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HTC Vive Pro & Vive Wireless VR Adapter angekündigt

Die HTC Vive Pro kommt mit höherer Auflösung und neuer Kopfhalterung samt Kopfhörern.

HTC hatte es ja bereits am Freitag angeteasert: Eine neue Vive mit höherer Auflösung sollte heute auf einer Pressekonferenz auf der CES 2018 angekündigt werden. Das Geheimnis wurde jetzt gelüftet – und das neue Headset ist schon bald für uns verfügbar.

Nach dem letzten Gerücht zur HTC Vive 2 und dem Twitter-Teaser am Freitag von HTC selbst, warteten VR-Fans auf der ganzen Welt gespannt auf die Pressekonferenz von HTC, die am Abend auf der CES 2018  (ohne Livestream!) stattfand. Wie groß würde der Unterschied zur aktuellen Vive sein?

CES 2018: HTC Vive Pro erscheint schon im 1. Quartal 2018

Auf der HTC-Pressekonferenz wurde leider keine HTC Vive 2 mit 4K-Auflösung angekündigt. Die neue VR-Brille wird stattdessen die HTC Vive Pro sein. Sie besitzt eine Auflösung von 2.880 x 1.600 Pixeln (also 1.440 x 1.600 pro Auge). Die aktuelle Auflösung der Vive beträgt 2.160 x 1.200 Pixel (1.080 x 1.200 pro Auge), der Zuwachs ist also ordentlich – wenn auch geringer als wir uns gewünscht hatten.

Damit zieht die Vive „nur“ mit dem Windows Mixed Reality-Headset von Samsung, dem Samsung Odyssey, gleich. Die Odyssey-Brille gibt es allerdings in Europa nicht zu kaufen.

Die Vive Pro kommt mit  komplett neuer Kopfhalterung samt abnehmbaren Audio-Kopfhörern inklusive Lautstärkeregler. Der Deluxe Audio Strap ist offenbar bereits ersetzt worden, die neue Variante soll eine bessere Balance der VR-Brille erlauben und das Gewicht weniger frontlastig verteilen. Darüber hinaus soll die Vive Pro leichter sein. Zu Preis und Release-Termin will sich HTC erst später äußern.

Allerdings soll es bereits innerhalb des ersten Quartals 2018 eine „HMD-Only“ – Upgrade-Möglichkeit geben. Das bedeutet, HTC Vive-Besitzer können die Vive Pro-Brille ohne Basis-Stationen und Controller (und somit günstiger) erwerben. Später in diesem Jahr soll das Gesamtpaket mit Lighthouse 2.0 Basis-Stationen und neuen Bewegungs-Controllern erscheinen. Bei den Bewegungs-Controllern wird es sich leider nicht um die Valve Knuckles handeln.

Die Kopfhalterung soll das Gewicht weniger frontlastig verteilen und die Kopfhörer sollen für guten Sound sorgen.

Die Kopfhalterung soll das Gewicht weniger frontlastig verteilen und die Kopfhörer sollen mit integriertem Verstärker für besseren Sound sorgen.

Die Vive Pro besitzt neben zwei Mikrofonen außerdem zwei Front-Kameras vorn auf dem Headset, darüber verlor jedoch niemand ein Wort. Vielleicht sorgen sie für ein besseres Bild nach draußen (umschalten zwischen VR und Realität), vielleicht sind sie für (spätere) Augmented Reality-Anwendungen gedacht. Laut der HTC Pressemitteilung sollen sie Entwicklern „neue kreative Möglichkeiten eröffnen“.

Die Vive Pro ist mit neuen Sensoren ausgestattet, die sowohl die aktuellen Lighthouse Basis-Stationen unterstützen, als auch die kommenden Lighthouse 2.0 Basis-Stationen. Mit den 2.0-Stationen (die später in diesem Jahr erscheinen) soll es möglich sein, vier Basis-Stationen zu koppeln und so einen Spielbereich von 10 x 10 Metern zu tracken. Das dürfte ganz besonders für VR-Arcade-Betreiber interessant sein.

Vive Wireless Adapter von Intel im Sommer 2018

Zusätzlich wurde der Wireless Adapter von Intel angekündigt. Allerdings soll es bis zur Veröffentlichung noch bis zum dritten Quartal 2018 dauern. Anders als der TPCast-Adapter setzt Intel auf die weiter verbreitete WiGig-Technologie (60GHz Bandbreite), um das Vive-Headset (es scheint sich hier um eine exklusive Kollaboration zu handeln) kabellos zu machen. Aber auch hier ist die Preisfrage noch völlig offen.

Der Vive Wireless Adapter kommt im Sommer 2018 auf den Markt.

Der Vive Wireless Adapter kommt im Sommer 2018 auf den Markt.

Nur für Neukunden interessant?

Während sich die Erhöhung der Auflösung gut anhört, bleiben für die HTC Vive Pro einige Fragen offen. Ist der Fliegengittereffekt deutlich geringer geworden? Ist Text in VR besser lesbar? Das folgende Vergleichsbild zwischen Vive & Odyssey (Odyssey zeigt hier das Bild, das auch von der Vive Pro zu erwarten ist) zeigt, dass das Fliegengitter geringer ausfällt. Aber rechtfertigt dieser Unterschied auch eine erneute Investition für Vive-Besitzer?

Oben: Das Bild der aktuellen HTC Vive. Unten: Das Bild der Samyung Odyssey. Die HTC Vive Pro hat die gleichen Display-Spezifikationen wie die Odyssey.

Oben: Das Bild der aktuellen HTC Vive. Unten: Das Bild der Samsung Odyssey. Die HTC Vive Pro ist mit den gleichen Display-Spezifikationen angekündigt, wie die Odyssey.

Der Preis für das Komplettpaket wird mit Sicherheit über dem jetzigen Preis der HTC Vive liegen. Für Neukunden dürfte sich die Vive Pro in jedem Fall lohnen – vorausgesetzt, der Preis stimmt. Ein solides Upgrade zur aktuellen Vive ist es allemal. Die Upgrade-Möglichkeit für Vive-Besitzer klingt auch gut, aber auch hier muss der Preis vertretbar sein. Interessant dürfte der direkte Vergleich mit den Pimax-Headsets werden: Schafft Pimax es, seine großen Versprechungen umzusetzen – oder ist die Schritt-für-Schritt-Strategie von HTC besser?

Update 20.03.2018: Der Preis für die nackte HTC Vive Pro wurde bekanntgegeben.

Hands-On-Berichte von der CES 2018 für die HTC Vive Pro fallen eindeutig positiv aus. Das ist beim Vive Wireless VR Adapter allerdings nicht ganz der Fall.

3 Kommentare

  1. Danke für den Bericht. Gibt es Einschätzungen zu den Hardware-Anforderungen?

    Antworten
    • Benjamin Danneberg

      Wer aktuell die Vive gut betreiben kann, wird auch die Pro betreiben können, allerdings mit Abstrichen bei Grafikeinstellungen. Grundsätzlich würde ich schätzen, wenn aktuell eine GTX 1060 als Mindestvoraussetzung gilt, ist eine GTX 1070 für die Vive Pro keine schlechte Idee. Und höher ist für VR sowieso immer besser.

      Sobald wir mehr wissen, informieren wir euch. 🙂

      Antworten
  2. Weiß wer das Sony plant? Das wäre doch mal ein echter Massenmarkt-Effekt 😉

    Antworten

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