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Euclidean

HTC Vive Oculus Rift Spiele
6

VR-World Rating

Euclidean im VR-Test: H.P. Lovecraft grüßt aus der Tiefe

Direkt zum Fazit

Endlich mal ein VR-Spiel, das sich das Attribut „Lovecraftian“ redlich verdient hat! Euclidean ist eine innovative Mischung aus Geometrie und Horror, die euch sprichwörtlich tief in den Wahnsinn treibt. 

H.P. Lovecraft  gehört zu den einflussreichsten Autoren der Horrorliteratur. In Werken wie seinem Cthulhu-Mythos beschreibt er kosmische Kräfte, die dem Menschen seine völlige Bedeutungslosigkeit angesichts eines gleichgültigen Universums vor Augen führen. Wer einmal selbst im bodenlosen Abgrund der Zeit und des Raumes versinken will, hat mit Euclidean Gelegenheit dazu. Ursprünglich kein VR-Titel, ist das Spiel inzwischen sowohl mit Oculus Rift als auch HTC Vive kompatibel.

Screenshot aus Euclidean

Euclidean mischt Geometrie mit Horror / © AAD Productions

Machtlos dem Abrund entgegen

Nachdem ihr das Spiel geladen habt, findet ihr euch in einem dreidimensionalen Menü wieder. Hier könnt ihr die Einstellungen festlegen, die verschiedenen Levels auswählen oder aber ein neues Spiel beginnen. Dafür müsst ihr in VR nicht mal irgendwelche Knöpfe betätigen, sondern nur den jeweiligen Punkt kurze Zeit anblicken. Das sorgt für einige Immersion.

Während Endlos-Runner wie Poly Runner VR die Horizontale zum bestimmenden Spielprinzip erkoren haben, geht es in Euclidean immer weiter in die Tiefe. Langsam fallen wir durch eine abstrakte Ansammlung aus Formen und Figuren. Mittels des Controllers können wir uns nur sehr mühevoll bewegen. Da eine Kollision aber den sicheren Tod bedeutet, müssen wir unsere Route zum Abgrund möglichst gut planen. Zum Glück können wir für kurze Zeit eine Art Phaser aktivieren, der uns sicher durch Hindernisse lässt und außerdem die Wegfindung der Gegner anzeigt.

Die äußerst eingeschränkten Interaktionsmöglichkeiten vermitteln zwar den gewünschten Eindruck von Machtlosigkeit und Schwäche, was aber gelegentlich für Frust sorgen kann. Denn Euclidean ist unversöhnlich gegenüber Fehlern: Wer stirbt, muss den gesamten Level auf jedem der drei Schwierigkeitsgrade komplett von vorne beginnen. Die Tatsache, dass diese mit den Worten hart, alptraumhaft und unmöglich betitelt sind, gibt einen Eindruck davon, auf was für einen Höllentrip ihr euch gefasst machen könnt. Nach einer Weile werdet ihr euch wünschen, dass der auf Dauer ziemlich nervige Todesschrei eures Protagonisten verstummen würde.

Screenshot aus Euclidean

Auch die Gegner erinnern an geometrische Figuren / © AAD Productions

Optisch und akustisch eine Wucht

Davon abgesehen ist den Entwicklern das Sound Design außerordentlich gut gelungen. Die ominöse Ambientmusik passt perfekt zur Atmosphäre des Spiels und auch die Soundeffekte der Monster werden euch den ein oder anderen Schauder über den Rücken jagen. Dazu gesellt sich die unheimliche Stimme des Erzählers, der euren Fall in die Tiefe zynisch kommentiert. Aus diesen Gründen empfehlen wir euch, Euclidean unbedingt mit brauchbaren Kopfhörern zu spielen.

Jeder der insgesamt neun Level verfügt über eine eigene Farbpalette und Umgebung. Mal fallen wir durch nahezu endlose Weiten, mal wird es beklemmend klaustrophobisch. Mal müssen wir sich schnell bewegenden Objekten ausweichen, ein anderes Mal gleiten wir eine riesige Treppe entlang. Gemeinsam ist den Levels lediglich die bedrückende Atmosphäre, die an unseren Nerven nagt. Überall lauern schattenhafte Gestalten in der Tiefe, von denen wir erst wissen, ob sie eine Bedrohung darstellen, wenn es für ein Ausweichmanöver fast zu spät ist.

Das bizarre Design der Monster erinnert an Amöben oder Bakterien, denen man wirklich nicht zu nahe kommen will. Die Tatsache, dass wir tendenziell aus jeder Richtung angegriffen werden können, macht ständiges Umschauen erforderlich. Gerade deshalb ist die Umsetzung in VR so gelungen.

Screenshot aus Euclidean

Die Levels sind abwechslungsreich gestaltet / © AAD Productions

Größter Kritikpunkt ist die nur schwach herausgearbeitete Hintergrundgeschichte. Was nützt mir eine so interessante Welt, wie Euclidean sie mir bietet, wenn ich fast nichts über sie in Erfahrung bringen kann? Auch die Auflösung zum Schluss des Spiels lässt mehr Fragen offen, als beantwortet werden. Hier wäre noch mehr drin gewesen.

Dessen ungeachtet ist den Entwicklern von Euclidean eine eindrucksvolle VR-Umsetzung gelungen, die mit einer Spielzeit von etwa einer Stunde zwar recht kurz ausfällt, dafür aber für etwa 4 Euro preisgünstig zu haben ist. Freunden von innovativen Spielkonzepten sei der Titel deshalb auf jeden Fall ans Herz gelegt.

Hier findest du Euclidean:

Das ist gut

  • beeindruckendes Audio-Erlebnis
  • innovatives Konzept
  • gelungene VR-Umsetzung

Das geht besser

  • keine sonderlich tiefgründige Story
  • Balancing geht stellenweise unter
  • etwas langatmig

Fazit

Ein kurzes, aber äußerst stimmungsvolles Erlebnis, das Horror und Geometrie zu einer einzigartigen Mischung verbindet. Das innovative Spieldesign trifft jedoch sicherlich nicht jeden Geschmack und auch der Wiederspielwert hält sich in Grenzen.
6

VR-World Rating

Gameplay: 6
Steuerung: 6
Immersion: 7
WOW-Faktor: 7
Grafik: 7
Sound: 9
Story: 4
Umfang: 5
Zum Anfang

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