Facebooks „Spaces“ kommt auch für andere VR-Brillen

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© Facebook

Facebook scheint den Exklusiv-Trip des Tochterunternehmens Oculus nicht mitmachen zu wollen und will die soziale VR-Plattform „Spaces“ auch für andere VR-Brillen zugänglich machen.

Oculus hat sich neben seinem Image als eine der Vorreiterfirmen für die virtuelle Realität auch einen eher zweifelhaften Ruf durch seine strikte Abschottungspolitik erworben. So lässt das Unternehmen keine Konkurrenz-Plattformen für die Spiele in seinem eigenen Store zu. Konkurrent HTC mit seiner Viveport-Plattform macht das nicht anders, allerdings versucht das taiwanesische Unternehmen derzeit noch nicht, rein HTC Vive-exklusive Anwendungen zu forcieren. Fast alle Apps sind zusätzlich auf Steam und dort in der Regel auch für die Oculus Rift erhältlich.

Oculus dagegen hat sich mit vielen exklusiven Deals eine ordentliche Basis guter Spiele und Anwendungen geschaffen, die – wenn überhaupt – nur nach Ablauf der Exklusiv-Vereinbarung auch für andere VR-Brillen veröffentlicht werden. Ein Beispiel dafür ist das Agentenspiel „I Expect You To Die“, das mittlerweile nicht mehr nur über den Oculus Store zu erhalten ist, sondern auch für Playstation VR und HTC Vive.

„Spaces“ mit Revive für HTC Vive nutzbar

Auf der F8-Konferenz hat Facebook die soziale VR-Plattform „Spaces“ angekündigt. Wenig überraschend ist die in der Beta gestartete Anwendung offiziell nur für Nutzer der Oculus Rift zugänglich. Allerdings wurde die App in Windeseile auch für die HTC Vive verfügbar gemacht, und zwar durch den sogenannten Revive-Hack. Dieses Programm erlaubt den Zugriff auf den Oculus Store und dessen Anwendungen mit der HTC Vive. Allerdings ist die Steuerung in „Spaces“ mit den Vive-Controllern laut Nutzer-Berichten etwas schwierig, da die Bedienung eigentlich auf die Oculus Touch-Controller ausgelegt ist.

Wie ihr Revive nutzen könnt, haben wir in unserem Artikel über die Einrichtung der HTC Vive beschrieben. Achtet aber darauf, dass es sich hierbei nicht um eine offiziell unterstützte Methode handelt. Wir empfehlen daher, nur kostenlose Anwendungen aus dem Oculus Store zu nutzen.

Andere VR-Brillen sollen „idealerweise“ auch unterstützt werden

Doch Facebook möchte den Exklusivweg mit „Spaces“ offenbar nicht dauerhaft beschreiten. Gegenüber dem Magazin Upload VR gab der Leiter eines Social-VR-Teams von Facebook, Michael Booth, an, dass auf lange Sicht „idealerweise“ alle Headsets unterstützt werden sollen, die 6 DOF für Headset und Hand-Steuerung unterstützen. Diese Abkürzung steht für „Six Degrees of Freedom“. Das bedeutet im Prinzip die Bewegungsfreiheit eines festen Körpers im dreidimensionalen Raum. Natürlich könnte das Wort „idealerweise“ auch eine Hintertür beinhalten, allerdings wäre das für Facebook ein merkwürdiger Schachzug, da das Unternehmen in der Regel auf die maximale Nutzerbandbreite achtet.

Allerdings befinde sich das Programm noch in der Beta-Phase und würde sich noch häufig ändern. Außerdem sehe man in der Oculus Rift und den Touch Controllern die beste aktuelle VR-Hardware. Einen Veröffentlichungszeitraum für die Unterstützung anderer HMDs nannte Booth nicht.

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