ANZEIGE
Wir nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten ernst! Das Video und somit die Verbindung zu YouTube werden erst nach einem Klick auf "Video aktivieren" freigeschaltet. Beim Aktivieren werden Daten an YouTube bzw. Google gesendet und dort unter Umständen gespeichert. Details entnehmen Sie bitten den Datenschutzbestimmungen von Google unter https://policies.google.com/privacy

Island 359 im Test

HTC Vive Oculus Rift Spiele VR-Reviews

Island 359 im Test: VR-Survival im Jurassic Park

Direkt zum Fazit

Island 359 versetzt uns auf eine tropische Insel, die von Dinosauriern bevölkert ist. Unser Auftrag: Überleben. Wie viel Spaß der VR-Survival-Titel macht, klären wir in unserem umfangreichen Test.

Das Survival-Genre boomt. Spiele wie Ark: Survival Evolved oder das auch in Virtual Reality spielbare The Forest stellen Spieler vor existenzielle Aufgaben. Mit reiner Ballerei ist es in diesen Titeln nicht getan, zusätzlich müssen wir uns in realistischer Weise um das leibliche Wohlergehen unserer Spielfigur kümmern.

Island 359 schlägt in dieselbe Kerbe. Das VR-Spiel, das von zweien der Köpfe hinter dem VR-Horrorshooter The Brookhaven Experiment stammt, ist ein eher unbekanntes Spiel – völlig zu Unrecht, wie ich bei meiner spannenden und ereignisreichen Reise auf die Dinosaurier-verseuchte Insel feststellen durfte.

Facettenreiches Spielerlebnis

Im in die Hintergrundgeschichte von Island 359 eingebetteten Tutorial mache ich zum ersten Mal Bekanntschaft mit einem ausgewachsenen T-Rex – das ist der erste Wow-Moment, der aber längst nicht der letzte bleiben soll. Doch eins nach dem anderen: Nach dem Einstieg finde ich mich auf einer Militärbasis auf der namensgebenden Insel wieder. Dort findet sich ein Helikopter, der mich zum nächsten Einsatz fliegt – welcher das ist, entscheide ich selbst.

Mit Velociraptoren ist auch in Island 359 nicht zu spaßen. © CloudGate Studio, Inc.

Mit Velociraptoren ist auch in Island 359 nicht zu spaßen. © CloudGate Studio, Inc.

Island 359 ist ein reiner Einzelspieler-Titel für VR-Brillen, eintönig ist er deswegen aber lange nicht. Drei Spielmodi stehen zur Auswahl: Arcade, Mercenary und Survival. Der Arcade-Modus ist ein klassischer VR-Waveshooter, in dem wir haufenweise Dinos über den Haufen ballern – bewegen können wir uns dabei nicht. Dennoch macht das Ganze Laune. Mit jeder Gegnerwelle sammeln wir Erfahrungspunkte und Geld.

Erstere investieren wir in Upgrades, die unsere Waffen und Fähigkeiten verbessern. Geld können wir später in der Basis in Ausrüstung investieren, die wir für den Mercenary- und den Survival-Modus nutzen können – gleiches gilt übrigens für die Upgrades.

Im Mercenary-Modus dürfen wir uns hingegen frei auf bestimmten Inselabschnitten bewegen, um dort Aufgaben zu erfüllen. Bei der Großwildjagd suchen wir nach mächtigen Dinos, die wir zur Strecke bringen. Bei „Supply Drop“ gilt es wiederum, sich zu einem Evakuierungshelikopter durchzuschlagen.

Wenn wir auf dem Weg dorthin genügend Dinosaurier töten, werden wir zwischendurch mit Nachschublieferungen belohnt, die Waffen, Munition oder Gesundheitspakete beinhalten. Das, was wir davon in unseren Rucksack stopfen, dürfen wir ebenfalls mit in den Survival-Modus nehmen.

Fantastischer Survival-Modus

Dieser ist das eigentliche Herzstück von Island 359 und bietet eine ganz andere Spielerfahrung als die anderen Modi. Nachdem uns ein Helikopter zur Insel gebracht hat, sind wir auf uns allein gestellt und sollen herausfinden, was es mit den Dinosauriern überhaupt auf sich hat und was mit den Militärs geschehen ist, die auf der Insel diverse Basen aufgeschlagen haben.

Eine stringente Story mit Zwischensequenzen gibt es nicht, und die gesamte Insel ist von Anfang an voll begehbar. Für einen roten Faden sorgen Notizen von Überlebenden, auf die wir von Zeit zu Zeit stoßen. Diese werden von sehr guten Sprechern vertont und schicken uns auf verschiedene Missionen, die die Hintergrundgeschichte vorantreiben.

Wer planlos losstiefelt, wird dies allerdings bald bereuen. Survival-typisch müssen wir nicht nur auf unseren Gesundheitsbalken, sondern auch auf unsere Ausdauer, unseren Hunger sowie unser Schlafpensum achten. All diese Werte können wir schnell auf unserer Armbanduhr ablesen. Mahlzeiten finden wir in Form von verschiedenen Beeren und Früchten, außerdem können wir kleine Dinosaurier kochen – so wir denn eine Kochstelle finden und Feuer machen.

Erfolgsrezept: Vorsicht + Crafting

Schlafen können wir in Betten, die wir in verlassenen Hütten und Siedlungen finden, zudem können wir überall auf der Insel unser Zelt aufschlagen und campieren. Der dynamische Tag- und Nachtwechsel von Island 359 ist nicht nur schön anzusehen, sondern wirkt sich auch aufs Gameplay aus.

Solche Situationen sollten wir besser vermeiden. © CloudGate Studio, Inc.

Solche Situationen sollten wir besser vermeiden. © CloudGate Studio, Inc.

Nachts erkennen wir Dinosaurier deutlich schlechter, weswegen die dunklen Stunden noch gefährlicher sind als die Tage – es ist also ratsam, die Nächte im Schlaf zu verbringen und dann im Morgengrauen wieder loszuziehen.

Im Survival-Modus gewinnen wir nichts dadurch, wenn wir uns mit den Sauriern anlegen. Konfrontationen sollten daher eher vermieden werden, auch weil Munition knapp ist. Dank eines coolen Crafting-Systems können wir uns an Werkbänken allerlei hausgemachte Helferlein zusammenschustern.

Mit einem Rohr, etwas Klebeband und einem Messer versehen wir unsere Pistole zum Beispiel mit einem Bajonett. Insgesamt stehen über 30 verschiedene Crafting-Rezepte zur Verfügung.

Island 359: Beeindruckend, paradiesisch, gefährlich

Besonders im Survival-Modus ist Island 359 ein echtes Erlebnis. Die Insel ist mit 6 Quadratmeilen, die wir ausschließlich zu Fuß erkunden, verdammt groß geraten. Das Setting ist tropisch und von Dschungel, Bergen, Strandabschnitten und einer abwechslungsreichen Flora und Fauna geprägt.

Verschiedene Bäume, Pflanzen und Sträucher bestimmen das Bild und wiegen sich teilweise im Wind, und überall zwitschert und zirpt es. Herumfliegende Schmetterlinge versprühen einen Hauch von Idylle, besonders bei Sonnenauf- und Untergang macht sich echtes Urlaubsfeeling breit – bis die Dinosaurier auf den Plan treten.

Diese sind ebenso beeindruckend wie furchteinflössend, sehen wir mal von den kleinsten Vertretern, den „Compies“ ab. Die lassen sich nämlich mit einem Hieb niederstrecken und sind nur in größeren Rudeln eine echte Gefahr.

Eine ganz andere Nummer sind ihre größeren Artgenossen. Die pfeilschnellen Velociraptoren sind ähnlich fix und wendig wie in Jurassic Park, und wenn ein Allosaurus oder gar ein T-Rex mit weit aufgerissenem Maul und ohrenbetäubendem Gebrüll auf uns losgeht, geht der Puls schnell in die Höhe. Die Biester sind größtenteils toll animiert und verdammt imposant. Alles in allem ist die Spielwelt von Island 359 sehr stimmig und fühlt sich wirklich lebendig an.

Technisch überzeugend

Dazu trägt auch die immersive Steuerung bei. Wie wir mit Gegenständen und unserer Umgebung interagieren können, wirkt stets natürlich und nachvollziehbar. Leitern hochzuklettern, erfordert die entsprechenden Armbewegungen, unser Inventar ist ein Rucksack, in den nur eine stark begrenzte Anzahl an Gegenständen passt.

Technisch ist die Steuerung einwandfrei umgesetzt und dank reichhaltiger Konfigurationsmöglichkeiten findet jeder Spieler eine für sich passende Einstellung. Es stehen verschiedene Bewegungsoptionen zur Verfügung, darunter freie Bewegung und mehrere Teleport-Modi, zudem kann Island 359 wahlweise im Sitzen, Stehen oder mit Roomscale VR gespielt werden.

Ein besonders cooles Feature: Island 359 unterstützt bis zu drei Vive Tracker. Befestigen wir jeweils einen an unseren Beinen, können wir tatsächlich kleine Dinos wie Fußbälle durch die Gegend kicken. Mit der optionalen „Virtual Self“-Funktion zeigt uns das Spiel sogar einen kompletten Körper an und unsere Hände schweben nicht wie bei vielen anderen VR-Spielen frei in der Luft

Audiovisuell ist Island 359 wie bereits angesprochen sehr gelungen. Besonders die Weitsicht, wenn wir auf einem Berg oder einem der auf der Insel verteilten Radiomasten stehen, ist atemberaubend.

Unsere Wertung

Apropos atemberaubend: Island 359 ist ein in vieler Hinsicht großes Spiel. Es bietet einen großen Umfang und ebenso großen Spaß, und das zu einem wirklich fairen Preis von knapp 20 Euro. Einen günstigeren tropischen „Urlaub“ mit lebensechten Dinosauriern zu finden, wird jedenfalls schwierig.

Fazit:

Island 359 ist ein richtig gutes VR-Spiel. Die tolle audiovisuellen Präsentation und das spaßige Gameplay wirken wie aus einem Guss – in Kombination ergibt das eins der intensivsten Virtual Reality-Erlebnisse, die ich bislang hatte. Wer in diesem Spiel zum ersten Mal unter ohrenbetäubendem Lärm einen T-Rex mit weit aufgerissenem Maul auf sich zurennen sieht, wird sofort wissen, was ich meine. Hinzu kommt, dass die drei verfügbaren Spielmodi so unterschiedlich sind, dass fast jeder ein eigenes Spiel sein könnte. Wer VR-Survival-Spiele, Shooter und/oder Dinosaurier mag, sollte sich Island 359 unbedingt näher anschauen.

Island 359 ist das richtige Spiel für euch, wenn…

  • ihr davon träumt, einmal selbst durch den Jurassic Park zu wandern
  • ihr nach einem sehr guten VR-Survival-Spiel sucht
  • euch nach einem umfang- und abwechslungsreichen VR-Actionspiel ist

Island 359 ist nicht unbedingt etwas für euch, wenn ihr…

  • nach einem linearen VR-Abenteuer sucht
  • Angst vor Urzeit-Viechern habt

Das VR-Survival-Spiel Island 359 erhaltet ihr hier:

Verfasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Enter Captcha Here : *

Reload Image

Teilen Sie Inhalte mit Freunden

Beim Aktivieren dieser Funktion akzeptieren Sie, dass Ihre personenbezogenen Daten (z.B. IP-Adresse, URL der besuchten Webseite, Datum und Uhrzeit Ihres Seitenbesuches) an Facebook, Google, Twitter, Pinterest, LinkedIn, Reddit oder Tumblr in ein Land außerhalb Deutschlands (z.B. USA) übermittelt und dort unter Umständen gespeichert werden. Ihr Webseitenbesuch kann so Ihrem Account in diesen Sozialen Netzwerken zugeordnet und dadurch Ihr Surfverhalten beobachtet sowie Profile erstellt werden.
X