samsung bietet in Kooperation mit Oculus seine eigene mobile VR-Brille Samsung Gear VR an. Ähnlich wie bei den Cardboard-Brillen kommt hierbei ein Smartphone zum Einsatz, mit dem Unterschied, dass nur ausgewählte Samsung-Geräte kompatibel sind.

Das aktuelle Modell unterstützt unter anderem folgende Smartphones: Galaxy S8+, Galaxy S8, Galaxy S7, Galaxy S7 Edge, Galaxy Note5, Galaxy S6+, Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge, dazu kommen die ab Frühjahr 2018 erhätlichen Galaxy A8 und A8+. Aufgrund der großen Anzahl an kompatiblen Smartphones schwankt die Qualität der VR-Erfahrung entsprechend. Wichtig ist vor allem die Auflösung des Displays.

Spezifikationen

  • Gesamt-Auflösung
  • Bildrate
  • Sichtfeld
  • Bedienung
  • kompatible Smartphones

Samsung Gear VR

119
  • 2.560 x 1.440
  • 60 Hz
  • 101°
  • Bluetooth-Controller, Touchpad und Tasten am Headset
  • Galaxy S8, S8+, S7, S7 edge, Note5, S6 edge+, S6, S6 edge

Für den Preis von rund 120 Euro bekommt ihr ein hochwertiges mobiles VR-Headset mit einfachem Controller, das zudem über einen eigenen App-Store verfügt. Die darin verfügbaren Apps und Spiele sind eigens für die Gear VR optimiert. Die Bedienung erfolgt bei der Gear VR mit einem Bluetooth-Controller (die alte Gear VR-Version wurde durch Knöpfe an der Brille selbst bedient).

Insgesamt ermöglicht die Gear VR einen einfachen Einstieg in die virtuelle Welt, kann aber bei der Grafikpracht und Funktionalität natürlich nicht mit den Top-Geräten für PC und Konsole mithalten. Allerdings könnt ihr dafür das Headset überall hin mitnehmen und überall benutzen.

Zukunfts-Prognose

Samsung führt den Markt für mobile VR-Headsets an, bekommt aber in diesem Jahr erhebliche Konkurrenz durch autarke, mobile VR-Brillen wie Oculus Go, Vive Focus und Lenovo Mirage Solo. Größter Pluspunkt für Gear VR bleibt der günstige Einstieg, vorausgesetzt, man besitzt ein kompatibles Smartphone. Deshalb halten wir die Gear VR im Bereich des Gelegenheits-VR und als Einstiegs-Gerät für recht zukunftssicher.

Hochwertiges VR für den Massenmarkt: Oculus Go

Vor- und Nachteile

+ keine Zusatzhardware beötigt
+ riesige App-Auswahl
+ hochauflösendes Display
+ niedriger Preis

– Controller unterstützt nur 3DoF
– vergleichsweise schwacher Prozessor

Oculus Go ist das neue Standalone-Headset der Facebook-Tochter. Anders als bei Google Daydream oder Samsung Gear VR benötigt die Go keine zusätzliche Hardware, um zu funktionieren, was die insgesamten Anschaffungskosten deutlich drückt. Oculus zielt mit Go ganz klar auf den Massenmarkt: Zum günstigen Preis ab 219 Euro gesellt sich die simple Bedienbarkeit sowie der Fokus auf Entertainment-Produkte und soziale VR-Erfahrungen. Allerdings hat die Oculus Go keine Option zur Einstellung des Pupillenabstands (IPD), wie es bei anderen VR-Brillen üblich ist.

Softwareseitig kann Oculus Go vom Release an auftrumpfen. Die VR-Brille startet mit über 1.000 Apps. Darunter befinden sich auch einige neue Spiele, der Löwenanteil besteht aber aus Gear VR-Apps, mit denen das Gerät von Haus aus kompatibel ist. Ein wenig schade ist, dass in dem neuen Gerät ein schon jetzt recht alter Snapdragon 821-Prozessor steckt und das der Controller anders als das Headset keine 6DoF unterstützt.

Spezifikationen

  • Gesamt-Auflösung
  • Bildrate
  • Sichtfeld
  • Bedienung

Oculus Go

219
  • 2.560 x 1.440
  • 60 - 72 Hz
  • ca. 110° (keine off. Angabe verfügbar)
  • Snapdragon 821-Prozessor, Controller

Zukunfts-Prognose

Vor allem der Prozessor könnte sich auf lange Sicht als Flaschenhals beim ansonsten mit feiner Technik ausgestatteten Headset erweisen. Darüber hinaus scheint die Zukunft für Oculus Go positiv. Im Rahmen einer Neuausrichtung will Oculus sowieso künftig mehr auf Nicht-Gaming-Inhalte und den Massenmarkt setzen, und Oculus Go ist das ideale Produkt für diesen Zweck. Zudem steht mit Facebook ein echter Industriegigant hinter der VR-Brille, und Mark Zuckerberg bekräftigte nochmals, dass VR eine große Rolle in der Zukunftsplanung des Konzerns spielt. Somit bewerten wir Oculus Go als sehr zukunftssicher.

Hohe Zugänglichkeit: Google Daydream

Das Virtual Reality-Headset Google Daydream

Vor- und Nachteile

+ hoher Tragekomfort
+ kuratierte App-Auswahl

– geringes Sichtfeld
– ausgeprägter „Fernrohr“-Effekt

Bei Daydream handelt es sich um die aktuelle VR-Generation von Google. Ursprünglich für das hauseigene Google Pixel-Smartphone entwickelt, ist Google Daydream inzwischen auch mit Smartphones anderer Hersteller kompatibel. Dazu zählt das Samsung Galaxy S8+ und S8, das ZenFone AR von ASUS (lest dazu auch unseren Test), das V30 von LG, das Moto Z² Force, das Porsche Design Mate 9 von Huawei und das Axon 7.

Während Google mit dem Cardboard-Konzept (siehe unten) auf eine möglichst hohe Zugänglichkeit setzt, soll Daydream die Zukunft für Android-basierte Virtual Reality sein. Google Daydream ist standardmäßig mit einem eigenen Controller ausgestattet. Zudem kann die Brille mit einem schicken Design und dem geringen Gewicht von etwa 220 Gramm punkten.

Spezifikationen

  • Gesamt-Auflösung
  • Bildrate
  • Sichtfeld
  • Bedienung
  • kompatible Smartphones

Google Daydream

109
  • 2.560 x 1.440
  • abhängig vom Smartphone
  • 90°
  • Daydream Controller
  • Google Pixel und Pixel XL, Google Pixel 2 und Pixel XL 2, Samsung Galaxy S8+ und S8, Lenovo Moto Z, Moto Z Play und Moto Z Force; Huawei Mate 9 Pro und Porsche Design Mate 9; Asus ZenFone AR; ZTE Axon 7

Ein Vorteil von Google Daydream liegt im hohen Tragekomfort, denn die Brille ist sehr hochwertig verarbeitet. Außerdem haben die Daydream-Apps konstant hohe Qualität, da diese von Google selbst zertifiziert werden. Dies bedeutet, dass Entwickler spezielle Richtlinien in ihren VR-Apps erfüllen müssen, bevor die Apps im Google Play Store VR erscheinen dürfen. Unsere Liste der 10 besten Daydream-Spiele 2017 spricht für sich selbst.

Negativ fällt das geringe Sichtfeld von etwa 90 Grad auf. Zudem seht ihr links und rechts die halbrunden Fassungen der Linsen, was zu einem „Fernrohr“-Effekt führt, der das Erlebnis in der virtuellen Welt etwas schmälert. Die alte Version von Google Daydream View kostet rund 70 Euro, die aktuelle Variante schlägt mit 109 Euro zu Buche. Unser umfangreicher Übersichtsartikel zu Google Daydream liefert euch weitere Informationen.

Zukunfts-Prognose

Bei Google Daydream weiß man eigentlich nie so recht, woran man ist. Infos sind rar gesät und Googles Pläne für VR sind generell ziemlich undurchsichtig. Zwar wurde 2017 die World Sense-Technologie in Verbindung mit den neuen Standalone-Headsets von HTC und Lenovo angekündigt, allerdings platzte der Deal mit HTC schon bald wieder. Immerhin sind vor kurzem Neuigkeiten zur Daydream-Brille von Lenovo aufgetaucht: Das Mirage Solo könnte bald offiziell angekündigt werden. Darüber hinaus können wir aber nur raten und deshalb bewerten wir die Daydream-Brille als relativ zukunftssicher. Wir halten sowohl einen Ausbau der Daydream-Plattform für möglich, wären aber auch nicht überrascht, wenn Google die Plattform irgendwann aus heiterem Himmel einstellt oder gegen etwas anderes austauscht.

VR-Schnupperkurs: Google Cardboard

Vor- und Nachteile

+ extrem günstig
+ großes App-Angebot

– bescheidene Bildqualität
– eingeschränkte Funktionen
– keine Kopfhalterung

Bei Google Cardboard handelt es sich um eine simple Kartonkonstruktion mit zwei Linsen, in die ihr euer Smartphone schiebt, um VR-Apps nutzen zu können. Gleichzeitig bezeichnet dies die dazugehörige Plattform, für die bereits über 1.000 Spiele und Apps im Google Play Store erhältlich sind. Das Angebot reicht von 360-Grad-Videos von Diensten wie Jaunt VR, bis hin zu VR-Versionen von Google Street View oder lehrreichen Weltraumerfahrungen wie Titans of Space.

Die Vorteile von Google Cardboard sind zweierlei: Erstens bietet sie einen extrem preisgünstigen Einstieg in Virtual Reality. Bastelfans können sich sogar eine kostenlose Bauanleitung herunterladen, um ein eigenes Headset zu zimmern. Alternativ wählt ihr aus einer Vielzahl von vorgefertigten Bausätzen aus. Zweitens wird Google Cardboard von nahezu jedem Smartphone unterstützt, das eine Display-Größe zwischen 4 und 6 Zoll aufweist.

Spezifikationen

  • Gesamt-Auflösung
  • Bildrate
  • Sichtfeld
  • Anwendungsbereiche
  • Voraussetzungen

Google Cardboard

20
  • abhängig vom Smartphone
  • abhängig vom Smartphone
  • abhängig vom Headset
  • 3D-Videos, Virtual Reality-Spiele
  • Smartphone mit Android (ab 4.1) oder iOS (ab 8.0)

Der Nachteil liegt darin, dass gerade bei älteren Smartphones keine Garantie besteht, ob die entsprechenden Apps damit funktionieren. Außerdem bietet Google Cardboard generell die niedrigste Bildqualität und schlechteste Performance von allen mobilen VR-Brillen. Zugleich ist sie jedoch auch die bisher erfolgreichste VR-Plattform, denn Google konnte bisher mehr als 10 Millionen Cardboard-Brillen verkaufen.

Cardboard-kompatible Brillen gibt es allerdings auch in deutlich hochwertigeren Ausführungen. Die besten VR-Brillen für Smartphones und iPhones haben wir deshalb an gesonderter Stelle für euch zusammengestellt.

Zukunfts-Prognose

Google-Cardboard ist zukunftssicher, solange die Daydream-Plattform Apps dafür besitzt und Smartphones damit kompatibel sind. Auf Dauer wird diese Variante unserer Einschätzung nach aber in der Versenkung verschwinden, weil in nicht allzu ferner Zukunft günstige und erheblich bessere mobile VR-Brillen auf den Markt kommen. Um aber einen grundsätzlichen, wenn auch unzureichenden Eindruck von VR zu bekommen, reicht Cardboard allemal.

3 Kommentare

  1. Mega gut die HTC Vive! Mich hat es besonders geflashed, dass die Trackingkameras den verfügbaren Raum mit einbeziehen. 🙂

    Antworten
  2. HTC Vive und Oculus Rift einfach zu teuer, weil noch VR-tauglicher PC benötigt wird. Bestes Preis-Leistungsverhältis hat die PlayStation VR.

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  3. Antworten

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