ANZEIGE

Virtual Reality: haptisches Feedback per Quadrocopter

Drohnen als VR-Haptikhardware. © LMU München

Universitätsforscher haben ein System entwickelt, das über Quadrocopter haptisches Feedback in die VR-Umgebung bringen soll. Wie funktioniert das Modell?

Haptisches Feedback birgt das Potenzial, den ohnehin schon hohen Immersionsgrad von Virtual Reality immens zu steigern. Doch während sich einige bereits mit VR-Brille ins Go Kart setzen, müssen andere das Feedback-Problem etwas trickreicher angehen.

Forschungsprojekt: Haptisches Feedback über Quadrocopter

Forscherinnen und Forscher der Universitäten München, Darmstadt, Wellesley College, Duisburg-Essen und Regensburg haben ein System entwickelt, das Quadrocopter als Feedback-Quellen einsetzt. Ein Video aus dem vergangenen Jahr zeigte bereits einen früheren Prototyp dieses Modells in Aktion.

Fliegender Fisch mal anders. © LMU München

Fliegender Fisch mal anders. © LMU München

In einem Forschungsbericht gehen die Tüftler genauer auf ihr Feedback-System ein: Grundlegend geht es darum, im Raum schwebende Quadrocopter auf die Position digitaler Objekte oder Lebewesen in der virtuellen Realität abzustimmen und diese dem Nutzer spürbar zu machen.

Zum Einsatz kommt dabei ein Motion Capturing-System von OptiTrack, das mit der Hilfe von zwölf Kameras innerhalb eines Raumes von 4 x 4 x 3 Metern sowohl die VR-Brille, als auch ihren Nutzer und diverse Quadrocopter millimetergenau erfasst. Der Einsatz mehrerer Flugobjekte ist in der Theorie zwar möglich, aktuell aber technisch noch zu anspruchsvoll.

Verschiedene Oberflächen, anderes Feedback

Die Quadrocopter selbst sind derweil mit diversen Oberflächen ausgestattet, die unterschiedliche Interaktionen möglich machen sollen. Eine passive Form haptischen Feedbacks haben die Forscher etwa in Form eines Fisches umgesetzt, der im virtuellen Unterwasserraum „schwebt“ und berührt werden kann.

Die Forscher haben diverse Feedback-Modelle für unterschiedliche VR-Situationen konzipiert. © LMU München

Die Forscher haben diverse Feedback-Modelle für unterschiedliche VR-Situationen konzipiert. © LMU München

Eine aktive Form dieses Feedbacks wäre ein Hai, der selbstständig zum Spieler schwimmt und ihn mit der Nase anstupst. Ein drittes Fallbeispiel – ein Wurm, der an einem Angelhaken hängt – lässt sich sogar greifen und bewegen. Diese Feedback-Formen bieten enormes Potenzial, wie die Forscher an einem weiteren Beispiel klar machen:

In einem Spiel könnte der Spieler eine Tür öffnen (passives Feedback). Sobald die Tür aufschwenkt, wird der Spieler mit Pfeilen beschossen (aktives Feedback). Damit der Pfeilbeschuss aufhört, muss der Spieler eine Feder aus einem Gerät ziehen, um die Falle zu entschärfen.

Auch abseits der spielerischen Unterhaltung hat das System Potenzial: Im Automobilbau könnte es etwa den Design-Prozess erleichtern. Und dieser wird bekanntlich durchaus vom Einsatz innovativer und immersiver Technologien mitbestimmt.

Was haltet ihr von Feedback-Experimenten dieser Natur? Denkt ihr, dass haptisches Feedback für Virtual Reality in greifbare Nähe rückt? Teilt eure Meinung mit uns in den Kommentaren!

Wollt ihr noch mehr VR? Dann empfehlen wir euch wärmstens unseren Facebook-Kanal, sowie den VR-World-Newsletter (Anmeldung weiter unten auf dieser Seite).

Verfasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Enter Captcha Here : *

Reload Image

Teilen Sie Inhalte mit Freunden

Beim Aktivieren dieser Funktion akzeptieren Sie, dass Ihre personenbezogenen Daten (z.B. IP-Adresse, URL der besuchten Webseite, Datum und Uhrzeit Ihres Seitenbesuches) an Facebook, Google, Twitter, Pinterest, LinkedIn, Reddit oder Tumblr in ein Land außerhalb Deutschlands (z.B. USA) übermittelt und dort unter Umständen gespeichert werden. Ihr Webseitenbesuch kann so Ihrem Account in diesen Sozialen Netzwerken zugeordnet und dadurch Ihr Surfverhalten beobachtet sowie Profile erstellt werden.
X