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Gamescom 2018: VR-Escape Room A Fisherman’s Tale angespielt

Fischerman Bob muss allerhand Rätsel und Aufgaben meistern, um das Licht im Leuchtturm zu entzünden. Dabei findet er sich in einem Spiel mit verschiedenen Realitäten wieder. © Innerspace VR, Vertigo Games

Virtual Reality ist sehr viel mehr als Shooter & Zombies. Spiele wie A Fisherman’s Tale zeigen die außergewöhnlichen Möglichkeiten. Wir haben es ausprobiert.

Gute VR-Spiele zeichnen sich nicht nur durch tolle Grafik und beeindruckende Levels aus. Mindestens genauso wichtig sind coole Spielmechaniken, die zum Weiterspielen motivieren. Wenn darüber hinaus noch eine gute Geschichte und glaubwürdige Charaktere hinzukommen, kann sich ein VR-Spiel deutlich von seiner Konkurrenz abheben.

Auf der Gamescom 2018 hatte ich die Möglichkeit, ein VR-Spiel auszuprobieren, dass alle Voraussetzungen mitbringt, ein besonderes Spiel zu werden. A Fisherman’s Tale versetzt uns in die Rolle der Fischer-Puppe Bob, die in einem Leuchtturm lebt. Ein großer Sturm zieht auf und Bob muss ganz nach oben auf den Leuchtturm, um das Leuchtfeuer zu entzünden.

VR-Märchen mit gelungener Vertonung

Allerdings stellen sich ihm diverse Hindernisse in den Weg: Verschlossene Türen und verlegte Schlüssel behindern seinen Aufstieg zur Leuchtturmspitze. Im Prinzip handelt es sich um einen Escape Room, in der wir in der Rolle von Bob versuchen, die Puzzles zu lösen, die uns am Weiterkommen hindern.

Während Entwickler Overflow schon im letzten Jahr mit Conductor das Escape Room-Genre in VR deutlich weiterentwickelte, hebt sich A Fisherman’s Tale durch zwei Besonderheiten von anderen Spielen ab: Einmal wäre da die Geschichte, die uns wie in einem Märchen ständig durch Erzähler und einzigartige Charaktere (etwa eine sprechende Krabbe) begleitet.

Hervorragende (deutsche!) Sprecher erzählen uns die Story, die uns obendrein nicht von Puzzle zu Puzzle hetzt: Wir müssen innehalten und zuhören, bis der nächste Teil unserer Reise freigeschaltet wird. Auf diese Weise bekommt das Spiel den entspannten Charakter einer interaktiven Märchenerzählung – im Anspiellevel auf der Gamescom hat mich das angenehm überrascht.

Matroschka-Mechanik in VR: Der Leuchtturm im Leuchtturm

Bedeutet das, dass A Fisherman’s Tale nur ein Walking Simulator mit ein paar Puzzles ist? Nein. Dafür sorgt die clevere Matroschka-Mechanik: Bob lebt nicht nur in einem Leuchtturm, er hat auch eine perfekte Miniatur des Gebäudes zur Verfügung.

Und wenn wir aus dem Fenster schauen, sehen wir… Moment! Da ist ja ein riesiger Bob, der ebenfalls aus einem Fenster schaut! Es gibt also eine Mini-Instanz des Levels, in dem wir uns befinden und eine riesige Instanz außerhalb, um uns herum.

Fischerman Bob muss allerhand Rätsel und Aufgaben meistern, um das Licht im Leuchtturm zu entzünden. Dabei findet er sich in einem Spiel mit verschiedenen Realitäten wieder. © Innerspace VR, Vertigo Games

Fischerman Bob muss allerhand Rätsel und Aufgaben meistern, um das Licht im Leuchtturm zu entzünden. Dabei findet er sich in einem Spiel mit verschiedenen Realitäten wieder. © Innerspace VR, Vertigo Games

Diese Tatsache ist nicht bloß beeindruckend (Mini- und Maxi-Bob bewegen sich genauso, wie wir es tun, in Echtzeit!), sondern hat spielerische Bedeutung: Wenn wir beispielsweise einen Schlüssel aus der Muschel der Krabbe holen wollen, die aber viel zu klein ist, um reinzugreifen, müssen wir sie vergrößern. Das geht, indem wir sie aus dem Fenster in die größere Version des Puppenhauses werfen. Schwupps: Eine Riesenmuschel erscheint im Raum, die wir ausräumen können.

Umgekehrt verkleinern wir Dinge, indem wir sie in die Leuchtturm-Miniatur legen. Darüber hinaus gibt es dann noch die typischen Escape-Room-Mechaniken: Schränke öffnen, Gegenstände finden und kombinieren oder aktivieren. Auch die Gestaltung des Raumes, in dem ich spielen konnte, ist gelungen: Kräftige Farben und ein stimmiger Comicstil sorgten dafür, dass ich mich im Spiel wohlfühlte.

Oculus Touch & Co: Durchdachte Bedienung

Ganz fertig ist A Fisherman’s Tale, das Ende 2018 erscheinen soll, natürlich noch nicht. Hier und da glitchten Sachen herum und das Tracking klappte nicht immer ganz sauber. Das lag aber eher an der suboptimalen Sensor-Aufstellung der Oculus Rift: In der Indie-Arena auf der Gamescom ist für ein einzelnes Spiel eben nur sehr begrenzt Platz.

Alles ist miteinander verbunden: Das Wasser spritzt ins kleine Puppenhaus und gleichzeitig auch in unser großes Level. © Innerspace VR / Vertigo Games

Alles ist miteinander verbunden: Das Wasser spritzt ins kleine Puppenhaus und gleichzeitig auch in unser großes Level. © Innerspace VR / Vertigo Games

A Fisherman’s Tale kann in raumfüllendem VR gespielt werden, wir bewegen uns dabei frei innerhalb der Grenzen unserer Spielfläche. Per Analogstick auf den Oculus Touch-Controllern konnte ich schrittweise den Blickwinkel verändern und mich in VR auch auf der Stelle bequem umdrehen. Der andere Analogstick machte Teleportation möglich.

Darüber hinaus wurde aber auch an diejenigen gedacht, die nur wenig Platz haben oder gern im Sitzen spielen wollen: Auf Knopfdruck fährt unsere virtuelle Hand aus, sodass wir andernfalls zu weit entfernte Dinge greifen und zu uns heranholen können.

A Fisherman’s Tale kommt für alle großen VR-Headsets

Die Bedienung erschien mir gut durchdacht und so aufeinander abgestimmt, dass eigentlich jeder Spieler (ob er viel Platz hat oder im Sitzen spielt) ohne Probleme durch die Levels navigieren und mit allem interagieren kann. Sollte es Entwicklerstudio Innerspace VR gelingen, die gesamte Spielzeit mit einer coolen Geschichte und cleveren Puzzles zu füllen, die sich häufig der einzigartigen Matroschka-Mechanik bedienen, dann steht uns in diesem Jahr ein echter VR-Geheimtipp ins Haus.

Versucht Bob etwa, die biblische Geschichte von Jona nachzustellen? © Innerspace VR / Vertigo Games

Versucht Bob etwa, die biblische Geschichte von Jona nachzustellen? © Innerspace VR / Vertigo Games

A Fisherman’s Tale wird für Oculus Rift, HTC Vive, Windows Mixed Reality und PlayStation VR veröffentlicht. Behaltet das Spiel unbedingt im Auge – wir halten euch über Neuigkeiten natürlich auf dem Laufenden.

Freut ihr euch auf A Fisherman’s Tale? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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