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HTC Vive Pro: Was taugt die neue VR-Brille?

HTC hat mit der Vive und der Vive Pro gleich zwei High End-VR-Eisen im Feuer. © HTC

Am Montagabend stellte HTC seine neue VR-Brille vor – die allerdings eher Evolution als Revolution ist. Kann sie trotzdem überzeugen? Wir haben Infos aus Hand-On-Berichten für euch zusammengetragen.

Die Gerüchteküche brodelte und wir waren mittendrin: Würde HTC auf der CES 2018 ein 4K-Headset ankündigen? Wir haben behauptet: Ja, das werden sie. Aber ganz soweit ist HTC wohl noch nicht, die am Montag angekündigte HTC Vive Pro kommt in Auflösungsfragen „nur“ auf das Niveau der Samsung Odyssey: 1.440 x 1.600 Pixel bekommen wir pro Auge.

Reicht das aus um einen Neukauf zu rechtfertigen? Ist die Schritt-für-Schritt-Strategie von HTC besser, als die Hau-Ruck-Variante mit zweifelhaften Versprechungen von Pimax? Die ersten Hands-On-Berichte von der CES fallen positiv aus.

HTC Vive Pro: Fliegengittereffekt stark verringert

Im Bericht von Road to VR suggeriert Journalist Ben Lang, dass die Vive Pro ein Pflichtkauf für VR-Enthusiasten sein könnte. Nicht nur sollen kaum noch einzelne Pixel erkennbar sein (durch den ca. 78%igen Pixelzuwachs insgesamt, gegenüber der normalen Vive): Der Fliegengittereffekt (Screendoor Effect, SDE) ist seiner Meinung nach an der Grenze zu unsichtbar.

Das wäre ein wahrlich hervorragendes Kaufargument, nicht zuletzt für Fans von Renn-Simulationen. Wie wir schon in unserem Test zu Project Cars 2 feststellten, gibt es gerade in solchen Spielen Situationen, in denen das Fliegengitter richtig störend ist. Eine deutliche Reduktion des hässlichen schwarzen Netzes im Bild wäre wirklich ein erheblicher Vorteil.

Verbesserter Tragekomfort

Die neue Klarheit durch die höhere Pixeldichte sorgt zudem für weniger Treppchenbildung (Aliasing). Lang beschreibt das Bild der Vive Pro, indem er sagt, dass wir ganz nah davor sind, uns wirklich in einer anderen Welt wiederzufinden. Das sind große Worte und wir sind umso mehr auf unseren eigenen Test gespannt, den wir hoffentlich bald durchführen können.

Sieht klobig aus, soll sich aber besser tragen lassen und zudem tollen Sound liefern: Die HTC Vive Pro.

Sieht klobig aus, soll sich aber besser tragen lassen und zudem tollen Sound liefern: Die HTC Vive Pro.

Die Kopfhalterung soll zwar klobiger sein als bisher, dafür soll die Vive Pro angenehmer zu tragen sein. Allerdings könne nur ein Langzeittest wirklich Aufschluss darüber geben.

„Kristallklarer Sound“

Kevin Joyce von VR-Focus sieht ebenfalls den Fliegengittereffekt nahezu völlig behoben. Joyce lobt obendrein den kristallklaren Sound der neuen Kopfhörer – die überdies abgenommen werden können, wenn Bedarf besteht.

Ian Hamiltion von Upload VR findet ebenfalls, dass die Vive Pro neben der Samsung Odyssey aktuell das schärfste Bild liefert. Ihn hat zudem beeindruckt, dass nun Feinheiten viel klarer zu erkennen sind, beispielsweise Buchstaben auf Knöpfen im Cockpit einer Rennsimulation. Auch er sieht den Fliegengittereffekt „dramatisch reduziert“. Sein Eindruck vom neuen Tragekomfort ist ebenfalls positiv: Die veränderte Balance soll das Gewicht der Brille vom Gesicht nehmen, das Headset fühlt sich leichter an.

Die HTC Vive Pro hat zwei Frontkameras für eine verbesserte "Durchsicht". Vielleicht ist zukünftig damit auch Hand-Tracking möglich.

Die HTC Vive Pro hat zwei Frontkameras für eine verbesserte „Durchsicht“. Vielleicht ist zukünftig damit auch Hand-Tracking möglich.

Fazit

Drei Journalisten, nahezu eine einhellige Meinung: Die Vive Pro scheint entgegen dem ersten Eindruck einer marginalen Verbesserung wohl doch ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung zu sein. Anders als Pimax, die ganz offensichtlich schwer zu kämpfen haben, ihre Versprechen für ihren 8K-Brillen einzuhalten, verfolgt HTC eine Politik des sukzessiven, aber nachhaltigen Fortschritts. Die starke Reduzierung des Fliegengittereffekts ist dabei für sich schon ein extrem starkes Argument. Wir wollen den Tag natürlich nicht vor dem abendlichen Test loben, aber die Berichte stimmen uns zuversichtlich.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass HTC die Vive-Besitzer mit einem vernünftigen Preis zu einem Upgrade lockt und nicht versucht, den neuerlichen Premium-Status wieder in allzu satte Preise zu übersetzen.

Weitere Infos zur CES 2018 findet ihr  in unserem Übersichtsartikel. Die Hands-On-Berichte über den Vive Wireless VR Adapter haben wir in einem separaten Artikel zusammengefasst.

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