Elevator…To The Moon angespielt: Maroder Fahrstuhl zum Mond

Elevator…To The Moon angespielt: Maroder Fahrstuhl zum Mond

Eigentlich wollten wir nur schnell beim deutschen Peripherie-Hersteller Roccat reinschneien, um uns ein paar Mäuse und Tastaturen anzuschauen. Doch dann zog uns Game Producer Marc Barnes freundlich in einen Nebenraum, setzte uns eine Oculus Rift auf den Kopf, drückte uns die Touch-Controller und die Hände und schickte uns in den dritten Abschnitt des VR-Titels Elevator…To The Moon.

In Elevator…To The Moon sitzen wir im namensgebenden Fahrstuhl zum Mond, den der – Achtung! Ironie – großartige und glorreiche Erdenpräsident Doug-Slater Roccmeier gebaut hat, um sich ein Denkmal zu setzen und um die Menschheit weiterzubringen. Allerdings läuft Roccmeiers Traum nicht ganz rund und so liegt es an uns, den Fahrstuhl auf seiner behäbigen Reise zum Mond immer wieder auf Vordermann zu bringen.

Elevator Simulator: Virtual Moon-ality

Spielerisch reiht sich Elevator…To The Moon in die Riege von Job Simulator und Rick & Morty: Virtual Rick-ality ein. Im Herzen ist es ein Point’n’Click-Adventure, das an nur einem Ort stattfindet. Alles, was wir brauchen, um die verschiedenen Rätsel und Probleme unserer Mondfahrt zu bewältigen, befindet sich im Fahrstuhl.

Das Walkie-Talkie von Elevator…To The Moon erinnert uns stark an Job Simulator.

Lodert vor uns ein wildes Feuer? Irgendwo findet sich bestimmt ein Feuerlöscher, wir müssen nur etwas danach suchen. Ein Hinweissystem oder eine Komfortfunktion gibt es (noch) nicht, die Entwickler von Roccat Games setzen ihr Pferd auf die Fähigkeit der Spieler, Gegenstände aus ihrer Umgebung logisch zu kombinieren.

Einfach mal machen

Bei der Steuerung geht Roccat mehrere Wege. Während wir mit den Touch-Controllern der Oculus Rift gespielt haben, funktioniert Elevator…To The Moon auch mit der Oculus Remote, dem Xbox-Gamepad und der Gear VR 2017. Da sich das Spiel an Point’n’Click-Adventures orientiert, bedienen wir mit den Touch-Controllern keine Hände, sondern einfache Cursor. Mit Trigger und Grip-Button greifen wir nach Gegenständen und benutzen sie. Wir lassen die Cursor über die Bedieninstrumente wandern und sehen so, welche Knöpfe, Hebel und Gegenstände verwendbar sind.

Die verschiedenen Abschnitte unserer Mondfahrt stellen uns vor unterschiedliche Probleme.

Dabei befriedigt Elevator…To The Moon unser Verlangen, jeglichen Quatsch auszuprobieren, der uns in den Sinn kommt. Sinnlos mit dem Feuerlöscher rumsprühen? Das Walkie-Talkie über das Roccmeier uns Anweisungen gibt über die Abfallschleuse ins Weltall befördern? Die Kordel, an der wir erst bei Ankunft auf dem Mond ziehen sollen einfach schon vorher ziehen? Alles gar kein Problem. Und Elevator…To The Moon scheint auf jede unserer Dummheiten vorbereitet.

„Get to the Chopper!“

Damit unsere Fahrstuhlfahrt nicht langweilig wird, stellen uns die Entwickler vor immer neue Probleme, die aber teilweise bisher gelernte Fähigkeiten verlangen, wie beispielsweise das Feuerlöschen. Der einfache, comichafte Grafikstil von Elevator…To The Moon unterstreicht die humorvolle Art des Spiels sehr gut. Die befehlshaberischen Anweisungen von Roccmeier, der sich ein wenig wie ein bekannter österreichischer Bodybuilder/Schauspieler/Gouverneur anhört, vermitteln entgegen dem Grundton die überzogene Ernsthaftigkeit unserer Mondmission sehr gut.

Das wichtigste bei einer Fahrstuhlfahrt zum Mond? Ein voller Kühlschrank.

Elevator…To The Moon setzt bei seinen Spielmechaniken auf Bewährtes, verpackt dies aber in einer witzigen Geschichte. Gepaart mit den spielerischen Möglichkeiten, jede Menge Quatsch machen zu können, freuen wir uns auf die komplette Mondfahrt, die im Oktober dieses Jahres auf Oculus Rift und Samsungs Gear VR losgehen soll.

Verfasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Zeige den nächsten MediaMarkt, um Virtual Reality hautnah zu erleben

X