Gary the Gull

Erlebnisse HTC Vive Oculus Rift
6

VR-World Rating

7

VR-User

Ungebetener Strandgast

Gary the Gull schreibt es sich auf die Fahne, die erste VR-Erfahrung zu sein, in der wir mit unserer Stimme Einfluss auf den Handlungsverlauf nehmen können. Ob das funktioniert, klären wir im Test.

Da will man eigentlich nur seinen wohlverdienten Urlaub am Strand genießen und dann das: Eine ziemlich kratzbürstige Möwe setzt sich zu unseren Füßen nieder und leistet uns ungefragt Gesellschaft. Und zu allem Überfluss kann das Federvieh auch noch sprechen! Das von ehemaligen Pixar-Mitarbeitern entwickelte VR-Erlebnis Gary the Gull setzt nicht nur auf eine ungewöhnliche Exposition, sondern verspricht nichts weniger, als die Zukunft interaktiven Erzählens zu revolutionieren.

© Limitless Ltd. / Motional Entertainment

Gerade, als wir unser gemütliches Mittagessen auspacken wollen, gesellt sich die Seemöwe Gary dazu und beginnt damit, uns vollzuquatschen. Also wird zurückgequatscht! Wir können auf Garys Fragen nämlich nicht nur mit Kopfschütteln oder Nicken reagieren, sondern mittels Spracherkennung auch mit ihm ins Gespräch treten. Auf diese Weise können wir Einfluss darauf nehmen, wie die Begegnung verläuft.

Zumindest in unserem Selbstversuch klappte das allerdings nur suboptimal und scheiterte bereits bei der Aussprache unseres Namens. Lässt sich hierfür noch unser radebrechendes Englisch verantwortlich machen, offenbaren die stark begrenzten Interaktionsmöglichkeiten hingegen, dass es sich bei Gary the Gull letztlich nur um eine kostenlose Demo handelt.

So können wir insgesamt lediglich sechsmal Einfluss aufs Geschehen nehmen, wobei es jedes Mal auch nur zu einer kleinen Variation im Handlungsverlauf kommt. Teilweise ändert sich sogar nur eine Dialogzeile. Häufig bekommen wir also den Eindruck vermittelt, dass es Gary im Grunde gar nicht kümmert, was wir zu sagen haben.

© Limitless Ltd. / Motional Entertainment

Erst, wenn wir handgreiflich werden und ihn mittels der Motion Controller von unserem Strandplatz verscheuchen wollen, zeigt Gary eine Reaktion und flattert davon. Darüber hinaus liegen am Strand noch ein paar weitere Objekte herum, mit denen wir interagieren können. So können wir etwa mit einem Stock im Sand herummalen, aus unserem Drink schlürfen oder eine unserer Sandalen durch die Gegend pfeffern. Das war es dann aber auch schon.

Grafisch hingegen ist Gary the Gull gut gelungen. Die Animationen wirken überzeugend und die Texturen sind ausgesprochen scharf. Auch die Soundkulisse lässt Strand-Feeling aufkommen, sodass wir uns trotz der Comic-Optik fast im richtigen Urlaub wähnen. Positiv zu erwähnen ist außerdem, dass Gary the Gull völlig kostenlos ist. Wer eine rund fünfminütige Auseinandersetzung mit einer Seemöwe nicht scheut, sollte Gary ruhig eine Chance geben.

Gary the Gull gibt es hier:

Das ist gut

  • entspanntes Strand-Feeling
  • gelungene Animationen
  • lustige Dialoge

Das geht besser

  • sehr kurz
  • kaum Interaktionsmöglichkeiten

Fazit

Die große Revolution ist Gary the Gull sicherlich mitnichten, zeigt aber auf, welche gestalterischen Möglichkeiten in Zukunft für das Geschichtenerzählen in der virtuellen Realität zu erwarten sind.
6

VR-World Rating

Story: 6
Immersion: 5
WOW-Faktor: 5
Grafik: 8
Sound: 8
Umfang: 4

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