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Jurassic World: Blue

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8

VR-World Rating

Jurassic World: Blue in der VR-Filmkritik – Dinos zum Anfassen

Direkt zum Fazit

Seit Anfang Juni ist endlich der komplette 360 Grad-Kurzfilm Jurassic World: Blue im Oculus Store erhältlich. Wir verraten, was euch im neuen Werk der Felix and Paul Studios erwartet und ob sich der Auslug auf die Islar Nublar lohnt.

Bereits Ende Mai schilderten wir euch unsere Eindrücke zum ersten Kapitels von Jurassic World: Blue, der in 360 Grad erzählten Vorgeschichte zum aktuellen Kinofilm Jurassic World: Das gefallene Königreich. Nun ist auch der zweite Teil des Oculus-exklusiven Kurzfilms für Oculus Rift, Oculus Go und Samsung Gear VR erhältlich.

Überzeugen die Virtual Reality-erprobten Felix and Paul Studios einmal mehr mit ihren virtuellen Dinosauriern? Welche neuen Abenteuer erwarten Raptor-Weibchen Blue und kann uns das kostenlose Werk trotz kurzer Spieldauer überraschen? Antworten liefert unser Review.

Wiedersehen mit einer alten Bekannten

Wie bereits im ersten Teil von Jurassic World: Blue begleiten wir auch im zweiten Kapitel Raptor Blue, die nach den Ereignissen von Jurassic World in Freiheit auf der Islar Nublar weilt. Doch es brodelt im Dino-Paradies und das ganz wortwörtlich. Ein alter Vulkan ist nämlich auf der Insel wieder erwacht und droht die Dinosaurier ein zweites Mal auszurotten.

Jurassic World Blue: Mit VR-Brille dem Raptor hinterher. © Felix & Paul Studios

Jurassic World Blue: Auge in Auge mit einem Raptor. © Felix & Paul Studios

Der Vulkanausbruch ist nicht nur die Prämisse des neuen Kinofilms, sondern spielt auch in dem VR-Kurzfilm eine Rolle. Denn während Blue im ersten Kapitel noch ohne Sorgen (sofern Dinosaurier von so etwas geplagt werden) durch den Dschungel pirschte, findet sich das Raptoren-Weibchen zu Beginn von Kapitel 2 in einer alles verschlingenden Aschewolke wieder.

Als VR-Zuschauer befinden wir uns natürlich mittendrin und hören zunächst erstmal mehr, als wir sehen. Dabei spielt die Produktion sehr schön mit räumlichen Soundeffekten, die aus den Headset-Kopfhörern erklingen. Das Fauchen eines Dinos zu hören, während wir uns desorientiert im undurchsichtigen Nebel umschauen, erzeugt definitiv Spannung.

Auf die Größe kommt es an

Im Gegensatz zum ersten Kapitel begegnet Blue dieses Mal übrigens weitaus größeren Exemplaren ihrer Artgenossen. Wir wollen von dem ohnehin kurzem Filmerlebnis nicht zu viel vorwegnehmen, aber einen Tyrannosaurus Rex hautnah unter der VR-Brille zu erleben, hat schon einen besonderen Effekt. Besonders wenn uns dieser aus vollem Hals entgegen brüllt.

Wenn der T-Rex die Klappe aufreißt, wirkt das in VR noch beeindruckender als im Kino. © Felix & Paul Studios

Wenn der T-Rex die Klappe aufreißt, wirkt das in VR noch beeindruckender, als im Kino. © Felix & Paul Studios

Die Handlung des 360 Grad-Films fügt sich dabei zwar ohne Probleme zwischen die Ereignisse der beiden Jurassic World-Kinofilme ein, das Wort „Handlung“ wirkt hier allerdings fast überstrapaziert. Das Seherlebnis gleicht eigentlich mehr einer unkommentierten Tierdoku, nur das die Tiere in diesem Fall eigentlich seit Millionen von Jahren ausgestorben sind.

Letztendlich ist Jurassic World: Blue eben vor allem ein Showcase für die grandiosen, computeranimierten Dinosaurier des Visual Effects-Studios Industrial Light & Magic. Die Designer hinter den Effekten der Filmreihe arbeiteten nämlich für die VR-Produktion mit den ausführenden Felix and Paul Studios zusammen.

Das Problem mit der Kamera

Unter einem kleinen Manko leidet der VR-Ausflug in die Jurassic World dann aber doch: Der dynamischen Kamera. Denn in beiden Kapiteln beginnt sich ab einem bestimmten Punkt, die Kamera leicht nach vorne bzw. hinten zu bewegen. Dabei entsteht das Gefühl, als würden wir über dem Boden schweben – egal ob im Sitzen oder im Stehen.

Auch wenn die zusätzliche Bilddynamik natürlich für mehr Abwechslung sorgt, hat sie doch einen leicht desorientierenden Effekt, der obendrein der Immersion entgegenwirkt. Für Leute mit schwachem Magen kann das sogar zu leichtem Unwohlsein führen. Ein einfacher Trick schafft aber etwas Abhilfe. Stellt euch hin und lauft auf der Stelle, sobald die Kamerabewegung startet. Das sollte eurem Gleichgewichtssinn zumindest etwas entgegen kommen.

VR-Dinos von den Experten

Jurassic World: Blue ist ein weiteres beeindruckendes Kurzfilm-Projekt für den Oculus Store. In diesem Fall spielte dabei sicherlich auch die enge Zusammenarbeit mit den Experten hinter den Kinofilmen eine entscheidende Rolle. Jurassic World: Das gefallene Königreich läuft übrigens bereits seit dem 7. Juni in den deutschen Kinos und sicherlich auch in einem Filmpalast in eurer Nähe.

Ihr solltet Jurassic World: Blue definitiv eine Chance geben, wenn ihr

  • Fans der Kinoreihe seid
  • einen Dinosaurier mal hautnah erleben wollt
  • eine beeindruckende 360 Grad-Filmerfahrung sucht

Der Kurzfilm für VR-Brillen ist nichts für euch, wenn

  • euch leicht schwindelig wird
  • euch riesige Echsen Angst machen
  • ihr kein Headset mit Oculus Store-Zugriff besitzt

Den 360 Grad-Film Jurassic World: Blue erhaltet ihr hier:

Das ist gut

  • Hochwertige Produktion
  • Grandios animierte Dinosaurier
  • Inszenatorisch nah an den Kinofilmen
  • kostenlos

Das geht besser

  • Kamerabewegungen gewöhnungsbedürftig
  • Story nicht der Rede wert

Fazit

Für Fans der Jurassic Park-Filme und sonstige Dino-Enthusiasten ist Jurassic World: Blue ein Muss. Aber auch abseits davon sollte sich eigentlich kein VR-Nutzer die realistisch in Szene gesetzten Uhrzeit-Reptilien entgehen lassen. Zu bemängeln bleibt nur ein weiteres Mal, dass der kostenlose Film VR-Headsets ohne Zugriff auf den Oculus Store vorenthalten bleibt.
8

VR-World Rating

Story: 6
Effekte: 10
Sound: 9
Immersion: 8
Umfang: 7
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